29.04. 2017

 

Gretel … oder Überraschung pur

 

 

 

 

 

Gretel hatten wir mit den anderen nicht trächtigen Schafen bereits nach draußen ins Ylva-Tal gesetzt. Wir waren der Meinung, dass sie abortiert hatte, denn das Euter war nicht ausgebildet wie bei einer Trächtigkeit. Seit 14 Tagen standen die Schafdamen bereits draußen und bekamen Heu dazu gefüttert, da die Wiesen kaum Grün zeigten.

 

Am 27.04. kam der Winter zurück und unsere Schafe standen im 30 cm hohem Neuschnee und Minusgraden auf der Weide. Tja, dass hatten sich wohl unsere Schafe auch nicht träumen lassen mit einer weißen Decke auf dem Pelz durchs Tal zu ziehen.

 

Am Morgen des 1. Mai brachten wir das Heu zur Raufen. Die Temperaturen waren etwas über Null und die Sonne machte sich breit.

 

Doch aus der Ferne sahen wir einen dunklen Fleck neben der Raufe. Gretel stand da neben und die Herde ca. 30 m entfernt. Was war das?

 

Wir trauten unseren Augen kaum. Neben der Raufe bei seiner Mama lag ein Lamm. Es war Gretels Lamm, welches sie mindestens einen Tag , eher 2 Tage zuvor geboren haben muss. Also Mitten in dem "zurückgekehrtem Winter" hier auf Espetveit.

 

Wir näherten uns Gretel, nahmen das Lamm und gemeinsam brachten wir beide in den Stall. Das Lamm war putz munter und die Nabelschnur bereits getrocknet. Beim Melken von Gretel bekamen wir normale Milch, d.h. Die Kolostrumproduktion hatte bereits geendet. Das Lamm musste gut 2 Tage alt sein.

Och, fühlten wir uns schlecht. Wir hatten die Situation bei Gretel völlig falsch eingeschätzt.

 

Nun gut, Ende gut, alles gut. Wir haben also ein richtiges „Naturlamm“, welches dem Winter getrotzt hat und seine Mama die Geburt ganz alleine bei Schnee und Kälte hinter sich gebracht hat. Ja, es geschehenen eben doch noch Wunder, eben Naturwunder ...oder?

 

Jedenfalls geht es beiden gut und das ist das Wichtigste.

 

In der Zukunft sollten wir wohl mehr aufmerksam sein, bevor wir wieder ein Schaf raus setzten.

Übrigens wirken Gretel und ihre Tochter völlig ausgeglichen und zufrieden.

 

Wir wünschen den Beiden wundervolle und vor allem warme Sommermonate hier auf Espetveit. 

 

 

28.04. 2017

 

Marit bekommt ein Zwillingspärchen

 

 

 

Marit hatte im letzten Jahr kurz vor der Geburt ihrer Lämmer Probleme mit einer Beckenlösung in den letzten Wochen ihrer Trächtigkeit.

In diesem Jahr schien alles gut zu sein und wir waren gespannt auf die Geburt. Sie war ganz schön rund und so konnten es gut auch Drillinge sein, die sie erwartete.

Bereits am Abend des 26.04. kam sie in den Kreißsaal. Sie verhielt sich komisch und wir glaubten , dass sie in der Nacht gebären wird. Doch es war blinder Alarm. Sie mussten aus dem Apartment wieder raus, da wir Platz für Kela brauchten , die sich unter der Geburt befand.

 

Bei der Abendfütterung am 28.04. verschmähte sie die Mahlzeit und es ging Schleim ab. Somit kam sie erneut in die Geburtenbox und gegen 19:00 Uhr kam es zum Fruchtwasserabgang. Kurz danach setzten Presswehen ein und Marit gebar um 20:15 Uhr aus regelrechter Kopf-Fußlage ihr erstes Lamm. Es war ein kräftiges Mädchen mit einer typischen weißen Blesse, die auf dem Nasenrücken schmaler ist. Hintern trägt sie zwei weiße Stiefel und das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. Die Kleine stand zügig auf ihren 4 Beinchen. Marit leckte in Ruhe ihre Tochter, wobei es nicht einfach war für sie, der Kleinen bei ihrer Wuselei zu folgen. Von ganz allein ging es an die Milchbar und die ersten Tropfen wurden getrunken.

 

Doch Marit hatte nicht viel Zeit um der Kleinen gerecht zu werden.

Bereits nach einer ¾ Stunden setzten erneut Presswehen ein.

 

Eine Stunde später kam ein kleiner Junge aus regelrechter Kopf-Fußlage hinzu. Der kleine Mann ist am Kopf fast wie seine Schwester gezeichnet. Er hat hinten links einen weißen Stiefel und an den anderen Beinchen trägt er weiße Schuhe. Der Schwanz ist zur Hälfte weiß.

Fit wie seine Schwester stellte er sich zügig auf die eigenen Beine und ab ging es zu Mama Milchbar. Wir wollten ihm beim Finden der Zitzen helfen doch da stellte er sich tot, so dass wir ihn ganz allein seinem Ziel folgen ließen.

 

Marit ist ihrer Rolle als Mutter mehr gerecht geworden. Und wir waren froh, dass diese Trächtigkeit so unkompliziert für Marit verlief.

 

Man hatte uns im letzten Jahr geraten, sie aufgrund der Beckenlösung zum Ende der Trächtigkeit im Herbst zur Schlachterei zu geben. Wir haben einfach gedacht, geben wir ihr doch wie jedem Schaf bei uns in der Herde eine zweite Chance,... und das war gut so.

Wir wünschen Marit und ihren Zwillingen alles Gute für die Zukunft. 

Mögen die kommenden Monate auch so problemlos verlaufen.

 

28.04. 2017

 

Reni macht das toll

 

Reni ist selbst ein Drilling und 2015 geboren.

 

Sie war die Kleinste in dem Trio und hatte es nicht leicht sich gegen ihre Geschwister am Euter der Mama durch zusetzen.

 

Reni fanden wir fast tot auf der Weide. Sie war erst 5 Tage alt, als die Herde nach draußen kam und bei Temperaturen unter 10 Grad und ständigem Regen, wäre sie uns fast gestorben. Gerade noch rechtzeitig holten wir sie ins Leben zurück. Sie wuchs dann in unserem Lammkindergarten auf und wir beschlossen damals sie in der Herde zu behalten.

 

Nun war sie selbst trächtig und wir rechneten mit einem Lamm.

Da sie das Frühstück verschmähte und mit hängenden Kopf am ende der Box stand, war für uns klar, dass Reni Wehen hatte. So kam sie in einen unserer Kreißsäle. Sie verhielt sich sehr ruhig, scharrte kaum und auch das Hinlegen, aufstehen, hinlegen...fehlte einfach.

