19.10. 2017 ärztliche Versorgung

 

Noch beim Reinholen der Schafe meinten wir alle gesund von der Weide eingebracht zu haben.

Heute nun sahen wir, dass Fine ihren linken Vorderlauf schont und den Fuß ein paar cm über dem Rost hoch hält. Der Fuß schien geschwollen, so dass wir uns entschlossen den Fuß genauer anzusehen.

Der Fuß war wirklich deutlich teigig und warm, so dass wir den Verdacht hatten, dass es sich wahrscheinlich um eine Verlegung und Infektion des Ausführungsganges der Talgdrüse handelt.

 

Dieses Problem kenne wir von unseren Lämmern, kurz nach der Geburt. In jedem Jahr haben wir mindestens 1 bis 2 Lämmer, die wir entprechend behandeln müssen.

 

Fine zu fangen war nicht so einfach. Sie ist erst 1 ½ Jahre alt und alles andere als träge. Es war eine regelrechte Jagt, die wir zwei veranstalten mußten, um sie endlich zuhalten und auf den Po zu setzen.

Tja, und so war es dann auch . Etwas blutig tingiertes dickes Sekret hatte sich bereits spontan zwischen den Zehen entleert. Doch wir hatten den Eindruck, dass es längst nicht alles war, was sich da angesammelt hatter. Also spreißten wir mit einer Arterienklemme, die bereits vorhandenen Perforationsstelle. Doch es kaum mehr heraus. So entschlossen wir uns das Skalpell zu nehmen und am oberen Ausführungsgang einen Incision anzulegen. Das half wirklich gut und wir konnten jede Menge dicken Talg heraus streichen. Doch leider hatten wir damit eine arterielle Blutung in Gang gesetzt, so dass wir Fine einen Kompressionsverband am Fuß anlegen mußten.

 

Nachdem Stine aus der sitzenden Position zurück auf ihre Füße kam, stellte sie sich auch auf den behandelten Vorderfuß. Die kleine operative Entlastung hatte ihr gut getan und die Schmerzen schienen verschwunden zu sein.

Nun haben wir einen Patienten, der eine tägliche Wundkontrolle braucht. Wir hoffen, dass uns das heutige „Rodeo“ nicht jeden Tag ereilt und Stine schnell wieder aus der medizinischen Behandlung raus kann.

 

Aber so ist es eben. Es sind immer wieder gesundheitliche kleinere oder größere Probleme , die bei einer Schafherde anfallen können. Nur gut, dass wir bislang alles allein bewerkstelligen konnten. Wenn wir jedes Mal den Tierarzt rufen würden, wäre dieses sehr teuer.

 

 

 

Unsere Kira hat sich in der letzten Weidesaison beide Ohrmarken aus den Ohren gewurschtelt. Da wir noch Reservemarken von 2014, ihrem Geburtsjahr haben, bekam sie in jedes Ohr in den bereits vorhandenen Löchern neue Marken gesetzt. Kira wird jetzt der Registriernummer 40038 zugeordnet.  

 

16.10. 2017 Wohngemeinschaften 2017/2018

 

So, alle bis auf Maja sind nach gefühlter stundenlanger Treibjagt endlich wieder im Stall. 

 

Wir haben die Damen gleich so den Boxen zugeordnet, dass wir entsprechend der Deckzuteilung für unsere Böcke Leopold und Simon, nicht nochmals alle Wohngemeinschaften aufmischen müssen. 

 

 

Dementsprechend stehen in Box 1 Karo, Kela, Martina, Camilla, Medea und Stine zusammen.

 

 

Randi, Moni, Anna, Gretel, Suse und Kira füllen die Box 2.

Unser Jungvolk mit Karin, Kora, Kim, Fine und Fanny bilden die Wohngemeinschaft 3. Hier befindet sich auch Merle als die Älstestes im Bunde.  

 

 

Maja, die Jüngste in der Schafherde streift zur Zeit noch draussen herum.

 

 

Sie hat ja ihr Lammhäuschen und Freigang auf dem Hof, so dass das schlechte Wetter ihr nichts anhaben kann. Doch spätestens zum Frisörtermin wird sie in den Stall zur Wohngemeinschaft 3 umziehen müssen. 

 

Die Damen, welche zur Deckzeit Besuch von Simon bekommen, stehen in der Box 4.

Es sind Dora, Hermine, Karla, Marit, Fenja und Dalisa.  

 

Fenja haben wir nun doch nicht wie geplant, zur Schlachterei gegeben. Wir brachten es nicht übers Herz, sie abzugeben. Sie hatte immer schwere Geburten, wo wir wirklich alle „geburtshilflichen Künste“ einsetzen mußten, um die Lämmer auf die Welt zu bekommen. Das war auch der Grund, dass wir nach der letzten Geburt im April 2017 daran dachten, sie abzugeben. Aber Fenja war für ihre Lämmchen immer eine tolle Mama und so behielten wir sie doch.

 

Auch Stine und Martina blieben trotz Mastitis . Wir haben die Euter untersucht. Die Euter sind weich und es ließ sich Milch beidseits ausmelken, d.h. die Milchgänge sind durchgängig. Die beiden Schafdamen blieben also entgegen unserer Planung auch. Ob es richtig war, wird sich zur neuen Lammzeit im Frühjahr 2018 zeigen. Hoffen wir, dass wir richtig entschieden haben.

 

Der nächste anstehende Termin ist das Schafscheren. In der ersten Woche im November kommt der Frisör. 

 

Leopold
Leopold

 

 

Die Deckzeit werden wir so beibehalten wie im letzten Jahr.

Simon
Simon

 

 

Ab 20.11. kommen Leopold und Simon in die Damengemächer.