29.04. 2018

 

Fanny,

 

… ein trauriger

Start in den Tag

 

Fanny ist das erste Mal trächtig.

 

 

 

Wir konnten keine Zeichen der Geburt erkennen und zogen uns nach dem letzten Rundgang nach Mitternacht zurück.

 

Erneut um 06:00 uhr im Schafstall, stand Fanny in der Box und das erste Lamm war bereits mit dem Köpfchen geboren. Füße waren nicht zuerkennen. Schnell die Handschuhe angezogen und geschaut, was da los war. Es handelte sich um eine reinen Kopflage und die Füßchen waren am Bauch nach hinten geschlagen. Vorsichtig lösten wir zunächst das einen, dann das andere Bein. Durch kontinuierlichen Zug entwickelten wir um 06:15 Uhr einen großen Jungen. Leider zeigte er keinen Lebenszeichen und Fanny damit auch kein Interesse an ihm.

 

Traurig, dass der Tag so begann. Aber man konnte deutlich sehen, dass da noch ein weiteres Lamm zu erwarten war. Wir gingen also nicht mehr aus dem Stall. Lange mussten wir auf die nächste Wehe warten. Endlich um 07:15 Uhr setzten wieder Kontraktionen ein.

 

Um 07:45 Uhr gebar Fanny einen weiteren Jungen aus regelrechter Kopf-Fuß-Lage. Mit ihm war alles in Ordnung. Er trägt eine auf dem Nasenrücken schmal auslaufende Blesse und der Ansatz des linken Ohrs ist ebenfalls weiß. Die Blesse zieht sich bis unter das Kinn. Der Schwanz ist zur Hälfte weiß. Im Gesicht ähnelt er seiner Mama.

Er ist deutlich kleiner als sein totgeborener Bruder.

Schnell kam er auf die eigenen Beine und es ist erstaunlich wie schnell er selbst den Weg an die Milchbar fand.

 

Anfänglich war Fanny etwas zurück haltend mit der Kontaktaufnahme. Wir befürchteten schon, dass sie ihn nicht annimmt. 

 

Doch jetzt, zwei Stunden nach der Geburt ist alles in Ordnung. Beide liegen zufrieden in der Ablammbox und wir hoffen sie werden ein gutes Team. 

 

28.04. 2018 Martina

 

Martina zeigte am frühen Morgen bei der Fütterung kein Interesse am Frühstück.

Sie ließ die Ohren hängen und man sah deutlich, dass sie Wehen hatte.

 

 

 

Da alle Kreißsäle belegt waren, mussten wir zunächst Karin mit ihrem Sohn herausstellen und die Ablammbox säubern und neu einstreuen mit frischem Haferstroh.

 

Nur eine halbe Stunde nach dem Wechsel kam es zum Blasensprung bei Martina. Es zeigten sich kräftige Wehen und nach nur 2-3 Presswehen gebar sie um 09:18 Uhr einen Jungen aus regelrechter Kopf-Fuß-Lage unkompliziert.

Ihr Sohn hat eine unterbrochene weiße Blesse, vier Stiefelletten und eine weiße Schwanzspitze. Er ist ein munterer kleiner Mann.

 

Wenige Minuten später setzten erneut Presswehen ein.

Unkompliziert gesellte sich ein weiteres Böckchen hinzu. Martinas zweiter Sohn hat fast die selbe Zeichnung am Kopf wie sein Bruder. Das Dreieck auf der Nase ist etwas kleiner ausgefallen. Er hat hinten keine Schuh und an der Vorderläufen trägt er weiße Stiefelletten. Der Schwanz hat einen weiße Spitze.

 

Beiden Lämmchen geht es gut. Martina hat ihre zwei Kinder liebevoll angenommen. Beide Zitzen sind für die Milch durchgängig, obwohl sie im letzten Jahr einen Mastitis auf der linken Seite hatte, die wir scheinbar erfolgreich behandelten.

 

 

Die Drei liegen nun auf frischem Stroh und ruhen sich aus. 

Wir wünschen dem Trio alles Gute für die Sommermonate hier auf Espetveit.   

 

27.04.2018 Marit

 

Nachmittags am 26.04., stellten wir Marit in die Ablammbox.

 

 

 

Die Flanken waren deutlich eingesunken und sie hatte keine Lust am normalen „smalltalk“ in ihrer Box teilzunehmen.

 

Sie legte sich ab und stand mehrere Stunden nicht auf. Ab und zu die Vorderläufe aufgestellt und sich hoch gedrückt... und das war es auch. Hin und wider schien sie zu schlafen. Die Augen waren geschlossen und der Kopf flach abgelegt.

 

Endlich nach Mitternacht kam es zum Blasensprung und Marit wurde lebhafter. Nach einer langen Pressperiode gebar sie endlich um 03:30 Uhr einen Jungen aus regelrechter Kopf-Fuß-Lage.

 

Marits Sohn trägt an den Hinterläufen 2 weiße Stiefeletten. Das Schwänzchen ist vollkommen weiß. Am Kopf hat er eine weiße durchgehende Blesse. Der linke Ohransatz ist ebenfalls weiß. Am linken Vorderlauf hat er ebenfalls eine weiße Stiefelette. Er war durch die lange Geburt nicht beeinträchtigt und schnell stand er auf seinen Beinchen. Wir legten ihn an die Milchbar und gierig verschlang er die ersten Schlucke Milch.

 

Dann verging die Zeit. Marit war beschäftigt mit dem Trockenlecken ihres Sohnes und es hatte den Anschein, dass da keine Zeit für erneute Wehentätigkeit war.

 

Dann endlich legte sie sich erneut ab. Nach fast einer Stunde Presswehen zeigten sich zwei Füßchen am Scheidenausgang. Es war jedoch kein weiterer Geburtsfortschritt trotz kräftiger Wehen zu verzeichnen.

 

Beim genaueren Hinsehen konnten wir feststellen, dass es sich um eine hintere vollkommener Fußlage handelte. Die Untersuchung zeigte ein Lamm in Hockstellung. Also zogen wir die Beinen lang und extrahierten in einer Presswehe um 06:00 Uhr einen weiteren Jungen. Durch die Extraktion und dem langen verweilen im Geburtskanal war der kleine Man deutlich beeinträchtigt.

Durch die manuelle Stimulation fand er dann doch seinen regelmäßigen Atem und das kleine Herz beschleunigte den Rhythmus.

Marits Zweitgeborener trägt eine breite weiße Blesse, die sich bis über das Kinn und und auf beide Ohren fortsetzt. Hinten trägt er zwei weiße Stiefel vorn rechts einen weißen Schuh und vorne links eine weiße Stiefelette. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß.

 

 

Beide Lämmer haben inzwischen bei Mama ausreichend getrunken. 

Nun liegt die kleine Familie im frischen Haferstroh und ruht sich aus von den Strapazen der Geburt.

 

 

Wir wünschen Marit und ihren Söhnen eine gute Zeit hier auf Espetveit. 

27.04. 2018

Karla… und es kommt anders als man denkt

 

Karla ist eines unserer älteren Schafe. Sie ist 2013 geboren und ist das vierte Mal trächtig. Alle Geburten zuvor hat sie mit Bravour hinter sich gebracht und so gingen wir davon aus, dass auch in diesem Jahr alles unkompliziert wird.

 

Um die Mittagszeit stellte wir sie in die Ablammbox mit Zeichen der beginnenden Geburt (deutlicher Schleimabgang) .

Doch es dauerte. Sie scharrte, legte sich hin, stand wieder auf und verhechelte viele Wehen.

