27.04. 2015

 

Heute ist ein trauriger Tag

 

Heute hat der Tag für uns traurig begonnen.

 

 

 

Um 06:30 Uhr haben wir Fenja von einem toten Jungen entbunden. Es war ein großes kräftiges Lämmchen, allerdings ohne Lebenszeichen. Das hat uns natürlich sehr nieder geschlagen.

Am Abend zuvor gebar Fenja mit unserer Hilfe bereits einen kräftigen Jungen. Der Kleine lag zwar in richtiger Lage, aber er war zu groß, so dass Fenja ihn allein nie hätte gebären können.

 

Wir hatten sie nach der Fütterung am Abend in den Kreißsaal verfrachtet. Sie hatte deutlich Wehen und das tat sie lautstark kund.

Es gibt Schafe, die ohne einen Muks gebären, doch Fenja gehörte nicht dazu. Sie ist die Tochter von Fips und ihr Papa Hänschen war ein kräftiger , aber kurzbeiniger Bock. Und sie kommt sehr nach ihrem Vater. Zum Ende der Trächtigkeit war Fenja kugelrund und wir rechneten mit 2 kleinen oder einem kräftigen Lamm.

 

Gestern am 26.04. kam es um 19.00 Uhr zum Blasensprung und nachdem sich in 2 Stunden Presswehen kein Geburtsfortschritt zeigte, entschlossen wir uns zu helfen. Um 22:23 gebar sie endlich ihren ersten Sohn. Sie nahm ihn liebevoll an obwohl es für Fenja die erste Trächtigkeit war. Sie verhielt sich wie eine erfahrende Mutter. Das Anlegen ging problemlos und der kleine Mann verschlang gierig die Muttermilch. Eine Stunde nach der Geburt trank Fenja reichlich Wasser, nahm Heu zu sich und legte sich zu ihrem Sohn.

 

O.k., dachten wir, dann ist es wirklich nur ein großes Lamm und nicht zwei. Sohn und Mutter lagen ruhig nebeneinander und wir verließen den Stall.

 

Heute Morgen gegen 06:00 Uhr zur ersten Morgenrunde sahen wir, dass die Plazenta noch nicht gekommen war. Also stimmt was nicht, vielleicht doch ein zweites Lamm ?

Sterile Handschuhe angezogen und Fenja gehalten zur Untersuchung.

 

Und da war es das zweite Lamm. Es lag in Hockstellung mit dem Po in Richtung Scheidenausgang. Die beiden Füßchen waren in gleicher Höhe. Fenja hatte keine Wehen und so mussten wir das zweite Lamm unter extremer Kraftanstrengung extrahieren. Tja, aber unsere Hilfe kam zu spät. Das große kräftige Böckchen zeigte keine Lebenszeichen. Kräftiges Rubbeln, Thoraxmassage und auch das Einblasen von Luft brachten die Lebensgeister nicht zurück.

So ein Scheiß...!!! Wir hatten auch in diesem Jahr ein Lamm unter der Geburt verloren.

 

Vorwürfe..., na klar machen wir uns die. Aber das bringt uns Fenjas Sohn nicht zurück.

Wenn wir uns sicher gewesen wären, dass es zwei Lämmer sind, hätten wir sicher nach spätestens 2 Stunden nach der Geburt des ersten Lämmchens untersucht, klar. Aber wir waren uns nicht sicher und dem Verhalten Fenja nach der Geburt des ersten Lamms, war sie mit dem Ablammen fertig.

Aber so ist das mit den allgemeinen Zeichen.

Es ist beim Menschen wie beim Schaf,... jeder hat seine individuelle Situation und es ist nicht einfach herauszufinden, was wohl in der Situation gerade das Richtige oder das Falsche ist.

 

Fenjas Erstgeborener,  Floki ist ein hübsches kräftiges Böckchen. Er hat ein weißes Dreieck auf dem Kopf und einen weißen Kringel um die Nase. Das Schwänzchen hat am Ende eine ca. 4 cm lange weiße Spitze. An den Hinterläufen trägt er weiße Kringel und das linke weiße Vorderbein hat einen weißen Strumpf. Außerdem trägt er eine weiße Schleife um den Hals. Er ist putzmunter und findet inzwischen den Weg zur Milchstation alleine. Fenja ist eine liebe, geduldige und fürsorgliche Mutter.

