12.05. 2015

 

 

Grethe

…es ist vollbracht

 

 

 

 

Grethe ist unsere letztes Schaf in diesem Jahr, was sich nicht zur Geburt ihrer Lämmchen durchringen kann. Wir warten seit Tagen, dass es endlich los geht. Gestern Abend stand sie wie immer etwas abseits in ihrer Box, aber es waren keine Vorzeichen einer anstehenden Geburt zu erkennen. Sie fraß wie immer und nur die Atemfrequenz hatte sich etwas erhöht. Beim Rundgang um 01:20 Uhr war ebenfalls alles ruhig und so entschlossen wir uns gegen 05:30 Uhr wieder in den Schafstall zu gehen. Und da war es bereits vollbracht. Grethe hatte Zwillinge geboren. Das eine Mädchen stand bereits auf seinen 4 Beinchen und versuchte an die Milchstation zu gelangen. Das andere Lamm lag auf dem Stroh und Grethe leckte es eifrig. Und nun sahen wir die Bescherung. Dieses lamm zeigte keine Lebenszeichen. Grethe war sichtlich um ihre zweite Tochter bemüht, allerdings ohne Erfolg.

Ja, das war allerdings kein guter Abschluss für unsere diesjährige Lammzeit. Aber wir können es nicht ändern und müssen es nehmen wie es ist. Doch traurig sind wir schon. Grehtes Zweitgeborene haben wir unter eine Pappel im Wald begraben. Wie auch alle anderen totgeborenen Lämmer in diesem Jahr bekommt sie keinen Namen, so dass sie ungebunden zu den anderen Lämmchen in den Schafhimmel hinüber treten kann.

Grethes erstgeborene Tochter ist ein fast völlig schwarzes Lämmchen. Lediglich ein weißes Dreieck auf dem Kopf zeigt, dass sie ein Blesse-Schaf ist. Die Kleine ist Gott sei Dank ein sehr aktives und munteres Lamm. Grethe kümmert sich rührend um ihre Tochter.

Wir wünschen Grethe und Gretel, so heißt die Kleine, einen guten Sommer hier auf unseren Weiden.

 

Gretel wird eines der Lämmer sein, die in diesem Jahr bei uns bleiben und nicht im Herbst zur Schlachterei gehen. 

 

 

 

 

10.05. 2015

 

Lene … weiß, ja weiß sind alle meine ...

 

 

 

Lene ist bereits das dritte Mal trächtig und alle Geburten waren bislang unkompliziert. In diesem Jahr erwarteten wir es ebenso von Lene und warteten mit Spannung auf Lenes Lämmer. Den Kreißsaal hatte sie bereits bezogen. Auch gestern Abend fraß sie reichlich und nichts erweckte den Anschein, dass es über Nacht zur Geburt kommt.

 

Beim Rundgang gegen 02:00 Uhr kratzte sie im Stroh und legte sich immer wieder nieder. Klar, jetzt hatte sie endlich Wehen und heute sollten ihre Lämmer kommen. Gegen 07:00 Uhr kam es zum Blasensprung und nur 20 Minuten später gebar sie problemlos ihren ersten Sohn. Der kleine Mann hat eine weiße Blesse, die über der Nasenwurzel schmaler wird, aber über die kleine Schnute nach unten zum Hals und dann weiter als schmale weiße Krawatte ausläuft. Lenes Sohn trägt an den Hinterläufen zwei weiße Stiefel und an den Vorderläufen zwei weiße Schuh. Auf der Nasenspitze hat er einen schwarzen Punkt. Er sieht richtig lustig aus mit seiner Zeichnung. Lene, inzwischen eine erfahrene Mutter, nahm ihren Sohn liebevoll an und versuchte das muntere Kelchen trocken zu lecken. Für Wehen hatte sie keine Zeit, denn der kleine Mann wollte einfach nicht still stehen.

 

So gegen 08.00 Uhr dann wieder die ersten Kontraktionen. Lene legte sich ab und begann zu pressen. Tja, aber am Scheidenausgang zeigte sich nichts. So entschlossen wir uns vorsichtig in der Scheide zu tasten und es zeigte sich ein Beinchen in der Scheidenmitte. Und wo war der Rest? Wir tasteten uns voran und wir kamen mit den Fingerspitzen an einen Popo und einem angewinkelten linken Beinchen. So konnte das Lamm nicht geboren werden und deshalb holten wir das Bein in Strecklage. Mit unserer Hilfe und Lenes intensiven Pressens kam ein völlig weißes Lamm auf die Welt. Viele Jahre haben wir gewartet auf ein weißes Lamm und nun binnen weniger Stunden, hatten wir zwei bekommen. Dala gebar ihre weiße Tochter nur 5 Stunden vor Lene.