 

Endlich gegen 18:00 Uhr dann die ersten Presswehen. Am Scheidenausgang sah man die kleinen Schnute und ein Beinchen. Doch es ging nicht vorwärts. Bei der Untersuchung befand sich das zweite Beinchen nicht im Geburtskanal. Deshalb ging die Geburt nicht weiter und das Lamm steckte regelrecht fest. Dementsprechend holte wir das zweite Beinchen hervor, welches sich an der Bauchseite befand. Nun zogen wir an beiden Füßchen und Karla gebar um 18:25 Uhr mit unserer Hilfe einen Sohn.

 

Da sie eine erfahrene Mutter ist ging alles seinen Gang.

Schnell auf den Füßchen und wacklig die Milchbar gesucht ging der kleine Mann seine ersten Schritte durchs Leben.

Er hat eine durchgehende weiße Blesse, die als weißer Strich den Nasenrücken ziert. Die Nasenspitze ist schwarz umrandet. Am hinteren linken Fuß trägt er einen weißen Schuh und die Schwanzspitze ist ebenfalls weiß. Kaum beeinträchtigt von der Geburt versuchte er schnell auf die Beine zu kommen.

 

Karla hatte jedoch nach wenigen Minuten bereits die nächsten Presswehen und wie auch beim ersten Lamm, war eine Fehlstellung zu erkennen, die wir nach dem selbigen Prinzip beglichen.

 

 

Um 18:57 Uhr gebar Karla mit unserer Hilfe ein Mädchen. Die Kleine hat einen unterbrochene weiße Blesse, zwei weiße Stiefel hinten und einen 1/2 weißen Schwanz. 

Beide Lämmchen sind wohlauf. Karla liegt jetzt in der Box und ruht sich aus.

 

 

Tja, es ist eben doch nicht so wie immer . Nichts gleicht dem Einen und es kann immer anders kommen als man denkt. 

 

26.04. 2018

Karin hat es nicht leicht

 

Karin ist ein Drilling von 2016. Ihre beiden Geschwister, die ebenfalls in unserer Herde sind, haben bereits ihre Lämmer unkompliziert geboren.

 

 

 

Karin steht bereits seit gestern Abend im Kreißsaal, da sich die Flanken beidseitig deutlich gesenkt hatten und sie begann „in sich rein zu horchen“.

 

Doch 24 Stunden verstrichen ohne , dass irgendetwas geschah.

Erst am Nachmittag zeigte sich Schleimabgang und sie begann zu scharren. Aber die Zeit verging, ohne dass wir einen Geburtsfortschritt sehen konnten.

Dann endlich um 20:30 Uhr der Blasensprung. Ja und dann begann wiederum das Warten. Als endlich zwei Füßchen am Scheidenausgang sich zeigten , hatte Karin bereits eine halbe Stunde Presswehen hinter sich. Die Geburt zog sich in die Länge, was wie wir wissen , kein gutes Zeichen ist.

Um 21:25 Uhr tasteten wir vorsichtig in der Scheide und fanden ein Lamm mit angezogenen Vorderbeinen in Kopf-Fuß-Lage. Da die Beinchen nicht wie erforderlich in gestreckter Position sich befanden, ergab das ganze „Paket“ einen Durchmesser, der es Karin nicht möglich machte ihr Lamm einfach heraus zu pressen.

 

So entschlossen wir uns ihr zu helfen. Zuerst das eine Vorderbeinchen dann das andere Vorderbeinchen hervor gezogen und gestreckt. Anschließend in der nächsten Presswehe zogen wir kräftig an beiden Beinen und entwickelten ein großen völlig weißen Jungen. Karin war von der langen Geburtsdauer so geschafft, dass sie nicht aufstehen konnte und so legten wir ihren Sohn direkt vor ihr hin, damit sie ihn lecken konnte und der erste Kontakt zwischen Mutter und Kind hergestellt wurde. Karins Sohn braucht von uns ein paar „Rütteleinheiten“ damit er sich besann auch die Atmung in Gang zu setzten und den Herzschlag zu halten.

 

Aber die Lebenszeichen stabilisierten sich und der große Mann suchte nach nur wenigen Minuten nach der Milchbar. Da Karin immer noch lag, war es nicht schwierig ihr Lamm anzulegen, welches gierig die ersten Schlucke Milch trank.

 

Wir dachten, dass da noch ein zweites Lamm folgen musste, doch wir hatten uns getäuscht. Es folgte die Plazenta nach 2 Stunden und Karin war endlich fertig mit der langwierigen Geburt ihres ersten Lamms.

 

 

Es dauerte gut 1 ½ Stunden bevor Karins Sohn durch ständiges Bemühen der Mutter auf eigenen Beinen stand. 

Jetzt liegen beide zufrieden in der Ablammbox und ruhen sich von den Strapazen einer langen Geburt aus. Wir wünschen ihnen alle gute für die kommenden Monate hier auf Espetveit. 

25.04. 2018

Kora macht das prima

 

Kora war im Laufe des Tages durch Ruhe, hängende Ohren und einem roten Euter aufgefallen.

 

Wir hatten ein Auge auf sie gerichtet mit der Vermutung, dass sie vielleicht unter Geburt geht.

 

Uns so war es auch. Bei der Kontrolle um 19:00 Uhr im Schafstall hatte sie bereits einen Blasensprung gehabt. Also ging es ab in die Ablammbox.

 

Nur 20 Minuten später begannen die Presswehen. Am Scheidenausgang zeigten sich 2 Füßchen und in nur 3 Pressversuchen gebar Kora ein kleines Mädchen völlig unkompliziert aus Kopf-Fuß-Lage. Sie war eifrig bemüht ihre Tochter trocken zu lecken doch es blieb ihr nicht viel Zeit. Bereits 15 Minuten später setzten erneut Presswehen ein und Kora gebar einen kleinen Jungen. Beide Lämmer sind wohlauf und fit wie zwei Turnschuhe.

Wir legten die Lämmer an und beide tranken mit großem Appetit die ersten Schlucke der wertvollen Vormilch.

 

Koras Tochter hat eine unterbrochene weiße Blesse und beide Ohren sind weiß geflammt. Hinten rechts trägt sie einen weißen Schuh und der Schwanz ist zur Hälfte weiß.

 

Koras Sohn hat eine durchgehende weiße Blesse, die sich bis über das Kinn zieht. Hinten links hat er einen weißen Schuh und das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. 

Kora hat ihre Sache sehr gut gemacht. Es sind ihre ersten Lämmer und sie kümmert sich rührend um ihre Kinder.

 

Wünschen wir den Dreien alles Gute für die kommenden Monate hier auf Espetveit. 

 

 

25.04.2018

 

Stine bekommt eine weiße Troika

 

 

 

Stine ist kugelrund. Seit ein paar Tagen steht sie immer mal wieder abseits , lässt die Ohren hängen und denkt in sich rein.

Heute am Nachmittag waren die Flanken eingesunken und sie atmete schnell. Mit den Vorzeichen einer anstehenden Geburt kam Stine in den Kreißsaal.

 

Bereits eine Stunde später kam es zum Blasensprung. Sie war relativ ruhig und scharrte nur wenig. Dann setzten Presswehen ein. 20 Minuten später um 15:20 Uhr gebar sie unkompliziert aus Kopf-Fuß-Lage einen Jungen. Der kleine Mann hat eine unterbrochene weiße Blesse. Beide Ohren sind am Ansatz weiß. Hinten trägt er einen weißen Stiefel und das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. Er ist ein munteres Kerlchen. Stine war eifrig bemüht den kleinen Man trocken zu bekommen. Doch so sehr viel Zeit blieb ihr nicht.

 

Um 15:47 Uhr gebar Stine aus regelrechter Kopf-Fuß-Lage ein völlig weißes kleines Mädchen. Wie ihr Bruder war die Kleine recht munter. Sie kam innerhalb von 10 Minuten zwar anfänglich sehr wacklig doch dann immer sicherer auf ihre vier Beinchen.