 

Um 12:30 Uhr ging das Fruchtwasser ab und es dauerte nochmals 2 Stunden bis Reni völlig unkompliziert mit leichter Hilfe durch uns ihr erstes Lamm aus regelrechter Kopf-Fußlage gebar. Wir wollten ihr einfach eine lange Pressperiode ersparen und halfen deshalb mit leichtem Zug an den Vorderbeinchen.

 

Es war ein Böckchen mit einer typischen weißen Blesse, die auf dem Nasenrücken unterbrochen ist. Hinten trägt Renis Sohn lange weiße Stiefel und vorn hat er zwei weiße Schuh an den Füßen. Die Schwanzspitze ist weiß und beide Ohransätze sind flammend weiß gezeichnet.

 

Es ist ein munteres kleines Kerlchen und Mama Reni wusste gleich, wie man sich als Mutter verhält. Sie hat ihren Sohn liebevoll angenommen und nachdem der Kleine an der Milchbar war, ließen beide es sich gut gehen. Zufrieden liegen sie nun in ihrem „ISO" und erholen sich von getaner Arbeit. 

Wir wünschen Reni und ihrem Sohn eine tolle Sommer hier auf Espetveit.  

 

28.04. 2017

 

Karo, …

nicht alles wird immer gut

 

 

 

Karo hatte im letzten Jahr Drillinge geboren. Leider verstarb nur wenige Stunden nach der Geburt einer der Drillinge.

 

In diesem Jahr wirkte sie nicht so rund und wir erwarteten Zwillinge.

 

Am morgen bei der Fütterung gegen 07:00 Uhr zeigte sich ein Blasensprung und so stellten wir Karo zur Geburt in den Kreißsaal. Sie hatte bereits Presswehen.

Langsam schob sich das Lämmchen voran und da die Fußspitzen immer wieder nach der Presswehe verschwanden, untersuchten wir kurzer Hand. Das Lamm befand sich in hinterer Hockstellung. Wir streckten zunächst das eine Beinchen und dann das andere Beinchen und zusammen mit Karo brachten wir um 08:05 Uhr einen großen Jungen auf die Welt. Karo nahm ihren Sohn an und war bemüht den kleinen schnell trocken zu bekommen.

 

Tja, und dann mangelte es an Wehen. Gut zwei Stunden waren vergangen.

Ralf war allein im Schafstall und Liane war in der Klinik. Kurz beraten und wir beschlossen abzuwarten, bis Liane nach Hause kam.

D. h. 4 Stunden nach dem ersten Lamm konnten wir untersuchen. Und so geschah es auch. Doch es war zu spät. Bei der Untersuchung fand sich ganz hinten in der Gebärmutter ein noch in der Fruchtblase befindliches Lamm. Es war völlig schlaff und hatte keine Position im Geburtskanal bezogen. Das war kein gutes Zeichen. Die Fruchblase eröffnet, beide Füßchen hervorgezogen und darauf geachtet, dass das Köpfen folgt.

 

4 Stunden nach der Geburt des ersten Lämmchens zogen wir ein totes weißes Lamm heraus. Es war ein großer kräftiger Junge ohne Lebenszeichen.

Mist, wir waren zu spät.

Doch so ist es ab und zu auch, wenn man allein im Stall ist und keine Hilfe einer zweiten Person hat, kann man nur abwarten und hoffen. Wir waren sehr traurig. Karo hatte ein weißes Lamm und wir hatten den Tod des Böckchens nicht verhindern können.

 

Aufgrund des langen Geburtsverlaufes hatte Karo keine Nachwehen, so dass die Plazenta nicht kam. Erneutes Untersuchen und der Versuch dabei die Plazenta zu lösen, gelang uns nicht. Wir verabreichten eine zweite Dosis mit Kontraktionsmittel und gleichzeitig auch ein Antibiotikum um eine Infektion im Zusammenhang mit mehreren Untersuchungen und einer Plazentalösungsstörung zu verhindern.

 

Oh, .. oh ..., wir waren so gut durch die Lammzeit gekommen und zu guter Letzt eine Totgeburt.

 

 

Karos Erstgeborenen geht es gut. Karo ist sehr aufmerksam und steht fast erstarrt, wenn der Kleine trinken will. 

Hoffen wir, dass die Zwei nun gesund durch die nächsten Monate kommen. Wir drücken fest die Daumen.  

27.04. 2017

Dalisa wird Mama von zwei Jungen

 

Dalisa ist zur Zeit unser einziges weißes Schaf in der Herde.

 

 

Ihre Urgroßmutter Lisa war ebenfalls weiß und so bekam sie ihren Namen zusammengesetzt aus Dala (Mutter von Dalisa) und dem Namen ihrer Urgroßmutter Lisa.

 

Dalisa hatte sich seit ein paar Tagen immer mal wieder vom Futter zurückgezogen. Wir rechneten jeden Tag mit der Geburt der Lämmer doch dann überraschte sie uns wieder mit einem kompletten Abendrot am 26.04.. Na, ja, dann eben doch noch nicht, dachten wir jedenfalls.

 

Tja, und bei unserer Fütterung am Morgen stand Dalisa in der Box und hatte einen Blasensprung. Nichts wie in den Kreißsaal gestellt und bereits um 08:45 Uhr gebar sie ihren ersten Sohn aus fast regelrechter Kopf-Fußlage. Das eine Vorderbein hatte sich etwas verdreht und lag oben auf dem Kopf, was die Geburt erschwerte. Als wir das sahen lösten wir das Beinchen und dann ging es wie von Zauberhand.

 

Der kleine Mann hat eine typische weiße Blesse, einen vollkommen weißen Schwanz. Die Hinterläufe tragen lange weiße Stiefel und auch das rechte Vorderbein ist mit einem weißen Stiefel ausgestattet. Am linken Vorderbein sitzt ein weißer Schuh. Dalisas Sohn hat einen breiten weißen Schlips und auch die Ohransätze sind mit weißer Farbe verziehrt. Er ist ein hübsches Kerlchen. Dalisa hat ihren Sohn sofort intensiv geleckt und auch die typischen „Knodderlaute“ waren zu vernehmen. Und es dauerte nicht lange bis der kleine Mann seiner Mama antwortete.

 

Die Zeit verging schnell und bereits nach 1 Stunde erneut Presswehen. Um 10:15 Uhr gesellte sich ein zweites Böckchen hin zu, mit einer völlig unkomplizierten Geburt aus regelrechter Kopf-Fußlage.

Dalisas Zweitgeborener hat eine weiße Blesse, die über dem Nasenrücken unterbrochen ist. Er trägt wie sein Bruder lange weiße Stiefel an den Hinterläufen, hat das Schwänzchen zur Hälfte weiß und am linken Vorderfuß sitzt ein weißer Schuh.

 

Dalisa begrüßte auch ihren zweiten Sohn intensiv. Beim Trinken halfen wir beiden Böckchen etwas. Es ist eben nicht immer leicht zu Beginn des Lebens die richtige Richtung zu finden. Der Instinkt „ ich muss was trinken“ ist da, aber die Vorstellung "wie komme ich da hin?" variiert erheblich.

