Sehr beliebt ist hier die Jagt auf Federwild, besonders auf den Tiur  (rechts im Bild ein Tiurhahn).

So heißt in Norwegen das Birkhuhn (lat. Tetrao tetrix) oder auch Auerhahn (Tetrao urogallus) genannt. Ob es da gewisse Unterschiede zwischen den Alpenvögeln und den in Norwegen heimischen gibt, entzieht sich unserer Kenntniss.


Wer mehr weiß, ist herzlich eingeladen uns zu ergänzen oder zu verbessern.


Er kann bis zu 6 Kg schwer werden und tanzt beim Balzen sehr schön. Wenn er so richtig in Stimmung ist kennt er keine Angst, auch nicht vor dem Menschen. Er kann schon einmal einen Radfahrer oder auch ein Auto angreifen.

Es gbt im Internet bei "youtube" nette Filme über diesen sehr stolzen Fasanenvogel.


Sicher ist er bei der Jagt so beliebt, weil er einen riesen Braten hergibt der lecker schmeckt und Fleisch in Norwegen außerdem extrem teuer ist.


Wir sehen den Tiur  häufig beim Spaziergang mit unseren Hunden.

Das Bild stammt von der ausgstopften Jagttrophäe unseres Freundes Paul Andersen.


Übrigens frieren die Norweger das Federwild ungerupft ein, was beim Blick in die Tiefkühltruhe sehr gewöhnungsbedürftig ist.  

 

 

Die bessere Hälfte des Tiur, die Birkhenne (norwegisch:Røy) ist extrem gut getarnt.


Im Gebüsch kann man sie kaum erkennen. 

Oft läuft sie aber mit ihren Kücken oder im Verein mit anderen "Damen" über die Waldwege und macht sich absolut keine Mühe, eilig vor dem Menschen zu verschwinden. Die Birkhenne wird in Nowegen "Røy" genannt, und wiegt etwa 2,5 Kg. Sie wird von jedem Jäger genauso erbarmungslos gejagt wir ihr Mann.


Gleiches gilt auch für die kleinere  "Rype" (Schneehuhn).

Wir nehmen beim Spazieren jetzt immer eine Kamera mit, in der Hoffnung irgendwann auch einmal einen dieser zuletzt genannten Vögel "zu schießen". Eine richtige Jagt scheidet für uns allerdings aus.

Wir wären eher bereit ein Reservat für die Tiere einzurichten, was in Zukunft ja vieleicht möglich ist.

 

Es gibt hier natürlich massenhaft Vögel die nicht gejagt werden. Bei uns auf Espetveit ist die Mischung sehr bunt und durch die Ruhe und mangelnde Störenfriede ist es recht einfach, die vielen Arten zu beobachten.

Wir haben aber überhaupt keine Ahnung von der Ornithologie.


Den Winter über haben wir insgesamt 2 Zentner Sonnenblumenkerne verfütterten, das hat viele bunte Vögel angelockt und unser Interesse an ihnen geweckt.

Es ist wirklich herrlich, den lustigen Kameraden zuzusehen. Wenn der Winter langsam geht sind sie am zahlreichsten und wegen des fehlenden Laubes, am besten zu beobachten.

Im sehr kalten Winter bleiben nur die Meisen. Sie teilen sich das Futter im Vogelhaus mit Eichhörnchen. Es sind Kohlmeisen, die mit dem Eintreffen der anderen Vögel langsam das Feld räumen – kaum noch zu sehen sind.

 

Dann Anfang Mai kommen die Finken. Vor allem Buchfinken,  Grünfinken und Bergfinken. Um einen Bergfinken zu sehen muß man nach Norwegen reisen, denn im südlicheren Europa sind sie nicht zu finden. Aber auch die sehr hübschen Dompfaffen stellen sich ein. Sie sind ein äußerst attraktives Fotoobjekt. Man mag sie immer wieder fotografieren mit ihrer leuchtend roten Brust. Erstaunlich ist, wie gut sich alle Vögel vertragen.

Die kleinen Weltmeister im Zanken, die Sperlinge, welche ja auch Finkenvögel sind, gibt es auf Espetveit nicht. Dadurch läuft alles ruhig und gesittet ab.

 

Der einzige Stenkerkopf ist der Buntspecht. Mit ihm soll unsere kleine Vogelkunde beginnen. Nach und nach versuchen wir alle anderen bunten Gesellen vorzustellen, die es auf Espetveit gibt.

Die Vögel haben es hier wirklich gut. Wir haben 12 Vogelhäuschen ausgehängt und für andere spezielle Bedürfnisse, insbesondere für die Schwalben und Bachstelzen genügend Platz im Pferdestall und auf dem Heuboden.

 


Buntspechtpärchen auf eine Eiche
Buntspechtpärchen auf eine Eiche

Der Buntspecht

Dendrocopos major; auch Großer Buntspecht, Schildspecht oder in Norwegen Flaggspecht genannt.