Beide Lämmer legten wir an die Zitze und sie tranken gierig die ersten Schlucke Muttermilch.

Doch Stine hatte eine Überraschung für uns .

Es vergingen gerade mal 20 Minuten und es kam ein weiteres Lamm auf die Welt. Es ist ebenfalls ein völlig weißes Mädchen, was deutlich leichtgewichtiger ist als seine Geschwister.

 

Der Kleinen gaben wir über die Sonde etwas Kolostrum , was wir vorher von Stine ab gemolken hatten. Damit erleichtern wir der deutlich schwächeren in der Troika, den Start ins Leben. 

 

Jetzt liegen alle Drei dicht gekuschelt an der Mama und ruhen sich aus von den Strapazen der Geburt. Stine ist eine erfahrene Mutter und wir hoffen, dass alle gut durch den Sommer hier auf Espetveit kommen. 

24.04. 2018

 

Kira hat eine komplizierte Geburt

 

 

Um Kira springen wir bereits 3 Tage drumherum. Sie stand bereits eine Nacht im Kreißsaal. Sie hatte allerdings nur das Eine-Nacht-Apartment zum Ausruhen genutzt, die Geburt erfolgte nicht.

 

Am Abend des 23.04. war Schleimabgang zu erkennen, was im Allgemeinen ein Zeichen für den Beginn der Geburt ist. Dementsprechend kam sie wieder in die Ablammbox.

Sie verhielt sich sehr ruhig. Sogar die Augen schloss sie zwischendurch, so dass wir etwas zweifelten, ob das wirklich der Beginn der Geburt sein sollte. Ab und zu scharrte sie, hechelte hin und wieder, aber mehr war nicht auszumachen.

Endlich um 01:00 Uhr kam es zum Blasensprung. Aber man sah nicht nur eine Fruchtblase, die sich stellt , sondern drei. Aus allen drei lief Fruchtwasser ab.

 

Somit war klar, dass Kira Drillinge gebären wird. Aber es ging nicht weiter. Sie preßte ab und zu aber es war kein vorangehender Teil zu sehen. Um 02:00 Uhr entschlossen wir uns zur Untersuchen und man tastete einen Steiß mit dem Schwänzchen aber kein Bein, was in den Geburtskanal lag. Beim tiefer eingehen mit der untersuchenden Hand kam man an mindestens 3 Füßchen. Das bedeutete, dass ein anderes Lamm sein Bein mit ausgestreckt hatte unbd nun neben dem Steiß lag. Jetzt musste man aufpassen, dass man nicht das falsche Bein hervorzog. Genau getastet und das Bein , was ein Hinterlauf war, wurde hervor luxiert. Dann vorsichtig gezogen um zu ertasten welches der 2 Beinchen, die sich zusätzlich in gleicher Höhe befanden , das zweite Hinterbein war. Nach eindeutiger Identifizierung , wurde das zweite Hinterbein ebenfalls hervor luxiert und dann an beiden Beinern wehensyncron gezogen.

Hervor brachten wir einen kleinen Jungen, der nur wenig durch die Prozedur beeinträchtigt war. Der kleinen Mann trägt einen unterbrochene weiße Blesse und der Schwanz ist zur Hälfte weiß. Wir legten ihn an die Zitze und er trank nach nur wenigen Minuten die erste Milch.

 

Tja, abert was sollten wir jetzt tun. Bereits ein Füßchen hatten wir am Beckenausgang getastet. Kira hatte nur mäßig Wehen, ab und zu ein Pressversuch, mehr nicht.

Wir entschlossen uns wieder aktiv zu werden. Und das war richtig so.

Bei der erneuten Untersuchung ertasteten wir 4 Beinchen und weiter oben einen kopf. Schnell die Beine sortiert, ewas ist ein Vorderbein und was ist ein -hinterbein. Als wir ganz sicher waren ertasteten wir auch den kopf und führten die kleine Schnute in Richtung der Vorderbeine. Ein Steiß war nicht zu ertasten.

 

Jetzt wieder vorsichtig an den Vorderbeinen gezogen und aufgepasst, ob der Kopf folgt. Das tat er auch und so extrahierten wir um 03:00 Uhr einen weiteren kleinen Jungen aus Kopf-Fuß-Lage. Etwas geschafft war der Kleine schon von der Prozedur aber er hatte regelmäßigen Herzschlag und nach manueller Provokation kam auch die Atmung zwar schleppend, aber in Gang.Der Sohn von Kira hat eine durchgehende weiße Blesse, einen ½ weißen Schwanz und das linke Ohr ist weiß gesprenkelt.

 

Wir hatten ja bereits das dritte Lamm an den Hinterläufen identifiziert und so zogen wir erneut an den Beinen und es folgte um 03:05 Uhr ein großer Junge. Leider zeigte der Drittgeborenen keine Lebenszeichen. Weder Herzschlag noch Atmung waren zur Stelle. Er muss im Laufe der schleppend voran gehenden Geburt verstorben sein. Vorwürfe müssen wir uns nicht machen. Wir haben entsprechend der Situation gehandelt. Aber es ist so wie es ist. Die Natur bestimmt letztlich wer kommt und wer darf bleiben. Für Kiras dritten Sohn war das Kommen aber nicht das Bleiben bestimmt.

Am Morgen haben wir ihn unter eine große Baumwurzel gelegt. Von hier aus kann er in den Schafhimmel geholt werden.

Den beiden anderen Jungen geht es sehr gut. Sie trinken bei der Mama und Kira ist eine fürsorgliche Mama. Hoffen wir für die Drei, dass die kommende Zeit es gut mit ihnen meint. Wir drücken fest die Daumen.  

 

23.04. 2018

Dalisa

 

Gegen 19:00 Uhr stellten wir Dalisa in den Kreißsaal.

 

 

Sie hatte Schleimabgang , stand in der Ecke und ließ die Ohren hängen.

 

Sie war sehr unruhig, scharrte, legte sich hin, stand wieder und kreiste regelrecht durch die Box.

Endlich um 21:00 Uhr kam es zum Blasensprung. Die Presswehen begannen nur eine halbe Stunde später und um 22:40 Uhr gebar Dalisa aus regelrechter Kopf-Fuß-Lage ein Mädchen.

Die kleine hat eine unterbrochene weiße blesse, einen weißenb Stiefel hinten rechts und einen weißen Schuh hinten links. Sie trägt einen lan gen weißen Schlips und das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß.

Sie ist ein munteres Mädel, welche schnell versuchte auf die Beine zukommen. Mit der Milchbar klappte es anfänglich nicht so gut, da Mama Dalisa bereits wieder Wehen hatte und aufgeregt durch die Box lief.

 

Um 23:30 Uhr setzten erneut Presswehen ein. Am Scheidenausgang zeigte sich ein Füßchen. Über eine halbe Stunde war kein Geburtsfortschritt trotz kräftiger Wehen auszumachen. Wir entschlossen uns zu untersuchen. Es handelte sich um eine inkomplette hintere Steiß-fuß-Lage wo das unter den Bauch geschlagene Bein ein Geburtshindernis darstellte. Also holten wir vorsichtig das Bein in die Scheide und mit der nächsten Presswehe zogen wir an beiden Beinen und Extrahierten um 00:03 Uhr einen kleinen Jungen. Dalisas Zweitgeborene hat eine durchgehende weiße Blesse, die auf dem Nasenrücken sehr schmal verläuft. An den Hinterläufen hat er zwei weiße Stiefel und der Schwanz ist zur Hälfte weiß.

 

Wie seine Schwester kam er schnell auf die Beine und mit Hilfe fand er auch die Milchbar. 