 

 

Wir drücken nun die Daumen für die Drei. Mögen sie unkompliziert durch die Sommermonate kommen.     

 

 

27.04. 2017

 

Eins und zwei und drei, ...

Molly

 

 

 

Molly hatte keinen großen Bauchumfang, so dass wir mit einem Lamm rechneten.

 

Beim Rundgang um 01:30 Uhr stand sie plötzlich mit einem Blasensprung in der Box und atmete schnell. Mit einer Geburt hatten wir in dieser Nacht nicht gerechnet, so dass wir schnell Molly in den Kreißsaal stellten. Und es sollte nicht lang dauern.

 

Bereits um 02:00 Uhr begann sie mit Presswehen und gebar um 2:15 Uhr aus regelrechter Kopf-Fußlage ein Mädchen. Die Kleine stand schnell auf ihren vier Beinchen und Molly hatte gut zu tun ihre Tochter trocken zu lecken. Mollys Tochter hat eine breite Blesse, die sich über den Kopf hoch auf beide Ohren zieht. Sie trägt eine breite Krawatte, die sich bis über den kleinen Bauch zieht. An den Hinterbeinen trägt sie weiße Stiefel und an den Vorderbeinen hat sie weiße Schuhe. Das Schwänzchen ist zu ¾ weiß und über den gesamten Körper verteilt hat sie weiße Sprenkel, als wenn ein Maler seinen Pinsel ausgeschlagen hat. Sie ist ein hübsches Lämmchen.

 

Die Beiden hatten ausreichend Zeit für einander.

 

Nach 2 Stunden stellten sich wiederum Presswehen ein . Doch es ließ sich kein vorangehender Teil am Scheidenausgang erkennen. Also untersuchten wir und fanden das zweite Lamm in einer hinteren Hockstellung . Wir lösten die Beinchen und Molly gebar mit unserer Hilfe um 04:30 Uhr ein Böckchen.

 

Mollys Sohn hat eine breite weiße Blesse, einen langen weißen Stiefel am linken Hinterlauf und das Schwänzchen ist vollkommen weiß. Etwas beeinträchtigt war der kleine Mann schon.

Noch als Molly beim trocken Lecken ihres Sohnes war begann sie erneut zu pressen und sie gebar nur 5 Minuten später ein weiteres Mädchen aus hinterer vollkommener Fußlage. Die Kleine ist einfach so heraus geflutscht.

Mollys Tochter hat ein kleines weißes Dreieck auf dem Kopf und einen weißen Ring um die schwarze Nasenspitze. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß.

 

Nun war Molly natürlich sehr beschäftigt. Bei den ersten Schlucken halfen wir allen drei Lämmchen. Mollys jüngste Tochter wollte nicht so recht an die Zitzen, so dass sie über die Sonde das erste Kolostrum bekam.

 

Nun liegen die drei Lämmchen zufrieden bei ihrer Mama und ruhen sich von der anstrengende Geburt aus.

Wir wünschen der Molly Familie alles Gute für die kommenden Monate.

Mit ihren Drillingen hat Molly es sicher nicht immer leicht.       

 

27.04.2017

 

Kela macht das super

 

Kela ist das erste Mal trächtig.

 

Wir rechneten mit Zwillingen und so war es dann auch. Bereits am Abend hatten wir sie in den Kreißsaal gestellt und ab 23:30 Uhr scharrte sie eifrig in ihrer Box.

 

Um 01:00 Uhr hatte sie einen Blasensprung. Dann begann das übliche Spiel mit hinlegen, aufstehen, hinlegen , aufstehen.....

Endlich um 02:30 Uhr die ersten Presswehen. Am Scheidenausgang wurde ein 2 Füßchen sichtbar und langsam schob sich auch das kleine Schnäußchen vorwärts.

Um 02:50 Uhr gebar Kela ein Böckchen aus regelrechter Kopf-Fußlage. Sie machte das einfach super, so als ob sie schon mehrere Geburten hinter sich hatte. Den kleinen Mann sofort geleckt und immer wieder „geknoddert“. Es wahr erstaunlich wie professionell sie sich verhielt.

 

Bereits nur eine halbe Stunde später wieder Presswehen. Man sah am Scheidenausgang ein Füßchen, was sich langsam vorwärts schob. Aber nicht erwartend fiel plötzlich eine Schwanzspitze hervor. Das Lämmchen befand sich unvollkommener hinterer Fußlage. Vorsichtig halfen wir Kela ihr Lamm zu gebären. Wir zogen am Hinterbein in der Presswehe und sie gebar ein quietsch fideles Lämmchen , einen zweiten Sohn. Unsere leichte Traktion hat ihn nicht beeinflusst in seinem Befinden.

 

Er hat eine weiße Blesse, die über den Nasenrücken läuft und sich nur bis in die rechte Nasenspitze fortsetzt. Er trägt drei weiße Schuhchen und mit dem rechten Vorderbein geht er barfuß. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß.

Sicher zur Milchbar von Mama gestiefelt und die ersten Schlucke getrunken, so als ob er einen Wegweiser in sich hatte.

 

Kelas Erstgeborenen mussten wir etwas Unterstützung bei der ersten Mahlzeit anbieten. Aber einmal angekommen, verschlang er ebenfalls die Milch gierig.

 

 

Es war eine schöne unkomplizierte Geburt und alle Drei wirken zufrieden in ihrer Box. 

Hoffen wir, dass es in den kommenden Monaten weiter so unkompliziert für die kleine Familie geht. 

 

 

24.04. 2017

 

Anna, oh Anna, wer hätte das gedacht

 

 

Anna stellten wir nach der Abenfütterung in den Kreißsaal. Sie hatte nicht wirklich Appetit gezeigt und stellt sich mit hängenden Kopf und Ohren abseits der übrigen Damen. Na, ja, sie hatte wohl wehen.

 

Doch es zeigte sich nicht wirklich ein Geburtsfortschritt, so dass wir den Stall um 22:00 Uhr verließen.

 

Beim nächsten Rundgang gegen 23:30 Uhr stand Anna in ihrer Box und aus der Scheide hingen der Kopf und das rechte Vorderbein. Wie lange Anna so schon stand, wussten wir nicht und so entschlossen wir uns sofort ihr bei der Geburt des Lammes zu helfen.

 

Wir zogen vorsichtig am Bein und gleichzeitig am Kopf und mit leichtem kontrollierten Zug konnten wir das Lämmchen trotz zurück geschlagenen linken Vorderlaufes entwickeln. Es war ein kleines Böckchen und sichtlich erschöpft von dem langen Einstehen des Kopfes am Scheidenausgang. Anna bemühte sich sofort um ihre Sohn und leckte ihn intensiv trocken. Allerdings gab der Kleine keinen Laut von sich und auch das Atmen fiel ihr schwer. Fast eine halbe Stunde brauchte er um auf die Beine zu kommen. Doch dann ging es zügig zur Milchbar. Der kleine Mann stellt sich überhaupt nicht dumm an beim Aufnehmen der Zitze. Gierig verschlang Annas Sohn die Milch.