Alles war gut. Lene kümmerte sich um ihren zweitgeborenen Sohn und wir waren zufrieden, dass es so ohne große Probleme lief.

 

Beide Böckchen sind wohlauf und Lene liegt inzwischen entspannt neben ihren Söhnen. Die erste Milchration gab es bereits.

Wir wünschen Lene und ihrem Schwarz-Weiß-Duo einen schönen Sommer auf Espetveit. 

 

 

 

10.05. 2015

 

Dala 

 

, ... nicht immer sind alle guten Dinge Drei

 

 

Dala steht bereits seit mehreren Tagen im Kreißsaal. Wir haben genügend Platz und so sollte sie Ruhe vor den "wilden Lämmern" der bereits entbundenen Schafdamen haben.

Gestern Abend zeigten sich erste Zeichen der anstehenden Geburt.

 

Dala fraß nur mäßig und legte sich mit nach hinten gezogenen Ohren ab. Beim nächtlichen Rundgang so gegen 02:30 Uhr verhielt sie sich ruhig, Wehen ja, aber noch kein Blasensprung. Um 03.00 Uhr begann sie erstmals zu pressen und mit dem Blasensprung gebar sie ein völlig weißes Mädchen aus Schädel-Fußlage ganz unkompliziert. Wir hatten die ganzen zurückliegenden Jahre auf ein weißes Lämmchen gewartet ... und da war es endlich. Die Kleine bekam gleich ihren Namen verpasst, nämlich Dalisa, passend zum Namen ihrer Urgroßmutter Lisa, die ebenfalls ein weißes Schaf war. Dalas Tochter war fit wie ein Turnschuh und schlich sofort um ihre Mama um an die Milchstation zu kommen.

Doch Dala hatte nicht viel Zeit sich um ihre Erstgeborene zu kümmern.

 

Bereits 15 Minuten nach der ersten Geburt kam es erneut zum Blasensprung und um 03:20 Uhr gesellte sich ein weiteres Mädchen hinzu. Die kleine Maus kam völlig unkompliziert aus regelrechte Lage auf unsere Welt. Die weiße Blesse zieht sich über den Kopf auf das rechte Ohr. Sie trägt einen breiten weißen Latz, einen weißen Stiefel hinten links und am rechten Vorderfuß läuft sie auf einer weißen Sohle. Der Schwanz ist zu 2/3 weiß. So wie ihre Schwester ist sie ein aufgewecktes Mädchen und schwuppdiwupp stand sie auf ihren 4 Beinchen. Dala hatte gut zu tun diesem Wirrwarr in der Box gerecht zu werden.

 

Tja und als ob Zwillinge nicht genug sind, begann Dala wieder zu pressen. Um 04:30 Uhr gebar sie ein weiteres Mädchen was allerdings keine Lebenszeichen zeigte. Warum dieses Lamm tot geboren wurde, können wir nicht verstehen. Es war alles völlig unauffällig, kein langer Geburtsverlauf, keine vorzeitige Lösung des Mutterkuchens und eine völlig normale Geburt... und trotzdem leblos. Gut, nicht immer ist zu verstehen was die Natur bestimmt.

Wir haben Dalas kleine Tochter im Wald unter einer großen Tanne begraben. Sie ist inzwischen sicher schon im Schafhimmel.

 

Dala hatte im letzten Jahr eine beginnende Euterentzündung, die wir unserer Meinung nach erfolgreich behandelt haben. Jedenfalls konnten im letzten Jahr beide Lämmer an beiden Seiten nach der Antibiotikabehandlung trinken und das Euter war völlig unauffällig.

Jetzt zeigt sich dass die rechte Zitze sich nicht mit Milch füllt. Auch mit Manipulation ist dem Euter auf dieser Seite keine Milch zu entlocken. Jetzt hoffen wir, dass eine Zitze für die beiden Mädels genug ist und sie schnell lernen auf welcher Seite sie Milch bekommen.

Außerdem müssen wir aufmerksam sein, ob Dala neben einem Milchstau auch Symptome der Entzündung zeigt. Dann muss sie wieder eine Penizillinbehandlung bekommen, solange sie im Stall ist.

 

Tja, wir meinten es gut mit ihr und gaben sie nicht zur Schlachterei im letzten Jahr. Aber diese Entscheidung war einfach falsch. Gefühle haben hier keinen Platz um Entscheidungen zu fällen. Wir haben wieder mal etwas dazu gelernt.  