 

Fenjas Zweitgeborenen haben wir unter einer großen Pappel im Wald begraben. 

Er bekommt keinen Namen hier auf Erden.

So kann er völlig ungebunden im Schafhimmel aufgenommen werden kann. 

Er ist sicher schon da oben angekommen.

 

 

 

 

23.04. 2015

 

 

Colli hat das große Los gezogen, ... unsere erste Troika ist angekommen

 

 

Unsere Colli ist das vierte Mal trächtig und so „ausladend“ wie in diesem Jahr war sie noch nie. Wir rechneten mit Drillingen.

Am Abend nahm sie kein Fressen zu sich und so stellten wir sie in einen frisch gerichteten Kreißsaal. Sie begann sofort das Stroh so hinzu schieben, wie sie es als richtig empfand und es wurde gescharrt und gescharrt.

 

Endlich, um 22:30 kam es zum Blasensprung. Doch das Lamm ließ auf sich warten.

Um 23:10 Uhr untersuchten wir. Das, was sich zeigte, war nicht gut. Der Kopf hatte sich voran geschoben und hing im Geburtskanal fest. Es waren keine Beinchen zu sehen bzw. zu tasten. Es war eine reine Schädellage, die eine normale Geburt nicht zu lässt. Colli hatte sich abgelegt und die lange Wehenzeit , hatte sie geschwächt. So versuchten wir den Kopf zurück zu schieben um an ein Bein zu kommen. Dabei mussten wir aufpassen, dass der Kopf nicht vollständig aus dem Geburtskanal verschwindet. Das hätte zwar zu viel Platz geführt um an ein Bein zu kommen, aber auch den Kopf in die Situation gebracht zur Seite zu kippen und in eine Deflexionslage zu gelangen. Und das ist noch eine viel kompliziertere Lage als wir sie im Augenblick vor fanden.

Also alles ganz vorsichtig mit Fingerspitzengefühl. Es war nicht so einfach aufgrund des engen Geburtskanales ein Bein neben den Kopf zu ziehen. Letztlich holten wir das rechte Bein hervor und schienten dabei den Kopf. Nun hatten wir eine Situation wo wir sowohl am Bein als auch am Kopf ziehen konnten. Wir extrahierten einen kleinen Bock , der von der ganzen Prozedur doch sichtlich beeinträchtigt war. Er lebte und Colli hatte endlich ihr erstes Lamm. Der kleine Mann brauchte eine ganze Weile um in Gang zu kommen. Doch Colli ist eine erfahrene fürsorgliche Mama und „ mit Geduld und Spucke“, hob das Lämmchen endlich seinen Kopf. Er hat eine durchbrochene weiße Blesse und der Schwanz ist zur Hälfte weiß. Wir legten den kleinen Mann an Mamas Milchbar und die ersten Schlucke nahm er mit großem Appetit.

 

Tja, aber weiter tat sich nichts bei Colli. Keine Wehen. Sollten wir so falsch liegen mit unserer Vermutung von Drillingen. Es war bereits nachts um 02:30 Uhr und Colli lag zufrieden neben ihrem Sohn Cedrik. Sie trank etwas Wasser und kaute etwas frisches Heu. Kraftfutter wollte sie nicht und die Plazenta hing auch noch fest.

Wir ließen sie einfach zufrieden und zogen uns ein paar Stunden zurück ins Bett.

 

Früh am Morgen ging es wieder raus. Unser erster Gang führte uns in den Schafstall zu Colli. Da stand sie nun weiterhin mit Eihäuten aus der Scheide hängend und hatte nichts von dem ihr angebotenen Kraftfutter gefressen. Nun blieb uns gar nichts weiter übrig als die langen sterilen Handschuhe anzuziehen und zu untersuchen. Und da hatten wir die Lösung des Rätzels an den Fingerspitzen. Ein zweites Lamm lag in reiner Steißlage in Richtung Geburtskanal, jedoch ohne dass man den Eindruck hatte, es drängt sich vorwärts. Wir hatten lange genug gewartet und Colli brauchte Hilfe. Also vorsichtig erst das eine Beinchen hervor gezogen und in Richtung Geburtskanal positioniert. Das selbe Geschehen mit dem zweiten Bein und nun wurde gezogen. Wir schenken Colli einen zweiten Jungen, den sie ohne unsere Hilfe nie allein geboren hätte. Etwas mitgenommen wirkte er schon, aber eine gute Herzfrequenz und spontane regelmäßige Atmung ließen uns ruhiger werden.