Jetzt liegt Dalisa mit ihrem Zwillingspärchen in der Box und alle Drei ruhen sich aus.

 

Wir wünschen dem Dreier-Team alles gute für die Zukunft.  

 

22.04. 2018

Karo bekommt ein Zwillingspärchen

 

 

Unsere letzten Lämmer wurden Vorgestern geboren. Aufmerksam beäugten wir die Boxen der Damen doch es schien sich auch heute nichts zu rühren.

 

Gegen Mittag jedoch zeigte Karo deutlich Wehen. Sie atmete schnell und scharte unaufhörlich. So stellten wir sie Ablammbox.

Frisch mit Haferstroh ausgelegt“räumte“ Karo ihr neues Zu hause so richtig auf. Das Stroh flog von einer Ecke in die andere.

 

Es verging eine Stunde doch ein Lamm war nicht in Sicht.

Wir beschlossen noch eine Runde durch den Wald zu drehen um abgebrochene Zweige und Äste zu sammeln und zum Brennplatz zu schaffen.

 

Zurück in den Schafstall kamen wir gerade noch rechtzeitig um die Geburt des ersten Lamms mit zu erleben. Karo gebar um 15:55 Uhr eine Tochter aus regelrechter Kopf- Fuß-Lage völlig unkompliziert.

Die kleine hat eine durchbrochene weiße Blesse, zwei weiße Schuhe hinten und einen ½ weiß gezeichneten Schwanz. Schnell stand sie auf eigenen Beinen und fand auch ganz allein Mamas Milchbar. 

 

Noch mit dem Trockenlecken ihrer Tochter beschäftigt, setzten erneut Presswehen ein. Karo gebar um 16:08 Uhr  einen kleinen Jungen mal so nebenher. Ihr Sohn hat genau die gleiche Zeichnung wie seine Schwester und ist ebenso aktiv. Auf eigenen Beinen stehend, wackelte er um Mama herum und suchte nach der Milch. Beide Lämmer sind fit wie zwei Turnschuhe.

 

Die Geburt war völlig unspektakulär, so wie wir es uns wünschen. Aber leider geht es nicht immer nach Wunsch. Besonders die Geburtshilfe ist voll Überraschungen.

 

Wir wünschen Karo mit ihren Zwillingspärchen einen schönen Sommer hier auf Espetveit. Mögen die Monate ebenso leicht sein, wie die Geburt der Lämmer, unkompliziert und sorgenfrei.  

20.04. 2018 Camilla

 

Es ist Vormittag und Camilla hatte ihr Frühstück genossen.

 

Mit vollem Freß- und Baby-Bauch stand sie abseits und ließ die Ohren hängen. Die Flanken hatten sich gesenkt... Camilla hatte Wehen.

 

Ab in die Lammbox und schon begann Camilla zu scharren. Um 12:00 Uhr kam es zum Blasensprung und eine Stunde später gebar sie mit Hilfe ein großes Mädchen aus unvollkommener Kopf-Fuß-Lage. Der rechte Vorderfuß hatte sich an den Thorax gelegt , so dass der Durchmesser sich dadurch vergrößerte und die Geburt für Camilla erschwerte.

Ihr Tochter ist ein kräftiges Mädchen. Sie hat eine durchgehende weiße Blesse, die sich mit ihrer Weißfärbung in beide Ohren zieht. Sie trägt hinten links einen weißen Stiefel und rechts hinten einen weißen Schuh. Der linke Vorderfuß hat eine weiße Sandale. Außerdem ziert sie ein weißes Halstuch und der Schwanz ist zu ¾ weiß.

 

Sie kam schnell auf die Beine und fand auch Mamas Milchbar ganz alleine.

 

Wir warteten auf das zweite Lamm. Aber nichts tat sich. Sollte da eventuell eine falsche Lage mit im Spiel sein? Wir warteten zwei Stunden. Als wir uns entschlossen hatten zu untersuchen, begann Camilla aus der Tränke reichlich Wasser zu trinken und das Kraftfutter, was jede Mama nach der Geburt extra bekommt, verspeiste sie genüsslich. Die Schafe fressen eigentlich erst, wenn sie mit der Geburt fertig sind. Es gibt natürlich auch hier Ausnahmen, aber in der Regel stimmt das.

 

Ja, da hatten wir uns wohl geirrt. Camilla sollte nur ein Lamm in diesem Jahr haben. Auch gut... die Plazenta folgte nur 2:30 Stunden nach der Geburt.

 

Beide liegen zufrieden in ihrer Ablammbox und ruhen sich aus.

 

 

Camilla und ihrer Tochter wünschen wir eine gute Zeit hier auf Espetveit. Sie sollen einen tollen Sommer erleben. 

20.04. 2018

 

Moni...

Überraschung pur... „Jungentroika“

 

Gestern Abend beim Spätdurchgang hatte Moni sich in eine Ecke der Box zurück gezogen. Aus der Scheide tropfe Fruchtwasser, also hatte sie einen Blasensprung. Da die Ablammbox , die der Wohngemeinschaft zu gehörig ist, bereits mit Suse besetzt war, musste Moni raus aus der Box und in die ehemalige Heimbox von Simon.

 

 

Wir hatten diese umfunktioniert und dient somit als weiterer Kreißsaal.

 

Moni hatte kräftige Wehen und ein ständiges Aufstehen und wieder Ablegen begann. Endlich nach Mitternacht zeigten sich Füßchen am Scheidenausgang. Dennoch dauerte die Pressperiode fast eine Stunde bevor Moni um 02:30 Uhr ihr erstes Lamm aus regelrechter Lage gebar. Es ist ein kleiner Junge.

Er hat eine durchgehende weiße Blesse, die sich bis über das Kinn zieht, die Abspritzen ist allerdings schwarz. Er hat einen weißen Stiefel am linken Hinterbein und vorn trägt er zwei weiße Schuh. Der Schwanz ist zur Hälfte weiß. Es ist ein munteres Kerlchen .

 

Wir rechneten mit mindestens noch einem Lamm, wobei auch zwei weitere möglich gewesen wären.

 

Tja und so kam es dann auch. Im selben Rhythmus mit dem Auf und Nieder gebar Moni im Abstand von 1 Stunde um 03:20 Uhr einen weiteren Jungen aus regelrechter Lage. Noch mit ihrem Erstgeborenen beschäftigt, forderte auch ihr zweiter Sohn sein Recht von der Mutter umsorgt zu werden. Er schob sich regelrecht ihr entgegen, so dass Moni nun ständig wechselte mit dem Lecken und Rufen zwischen ihren beiden Söhnen.

 

Der zweite Sohn hat eine breite durchgehende weiße Blesse, die ebenfalls wie bei seinem Bruder sich bis unter das Kinn erstreckt. Als besonderes Merkmal hat der kleine Mann einen schwarzen Punkt auf dem Nasenrücken. Er trägt vier weiße Stiefel und der Schwanz ist zur Hälfte weiß.

Und dann kam die Überraschung. Nach einer weiteren Stunde um 04:15 Uhr folgte den beiden Brüdern ein weiteres Lamm, ebenfalls ein Junge.

 

Monis Drittgeborener hat eine breite weiße durchgehende Blesse,zwei weiße Stiefel an den Hinterläufen und der Schwanz ist zur Hälfte weiß.

 

Alle drei Lämmer sind wohl auf und Moni hatte reichlich zu tun dem Rufen und Gewurstelt ihrer drei Lämmer Herr zu werden. 

 

Jetzt ist Ruhe in der Box eingetreten und alle liegen geschafft im Stroh und halten Ruhe. 

Wir wünschen der Troika alles Gute für die folgenden Monate. Mögen sie ohne Besonderheiten durch den Sommer kommen. 

