19.10. 2014 Die Gemächer sind verteilt

 

Heute haben wir unsere beiden Böcke Holger und Torben nach Hause geholt.

 

Das Anfüttern mit Kraftfutter hatte die beiden Herren willig gemacht und sie folgten dem klappernden Eimer bedingungslos auf den Pferdehänger. Jetzt stehen sie zusammen mit den anderen Schafen im Stall und lassen sich für die nächsten 7 Monate bedienen. Allerdings ist es nichts mit dem Herumziehen im Stall. Die Herren haben jeweils eine Einzelbox und die Damen stehen in kleinen Gruppen in der Gemeinschaftsbox zu beiden Seiten der Herrengemächer.

 

Fips, Rosa, Karla, Colli, Merle und Fenja

...

stehen zusammen in der ersten Box,

links vom Eingang, Box I.

 

 

 

Tria, Lene, Dala, Maila, Grethe und Merete

 ...

stehen den Damen

der Box I gegenüber,

in Box II.

Die „Küken“ der Herde befinden sich in den beiden hinteren Boxen III und IV. Dazwischen haben jeweils die Herren ihre Gemächer. 

 

 

 

In diesem Jahr steht Torben links,

also zwischen Box I und III. 

 

 

Holger

steht in der „Fensterbox“

zwischen den Damen der Box II und IV.

 

 

 

In der Box III sind

...

 

Karo, Kira, Moni, Molly, Hermine, Randi und Flame. 

Box IV besetzten

...

Anna, Stine, Suse, Marit, Dora, Dina

und als Älteste der Truppe, Kathrin,

ein Lamm vom letzten Jahr. 

Wir haben in diesem Jahr 2 Schafe mehr einstehend, da die Herde im Umbruch ist. Fast alle älteren Damen haben uns verlassen und mit den 13 Lämmern von diesem Jahr haben wir eine „Verjüngungskur“ der Herde ins Rollen gebracht. Im kommenden Jahr wollen wir alle Lammmädchen behalten, die von Rosa oder Fips abstammen umso nochmals junges Blut rein zubekommen.

 

Zur Zeit ist es noch etwas unruhig im Schafstall. Für die Lämmer ist es ein völlig neues Erleben mit dem Stehen auf Streckmetall und der Begrenzung durch das Gitter. Das ein oder andere Lamm traut sich nicht den Kopf durch das Gitter zu stecken um sein Futter aufzunehmen, so dass wir wie in jedem Jahr das Futter teilweise mit dem Eimer reichen. Bei den Schafen, die die Zeit im Schafstall bereits mehrere Male erlebt haben, gibt es keine Probleme. Die haben sich inzwischen auf die Stallhaltung eingestellt und warten mehr oder weniger geduldig auf die täglichen Fütterungen.

In den Boxen hängen jeweils von der Decke ein schwerer Baumstamm mit einer Glocke. So haben die Damen etwas Beschäftigung.und können ihrem Knabberdrang und ihrer Neugier nach gehen. Wenn der Schafscherer in ein paar Wochen da war, kommen wieder die Zweige hinzu, so dass es immer etwas zu entdecken gibt. Durch die Glocken, die klingen, wenn ein Schaf am Baumstamm spielt, ist auch immer etwas eigen komponierte „Schafmusik“ zu hören.

 

Na, ja jedenfalls sind wir froh wieder alle daheim zu haben. Jetzt kann der Winter kommen. Unsere Tiere stehen trocken und warm. Futter haben wir auch reichlich eingelagert. Wir müssen nicht sparen und können hier oder da auch mal eine Extramahlzeit anbieten.

 

Unser Alltag sieht nun wieder etwas anders aus. Er ist zeitlich streng strukturiert und lässt so gut wie kein ausweichen zu. Aber so ist das nun mal, wir haben die Verantwortung für unsere Tiere übernommen und müssen so lange wie sie bei uns sind, unseren Tagesablauf nach ihnen ausrichten. „Ich habe heute keine Lust“, gibt es nicht.