 

Annas Erstgeborener ist ein hübsches Kerlchen. Der Kleine hat eine weiße Blesse, die sich bis an die Ohransätze zieht. Er trägt einen breiten weißen Schlips und hat hinten und vorne linke jeweils einen weißen Schuh. Das Schwänzchen ist zu ¾ weiß.

 

Im weiteren Verlauf zeigten sich kaum Wehen. Das kam uns spanisch vor, denn ein zweites Lamm musste noch kommen. Also entschlossen wir uns nach 2 Stunden  „Funkstille“ Anna zu untersuchen. Tja, und da fanden wir den Grund für die „Sendepause“.

 

Das zweite Lamm lag in reiner Steißlage und konnte sich so nicht voran schieben. Also lösten wir den linken Hinterlauf und zogen das Lämmchen zunächst an seinem linken Hinterlauf und dann gingen wir mit dem Finger in die Beuge vom rechten Hinterlauf. So hatten wir genug Angriffsfläche um das Lamm zu extrahieren.

 

Na, ja der kleine Junge war entsprechen deprimiert und lag etwas schlaff und mit unregelmäßiger Atmung neben Anna, die nun den Kleinen leckte und rief. Es brauchte jedoch keine 10 Minuten und Annas Sohn kam auf die Beine und suchte sofort nach etwas zu trinken.

Annas zweiter Sohn hat eine unterbrochene weiße Blesse und auch die Ohransätze sind zu beiden Seiten weiß. Das Schwänzchen ist völlig weiß und hinten trägt er zwei weiße Stiefel und vorn zwei weiße Schuh. Außerdem schmückt er sich mit einem weißen Schlips, der bis auf die Bauchvorderseite ausläuft.

 

Beide Flanken waren bei Anna deutlich eingesunken und damit hatte sie wohl die Geburt abgeschlossen. Doch sie wollte nicht fressen und nach 15 Minuten wussten wir auch warum. Es wollte noch ein drittes Lamm auf unsere Welt.

 

Anna gebar einen weiteren Sohn aus regelrechter Kopf-Fußlage, der deutlich zierlicher war als seine Geschwister. Der kleine Mann hat eine angedeutete weiße Blesse auf der Stirn, die auf dem Nasenrücken unterbrochen ist und dann sich in einem kleinen bizarren weißen Fleck rechts auf der Nase fortsetzt. Rechts hat er einen weißen Ohransatz und ansonsten ist er völlig schwarz.

 

Annas Drittgeborener braucht in Zukunft sicher etwas mehr Hilfe als seine Geschwister. Er ist ein zierliches Kerlchen ein paar Milliliter Extramilch tun im sicher gut.

 

Na, jedenfalls ging alles gut. Wir sind froh, dass Anna die Geburt so gut hinter sich gebracht hat.

 

Wir waren bei ihr mehr achtsam, da Anna ja im letzten Jahr ihr erstgeborenes Lamm aufgrund eines langen Geburtsverlaufes verlor. 

Jetzt wünschen wir Anna und ihrer kleinen Rasselbande alles Gute für die kommenden Monate. 

 

 

24.04. 2017

 

Karla überrascht uns

 

 

 

Karla war dick und rund. Wir nahmen an, dass sie wie im letzten Jahr Drillinge erwartet.

 

Seit 2 Tagen lag sie viel in der Box. Das Aufstehen fiel ihr zunehmend schwerer. Doch sie ließ keine Mahlzeit aus und wiederkäute immer mit Genuß.

 

Beim Kontrollgang so gegen 23:30 Uhr stand da neben Karla und den anderen Damen ein frisch geborenes Lamm, welches von Karla trocken geleckt wurde. Sie hatte also ohne wirkliche Anzeichen sich am Abend unter die Gebärenden gemischt und einfach so ihr erstes Lamm geboren.

 

Schnell schoben wir die frische Mama und ihr Lämmchen in den Kreißsaal, damit die beiden nun ausreichend Zeit und Ruhe finden eins zu werden.

Die Kleine trägt eine breite weiße Blesse, die sich bis auf die Ansätze beider Ohren zieht. An den Füßchen hat sie 4 weiße Schuhe und das Schwänzchen ist in der gesamten Länge weiß. Das Lamm stand bereits auf seinen wackligen Beinen und suchte intensiv nach Mamas Milchbar.

 

Doch viel Zeit blieb den beiden nicht. Kräftige Wehen schoben zügig das zweite Lamm Richtung Scheidenausgang und es wurden zwei Füßchen sichtbar. Allerdings waren es die Hinterläufe, so dass es sich hier um eine vollkommenen hintere Fußlage handelte.

Wir zögerten nicht lange und halfen Karla ihr zweites Lamm durch wehensynchrone Traktion um 00:05 Uhr zu gebären.

Der kleine Junge hat eine weiße , auf dem Nasenrücken unterbrochene Blesse, hinten trägt er zwei weiße Schuhe und das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß.

 

Bei Karla waren beide Flanken nun tief eingesunken , so dass ein drittes Lamm doch nicht zu erwarten war.

Karla Zwillingspärchen sind zwei kräftige große Lämmchen, die eben ihren Platz in Mamas Bauch brauchten. Da war kein Platz für mehr.  

 

Beide Lämmer haben inzwischen die ersten Schlucke an Mamas Milchbar eingenommen. 

Karla und ihr Zwillingspärchen liegen nun zufrieden in ihrem "Apartment". 

 

 

Wir drücken den Dreien die Daumen für eine sorgenfreie Zeit hier auf Espetveit. 

 

 

24.04. 2017

 

Martina gebärt völlig unkompliziert ein Zwillingspärchen

 

 

Heute ging es wieder den normalen Tagesrhythmus. Um 06:30 Uhr war die Morgenmahlzeit ²serviert² und siehe da, Martina hatte keinen Appetit.

Das Euter war schon seit 3 Tagen hoch rot, so dass wir nun von ausgehen konnten, dass sie wohl heute gebären wird.

 

Kaum im Kreißsaal angekommen, b begann sie zu scharren. Um 07:30 Uhr kam es zum Blasensprung. Nach ca. 30 Minuten Presszeit gebar Martina um 08:55 Uhr völlig unkompliziert aus regelrechter Kopf-Fußlage ein Mädchen spontan.

Die kleine hat eine unterbrochene weiße Blesse, trägt hinten zwei weiße Stiefeletten und das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß.

Martina nahm ihre Tochter sehr liebevoll entgegen. Trocken lecken und ständiges rufen füllten die nächste halbe Stunde. Wir wollten die kleine auch schnell anlegen, aber wie so oft, wollte sie unsere Hilfe nicht haben. Totenstarre war das Resultat! Nun gut, so mussten wir uns zurück ziehen. Dann eben nicht.