 

Da wir ja den Verdacht auf Drillinge hatten gingen wir nach der Extraktion aus Steißlage nochmals ein in die Scheide um auszuschließen, dass da nicht noch ein Lamm ist. Und da lag wirklich ein drittes Lamm in Schädel/Fußlage.

Vorsichtig an den Füßen gezogen und darauf geachtet, dass das Köpfchen mit rutscht. Das ging völlig problemlos und mit langsamen vorsichtigem Zug gesellte sich zu den beiden Brüdern ein kleines Mädchen. Die kleinen, Camilla, ist völlig schwarz und hat nur ein kleines weißes Dreieck auf der Stirn. Auch sie brauchte eine Weile sich zu ordnen und das Leben draußen zu akzeptieren. Ihr Bruder Caesar, der Zweitgeborene, hat von allen die meiste Zeichnung abbekommen. Er hat eine typisch weiße Blesse, die auf dem Nasenrücken schmaler wird. Das Weiß setzt sich über beide Ohren fort und führt da zu einem Streifenmuster. Er trägt vier weiße Stiefeletten, hat einen langen schmalen weißen Latz und das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß.

 

Zu guter Letzt mussten wir unserer Drillingsmama auch noch ein Kontraktionsmittel (wehenstimulierendes Mittel Oxytocin 10 IE im.) spritzen, da die Plazenta auch nach 4 Stunden sich nicht gelöst hatte. Kontraktionsschwäche der Gebärmutter (typisch dafür ist, dass sich der Mutterkuchen/Plazenta nicht löst) bedeutet ein hohes Nachblutungsrisiko... und das brauchten wir jetzt nicht auch noch.

 

Allen drei Lämmern geht es inzwischen gut und haben sich den Bauch mit Mamas Kolostrum voll gehauen.

Unserer Colli müssen wir ein großes Lob für ihre Geduld und ihr Vertrauen uns gegenüber aussprechen. Nicht jedes Schaf lässt so an sich arbeiten, wie wir es bei Colli tun mussten.

 

Wir hoffen sehr, dass nun alles gut wird und Colli mit ihrer Troika gut über den Sommer kommt. 

 

 

 

 

23.04. 2015

 

 

Kathrin: “Das, was meine Schwester Karla kann,

das kann ich viel besser....!“

 

 

 

Bereits am Morgen nörgelte Kathrin mit dem Futter rum. Die Flanken hatten sich etwas gesenkt und sie stellte sich mehr und mehr abseits von ihren Mitbewohnerinnen. 

Die Abendmahlzeit verschmähte sie ganz und lag kurzatmig in der Ecke. Na, klar, sie hatte Wehen , das war nicht zu übersehen.

 

So musste ihre Schwester Karla mit Sohnemann Kai in die Box zu den anderen Damen und Kathrin bekam ihren Platz im Kreißsaal.

 

Um 21:00 Uhr bekam sie einen Blasensprung und ab 21:30 Uhr begannen die Presswehen. Kurz vor 22:00 Uhr konnte man 2 Fußspitzen in gleicher höher mit der kleinen Schnute erkennen. Pressen, pressen, pressen, aber nichts geschah. Also Handschuhe angezogen und mal ertastet, warum es denn nicht weiter geht. Und da war es klar.

Das Lamm hatte seinen Kopf auf beide Füße abgelegt und damit waren diese im Ellenbogengelenk gebeugt. Diese Beugung vergrößerte den Durchmesser am Scheidenausgang und verhinderte , dass das Lamm endlich auf die Welt kam.

So halfen wir etwas nach, indem wir erst den einen Fuß und danach den anderen Fuß fassten und die Beine in Streckstellung brachten.