19.04. 2018 Dora zieht durch

 

Es ist Abendbrotzeit. Die Fütterung wird von allen Schafen entgegen gesehnt. Nur Dora hat kein Interesse.

 

Bei näherem Hinsehen sieht man ganz deutlich Schleimabgang aus der Scheide, ein Zeichen, dass die Geburt ansteht.

 

 

Dementsprechend kam Dora in einen der Kreißsäle.

Obwohl man deutlich sehen kann, dass sie regelmäßige wehen hat, verhält sich Dora ruhig. Es wird wenig gescharrt und auch der ständige Wechsel zwischen dem Aufstehen und hinlegen passiert nicht.

 

Um 20:30 Uhr beginnt Dora zu pressen. Es geschieht in kurzen Abständen und schon bald sieht man am Scheidenausgang zwei Füßchen. Um 21:00Uhr kommt in erhaltener Fruchtblase ein kleines Mädchen aus regelrechter Kopf-Fuss-Lage auf die Welt. Beim Entfernen der Eihäute vom Kopf mussten wir etwas helfen, damit die Kleine rechtzeitig genug den ersten Atemzug machen konnte. Sie war ein fideles Mädchen.

Die Kleine hat eine unterbrochene weiße Blesse. An beiden Hinterläufen trägt sie weiße Stiefel und das Schwänzchen ist zu ¼ weiß.

 

Gerade beim Trockenlecken, begann Dora erneut zu pressen. Nur 5 Minuten später erreicht uns ein weiteres Mädchen in der selbigen Situation. Die Fruchtblase ist erhalten und sie flutscht aus regelrechter Kopf-Fuss-Lage auf unsere Welt.

 

Bei Doras Zweitgeborene findet sich eine durchgehende weiße Blesse. An den Hinterläufen und am rechten Vorderlauf trägt sie weiße Stiefel. Den linken Vorderfuß ziert ein weißer Schuh. Der Schwanz ist völlig weiß.

Beide Mädels sind top-fit. Dei ersten Schlucke von der Milchbar gab es mit Hilfe doch dann endlich auf eigenen Beinen gestanden, erreichten sie diese ohne Probleme. Dora ist eine sehr geduldige Mama.

 

Beide Mädels sind top-fit. Dei ersten Schlucke von der Milchbar gab es mit Hilfe doch dann endlich auf eigenen Beinen gestanden, erreichten sie diese alleine ohne Probleme. Dora ist eine sehr geduldige Mama.

 

 

Die Drei sind ein gutes Team. Wünschen wir ihnen einen tollen Sommer hier auf Espetveit. 

18.04. 2018 Suse

 

Heute Morgen ging es früh in den Schafstall. Die letzte Nacht war ruhig gewesen.

 

Suse war bereits gestern Abend etwas abseits gestanden. Wir waren gespannt, was uns heute erwartet.

 

Und richtig. Suse war in beiden Flanken eingefallen und es setzte sich Schleim aus der Scheide ab.

Den Kreißsaal hatten wir ja bereits hergerichtet und so stellten wir Suse ein.

 

Keine halbe Stunde danach um 07:15 Uhr gebar sie völlig unkompliziert einen kleinen Jungen aus Kopf-Fuß-Lage.

Der kleine Mann hat eine unterbrochene Blesse, trägt an den Hinterläufen 2 weiße Stiefelletten und der Schwanz ist zur Hälfte weiß. Das rechte Ohr trägt an der Aussenseite längs eine weiße Feder. Es wirkt jedenfalls von der Zeichnung her wie eine aufgesetzte weiße Hühnerfeder.

Der kleine Mann ist ein fittes Kerlchen, der sofort versuchte auf seine Beinchen zu kommen. Suse ist eine erfahrene Mutter und entsprechend verorgte sie ihn gut.

 

Wir erwarteten wenigstens 2 Lämmer und die Zeit ging. Suse war mit ihrem Erstgeborenen beschäftigt und sie machte nicht den Eindruck, dass sie Wehen hätte.

 

 

Dann legte sie sich ins Stroh, preßte ein einziges Mal und plups, gebar sie um 09:00 Uhr ohne große Anstrengung einen zweiten Jungen.

Er ist fast genau so in der Weißzeichnung wie sein Bruder. Es fehlt die weiße Feder am Ohr und hinten trägt er Anstelle der Stiefelletten, zwei weiße Schuh. Auch er ist sehr agil und inzwischen haben beide Brüder mit unserer Hilfe auch die ersten Muttermilchschlucke genommen.

 

Jetzt sind die Zwei fleißig am Suchen nach der Milchstation und stiefeln auf wackligen Beinen durch die Lammbox. 

 

Wir wünschen denm Dreiergespann alles Gute für die kommenden Monate.  

17.04. 2018

Kim zieht durch

 

In der Zeit, wie wir mit Fenja beschäftigt waren, hat sich Kim in ihrer Box abseits gestellt und mal schnell so einen Blasensprung, den wir gerade noch mitbekamen, hingelegt.

Also ging es für sie in die Ablammbox.

 

Für Kim ist selbst Drilling. Ihre Mutter Karla hat in allen Jahren ihre Lämmer völlig unkompliziert geboren und so waren wir gespannt, was da kommt.

 

 

Für Kim war es die erste Trächtigkeit.

 

Nur eine Stunde später nachdem Kim in die Ablammbox umgezogen war, gebar sie um 17:00 Uhr unkompliziert aus regelrechter Kopf-Fuß-Lage ein munteres Böckchen.

Ihr Sohn trägt an allen 4 Beinen weiße Stiefelletten. Der Schwanz ist zu ¾ der Länge weiß und ein schmaler weißer Schlips zieht sich bis auf den Bauch. Der junge Mann hat sehr viel Weißzeichnung am Kopf und im Gesicht. Auch die zwei Ohren sind durchgehend weiß gezeichnet. Er sieht seinbem Vater Leopold sehr ähnlich.

Straks war er auf seinen vier Beinen und mit Hilfe gelangen auch die ersten Trinkversuche. Kim umsorgte ihren Sohn sehr intensiv.

 

Sie ruhte praktisch in sich selbst und ohne viel Theater gebar sie nach wenigen Preßwehen um 18:30 Uhr einen weiteren Jungen. Der kleine Mann ist völlig weiß, nicht ein Tüpfelchen von schwarzer Farbe ist zu finden. Fit wie ein Turnschuh versuchte er sofort aufzustehen. Kim kam kaum hinterher mit dem Trockenlecken.

 

 

Inzwischen wackeln die beiden Brüder durch die Kinderstube und versuchen den Weg zur Milchstation selbst zu erkunden. Kim wirkt ganz gelassen, als wenn sie Lämmer gebären schon 1000 mal gemacht hat. Es ist schon erstaunlich wie unterschiedlich doch die Schafe sind und wie vielleicht das Ein oder Andere von der Mutter auf die Tochter übertragen wird.

Drücken wir die Daumen für sorgenfreie schöne Monate hier auf Espetveit.  

17.04. 2018

Fenja, oh Fenja, …

 

Vor der Geburt der Lämmer von Fenja hatten wir große Angst.

 

Fenja hatte in den Jahren zuvor immer schwere Geburten.

 

Im letzten Herbst wollten wir sie mit zur Schlachterei geben.

Da wir jedoch bereits 3 erwachsenen Schafe in dem Sommer verloren hatten und somit unsere Herde stark dezimiert war, entschlossen wir uns gegen jede Venuft, sie doch zu behalten. Ein Grund war auch, dass sie ihren Lämmern immer eine gute Mutter war und wir sie irgendwo wohl auch „belohnen“ wollten, ... Bauchgefühl eben. 