 

Wir waren uns sicher, dass noch ein zweites Lamm kommen musste. Um 09:30 Uhr setzten erneut Presswehen ein und um 09:55 Uhr gebar Martina aus regelrechter Kopf-Fußlage einen Sohn.

Der kleine Mann war fit wie ein Turnschuh und bereits nach 10 Minuten stand er auf seinen 4 Beinchen. Martinas Sohn hat einen fast weißen Kopf, die Ohransätze sind ebenfalls weiß. An den Hinterläufen hat er zwei weiße Stiefeletten an und an den Vorderbeinen trägt er weiße Schuh. Das Schwänzchen ist wie bei seiner Schwester zur Hälfte weiß.

Das anlegen war bei ihm kein Problem. Schnell schnappte er sich Mamas Zitze und trank gierig die ersten Schlucke von Mamas Milchbar.

 

Martina war die gesamte zeit über ausgesprochen ruhig. Nach ihre beiden Lämmchen entgegen. Als wenn sie es schon viele Male gemacht hätte.

Tja, so eine Schafmutter wünschen wir uns immer. Doch leider sind auch Schafmütter sehr verschieden in ihrer Art, so wie wir Menschen auch.

 

Nun liegen die Drei zufrieden im Kreißsaal und ruhen sich aus.

 

Wir wünschen dem Trio alles Gute für die Zukunft.   

 

 

22.04. 2017 Merle

 

 

Merle ist ein sehr ruhiges Schaf.

 

In den letzten beiden Jahre hat sie unkompliziert jeweils Zwillinge geboren.

 

Heute am späten Nachmittag stand sie mit hängenden Ohren abseits. Das Abendessen nahm sie wie gewohnt zu sich und dennoch kam sie uns anders vor.

So stellten wir sie in einen der Kreißsäle und gingen ins Haus um zu Abend zu essen. Nach dem Duschen wollten wir dann noch eine Runde im Schafstall machen und den „Dienstplan“ für die Nacht festlegen.

 

Doch was für eine Überraschung.

Es war 20 Minuten nach 20:00 Uhr und bei Merle in der Box stand ein kleines Mädchen putzmunter auf ihren vier Beinen auf der Suche nach Muttermilch. Merle war beim trocken lecken und konnte sich nicht so schnell drehen, wie ihre Tochter sich nach allen Seiten bewegte, um die Zitze zu finden. Beim Versuch sie anzulegen, stellt sie sich tot,... aber das kannten wir ja auch von anderen Lämmern.

Merles Tochter hat eine breite weiße Blesse, einen weißen Schuh am linken Vorderfuß und hinten trägt sie zwei lange weise Stiefel. Der Schwanz ist zu ¾ weiß.

 

Merle lief in der Box auf und ab. Sie nahm zwischendurch einen großen Haps Heu zu sich, trank reichlich Wasser und fraß das noch übrig gebliebene Kraftfutter. Ungewöhnlich für ein Schaf unter der Geburt. Aber das gleiche Verhalten zeigte sie bei den Geburten in den letzten Jahren.

 

Um 21:00 Uhr legte sie sich erneut hin und presste das erste Mal. Einen Fuß konnte man in der Wehe erkenne. Dieser schlüpfte allerdings dann wieder zurück. So ging es dann fast eine Stunde bis sie ein weiteres Mädchen aus regelrechter Kopf-Fußlage gebar.

Die Kleine hat eine unterbrochene weiße Blesse und eine weiße Stiefelette am linken Hinterlauf. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß.

Sie ist ein kräftiges kleines Mädchen und fit wie ein Turnschuh. Die ersten Schlucke an Mamas Milchbar sind mit Hilfe genommen. Sie stellt sich nicht so dumm an wie ihre Schwester. 

 

 

Merle und ihren zwei Töchtern wünschen wir

alles Gute für die kommenden Monate hier auf den Wiesen von Espetveit.

Möge die Zeit so unkompliziert wie die Geburt für die Drei verlaufen.

 

 

22.04. 2017

 

Suse, liebe Suse,

was raschelt im Stroh.

 

 

 

Suse fraß nur mäßig ihr Abendbrot. Immer wieder sich vom fressen zurück ziehend, stand sie mit gesenktem Haupt in der Ecke. Tja, wahrscheinlich Wehen, dachten wir. Damit ging es in den Kreißsaal.

Sie war sehr unruhig, scharrte wie wild und es war ein ständiges Auf und Nieder.

 

Um 02:00 Uhr begannen die Presswehen und um 02:35 Uhr gebar Suse einen Junge aus regelrechter Kopf-Fußlage. Das Böckchen hat eine typische auf dem Nasenrücken unterbrochenen Blesse, einen ½ weißer Schwanz und trägt hinten links eine weiße Sandale. Trotz der relativ langen Presszeit war der Kleine in guter Form. Mit lecken und rufen verbrachte Suse die nächste Stunde. Das anlegen gelang uns nicht. Immer wenn wir dem Böckchen die Zitze in den Mund steckten, stellte er sich tot, erstarrt wie durch einen eisigen Wind.

 

Gegen 03:20 Uhr dann erneut die Presswehen. Suse gebar aus regelrechter Kopf-Fußlage um 03:50 Uhr ein kleines Mädchen. Die Kleine hat einen fast weißen Kopf, an dem die Augen durch zwei große schwarze Brillengläser schauen. Die Ohren sind ebenfalls weiß. Hinten links trägt sie einen weißen Stiefel und hinten rechts eine weißen Schuh. Die Vorderbeine sind mit zwei langen weißen Overkne-Stiefelchen geschmückt. Das kleine Schwänzchen ist zu ¾ weiß.

 

Das anlegen gestaltete sich bei beiden Lämmern schwierig. Suse hat sehr große Zitzen, die für den kleinen Mund der Lämmer riesig erscheinen. Dementsprechend ist es schwierig für die Kleinen , die Zitzen richtig zu fassen.

 

Wir werden 1-2 Tage Suse melken und das Kolostrum den beiden Lämmern über eine Sonde geben. Somit erhalten sie die Immunstoffe zeitig genug und haben Zeit sich an Mamas Milchbar zu gewöhnen. Im letzten Jahr haben es Suse Kinder auch gelernt. Mit Geduld und Spucke werden es auch die Lämmer von diesem Jahr schaffen.

So, nun hoffen wir,

dass alles nach unseren Vorstellungen für die Drei läuft und sie eine schöne gemeinsame Zeit haben.   

 

 

 

21.04. 2017

 

Dina 

 

 

 

Um 15:00 Uhr hatte Dina einen Blasensprung. Wir stellten sie in den Kreißsaal, wo sie auch sofort mit intensiven Scharren begann. Sie war sehr unruhig, legte sich ab, stand wieder auf und rief erbärmlich.

