unser Badesee auf Espetveit, der Laugtjørn in 467 m Höhe
unser Badesee auf Espetveit, der Laugtjørn in 467 m Höhe

 

 

 

Espetveit liegt auf 58,2° nördlicher Breite und 7,4° östlicher Länge in einer hügeligen Berglandschaft, die „Espetveit-Kattås“ genannt wird.

   

 

 

 

Kattås bedeutet so viel wie Katzenbuckel, was sehr gut zu dieser Landschaft passt. Alle diese "Katzenbuckel" sind bewaldet und befinden sich um 450 bis 570 m über dem Meeresspiegel.

 

Unser Hof liegt in einem gut windgeschützten Tal in ca 400 m Höhe.

 

100 m Höhendifferenz sind hier auf Espetveit bereits von größer Bedeutung. Während bei uns in direkter Umgebung noch massenhaft Laubbäume, sogar Eichen anzutreffen sind, gibt es diese auf den umliegenden Hügeln in 500 m Höhe nicht mehr. Oberhalb 500 m findet man nur noch selten Fichten, dort stehen kleine Kiefern, die häufig unter der Schneelast im Winter zu Bruch gegangen sind.

Es ist sehr interessant, diesen Vegetationswechsel auf so engem Territorium zu erleben. Die Gebiete über 450 m haben selten mehr als 120 Tage im Jahr eine Tagesdurchschnittstemperatur von mehr als 10°C. Das ist die Grundbedingung für das Wachstum der Laubbäume. Die warme Vegetationsperiode ist zu kurz. Nur an geschützten Stellen stehen ab und an ein paar Birken.

Nadelbäume halten diese Bedingungen am besten aus. Sie tolerieren bis -40°C und haben dank des immergrünen Kleides eine ausreichende Fotosynthese.

Ab etwa 450 Höhenmetern entspricht die Vegetation der borealen Zone mit Nadelwäldern, Hochmooren, Moosflächen, vielen Flechten, kleinen Seen und Tümpel mit saurem Wasser.

Da gibt es viele Beeren und wunderschöne Blumen. Diese Landschaft ist faszinierend. Sie ändert im kurzen Sommer oft ihr Gesicht.

Wir gehen mindestens einmal pro Woche mit unseren beiden Mini Aussies Ylva und Anouk zu einem kleinen Bergsee, der auf 480 m Höhe liegt. Der Weg dorthin ist einzigartig. Er wird von einem Bach durchbrochen, welcher durch eine herrliche, glattbuckelige Felsenlandschaft fließt. Hier gibt es viele Staubecken und Tümpel. Es ist ein Paradies für Orchideen und Kräuter, aber auch für Frösche, Echsen und Schlangen. Es gibt hier sehr viele Kreuzottern. Man sieht sie oft Wärme tankend in der Sonne auf Steinen oder am Wegrand liegen. Es ist schon angebracht die Augen offen zu halten und vor allem gutes Schuhwerk, am besten Stiefel zu tragen.

 

Früher gab es hier auch Biber. Der Mensch, hat sie leider "beseitigt".