 

Jedenfalls war heute Fenjas Tag. Bei der Morgenfütterung war sie auffällig ruhig und fraß nicht. Also ging es für Fenja ab in die Ablammbox.

 

Um 11:30 Uhr kam es zum Blasensprung und gegen 12:30 Uhr bebann sie zu pressen. Wie von uns befürchtet war kein Geburtsfortschritt zu verzeichnen.

 

Um 13:40 Uhr entschlossen wir uns zu untersuchen. Es fand sich ein Lamm in Kopf-Fuß-Stellung, wobei allerdings beide Füße in Hockstellung fixiert waren.

 

Uns so begann das ganze Dilemma. Die Vorderbeine nacheinander hervorluxiert und vorsichtig in die Scheide gezogen. Der Kopf folgte, aber trotz kontinuierlichen Zug ging es nicht vorwärts. Der Kopf kam einfach nicht über das Promontorium.

Wir arbeitetetn mit Fenja und ihrem Lamm gut eine halbe Stunde bis wir endlich einen großen Jungen um 14:10 Uhr auf die Welt holten.

 

Alle waren geschafft, Lamm, Mutter und wir als Geburtshelfer. 

Es war fast so, wie wir es befürchteten. Gott sei Dank lebte das Lamm, hatte allerdings mächtig mit dem Einsetzen der Atmung zu kämpfen. Es hatte wahrscheinlich aspiriert, was an dem lauten Schnorchelgeräusch beim Atmen zu hören war.

Wir hatten noch einen der Bedsite- Absauger parat, um so  einen Teil des Schleims und Fruchtwassers aus dem oberen Atemwegen absaugen zu können. 

 

Nachdem der große Junge sich etwas erholt hatte, legten wir ihn gleich an. Er trank mäßig, so dass ein Teil der Milch, die wir bei Fenja abgemolken hatten, mit der Sonde verabreicht wurde.

Fenjas Sohn hat eine breite Blesse, die sich bis über das Kinn zieht. Auf der Nasenspitze tront ein schwarzer Punkt. An allen 4 Beinen hat er weiße Gamaschen und das Schwänzchen ist völlig weiß.

 

Leider ist der große Mann noch nicht in der Lage aufzustehen. Durch die lange Traktur, haben wir die Nerven sicher etwas strapaziert, so dass noch eine Muskelschwäche zeigt. Er kann sich nicht auf den Beinen halten. Drücken wir die Daumen, dass diese Lahmheit verschwindet. 

 

Fenja ist schnell zum Alltag zurück gekehrt. Sie kümmert sich rührend um ihren Sohn und man merkt ihr die Strapazen der Geburt kaum an. Sie ist eben ganz und gar Mutter. 

Wir wünschen den Beiden eine schönen sorgenfreien Sommer hier auf Espetveit. Das haben sie sich wirklich verdient.  

 

 

14.04. 2018 Hermine

 

Hermine ist unser größtes Schaf.

Sie ist höher und schwerer als unsere Schafböcke und wird vom Schafscherere als Monster-Schaf von Espteveit bezeichnet.

 

Das ist nicht gerade schmeichelhaft für Hermine. Sie ist alles andere als ein Monsterschaf, bis auf ihre Statur vielleicht.

Hermine ist sehr zutraulich, neugierig und läßst sich gerne mal ein paar Extraschtreicheleinheiten verpassen. Sie wirkt interessieert an allem und manchmal meint man auch, dass sie ein guter Zuhörer ist, wenn man seine Sorgen im Schafstall verbal entläßt.

 

Im letzten Jahr gebar Hermine Drillinge und wir waren gespannt , was sie uns wohl in diesem Jahr präsentiert.

 

Bereits am Nachmittag zog sie sich immer mal wieder in eine Ecke zurück. Die Flanken waren mäßig eingefallen. Hermine mäkelte zwar am Abendessen herum, aber sie fraß etwas Kraftfutter und auch Heu. Dennoch entschlossen wir uns , sie in den Kreißsaal zu verfrachten.

Und es war gut so.

 

Gegen 18:00 Uhr kam es zum Blasensprung und Hermine hatte kräftige Wehen.

Nach nur wenigen Presswehen gebar Hermine um 19:05 Uhr eine große agile Tochter aus regelrechter Kopf-Fuß-Lage.

Die Kleine hat sehr spezielle Weißzeichnung am Kopf, die als weißer Latz bis auf den Brustkorb weiterläuft. Die Nasenspitze ziehrt ein kreisrunder schwarzer Fleck. Sie trägt hinten zwei lange weiße Stiefel und vorn zwei weiße Stiefelletten. Das Schwänzchen ist vom Ansatz an völlig weiß. Ausserdem ziehrt sie ein weißes Stumpfband am rechten Oberschenkel.

 

Nur nach 2-3 Minuten bewegte sich bereits die kleine Schnute und sie wollte ihre ersten Schlucke Muttermilch. Wir halfen ihr an die Zitze und wirklich trank sie bereits nach nur 5 Minuten ihres Daseins die kostbare Milch. Hermine nahm ihre Pflicht des Trockenleckens sehr ernst. Ständig lief Hermine um die Kleine herum und merkte wohl gar nicht, dass da bereits ein zweites Lamm nach draussen auf dem Weg war.

Im stehen bei der Arbeit des Trockenleckens gebar Hermine um 19:40 Uhr abermals eine Tochter aus regelrechter Lage. Wir fingen das Lamm aus der Höhe mit den Händen auf, damit es nicht zu Schaden kommt.

Hermine drehte sich nun einfach um und kümmerte sich um ihre zweite Tochter.

Wir nutzen die Zeit und legten das erstrgeborenen Lamm nochmals an die Zitze.

 

Hermines zweite Tochter ist ebenfalls typisch gezeichten, wie ein Schwarzblesse-Schaf. Sie hat eine breite weiße Blesse, die in einem weißen Latz auf dem Brustkorb endet. Hinten trägt sie zwei weiße Stiefelletten und der Schwanz ist zu ¾ weiß. Wie ihre Schwester ist die Kleine sehr agil und es war überhaupt nicht schwierig sie an die Milchbar zu bekommen.

 

Beide Lämmer haben eine hohe Statur mit sehr langen Beinen, so dass sie eher neugeborenen Elchkälber her gleichen als neugeborenen Lämmern. Tja, eben eine Launer der Natur.

 

 

Gott sei Dank, bekam Hermine nur zwei Lämmer. Drillinge sind schon eine enorme Belastung für die Schafmütter und das hatte Hermine ja gerade im letzten Jahr mit Pravour geleistet. 

Wir wünschen dem Damengespann alles Gute für die folgende Zeit hier auf Espetevit. Mögen sie gut durch die Sommermonate kommen

 

14.04. 2018 

Gretel

 

Die vorher gehende Nacht hatte Liane im Schafstall verbracht.

 

 

Nun hatte Ralf Dienst doch es blieb ruhig im Stall.

 

Die erste Runde war heute gegen 06:00 Uhr zum Füttern. Da lag Gretel in der Box und Eihäute hingen aus der Scheide. Das Lamm hatte sich noch nicht auf den Weg gemacht, allerdings war der Blasensprung bereits erfolgt.

 

Da die der Box zugehörige Ablammbox noch mit Anna und ihrem Zwillingspärchen gefüllt war, mußte Gretel in den Kreißsaal von Box 3 wechseln. … Tür auf, Tür zu, Tür auf, Tür zu, Absperrung geöffnet, Gretel rein und alles wieder zu und befestigt.... Es konnte los gehen.

 

Bereits 1/ 2 Stunde nach dem „Zimmerechsel“ begann Gretel zu pressen . Aus unvollständiger Kopf-Fuß-Lage gebar Gretel um 07:00 Uhr eine Jungen unkompliziert.