 

Um 18:00 Uhr sah man zwei Füßchen in der Scheide stecken. Obwohl sie kräftige Wehen hatte, konnte man kein vorwärts schieben der Beinchen erkennen. Das war uns nicht geheuer.

Die Untersuchung zeigte, dass sich das Lamm in einer hinteren Hockstellung befand, woraus es sich nicht lösen konnte.

So streckten wir erst das eine und dann das andere Bein und zogen wehensyncron das Lamm heraus.

Es ist ein Mädchen mit einer weißen Blesse. Das Schwänzchen ist ebenfalls zur Hälfte weiß. Das hintere linke Bein trägt einen weißen Stiefel. Zusätzlich ist sie mit einer weißen Fliege geschmückt. Sie wirkte deutlich beeinträchtigt und brauchte gut eine halbe Stunde um endlich das Köpfchen zu heben und Mamas Ruflauten nachzukommen. Dina war intensiv bemüht ihre Tochter trocken zu lecken und sie durch ständiges Schubsen auf die Beinchen zu bekomme.

 

Um 19:00 Uhr sah man die Fußspitzen des zweiten Lamms. Diese waren ebenfalls von den Hinterbeinen und das Lamm lag in der selben sitzenden Position wie das erste Lämmchen. Wir haben nicht lange gezögert und auch dieses Lamm herausgezogen. Es ist ein kleiner Junge.

Der kleine Mann trägt hinten zwei weiße Stiefel, und hat einen weißen langen Strumpf am vorderen linken Bein. Das rechte Vorderbein hat ein weißes Strumpfband . Das Schwänzchen ist völlig weiß. Die typische weiße Blesse zieht sich bis über das Kinn und erreicht die Vorderseite des Halses und der Brust.

 

Dina nahm beide Lämmchen trotz der Strapazen bei der Geburt an. Allerdings waren beide Lämmer nicht interessiert sich mit Unterstützung an Mamas Milchbar sich zu bedienen. Sie erstarrten regelrecht, wenn wir die Zitzen in den Mund schoben. Allein, nachdem sie auf eigenen Beinchen standen, schafften sie es nicht. Dina hat ein monströses Euter und riesige Zitzen, die für den kleinen Mund eines Lämmchen viel zu groß erscheinen.

 

Wir molken Dina und gaben den Geschwistern die ersten Mililiter Kolostrums mit der Sonde.

 

So, nun hoffen wir, dass sie im Laufe der nächsten 24 Stunden kräftig genug sind um sich an die Zitzen zu wagen und das kleine Mündchen darum zu schließen. 

Wir drücken die Daumen, dass die kommenden Wochen und Monate für Dina und ihre Lämmchen weniger kompliziert wird als der Start ins Leben für die Beiden. 

 

 

21.04. 2017

 

Eins, zwei, drei...

Kira ist auch dabei

 

 

 

Kira haben wir zur Abendfütterung bereits in einen unserer Kreißsäle gestellt.- sie fraß mäßig und isolierte sich von den anderen Damen.

 

Endlich in ihrem eigenen Reich angekommen, verhielt sie sich sehr ruhig. Kaum scharren, ganz gemütlich im Liegen wiederkäuend, jedoch mit sichtbaren Wehen, verbrachte sie die Nacht.

Wir dachten schon es war Fehlalarm.

 

So gegen 04:00 Uhr wurde sie unruhig und ab 04:30 Uhr begann sie mit Presswehen.

 

Um 05:00 Uhr gebar Kira ein Mädchen aus Kopf-Fußlage völlig unkompliziert. Das Lammmädchen hat eine typische weiße Blesse, die auf dem Nasenrücken unterbrochene ist. Das Schwänzchen hat eine weiße Spitze, ansonsten ist die Kleine völlig schwarz.

Kira war intensiv bemüht ihre Tochter trocken zu lecken und der gegenseitige Austausch von Ruflauten legte die Grundlage für ein gutes Mutter-Tochter-Verhältnis.

Doch es ließen sich auch nach 2 Stunden keine Wehen ausmachen. Wir legten das erstgeborene Lämmchen an, um die körpereigene Oxytocinproduktion (Wehenmittel) anzuregen.

 

Endlich um 07:30 wölbte sich eine zweite Fruchtblase vor in der man zwei Füßchen ausmachen konnte. Doch die Fruchblase war schlaff und wir hatten nicht den Eindruck, dass die Wehen zu einem Geburtsfortschritt führen werden. So entschlossen wir uns kurzerhand die Fruchtblase zu eröffnen und das Lamm auf unsere Welt zu holen. Es war eine hintere vollkommene Fußlage, so dass wir einfach an den beiden Hinterläufen zogen und das Lamm entwickelten.

 

Es war ebenfalls ein Mädchen (07:40 Uhr) und trotz unserer Manipulation recht fit. Sie hat die selbe Zeichnung wie ihre Schwester, nur dass sie noch einen weißen Schuh am rechten Hinterlauf trägt.

 

Tja und dann begann Kira bereits nach 30 Minuten wieder zu pressen. Wir glaubten es kaum , aber da war noch ein drittes Lamm.

 

Um 08:20 Uhr kam ein drittes Mädchen aus reiner Kopflage mit unserer Hilfe in intakter Fruchtblase auf die Welt. Schnell die Fruchtblase eröffnet und die Kleine schnaufte als wenn es einen Preis zu gewinnen gab.

Kiras dritte Tochter sieht ihren beiden Schwestern zum Verwechseln ähnlich. Auch sie hat außer der typischen weißen Blesse nur noch eine weiße Schwanzspitze, ansonsten ist sie vollkommen schwarz.

 

Alle drei Lämmchen sind in ihrer Zeichnung das Ebenbild ihrer Mama.

 

Kira ist eine vorbildliche Mama. Völlig ruhig und liebevoll umsorgend reguliert sie nun ihre Troika. Beim Anlegen anfänglich etwas Hilfe, ansonsten geht alles nach Schafmanier.

 

Die vier Damen wirken ausgeglichen und zufrieden, jeder nach seiner Art.

 

 

Wir wünschen dem Damenquartett

einen schönen Sommer hier auf Espetveit. 

 

18.04. 2017

 

Camilla

 

Camilla sollte in diesem Jahr das erste Mal gebären.

 

Sie ist selbst ein Drilling und war bei ihrer Geburt klein und zierlich. Nun sollte sie selbst Mama werden

 

Heute Nachmittag begann sie wie irre zu kratzen. Sie fraß ein wenig, aber war wie besessen den Metallrost „sauber zu kriegen“. So kam sie in einen unserer Kreißsäle.

 

Sie war sehr unruhig. Um 20:00 Uhr dann der Blasensprung und ab 21:00 Uhr hatte sie Presswehen. Endlich um 21:25 Uhr gebar sie sie aus regelrechter Fuß-Kopflage ein großes Mädel.

Sie ist ein hübsches kleines Ding und kam schnell auf ihre 4 Beinchen. Sie hat die typische weiße Blesse und am rechten Ohr einen weißen Kringel. Sie trägt 4 weiße Schuhe und der Schwanz ist zur Hälfte weiß.