Wir drücken dem Damenteam die Daumen, dass sie mit einem blauen Auge davon kommen, … und zwar alle Drei.  

 

 

 

            08.05.2015

 

 

Rosa mit Troika Nummer Zwei

 

Rosa war 2009 das erste Mal trächtig.

Leider meinte das Schicksal es damals nicht so gut mit ihr.

 

Ihr kleiner Sohn ging am zweiten Lebenstag allein auf Tour und fand auf dem Rückweg nicht in die richtige Box. Er stattete den Schafböcken einen Besuch ab und das überlebte er nicht. Wir hatten versucht zwei andere Lämmchen die ohne Mama waren, Rosa „unter zu jubeln“ , aber das gelang uns nicht. Eine Schafmutter nimmt keine fremden Lämmer an auch nicht an kindesstatt. Max und Maxi kamen dann letztendlich in den Lammkindergarten auf Espetveit.

 

Die Trächtigkeiten und Geburten in den folgenden Jahren verliefen unkompliziert.

Rosas Tochter vom letzten Jahr, Randi ist inzwischen eine ansehnliche junge Dame in der Herde. Da Rosa bereits 2008 geboren ist, sollte die augenblickliche Trächtigkeit ihre letzte werden. Wir rechneten mit Zwillingen.

 

Am Nachmittag so gegen 15:30 Uhr hatte der Schleimpfropf sich gelöst und Rosa stellten wir in den Kreißsaal.

Gegen 15:00 Uhr stellten sich dann die ersten sichtbaren Wehen ein. Endlich um 16:00 Uhr der Blasensprung mit klarem Fruchtwasserabgang. Um 17:00 Uhr begann Rosa zu pressen und gegen 17:30 Uhr gebar sie unkompliziert einen kleinen Jungen aus regelrechter Schädel-Fußlage.

Rosas Sohn besitzt die gleiche Zeichnung am Kopf wie seine Mama. Er trägt hinten zwei weiße Stiefel und vorne rechts eine weiße Stiefelette. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. Er war sofort bemüht auf seine Beinchen zu kommen doch Rosa mit ihrem Mutterinstinkt schubste ihn immer wieder um, da sie sich bemühte das quirlige Kelchen trocken zu lecken. Beide verständigten sich mit Ruflauten und es war beruhigend wie sicher Rosa mit ihrem Erstgeborenen umging. Aber wir erwarteten ja Zwillinge.

 

40 Minuten nach der ersten Geburt gebar Rosa ihren zweiten Sohn. Der Kleine hat ebenfalls Mamas Zeichnung am Kopf. Das weiß ist in seiner Ausprägung etwas geringer als bei seinem Bruder. Die kleine Nasenspitze hat einen schwarzen Punkt und dadurch ist er gut von seinem Bruder zu unterscheiden. Er trägt hinten zwei weiße Söckchen und der Schwanz ist ebenfalls zur Hälfte weiß. Auch er stand nach nur wenigen Minuten auf seine 4 Beinchen und beide Brüder fanden mit Hilfe gleich die Milchstation. 

 

Doch Rosa wollte nicht aufstehen und da wussten wir, dass sie noch ein Lamm trägt. Und so war es auch mit wenigen Presswehen gesellte sich um 18:35 Uhr zu den beiden Brüdern noch ein Mädchen. Auch Rosas Tochter sieht am Kopf aus wie ihre Mama. Sie unterscheidet sich von ihren Brüdern dadurch, dass die weiße Blesse auf der Nase in Richtung Nasenwurzel leicht ausläuft. Die kleine Maus hat auf sonstigen weißen „Schmuck“ verzichten. Sie trägt ein schlichtes schwarzes Kleid bis in die Fußspitzen. Nur das kleine Schwänzchen ist wie bei ihren Brüdern zur Hälfte weiß. 

 

Man waren wir froh, dass alle Drillinge so unkompliziert auf die Welt kamen. Rosa war sichtlich erschöpft und wir reichten ihr das erste Futter im Liegen.

 

Inzwischen sind die quirligen Drillinge mehrmals an Mamas Milchstation gewesen und haben die wichtige Vormilch zu sich genommen.

 

Wir wünschen Rosa und ihren Lämmern eine tolle Zeit hier auf Espetveit.

Wir drücken der kleinen Familie die Daumen, dass sie von jeglichen Problemen verschont bleibt.

Rosa war immer eine verantwortungsvolle, liebe Mama, … sie hat sich einen schönen Sommer mit ihrer „Troika“ verdient.  

 

 

 

 

04.05. 2015

Tria

 

 

Tria ist 2008 geboren und diese Schwangerschaft soll ihre letzte sein.

