14.10. 2015

 “Geschniegelt und gestriegelt”

in die neue Saison


Kaum zurück in den warmen Gemächern wurden alle Schafe für die neue Saison „aufgearbeitet“.

D. h. der Schafscherer war gekommen. Wir hatten unsere Schafe vor 3 Tagen fast trocken rein bekommen. Über 2 Tage hatten wir den Heizlüfter angestellt und das Fell war nun trocken wie ein Furz.


Dementsprechend ging es dem Schafscherer leicht von der Hand unsere Wollknäuele in zarte Schäfchen zu verwandeln. Unsere Jüngsten in der Herde waren natürlich aufgeregt, denn diese Prozedur mussten sie das erste Mal über sich ergehen lassen. Nach 2 ½ Stunden war der Zauber vorbei und eine gute zusätzliche Mahlzeit entschädigte für die Aufregung in der Herde.


Alle unsere Schafe sehen wohlgenährt und gesund aus. Keine Überraschung mit vielleicht einer übersehenden Euterentzündung, keine sonstigen Ungereimtheiten.


Draußen haben wir noch keinen kontinuierlichen Frost. Wir müssen keine Bedenken haben, dass es unseren Schafen eventuell zu kalt im Schafstall wird, da wir ihnen ja die Kleidung geraubt haben. Ein zartes Samtmäntelchen tragen alle und in 14 Tagen ist daraus wieder ein blickdichter warmer Mantel geworden.





11.10. 2015 Zu Hause in der warmen Stube


Wir sind froh alle Wollknäule wieder im Stall zu haben. Das Wetter ist bescheiden und auf der Weide ist nichts mehr zu holen. Nun gibt es wieder gutes Futter in den trockenen und warmen Gemächern.


Wir haben die Damen den Wohngemeinschaften gleich so zugeteilt, dass die Schafe zusammen stehen, die von dem selben Bock gedeckt werden sollen. Nur eine Box haben wir gemischt. Diese Damen werden dann zur Deckzeit in die jeweilige Box mit eingestellt, so dass die Böcke nicht von einer Box in die andere wechseln müssen.


Unsere Schafdamen stehen wie folgt zusammen. 

 




In der Box I wohnen Lene, Molly, Flame, Randi, Moni und Kira.




Die Box II wird von Dina, Dora, Merle, Karla, Suse und Marit bewohnt.




Die Wohngemeinschaft der Box III bilden Anna, Fenja, Karo, Hermine und Stine.  

 

 

Die Jüngsten der Herde Camilla, Dalisa, Gretel, Kela, Martina und Reni tummeln sich in der Box IV.

 

 

 

Das erste Futter gab es auch bereits und es ist wie in jedem Jahr, dass die „Kleinen“ Angst haben ihren Kopf zum Fressen durch das Gitter zu stecken.

 

Dalisa, Gretel und auch Martina machen das sehr gut. Dalisa tut so als ob sie damit aufgewachsen ist. Martina hat sich zwischenzeitlich „festgesteckt“ und ist nun etwas zurück haltend es nochmals zu versuchen.

Camilla, Kela und Reni stellen sich ziemlich dumm an. Also gibt es Futter aus dem Eimer, den wir nach innen hängen, so das die Angsthasen nicht durch Gitter müssen.

Sie werden es im Laufe der nächsten Tage lernen,... haben bisher alle gelernt... bis auf Flame.

 

Flame ist nun 1 Jahr alt und stellt sich immer noch so dumm an. Ihr muss man das Futter vor die Nase halten damit sie sich seicht nach vorne durchs Gitter neigt. Das Kraftfutter gibt es aus einem kleinen Behältnis, welches in Augenhöhe außen am Gitter gereicht wird. So muss sie mit dem Kopf hindurch, aber braucht nicht runter zu gehen. Wir hoffen mit viel Geduld, es ihr endlich so bei bringen zu können, dass sie die Angst verliert. Mal sehen wie lange sie noch braucht. 

 

In diesem Jahr beginnen wir mit der Deckzeit früher als sonst in den Jahren. Reni  wäre uns im Mai aufgrund der Kälte und des vielen Regens fast erfroren. Wir wollen das Risiko, dass die Lämmer nur ein paar Tage alt raus kommen, nicht mehr eingehen.

 

Dem entsprechend kommen Torben und Holger wahrscheinlich ab dem 20. November in die Gemächer der Damen. Damit sind die letzten Lämmer wenigsten 14 Tage alt, wenn es im Frühjahr raus geht. Die Deckzeit bleibt wie auch in den letzten Jahren auf 3 Wochen begrenzt. 

 

So, nun hoffen wir auf eine ruhige Winterzeit ohne Probleme.