In der Presswehen halfen wir Kathrin mit ziehen an den Beinen und sie gebar um 22:20 Uhr einen mopsfidelen Jungen. Der kleine Mann hat eine auf der Nasenwurzel unterbrochenen weiße Blesse , weiße Schuhe an den Hinterläufen und der kleine Schwanz ist zu 2/3 weiß.

Kathrin hat ihren Sohn eifrig geleckt und gerufen und dieser antwortete zunächst noch mit einer piepsigen Stimme . Er wollte sofort auf die Beine und brachte so etwas Unruhe in Kathrin Fürsorge. 

 

Bei den ganzen Aktivitäten stellte sich eine zweite Fruchtblase und auch hier sah man bereits zwei Füßchen und die Schnute führend darin liegend. Auch das folgende Lamm hatte seinen Kopf auf den Vorderfüßen abgelegt, so dass wir die ganze Prozedur wiederholten. Alles ging prima und um 22:50 Uhr kam ein kleines vitales Mädchen hinzu.

 

Sie sieht fast genau so aus wie ihr Bruder. Die weiße Blesse zur Nase hin ist etwas kleiner und hinten trägt sie weiße Sandalen. Auch da Schwänzchen hat etwas weniger weiß, als bei ihrem Bruder. Sie ist eine quirlige kleine Maus und steht in ihrer Aktivität ihrem Bruder in nichts nach. Beide Lämmchen sind von ihrer Mama angenommen und umsorgt wurden.

Inzwischen gab es auch die ersten Schlucke von Mamas Milchbar.

 

Nun hoffen wir, dass die Drei eine schöne und unkomplizierte Zeit auf der Sommerweide verbringen.

Wir drücken die Daumen.

 

 

 

 

 

 

21.04. 2015

 

Karla gebärt einen Sohn

 

Bei der Abendmahlzeit ist Karla etwas mäkelig.

Hier ein Kraftfutterstückchen und da ein Halm Heu.

Sie macht keinen begeisterten Eindruck.

 

Stellt sich immer mal wieder abseits und schaut desinteressiert in der Gegend herum. Auch zur Spätmahlzeit muss man sie überreden und wirklich fressen tut sie nicht.

Wir wissen was das bedeutet und gehen deshalb nochmal eine ½ Stunde später in den Stall. Tja, und da liegt Karla auf dem Streckmetall und leckt ständig am Boden und gibt leise Laute von sich. Tja, o.k. Da wird sie wohl unter Geburt gehen.

Bereits beim Einstellen in den Kreißsaal läuft Fruchtwasser ab und kaum in ihrer eigenen Box beginnt sie auch zu scharren. Ab 23:30 hat sie dann Presswehen, aber es ist nichts am Scheidenausgang zu sehen. Fast eine Stunde müht sie sich und dann sehen wir das Dilemma. Es ist eine reine Schädellage und nur die kleine Schnute ist im Scheidenausgang zu sehen. 

 

Also haben wir untersucht und fanden den rechten Fuß in Höhe des rechten Ohres. Nun ging alles ganz schnell.

Den rechten Vorderlauf hervor luxiert und in der Wehe am Bein und Kopf gezogen. Endlich, um 0:30 Uhr gebärt sie mit unserer Hilfe einen großen vitalen Jungen.

 

Wir mussten ihr den kleinen Mann in die Nähe des Kopfes legen, da sie zu geschafft war von dieser Geburt und keine Kraft hatte, aufzustehen. Sie nahm ihren Sohn ganz liebevoll an, mit intensivem Lecken und den typischen Rufen.

 

Karlas Sohn hat eine breite typische Blesse , die sich auf das Kopfhaupt zieht und nach unten über das Kinn in einen weißen Latz ausläuft. Das rechte Ohr hat weiße Streifen. Vorn trägt der Kleine 2 weiße Söckchen und an den Hinterläufen hat es jeweils für weiße Kniestrümpfe gereicht. Das Schwänzchen ist zu 2/3 weiß. 

 

In Erwartung eines weiteren Lammes verbrachten wir die nächsten 2 Stunden in ihrer Nähe. Tja, aber es gab so gut wie keine Wehen und auch das Anlegen ihres Sohnes konnte nur mäßige Wehentätigkeit initiieren.