 

Vor 2 Jahre gebar sie Drillinge und im letzten Jahr blieb sie leer.

Heute bei der Abendmahlzeit fraß sie nur mit Unlust ihr Futter und stellt sich abseits ihrer beiden Mitbewohnerinnen. Die flanken hatte sich diskret gesenkt, also ging es ab in den Kreißsaal.

Hier begann sie intensiv zu scharren aber es dauerte alles eine Ewigkeit. Wir waren ständig auf Kontrollgang, aber Tria vermittelte nicht den Anschein ihr erstes Lamm in nächster Zeit zu bekommen. So gegen 23:00 Uhr zum Blasensprung kam und um 23:45 Uhr gebar sie völlig unkompliziert einen kräftigen Jungen aus vollkommener Schädel-Fußlage. Der kleine Mann war putz munter. Er trägt eine ausgeprägte weiße Blesse, die über der Nasenwurzel etwas schmaler wird. Hinten links läuft er mit einem langen weißen stiefel und vorne rechts hat er eine weiße Gamasche an. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. Tria nahm ihren Sohn liebevoll an, leckte ihn intensiv trocken und sparte auch nicht mit „Knodderlauten“. Dennoch tat er sich mit den ersten schlucken der kostbaren Muttermilch schwer, so dass wir ihm 50 ml Kolostrum von seiner Mama über die Sonde applizierten.

Tja und dann haben wir auf das zweite Lamm gewartet. Nach 2 Stunden Wartezeit ging es an die Untersuchung. Da wir nichts intrauterin zu tasten. Tria hatte sich in diesem Jahr für ein Lamm entschieden. Auch gut.

Nun haben die Zwei ausreichend Zeit sich aneinander zu gewöhnen.

Sie sollen ihren Sommer hier auf den Wiesen Espetveits in vollen Zügen genießen.

Es wird für Tria der letzte Sommer sein.

 

 

 

03.05. 2015

 

Angsthase Merete

 

Merete ist ein Schaf was 2013 geboren wurde.

Sie ist in diesem Jahr das erste Mal trächtig und wir rechneten mit Zwillingen.

 

Sie ist sehr ängstlich und allein das Betreten der Box löst regelrecht Panik in ihr aus.

 

Uns so war es nicht einfach sie gestern Abend aus der Gemeinschaftsbox in den Kreißsaal zu bugsieren. Nur mit Ziehen und Schieben konnten wir sie endlich nach der Abendmahlzeit in den Kreißsaal bringen. Merete hatte nicht gefressen und sah nach einer baldigen Geburt aus.

 

Allein im Kreißsaal rief sie erbärmlich nach ihren Mitbewohnerinnen. Obwohl doch Merle direkt neben ihr in der Box stand, fühlte Merete sich ziemlich allein. Sie war so mit dem Schreien beschäftigt , dass sie es vergaß zu scharren und auch der Blasensprung um 21:30 Uhr ging unregistriert an ihr vorüber. Erst so gegen 23:00 Uhr wurden die Wehen kräftiger und sie legte sich hin und wieder ab und begann zu pressen. Tja, und wie konnte es anders sein beim Fortschreiten der Geburt zeigte sich eine reine Schädellage des Lamms. So mussten wir mal wieder helfen.

 

Einen Vorderlauf hervor gezogen, was nicht so einfach war. Dann, als Merete erneut presste, zogen wir wehensyncron am Beinchen und am Kopf. Doch das Lamm wollte einfach nicht folgen. Wir mühten uns sehr und nach mehreren Versuchen wurde endlich ein großer Junge geboren. Der kleine Bock hat eine unterbrochene weiße Blesse und an allen vier Füßchen weiße Gamaschen. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. Obwohl es eine Strapaze war für alle, war das kleine Kelchen recht munter und antwortete auf die Rufe seiner Mutter prompt. Merete war geschafft und zunächst nicht in der Lage sich zu erheben, doch sie leckte dennoch intensiv ihren Sohn trocken. Den kleinen Kerl legten wir an das Euter und er zog kräftig die erste Muttermilch in seine kleine Schnute.

 

Gegen 00:15 kam es erneut zum Blasensprung. Auch eine halbe Stunde später war kein vorangehender Teil äußerlich sichtbar. Das war uns nicht geheuer, denn die Erfahrungen der Vergangenheit machte uns kritisch, wenn das erste Lamm nur mit unserer Hilfe geboren werden konnte. Also entschlossen wir uns früh zu untersuchen. Und das war richtig so.