 

Doch viel Zeit hatte Camilla nicht um mit ihrer Tochter eins zu werden. Anfänglich etwas zurückhaltend, dann jedoch innigst leckte sie ihre Tochter trocken und begrüßte sie mit ihrer Knodderstimme. Die Kleine antwortete sofort.

 

Bereits um 21:55 Uhr gebar Camilla eine weitere Tochter aus reiner hinterer Fußlage. Die Kleine ist von der Statur nur halb so groß und schwer wir ihre Schwester. Sie ist hübsch gezeichnet, aber nicht so fit wie Camillas Erstgeborene. Sie hatte keinen guten Muskeltonus und wollte auch nicht trinken, so dass wir ihr für den Start ins Leben 20 ml Kolostrum mit der Sonde gaben. Die kleine hat die typische weiße Blesse, welche auf dem Nasenrücken sich verjüngt. Beide Ohren sind vom Ansatz beginnend zur Hälfte weiß. Sie trägt hinten zwei weiße Stiefel und das Schwänzchen hat eine weiße Spitze.

 

 

Wir hoffen natürlich, dass sie noch den nötigen Appetit bekommt und das Damentrio ohne Zwischenfall den Stall in 4 Wochen verlassen kann.  

 

Leider bekam Camillas Zweitgeborene nicht die Chance im Leben zu bleiben.

Bereits 2 Stunden nach ihrer Geburt verstarb die Kleine ohne dass wir eine Erklärung dafür finden konnten.

Sie hat einfach aufgehört zu atmen. 

Die Natur hatte ihr das Leben nur für wenige Stunden geschenkt.

Wir sind sehr traurig.  

 

18.04. 2017

 

Unsere erstes Lammtroika für dieses Jahr

 

Hermine war in diesem Jahr das erste Mal trächtig.

 

 

Sie ist ein sehr großes Schaf und mit ihren beiden Packtaschen sah sie schon ehrfürchtig aus. Uns war ganz mulmig zu mute, wenn wir an die bevorstehende Geburt dachten.

 

Gestern setzten wir Hermine in den Kreißsaal, da sie nicht fraß und sich von den anderen Damen isolierte.

 

Tja, aber Hermine nahm es mit Fassung. Kaum mal gescharrt, ansonsten ruhig liegend und abwartend der Dinge, die da Kommen.

Heute bei der Morgenfütterung ignorierte sie das Futter ebenfalls. Aber sie wirkte nicht unruhig oder scharrte viel herum. Nein sie sah völlig unbeeinträchtigt aus. Wir dachten schon, wir hätten uns geirrt.

 

Der heutige Tag brachte etwas Sonnenschein am Vormittag, so dass wir uns entschlossen, die nicht trächtigen Schafe an die frische Luft zu setzten. Immer Hermine im Auge, „entlasteten" wir den Schafstall ein wenig.

 

Um 13:00 Uhr erneuter Rundgang und da hörten wir schon am Eingang ein „Knoddern“ von Hermine. Unser Riesenschaf hatte still und heimlich ein kleines Mädchen geboren. Sie war gerade dabei die Kleine trocken zu lecken und sich mit ihr über die typischen Knodderlaute zu verständigen. Was für eine Überraschung. Nun waren wir den ganzen Tag um sie drum herum und dann verpassen wir die Geburt des ersten Lämmchens.

Hermines Tochter hat eine unterbrochene weiße Blesse, einen ½ weißen Schwanz und das rechte Ohr hat eine weiße Marke in der Mitte. Hinten rechts trägt sie einen weißen Stiefel und links einen weißen Schuh. An den Vorderbeinen ist es genau umgekehrt. Der Stiefel sitz links und der weiße Schuh rechts.

 

Nun gut, wir waren überzeugt, dass Hermine Zwillinge erwartet.

Doch Hermine hatte keine Wehen. Ihre kleine Tochter lief putz munter durch die Box und Hermine leckte und leckte. Mit dem Anlegen wollte es nicht klappen. Immer wenn wir dem Mädel die Zitze in den kleinen Mund steckten, stellt sie sich tot. Wie vom Blitz getroffen plötzliches Erstarren. Doch allein fand sie die Zitze auch nicht und so waren wir schon ein wenig genervt.

 

Die Zeit verging und 2 ½ Stunden waren vorbei. Etwas stimmte hier nicht.

Also Handschuhe an und untersuchen. Und da war es dann auch klar. Das zweite Lämmchen lag in einer reinen Schädellage mit zurückgeschlagenen Vorderfüßen. Tja, darum die Verzögerung mit der zweiten Geburt. Wir lösten die beiden Vorderbeine nacheinander und zogen das zweite Lämmchen um 16:00 Uhr heraus.

Es brauchte eine ganze Weile im sich zu sammeln und endlich auf die Beine zu kommen. Allerdings war es nicht so stur wie seine Schwester. Das Anlegen klappte prima.

Hermines Zweitgeborene hat eine typische weiße Blesse, die auf dem Nasenrücken schmaler ist. An den hintebeinen hat sie zwei weiße Stiefel und an den Vorderbeinen zwei weiße Sandalen. Das Schwänzchen ist vollkommen weiß. Geschmückt ist sie zusätzlich mit einer weiße Fliege.

 

Ja, und dann völlig unerwartet, zeigte sich eine ¾ Stunde später ein Beinchen am Scheidenausgang. Es gab also ein drittes Lamm, was mit unserer Hilfe um 16:45 Uhr aus reiner hinterer Fußlage auf die Welt kam.

Tja, die Beinchen einmal richtig lang gezogen , scheint nicht unbedingt die Vitalität zu beeinträchtigen. Es war ebenfalls ein kleines Mädchen, deutlich schmaler und kleiner als seine Schwestern , aber fit wie ein Turnschuh. Die Kleine kam zügig auf die 4 Beinchen und großen Appetit hat sie auch.

Sie hat eine weiße Blesse wie ihr Schwesterchen zuvor. Lange weiße Stiefel zeiren die Hinterbeine und der Schwanz ist ebenfalls völlig weiß.

 

Hermine hatte es endlich geschafft. Drei hübsche Mädels und alle gesund. Nun müssen wir es nur noch mit dem Service der Milchbar hinkriegen und dann ist alles perfekt. Aber das schaffen wir schon.

 

 

Wir drücken der Troika und ihrer Mama die Daumen für tolle Monate auf den Wiesen von Espetveit.

 

 

 

15.04. 2017

Fenja unser Sorgenkind

 

Fenja hatte in den letzten zwei Jahren immer schwere Geburten.

 

Aber sie war eine sehr gute Mutter und deshalb entschlossen wir uns sie nicht zur Schlachterei zu geben.

Na, ja, ob dieses die richtige Entscheidung war, bezweifeln wir jetzt.