 

Da muss noch ein Lamm sein, dachten wir und trafen Vorbereitungen zur Untersuchung. In den 10 Minuten wo wir weg waren, hatte die Plazenta sich gelöst und lag im Stroh. Was nun?

Jetzt hatten wir alles fertig und so untersuchten wir auch um ganz sicher zu sein, dass es sich hier nicht um eine folgende Komplikation handelt. War es nicht! Der Geburtskanal und die Gebärmutter waren leer! Auch gut, hatten wir uns eben geirrt. 

 

Nun sind Karla und ihr Sohn weiter zum Ausruhen im Kreißsaal. Es gab frisches Stroh und für Karla extra Kraftfutter und Heu. Sie hatte es sich verdient... und sie hat gefressen. Der kleine Mann findet inzwischen selbständig den Weg zur Milchbar und Karla ist geduldig mit ihm. 

Wir wünschen den beiden einen schönen Sommer auf Espetveit. 

 

 

 

 

 

 06.04. 2015 

 

Maila und die Osterüberraschung

 

 

Heute ist Ostermontag. 

 

 

Mit einem  Sonnenstündchen auf der Terrasse wollten wir die Ostertage in Ruhe ausklingen lassen.

 

Doch völlig ungeahnt, erwartete uns eine besondere Osterüberraschung im Schafstall.

 

Es war 16:45 Uhr und die Schafe warteten auf ihre Abendmahlzeit, ... aber nicht Maila .

Sie hatte kein Interesse am Futter und stand mit hängenden Ohren in der Ecke. Na, ja keinen Appetit? Nein, das war es nicht. Die Flanken waren zu beiden Seiten eingefallen und das Euter hatte sich prall gefüllt. Maila  machte sich bereit ihre Lämmer zu gebären. Das war eine 100% ige Osterüberraschung für uns. 

 

Also schnell den Kreißsaal aufgestellt und Maila  hinein geschubst. Sie machte sich sofort in dem frischen Stroh zu schaffen. Scharren, hinlegen, aufstehen. Bereits um 18:00 Uhr kam es zum Blasensprung und nur 10 Minuten später begann sie zu pressen. Nach weiteren 10 Minuten gebar sie völlig unkompliziert aus regelrechter vollkommener Schädel-Fußlage einen hübschen großen Jungen. Der kleine Mann wurde sogleich von seiner Mama eifrig geleckt und gerufen. Und die ersten eigenen Laute folgten bald. Er hat eine typische weiße Blesse, die auf der Nase schmaler wird. Ansonsten trägt er hinten 2 weiße Stiefel und das kleine Schwänzchen ist zu 2/3 weiß. Allerdings klappt es mit dem Aufstehen noch nicht so gut und Mama und Sohn gönnten sich eine kleine Ruhepause.

 

Für Maila  war die Pause wirklich  nur kurz. Schnell stellten sich wieder Wehen ein und bereits um 18:40 kommt ein zweites Lamm unkompliziert aus regelrechter Lage auf unsere Welt. Mailas zweiter Sohn hat 4 weiße Beinchen und auch der Schwanz ist in seiner ganzen Länge weiß. Der Kopf, beide Ohren, der Hals, der Bauch und das kleine „Säckchen“ sind ebenfalls weiß. Beide Augen sind jeweils breit schwarz umrandet und es sieht so aus, als wenn der kleine Mann eine Sonnenbrille trägt. Am Rücken hat er hier und da weiße Streifchen und Tupfer, so als wenn ein Maler seinen Pinsel ausgeschwenkt hätte. Er ist lustig, außergewöhnlich gezeichnet. Moritz, so heißt der Kleine, ist ein munteres Kerlchen. Er war anfänglich noch etwas wackelig auf den Beinen, hat aber eine kräftige Stimme.

 

Wir werden unsere zwei Osterlämmer Max und Moritz nennen, denn die Namen passen prima zu ihnen. 

 

Wir drücken Maila  und ihren Zwillingen die Daumen,

dass sie eine schöne Zeit miteinander haben,

… und zwar ohne weitere Überraschungen.