Der kleine Mann hat eine eine unterbrochene weiße Blesse, zwei weiße Schuh an den Hinterbeinen und der Schwanz ist zur Hälfte weiß. Es ist ein munteres Kerlchen und war schnell bemüht auf seine Beinchen zu kommen. Für Gretel ging das alles zu schnell, noch beim Trockenlecken verschwand ihr Sohn in Richtung Milchbar und da Gretel noch lag, halfen wir ihm bei der ersten Mahlzeit.

 

Doch es war nicht viel Pause. Die Wehen setzten wieder ein, eine weitere Fruchtblase stellt sich. Gretel begann erneut zu pressen und eine Stunde später gesellte sich ein zweiter Junge hinzu.

Am Kopf ist er ähnlich gezeichnet, wie sein Bruder. Allerdings hat die Natur ihm lediglich einen weißen Schuh am linken Hinterbein geschenkt. Das kleine Schwänzchen zeigt sich ebenfalls wie bei seinem Bruder zur Hälfte weiß.

 

Die ersten Schlucke von Mamas Milch wurden gierig verschlungen. In der Aktivität steht er seinem Bruder nicht nach.

 

Nun stiefeln beide Böckchen durch die Box und Mama Gretel kümmert sich sehr liebevoll um ihre Jungs. 

Wir wünschen dem Dreiergespann eine gute Sommerzeit. 

13. 04. 2018 Kela

 

Auch Kela wollte heute kein Abendbrot. Mit hängenden Kopf stand sie abseits und man sah deutlich die gesenkten Flanken. Kela hatte Wehen und die Geburt war in Gang.

 

So stellten wir Kela in eine der freien Ablammboxen und sie begann auch sofort zu scharren. Aufstehen, hinlegen, scharren, hecheln.

Um 17:15 Uhr kam es zum Blasensprung. Kela wurde zunehmend unruhiger. Sie lief viel in der Box und scharrte wie wild. Man sah sehr deutlich, dass sie kräftige Wehen hatte. Dann begann sie zu pressen doch am Scheidenausgang war nichts zu erkennen. In einer weiteren Presswehe untersuchten wir vorsichtig und es zeigte sich, dass die Füße und der Kopf auf gleicher Höhe kurz vor dem Scheidenausgang standen. Trotz starker Presswehen schob sich das Lamm nicht weiter vor. Also begannen wir erst das eine und dann das andere Vorderbein hervorzuluxieren. Dann an beiden Beinen in der Presswehe gezogen und Kela gebar ein großes Mädchen.

 

Kelas Tochter hat eine typische weiße Blesse, die auf dem Nasenrücken unterbrochen ist. Das weiß zieht sich bis in die Ohrenspitzen. Sie hat an den Hinterbeinen weiße Stiefeletten und vorn an den Füßen trägt sie zwei weiße Schuhe. Das Schwänzchen ist zu ¾ weiß.

Trotz der doch schwierigen Geburt war Kelas Tochter munter, wie ein Fisch im Wasser. Direkt an die Zitze gelegt nahm sie die Milch ohne zu zögern. Es ist ein kräftiges munteres Mädchen, welche bereits nach wenigen Minuten versuchte aufzustehen. Die ersten Schritte noch etwas wackelig, erkundete sie neugierig die Box. Kela gefiel es gar nicht, wenn die Kleine sich etwas weiter von ihr entfernte und rief sofort nach ihr. Promt bekam sie auch eine Rückmeldung von ihrer Tochter, die sich straks zu ihrer Mama begab.

 

 

Eigentlich erwarteten wir noch ein zweites Lamm. Doch nach zwei Stunden Wartezeit und einenr folgenden Untersuchung, konnten wir ein weiteres folgendes Lamm ausschließen. Kela sollte in diesem Jahr nur für ihre Tochter da sein. 

Die Zwei sind ein gut funktionierendes Pärchen. Mögen sie weiter so gut durch die kommenden Monate gehen. 

13.04. 2018

Anna macht das schon

 

Anna hatte im letzten Jahr Drillinge. Sie war ihren drei Lämmern eine pantastische Mama und alle Drei kamen ohne Besonderheiten durch die Sommermonate hier auf Espetveit.

 

Von der Abendfütterung wollte Anna heute nichts wissen. Beide Flanken hatten sich gesenkt, so dass wir uns entschlossen Anna in die Ablammbox zu stellen.

 

Jedoch mussten wir zuvor etwas aufräumen. Randi kam mit ihren Drillingen in eine der Boxen, wo Leopold und Simon noch bis vor wenigen Tagen ihr Wintergemach hatten.

Das alte Stroh aus der Box entfernt , neues Stroh eingestreut und schon hatte Anna einen sauberen Kreißsaal.

 

Nur eine halbe Stunden nach dem „Boxenwechsel“ , begann Anna zu pressen und gebar um 17:15 Uhr ganz normal und ohne Hilfe ein Mädchen aus regelrechter Kopf-Fuß-Lage. Annas Tochter hat ein weißes Dreieck auf dem Kopf und einen kurzen quersitzenden weißen Pinselstrich auf dem Nasenrücken. Der Schwanz ist zur Hälfte weiß und hinten trägt sie 2 weiße Schuhe. Die Kleine war von fit und kam schnell auf die Beine. Anna nahm ihre kleine Tochter liebevoll an und leckte sie eifrig trocken.

 

Doch viel Zeit hatten die Zwei nicht für einander. Nur knapp eien halbe Stunde später um 17:40 'Uhr gesellte sich ein kleines Böckchen dazu. Anna gebar auch hier unkompliztiert aus regelrechter Lage einen Sohn. Der kleine Mann ist auffallend gezeichnet. Er hat sehr viel Weiß am Kopf, so dass die Augen von einer großen schwarzen Brille umgeben sind. Die Ohren sind weiß und zusätzlich findet sich auch ein breiter langer Latz. Der Schwanz ist weiß und das Weiß zieht sich über das Kreuzbein mit einem breiten Strich auf den unteren Rücken. Er hat vier lange weiße Stiefel an.

 

 

Wie seine Schwester stand er zügig auf den Beinen und auch die erste Mahlzeit an Mamas Milchbar nahm er gierig entgegen. 

Nun ist Anna etwas geschafft und liegt mit ihrem Zwillingspaar in der Box auf frischem Haferstroh.

 

Mögen die Drei es gut haben auf den Wiesen von Espetveit.  

 

13.04. 2018

 

Medea, still und heimlich

 

 

 

Die letzte Nacht war anstrengend. Randi hatte mit unserer Hilfe ihre Drillinge geboren und nach entsprechender Versorgung von Mutter und Lämmern wurde die Tür zum Schafstall gegen 01:45 Uhr geschlossen.

Es war insgesamt ruhig und wir sahen keine Veranlassung vor dem regulären Aufstehen eine Extrarunde im Schafstall zu planen.

 

Um 05:30 Uhr zurück im Schafstall galt unser erster Blick den Drillingen und ihrer Mama. Alles war ruhig. Plötzlich hörten wir in der Box 1 , schräg gegenüber der Ablammbox wo Randi stand, ein Lamm quäken.

Überraschung pur. Am Gitter lag Medea und neben ihr ein gerade frisch „geschlüpftes“ Lamm. Die Eihäute waren noch nicht weg geleckt. Das Kleine lag mit erhobenen koipf hinter seiner Mama und rief nach ihr.

Medea hatte ganz normal am Abend zuvor gefressen und nichts deutete auf eine nahende Geburt hin.

 

Schnell öffneten wir die absperrung zur dazu gehörige Lammbox. Lamm und Medea hinein und alles wieder verschlossen.

Medea war jetzt bemüht ihr erstgeborenes Lamm trocken zu lecken.