 

Das zweite Lamm lag in vollkommener hinterer Fußlage. Im Prinzip ist diese Lage geburtsfähig. Aber nach Extraktion des ersten Lamms beschlossen wir nicht länger zu warten. An beiden Beinen vorsichtig gezogen und nochmals orientiert , dass es sich wirklich um eine hintere vollkommenen Fußlage handelt, zogen wir kräftig an den Hinterläufen und Merete gebar ihren zweiten Sohn. Der Kleine hat fast eine identische Zeichnung am Kopf wie sein Bruder. Allerdings fehlen ihm die weißen Gamaschen an den Beinen und sein kleines Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. Trotz dieser zwei sehr schweren Geburten kümmerte sich Merete intensiv um ihre Jungen. Rufen, trocken lecken und immer wieder Kontakt suchend versuchte sie eine Beziehung aufzubauen. Beide Lämmchen haben wir an die Milchstation gelegt und Merete duldete dieses ohne Abwehrreaktion.

Inzwischen haben alle Drei sich etwas ausgeruht und mit dem Trinken bei Mama klappt es von ganz allein.

 

Nun drücken wir Merete und ihren beiden Jungen ganz fest die Daumen, dass die Strapazen nun ein Ende haben und sie eine schöne Zeit gemeinsam auf der Weide verbringen. 

 

 

 

 

 

02.05. 2015

 

 

Merle bekommt ein Zwillingspärchen

 

 

 

 

 

Heute am Morgen verschmähte Merle das Kraftfutter. Sie hielt sich abseits und war mehr oder weniger an ein paar Halmen Heu interessiert. Die Flanken hatten sich etwas gesenkt, so dass für uns klar war, sie wird heute ihre Lämmer gebären. Damit ging Merle ab in den Kreißsaal.

 

Sie verhielt sich sehr ruhig und um 12:30 Uhr kam es zum Blasensprung. Und dann vergingen gut 2 Stunden bevor am Scheidenausgang ein vorangehendes Teil erkennen konnte. Sie presste aber es ging nicht vorwärts. Tja, da stimmt was nicht und so entschlossen wir uns zur Untersuchung. Am Scheidenausgang lag die kleine Schnute voran und von den Vorderbeinen war keine keine Spur zu tasten. So konnte natürlich das Lamm nicht geboren werden. Schnell sterile Handschuhe angezogen und vorsichtig erst einen Fuß , dann den zweiten Fuß , die sich vor der Brust überkreuzt hatten, hervor luxiert. Nun an beiden Beinen gezogen und das Köpfchen dabei geschient, so dass es nicht nach hinten schlagen konnte. Wir zogen kräftig und letztendlich gebar Merle ein großes Mädchen. Die Kleine war zunächst etwas geschafft von der geburtshilflichen Prozedur, aber erholte sich schnell. Merle nahm ihre Tochter liebevoll an, leckte und rief sie intensiv.

Das kleine Mädchen hat eine auf dem Nasenrücken unterbrochene weiße Blesse. Die Blesse endet kurz vor der Nase und sieht dort wie ein kleiner Halbmond aus. Hinten am linken Füßchen trägt sie eine weiße Socke. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. Wir haben sie sofort an Mamas Milchbar angelegt und sie nahm die ersten Schlucke gierig zu sich.

 

Merle lag eine ganze Weile, denn die Aktion hatte sie doch ganz schön beeinträchtigt. Nach mehr als einer halben Stunde begann sie erneut zu scharren. Uns war klar, dass es sicher ein zweites Lamm geben wird. Eine Ewigkeit ging ins Land und nichts geschah. Merle hatte ab und zu eine Presswehe, aber es war kein Vorankommen zu erkennen. Wieder mussten wir untersuchen und wir fanden wie beim ersten Lamm eine reine Schädellage. Die ganze geburtshilfliche Prozedur wiederholt und das zweite Lamm heraus gezogen.

 

Dieses Mal war es ein Junge und der war total fit. Er hat eine ähnliche Zeichnung wie seine Schwester in Form einer unterbrochenen weißen Blesse. Er trägt eine weiße Socke am rechten Hinterlauf und das kleine Schwänzchen ist ebenfalls zur Hälfte weiß. Der kleine Mann suchte sofort nach der Milch und so verhalfen wir ihm so lange Mama Merle noch lag, zu seinen ersten Schlucken. 

 

Inzwischen stehen alle Drei im Kreißsaal auf eigen vier Beinen. Merle braucht sicher eine Weile um sich von dieser anstrengenden Geburt zu erholen.

 

Merle`s Tochter soll Martina heißen und ihren Sohn , werden wir Manuel nennen.

Die beiden Zwillinge haben in Merle eine gute Mutter.

Wir wünschen der kleinen Familie alles Gute für die Zukunft.