21.01. 2016

 

Kontrolle vom Mattilsyn

 

 

 

 

 

Seit mehreren Wochen hatten wir mit der staatlichen Aufsicht für Viehhaltung und Tierproduktion über einen Besichtigungstermin auf unseren Hof verhandelt. Diese Institution hat die Kontrollpflicht für alle Bauernhöfe oder andere Einrichtungen die mit der Tierproduktion oder Verarbeitung von Tieren/Tierprodukten zu tun haben.

 

Vor bereits 3 Jahren hatten wir Besuch von einem Komitee, was unserem Hof eine hervorragende Gesamtbewertung attestierte.

 

Am letzten Donnerstag standen sie dann endlich, für uns unerwartet und nicht abgesprochen, vor unserem Tor. Dieses Mal sollte es allein um die Schafhaltung gehen.

Aber wie auch beim letzten Mal, gab es nichts zu bemängeln.

 

Sie meinten nur, dass es toll anzusehen ist, wie unsere Schafe zufrieden in ihrem Schafstall stehen. Es ist hell, warm und trocken. Jedem Tier steht ausreichend Platz zur Verfügung. Es gibt Beschäftigungsmaterialien („Knabberzweige“ mit Schafglocken hängen von der Stalldecke, „Schubbelbalken“ sind an den Seitenwänden befestigt) für die Tiere, was die beiden Kontrolleure bislang in keinem anderen Stall vorgefunden haben.

Alle Schafe sind wohlgenährt, bekommen Heu mit hoher Qualität und haben immer Zugang zu frischem Wasser. Selbst unsere beiden Böcke sind Teil der Gesamtherde und haben Kontakt mit den Schafdamen über die ganze Zeit, wo die Herde im Stall sich befindet. Das ist keinesfalls die Regel.

Oft stehen die Böcke in einem dunklen Extraverschlag, fern von jedem Kontakt mit Gleichgesinnten. Sie werden oft als ein notwendiges Übel gehalten, was sich meist auf die Gesundheit nieder schlägt.

 

Im letzten halben Jahr wurden in unserer Gegend aufgrund der Beurteilung durch das Mattilsyn zwei Schafställe aufgrund inakzeptabler Lebensbedingungen für die Schafe, geschlossen. 

Gut so, dass diese Kontrollgänge nicht nur abgehakt werden, sondern es auch Konsequenzen für die Bauern hat, wenn die Bedingungen für die Tiere nicht ausreichend gut sind. 

 

Zu guter Letzt gingen die beiden Männer mit einem Lächeln von unserem Hof. Sie meinten nur, dass es gut tut zu sehen, wie man auch Tierhaltung betreiben kann und sie den Tag mit einem so positiven Erleben, abschließen zu können.

In so einem Stall wie dem Unsrigen waren sie vorher noch nie gewesen.

Ein Paradies auf Erden für alle Schafe.