Hier geht es zu den Geburten im April 

19.04. 2017

Simon und Leopold sind endlich auf der Herrenweide

 

 

Ralf auf dem Holder mit Simon und Leopold auf dem Anhänger
Ralf auf dem Holder mit Simon und Leopold auf dem Anhänger

 

Unser Tag begann heute sehr traurig. Camillas Tochter haben wir unter einen großen Wurzelbalg einer umgestürzten Tanne begraben. Sie hatte noch keinen Namen von uns bekommen und somit kann sie völlig frei und ungebunden dahin zurückkehren , wo sie her kam. Sie war eine süße kleine Maus, der es leider nicht vergönnt war länger bei uns zu sein.  

Heute Morgen begrüßten uns zwei Lämmchen auf dem Gang zwischen den Schafboxen. Das eine Lämmchen hatte sich vor der Box von Simon abgelegt und dieser hatte „Gott sei Dank“ kein Interesse an der kleinen Dame.

 

Wir hatten ja den Auszug der Herren bereits ins Auge gefasst und mit diesem Erlebnis stand fest, dass die beiden Herren so schnell wie möglich raus müssen um unliebsame Begegnungen zwischen Lamm und Bock zu verhindern.

 

Heute am späten Nachmittag war es dann so weit. Die beiden Herren gingen problemlos auf den Hänger und ab ging es hinter dem Holder hoch zur Herrenweide.

 

Kaum vom Hänger runter und auf der Wiese gestanden, begann die Rangelei um die Führungsposition in diesem Sommer. Die beiden Herren kannten sich zwar als Lämmer vom letzten Jahr, aber seit dem Einzug der Herde im letzten Herbst waren 6 Monate vergangen und die beiden Böckchen sind inzwischen zu stattlichen jungen Herren herangewachsen.

 

Simon und Leopold werden sich sicher einigen, wer das Sagen haben soll. Es ist ja auch völlig egal, die Wiese ist groß genug und im schlimmsten Fall , können die beiden sich einfach aus dem Weg gehen.

 

 

Übrigens gab es heute auch die ersten Ohrmarken für die 3 Lämmer, die am 15. April geboren sind. Es ist keine schöne Sache, in die kleinen Öhrchen die Marken auf beiden Seite reinzuklicken. Aber es ist nun mal Vorschrift an die auch wir als Hobbybauern uns zu halten haben.   

18.04. 2017

 

Es geht nach draußen

 

Es wird eng im Schafstall, denn die Lammzeit hat begonnen.

 

 

Wir brauchen Platz um die werdenden Mütter und ihren Kindern Raum und Zeit zu geben, damit sie in den ersten 48 Stunden gut „zusammenwachsen“ können.

 

Dementsprechend kommen heute alle 6 Lämmer, vom letzten Jahr an die frische Luft.

Außerdem sind Randi, Dora, Mini und Gretel nicht trächtig. Dem entsprechend sollten sie mit nach draußen gehen.

 

Es war wie in jedem Jahr. Die Damen wollten ihre Boxen nicht verlassen. Ein Geschiebe und Geziehe und zumindest die Lämmer vom letzten Jahr waren nun im Ylva-Tal. Die Schräge vom Hintereingang des Schafstalls war sehr glatt und wir hatten Glück nicht mit den Lämmer runter gerutscht zu sein.

 

Die erwachsenen Schafe konnten wir so nicht ausbringen.

Deshalb stellten wir einen Lammzaun vom hinteren Ausgang in Richtung zum Tor des Ylva-Tal.

Und siehe da, die 4 Damen mit viel Kraft aus den Boxen gezogen und geschoben , liefen die Schräge hinunter und wie wild durch das offene Tor ins Ylva-Tal. 

 

Man waren wir froh , als wir alle draußen hatten. Viel zu fressen finden die 10 Damen draußen nicht. Sie können sich beschäftigen, herum laufen und werden von uns mit Heu zusätzlich versorgt.

15.04.2017 Hurra, unsere Osterlämmer sind da

 

Heute ist Ostersonnabend und wir warten sehnsüchtig auf unsere ersten Lämmer.

 

Bei der Abendfütterung stand Stine mit hängenden Kopf abseits und war nicht im geringsten am Futter interessiert. Durch die Erfahrungen der letzten Jahre wußten wir, dass es ein Zeichen für eine anstehende Geburt ist.

Somit kam Stine in den Kreißsaal. Sie fing auch sofort an im frischen Stroh zu scharren. Nestbauen war für die werdende Mutter angesagt.

 

In der Box 4 fanden wir dass auch Fenja sich isolierte. Leichter Schleimabgang aus der Scheide signalisierte auch hier die anstehende Geburt. Damit stellten wir auch Fenja auch in einen Kreißsaal und harrten der Dinge, die da kommen.

 

und wir wurden am Ostersonnabend mit 3 Osterlämmern belohnt.

 

 

Die Geburtsverläufe unseren beiden Mütter haben wir extra auf der Geburtenseite beschrieben.