 

Wir stellten Fenja so gegen 15:00 Uhr in den Kreißsaal, da sie das Abendbrot verschmähte und sich abseits der anderen stellten. Außerdem sah man deutlich Schleimabgang aus der Scheide, was eine anstehende Geburt anzeigen kann.

 

Fenja stand sehr ruhig in ihrem Apartment und scharrte gelegentlich mit den Vorderbeinen um das Stroh nach ihrem Geschmack zu richten. Dass sie Wehen hatte, sah man ihr kaum an. Einmal hingelegt, ruhte sie in sich selbst, was uns etwas zweifeln an der anstehenden Geburt ließ.

Ab 17:00 Uhr lief immer etwas mehr wässriges Sekret aus der Scheide, so dass wir annahmen, dass es sich um einen hohen Blasensprung handelte. Doch am Scheidenausgang zeigte sich auch nach einigen Stunden nichts.

 

Gegen 22:30 Uhr entschlossen wir uns zu untersuchen und siehe da, es handelte sich um eine hintere Fußlage. Da die Geburt ja nun schon seit Stunden in Gange war, wollten wir Fenja helfen um endlich ihr erstes Lamm auf die Welt zu bringen.

Wehensyncron zogen wir an den beiden Füßchen, doch es tat sich nichts. Das eine Bein konnten wir in Streckstellung bringen doch das andere Beinchen war nicht zu mobilisieren.

Das Lamm befand sich also in einer hinteren Hockstellung aus der es nicht spontan geboren werden konnte. Wir zogen so kräftig , wie wir konnten und nichts tat sich. Das Lämmchen bewegte sich keinen cm weiter vorwärts. Dementsprechend mussten wir aufgeben und der Natur ihren Lauf lassen.

 

Gegen 23:00 Uhr hatte Fenja Presswehen doch es war kein Fortschritt erkennbar.

In einem erneuter Versuch zu helfen, zogen wir an den Beinchen, bekamen endlich das noch in Hockstellung befindliche Hinterbein gelöst und nach mehrmaligen Traktionen gebar Fenja endlich um 23:35 Uhr ein riesiges Lämmchen. Der kleine Mann war völlig geschafft von der Prozedur und brauchte fast eine Stunde um sich zu sammeln und das Köpfchen heben zu können. Fenja kümmerte sich die ganze Zeit um ihn. Leckte ihn trocken und versuchte ihn zu animieren, doch endlich aufzustehen.

 

Wir hatten bedenken, dass vielleicht die Hinterbeine unserer Traktur nicht spurlos überstanden haben. Doch der Kleine konnte die Beinchen bewegen und es war auch ein guter Tonus im gesamten Lamm. Gott sei Dank!!!

 

Felix, so heißt Fenjas Sohn, hat ein schwarzes Fell mit einer typischen weißen Blesse auf dem Kopf beginnend, die auf dem Nasenrücken schmaler ist und bis zur Vorderseite des Halses als kleines weißes Halstuch ausläuft. Außerdem haben die Ohransätze auf beiden Seiten weiße Streifchen. Hinten an den Beinen trägt er weiße Stiefel und vornen hat er weißse Schuhchen an. Der Schwanz ist zu ¾ weiß.

 

Allerdings zeigte sich als der Kleine endlich auf seinen 4 Füßchen stand, dass eine Instabilität der vorderen Fußgelenke ihn nicht sicher stehen lassen konnte.

Nun gut, es war kein Geburtsschaden sondern wahrscheinlich in intrauteriner Lagerungsschaden, den man mit Bandagen über mehrere Tage wieder hinbekommen kann.

 

Anfänglich wollte Fenjas Sohn auch nicht trinken, und deshalb stahlen wir etwas Kolostrum von Fenja und gaben es ihrem Sohn mit der Sonde.

 

Fenja ist geschafft und auch der kleine Mann ist noch etwas müde von der geburtshilflichen Aktion. Aber beide sind wohlauf und das ist zunächst das Wichtigste.

 

Inzwischen sind die Vorderfüßchen bandagiert und Felix kann damit sicher stehen und zu Mama gelangen. 

 

Hoffen wir, dass den beiden weiteres Übel erspart bleibt und wünschen ihnen eine tolle gemeinsame Zeit hier auf Espetveit.

 

 

15.04.2017

 

Stine schenkt uns zwei Osterlämmer

 

 

Nachdem wir Stine gegen 15:00 Uhr in den Kreißsaal gestellt hatten, begann sie eifrig zu scharren. Ständiges sich hinlegen und aufstehen zeigte uns, dass sie wohl reichlich Wehen hatte. Doch wir konnten keinen wirklichen Geburtsfortschritt auch nach mehr als 2 Stunden nicht verzeichnen. Weder die Fruchblase noch irgend ein vorangehender Teil zeigten sich am Scheidenausgang. Etwas merkwürdig war das schon.

 

Endlich so gegen 18:30 Uhr kamen zwei kleine Füßchen zum Vorschein. Den Blasensprung hatten wir wohl verpasst und mit jeder nun folgenden Wehe schob sich das erste Lämmchen langsam vorwärts in unsere Welt.

 

Um 18:40 Uhr gebar Stine ein kleines schneeweißes Böckchen aus regelrechter Kopf-Fußlage. Etwas mitgenommen von der Geburt brauchte der kleine Mann eine Weile um sich zu ordnen und endlich auf die Beine zu kommen. Um die Augenlider hat er wie mit einem schwarzem Kajal gezeichnet, schwarze Rahmen um jedes Auge. Es sieht wirklich so aus, als ob jemand den Stift genommen hätte und Stines Sohn etwas Farbe verpassen wollte. Er sieht damit sehr vornehm aus.

Mit Hilfe ging es dann an die Milchbar von Mama Stine, die sich eifrig um ihren Sohn mit trocken lecken und den typischen „Knodderlauten“ bemühte.

 

Doch Wehen ließen sich lange nicht sehen. Etwa eine Stunde dauerte es bis wieder Wehen zu erkennen waren. Um 19:40 Uhr gebar Stine zu ihrem Sohn ein kleines zierliches Mädchen. Die Kleine ist rabenschwarz. Sie hat nur eine kleine schmale weiße Blesse oben auf dem Kopf und einen zu ¾ weißen Schwanz. Sie ist genau das Gegenteil von ihrem schneeweißen Bruder.

Sie stand schnell auf ihren kleinen Beinchen und wurde von Stine ebenfalls sehr liebevoll angenommen. Die Milchbar fand sie mit unserer Hilfe schnell.

 

Tja, da hat wohl Papa Leopold gezaubert und einen „Goldjungen“ und die „Pechmarie“ aus dem Zylinder geholt. Beide Lämmchen ergänzen sich wie zwei Schachfiguren in weiß und schwarz.

 

Die kleine Familie liegt nun zufrieden in ihrem „Apartment“ und erholen sich von der Geburt.

 

 

Wir wünschen den Dreien alles Gute für die folgenden Monate auf den Weiden von Espetveit.