 

Es ist ein Mädchen mit einer typischen weißen Blesse, die auf dem Nasenrücken als ein weißer Strich verläuft. Die Ohransätze sind ebenfalls weiß getüpfelt und der Schwanz ist bis auf einen klitzekleinen schwarzen Ansatz völlig weiß. Medeas Tochter hat ausserdem einen weißen breiten Latz und 4 hohe weiße Schuhchen. Sie kam schnell auf ihre vier Füße und suchte sofort nach der Milch. Für Medea war es die erste Geburt und entsprechend war sie aufgeregt und wollte nicht still stehen um ihre Tochter trinken zu lassen. Doch mit der Zeit kam Ruhe auf und die Kleine fand ganz allein das Euter.

 

Nach unserer Beurteilung mußte allerdings noch ein Lamm folgen, denn erst eine Flanke war eingesunken. Medea fing auch wieder an zu scharren, aber es tat sich nichts. 2 Stunden nach der ersten Geburt untersuchten wir Medea und fanden eine reine Kopflage, wo beide Füsschen am Brustkorb anlagen. Das war geburtsunfähig und so lösten wir zunächst das eine Bein und zogen es hervor und dann folgte die Lösung des zweiten Vorderbeins. An beiden Füßen gezogen, folgte der Kopf promt und Medea gebar mit unserer Hilfe ein zweites Mädchen.

Ihre zweite Tochter hat im Gesicht fast die selbe Zeichnung , wie ihre Schwester. Nur, dass die Blesse auf dem Nasenrücken unterbrochen ist. Der Schwanz ist zur Hälfte weiß und sie hat vier weiße Fußsohlen.

Beide Mädchen sind sehr schön gezeichnet.

Auch Medeas zweite Tochter ist trotz der Geburtsstrapaze putz munter. Schnell auf den Beinen suchten sie eifrig nach der Milchstation. Alles lief ab jetzt wie am Schnürchen.

 

 

Die Plazenta kam nach 2 Stunden und nun liegen alle drei Damen zufrieden in der Ablammbox. 

Mögen sie eine gute gemeinsame Zeit hier auf Espetveit erleben. 

12.04. 2018

Randi startet durch

 

Bereits bei der Morgenfütterung zeigte Randi keinen Appetit.

 

Sie stand teilnahmslos in der Ecke und ließ die Ohren hängen.

Tja, alles Zeichen, dass sich die ersten Lämmer für dieses Jahr auf den Weg machen.

 

Randi kam in die Ablammbox und wir harten der Lämmer, die das kommen sollten.

Im letzten Jahr war Randi leer geblieben und an die Geburt ihrer ersten Zwillinge 2016, denken wir nicht gern zurück.

So waren wir in diesem Jahr besonders oder besser sehr, sehr aufmerksam bezüglich des Geburtsverlaufs.

 

Und wie befürchtet ließen die Lämmer auf sich warten.  Randi war sehr ruhig, lag viel im Stroh und nur sehr selten erhob sie sich um etwas im Stroh zu scharren. Seit dem Morgen hatte sie wehen, aber es ließ sich kein Geburtsfortschritt erkennen. Ab und zu seit 4 Stunden mal eine kurze Presswehe und das war es dann auch schon. Die Fruchtblase war gesprungen, doch außer dem Abgang von Fruchtwasser, war nichts zu erkennen.  

 

Gegen 22.00 Uhr hatte Liane beschlossen Randi zu untersuchen. Randi lag im Stroh und lies die Untersuchung geduldig über sich ergehen.  Und im Geburtskanal tastete sich ein zurückgezogener Fuß, der neben dem Köpfchen lag. Ein zweiter Fuß war nicht zu ertasten. Bei der Untersuchung presste Randi gleichzeitig, so dass die Change genutzt wurde und das linke Vorderbein hervor gezogen wurde. Und dann ging alles sehr schnell durch kontinuierlichen Zug am Vorderbein folgte der Kopf und letztendlich auch das zweite zurückgeschlagene Bein. Um 22:10 Uhr kam ein fittes Mädchen auf die Welt. Randi nahm die Kleine sofort an und begann mit dem trockenlecken und den typischen Knurrlauten um ihre Tochter zu rufen und sie mit ihrer Mamastimme vertraut zu machen. Randi`s  Tochter kam schnell auf die Beine und wackelte durch die Box.

 

Randis Tochter hat eine typische weiße Blesse, die auf dem Nasenrücken als weißer Strich verläuft. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß und an den Hinterläufen trägt sie weiße Stiefeletten. Beide Ohren sind hier und da mit weißem streifen oder Pünktchen versehen.   

Obwohl das Lämmchen fit war hatte sie kein Interesse an der Milchbar. Selbst mit Hilfe stellte sie sich starr und verweigerte die erste wichtige Milch.

 

Die Zeit verging schnell und es stellte sich eine zweite Fruchtblase. Geduld hatten wir nach dem langen geburtsverlauf nicht mehr und so untersuchte Liane abermals. In der scheide wieder ein Lamm mit inkompletter Kopf-Fuß-Lage. Nicht lange gefackelt und auch das zweite Lamm zogen wir um 22:50 Uhr auf die Welt.

Es ist ein junge, der deutlich kleiner als seine Schwester war. In Aktivität stand er seiner Schwester aber nicht nach. Schnell war er auf seinen vier Beinchen und suchte sofort nach der ersten Mahlzeit. Mit Hilfe trank er hastig die ersten schlucke, der wertvollen Vormilch. Randi hatte nun viel zu tun. Ihre beiden Lämmer liefen kreuz und quer und mit dem trockenlecken waren die verstreichenden Minuten gut ausgefüllt. Der Sohn von Randi hat eine weiße unterbrochene Blesse. und das Schwänzchen ist fast völlig weiß. hinten rechts trägt er einen weißen schuh.

 

Wir dachten das war es nun. Legten Randi ihre Kraftfutterration und frisches Heu vor. Doch Randi fraß nicht. Sie trank etwas Wasser und das war es dann auch. Und wie wir aus den letzten Jahren wissen, bedeutetes, dass das Mutterschaf die Geburt der Lämmer noch nicht abgeschlossen hat. Demnach musste noch ein drittes Lamm im Bauch sein.

Nicht lange gefackelt, wieder Handschuhe angezogen und nachgeschaut. Es fand sich ein Lamm in Hockstellung mit beiden Füßchen im Geburtskanal. Die Beine nacheinander „lang  gezogen“ und wir extrahierten ein weiteres Mädchen um 23:55 Uhr aus reiner hinterer Fußlage.

Der Anfang war für die Kleine nicht einfach. Man merkte ihr an, dass sie hinten angestanden hatte und wie es so oft ist im Leben,  hat man da hin und wieder ein Nachsehen. Letztendlich aber berappelte sich die Kleine nach entsprechender manueller Stimulierung gut und Randi war eifrig dabei auch ihr drittes Lamm trocken zu bekommen. Randis zweite Tochter hat ein weißes Dreieck auf dem Kopf und an den Hinterläufen weiße Sandalen. Ansonsten ist sie völlig schwarz.

 

Mit ihren Drillingen hat Randi reichlich zu tun. Wir werden natürlich dazu füttern um Randi in der Versorgung ihrer Rasselbande zu unterstützen.

 

 

Besonders die beiden Mädel, welche keine Lust haben an Mamas Milchbar zu trinken bekommen über Sonde stündlich 10 ml Kolostrum, welches wir abmelken. Die Prozedur hat sich bislang in den letzten Jahren bewährt und so manches Lämmchen haben wir in den ersten Lebenstagen so durch bekommen. 

 

Wir wünschen Randi und ihrer Troika alles Gute für die Zukunft. Mögen es schöne Tage für die kleine Familie auf Espetveit werden.