Wie in jedem Jahr gibt es reichlich Bilder und einen Geburtsbericht für alle unsere Lämmer.

 

Und ihr seid wieder aufgerufen Namensvorschlägen  für unsere Neugeborenen zu machen.   

 

Lammbox
Lammbox

10.04. 2017

Die Lammzeit kann beginnen

 

Heute sind wir mit den letzten Vorbereitungen zur anstehenden Lammzeit fertig geworden.

 

 

Die Trenngitter sind gesetzt, die Gummimatten auf die Metallroste gelegt und die Wärmelampen hängen über den Boxen. Auch das Stroh befindet sich bereits auf den Gummimatten und muss nur noch ausgebreitet werden.

Das kann allerdings das erste Schaf selbst vornehmen, welches sich dann in der Lammbox befindet um seine Lämmchen zu gebären. Die Schafe scharren ja die ersten Stunden kräftig mit den Vorderbeinen und „ bauen“ sich somit ihr Nest selbst.

 

Nach unseren Berechnungen steht der erste Termin zum 15. April. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es meist 2-3 Tage vorher los geht.

 

 

Also, wir sind gespannt und harren der Dinge (Lämmchen), die da kommen. Möge uns Schlimmes erspart bleiben und alle Lämmer und Mütter die Lammzeit gut überstehen. 

03.04. 2017 Besuch vom Tierarzt

 

Die wichtigste Voraussetzung für die Gesunderhaltung einer Schafherde sind optimale Haltungs- und Fütterungsbedingungen.

 

Dennoch können eine Reihe von Infektionskrankheiten den Tieren zu schaffen machen.

 

Es gibt eine Reihe von Erkrankungen (Pasteurellose, Clostridienerkrankungen), die mit einem so rasanten Krankheitsverlauf einhergehen, dass eine Behandlung meist zu spät kommt. Derartige Erkrankungen können in der Regel nur durch die vorbeugende Impfung verhindert und größerer Schaden abgewehrt werden. Durch die Impfung wird ein Schutz gegen bestimmte Krankheitserreger (Viren, Bakterien) und/oder die von ihnen im Verlauf der Infektion massenhaft gebildeten Giftstoffe (Toxine) hervorgerufen.

 

Verluste und Behandlungen sind häufig teurer als die Durchführung eines Impfprogramms.

 

Der entstehende Schutz beruht auf den vom Tier produzierten Abwehrstoffen (Antikörper) und wird als Immunität bezeichnet. Diese Immunität bewirkt, dass Krankheitserreger nicht mehr krankmachend wirken können bzw. ihre krankmachenden Toxine nicht mehr bilden können.

Je nach Erkrankung und verwendetem Impfstoff kann der Schutz des Tieres Monate bis Jahre anhalten. Die Auffrischung muss daher durch regelmäßige Wiederholungsimpfungen erfolgen, um auf diese Weise einen lebenslangen Schutz zu gewährleisten.

 

Wir impfen unsere trächtigen Schafe (Muttertierimpfung) immer 2-4 Wochen vor dem Beginn der Lammzeit. Damit halten wir die Wiederholungsimpfung mit jährlichen Abstand ein und schützen auch jüngste Sauglämmer.

 

Das Mutterschaf bildet als Reaktion auf die Impfung Schutzstoffe (Antikörper) aus, die dann im Kolostrum angereichert werden. Durch die Aufnahme der Muttermilch und der darin vermehrt enthaltenen Antikörper werden die Lämmer dann bereits vom ersten Lebenstag an geschützt (passive Immunisierung).

Die Muttertierimpfung bietet sich vor allem bei solchen Erkrankungen an, die die Lämmer bereits innerhalb der ersten Lebenswochen bedrohen (Lämmerruhr, Breinieren-erkrankung, Pasteurellose). In dieser Zeit haben die Lämmchen nicht ausreichend Möglichkeit, selbst aktiv Schutzstoffe zu bilden.

 

Voraussetzung für einen guten Schutz der Lämmer ist dann jedoch eine ausreichende Aufnahme von Kolostrum (etwa 50 ml/kg Körpergewicht innerhalb der ersten Lebensstunde).

Die so erlangte passive Immunität hält je nach Menge der aufgenommenen Schutzstoffe, Erkrankung, Impfstoff und Infektionslage bis zu 3 Monate an.

 

Da in der Schafhaltung oft mehrere Krankheiten gleichzeitig auftreten können (Pasteurellose, Clostridieninfektionen ), kommen Impfstoffe zum Einsatz, die mehrere Erreger enthalten (sog. Mehrfachimpfstoffe).

 

Unser Tierarzt hatte sich kurzfristig angemeldet und innerhalb von 20 Minuten waren alle trächtigen Schafe geimpft. Außerdem erhielten alle „Schwangeren“ auch Selen, um Komplikationen eines Selen Mangels unter der Geburt und beim Neugeborenen zu umgehen.

 

 

Jetzt kann es losgehen mit dem Lammen. Die Ablammboxen stellen wir am Wochenende und bereits ab 12. 04. könnten die ersten Lämmer kommen.