Er ist eine sehr imposante Erscheinung und fast so groß, wie eine kleine Taube. Er ist hier der König der bunten Federlinge. Kommt Herr Specht zum Speisen, müssen alle anderen warten.

 

 

 

Das Buntspechtpärchen

ist täglich mehrfach zu Gast 

und läßt sich auch

beim Liebesspiel nicht stören.

 

 

Der Unterschied zwischen den Geschlechtern

ist viel geringer als bei allen anderen Vögeln.

 

Rechts im Bild ist das Männchen zu sehen. 

 

Dompfaff Pärchen
Dompfaff Pärchen

 

 

 

 

Dompfaff 


Pyrrhula pyrrhula


Dompap

 

 


 

 

 

 

Der Dompfaff hat im deutschen Sprachraum mehrere Bezeichnungen.

 

Man nennt ihn auch Gimpel oder Blutfink und wie der letztere Name sagt gehört er zur Familie der Finkenvögel. Mit seiner leuchtend roten Brust ist er wunderschön anzusehen. Besonders im Frühjahr vor dem Austrieb der Blätter kann man ihn bei uns gut beobachten. Wir meinen er ist ein geselliger Vogel und auch sehr oft an der Seite seiner Frau anzutreffen. Das Pärchen ist optimal zu erkennen, da sie sehr verschieden gezeichnet sind. Manchmal haben wir gesehen, wie das Männchen seine Frau minutenlang gefüttert hat. Sie saßen dann zusammen auf dem Rand unseres Vogelfutterhauses in der Nähe des Küchenfensters.

 

 

 

Grünfink
Grünfink

 

 

 

 

 

Finken 

 

Fringillidae


Fink

 


 

 

 

 

 


Wenn wir an Finken denken, so ging es zumindest uns früher, dann waren es Bunt- oder Grünfinken. Den genauen Unterschied kannten wir nicht. Beschäftigt man sich nur ein wenig mehr mit diesen sehr aktiven und wunderschönen Vögeln, ist man erstaunt, wie viele Arten es davon gibt. Die größte Überraschung für uns war, dass auch die Spatzen Finkenvögel sind.

 

Dort wo wir in Deutschland zu Hause waren, haben die Spatzen und Stare die Vogelwelt dominiert. Immer sind die Stare dort eine Plage. Im Spätsommer begann der „Wein-Bauernkrieg“ mit automatisierten  Donnerschlägen aus Propangaskanonen und noch absurderen Soundmaschinen mit Raubvögelgeschrei gegen Schwärme von aber Millionen dieser Vögel. Dieser Bauernkrieg hat uns jedes Jahr sehr belastet. 

 

Hier gibt es keine Stare und Spatzen aber tausende  anderer bunter Vögel. Ein paar Plagegeister haben wir auch. Die Drosseln zum Beispiel holen sich unsere Süßkirschen.

Es ist dennoch eine Freude, sie dabei zu beobachten. Wir gönnen ihnen die Früchte. 

Für uns ist es hier eine große Genugtuung, ein bisschen Gutes zu tun und den Tieren auf Espetveit ein schönes zuhause zu geben.

 

Die Singvögel haben es gut bei uns. Wir haben für den Winter schon reichlich Sonnenblumenkerne eingelagert, um unsere gefiederten Freunde zu bewirten.

Die Grünfinken sind hier bei uns auf Espetveit die häufigsten Vögel. Allerdings verschwinden sie im September und fliegen runter zur Küste. Aber spätestens im April, mit der ersten richtigen Schneeschmelze sind sie zurück. Dann dominieren sie das Leben in der Luft und auf dem Boden. Wir meinen, sie sind genauso zankfreudig wie die Spatzen. Möglicherweise sind nur die Meisen ebenwürdige „Gegner“. Die Grünfinken sind allerdings, zumindest bei uns, äußerst fair. Sie räumen im September das Feld und dann gibt es hier nur noch eine Herscherfamilie – die Kohlmeise.  


 

Kohlmeisen
Kohlmeisen

 

 

 

Meisen

   

Paridae


Meiser

 


 

 

Im Winter versammeln sich bei uns zahlreiche Meisen. Es sind wie die Finken Sperlingsvögel. Die Meisen sind sehr anpassungsfähig und halten auch extrem kalte Temperaturen aus. Sind fressen anscheinend alles was die Natur und der Mensch anbietet. Hier auf Espetveit ersetzen sie sozusagen die Spatzen. Sie kommen wie diese in Scharen, beleben das Futterhaus und laufen auf dem Boden herum, wo sie die Reste der aufgebrochenen Samen picken. Entdecken die Meisen ein offenes Fenster, kommen sie auch ins Haus und suchen nach Eßbahrem. Wir haben vor allen Kohlmeisen (Parus major). Die Norweger nennen sie Fleischmeise (Kjøttmeis). Manchmal sehen wir auch Blaumeisen und Sumpfmeisen.