Alle Geburten im April werden in Wort und Bild auf dieser Extralammseite dargestellt. 

 

 

 

 

 

26.04. 2015

 

 

Raus an die frische Luft.

 

 


Die Zäune sind fertig , so dass wie geplant die ersten Schafe den Stall verlassen. Wir brauchen Platz und Sicherheit für die Lämmer und deshalb setzten wir alle nicht trächtigen Schafe und unsere zwei Böcke heute an die frische Luft.


Als wir heute aus dem Fenster schauten, war alles weiß. Es hatte über Nacht nochmal wenige Zentimeter Schnee gegeben. Trotzdem hielten wir an unserem Plan fest.


Zunächst ging es ans Verladen der beiden Böcke Torben und Holger, auf unseren kleinen selbst aufgebauten Transporthänger. Den Aufsatz benutzen wir ebenfalls für die Heuernte. Ohne Aufsatz ist der Hänger bestens für die Touren durch den Wald und über die Weiden , also über Stock und Stein geeignet.


Unsere beiden Böcke auf den Hänger zu bekommen, ist in jedem Jahr eine Herausforderung. In diesem Jahr ging es ganz prima. Beide bekamen ein Halsband während des Fressens um und danach wurden sie mit einer Leine aus der box auf den hänger geführt und am Gestänge des Hängeraufbaus fest gebunden. So wollen wir umgehen, dass sie sich während des Transportes gegenseitig bekämpfen. Mit dem Holder ging es dann bergan zur Herrenweide. Tor auf und mit dem Holder auf die Wiese gefahren. Halsbänder gelöst und beide Böcke sprangen vom Hänger. Natürlich gab es dann erstmals einen echten Kampf um mal dem Anderen zu zeigen wer der Chef in diesem Jahr auf dem Herrenterrain sein wird. Wir konnten allerdings nicht ausmachen, wer denn nun das Sagen hat. Nach ein paar Minuten hatten sich die Gemüter gelegt und Holger und Torben trotteten gemeinsam von dannen.


Bei den jungen Damen war es wesentlich mehr anstrengend, alle aus dem Stall zu bekommen. Da es in jedem Jahr ein großes Theater ist, haben wir uns entschlossen jedes einzelne Tier an einer Führleine aus dem Stall über die Rampe durch das Tor zum Ylva-Tal zu führen. Und das taten wir dann auch.


Zunächst in der Box das Lasso geschwungen, ein Schaf eingefangen und dann gemeinsam über die Rampe Richtung Tor zum kleinen Tal. Tor auf, Schaf rein. Glücklicherweise war Per anwesend, der die Wache am Tor übernahm. Im letzten Jahr waren uns die Schafe aus dem Stand zurück über das Gattertor gesprungen und dann wieder in den Stall gelaufen.

Auf jeden Fall hatten wir heute mit dieser Methode des "Lasso Werfens und einzeln Führens" 14 Schafe erfolgreich an die frische Luft ins Ylva-Tal gesetzt. Da draußen ging es dann ebenfalls darum Rangfolge auskämpfen, was allerdings weniger intensiv war als bei den Herren der Schöpfung.


Nun können alle „Außenschafe“ über die Wiesen zeihen und sich die Zeit mit Futtersuche vertreiben. Wir müssen allerdings auch hinzu füttern. Auf den Wiesen steht noch kein frisches Gras. Alles was die Schafe finden können sind alte Bestände aus dem letzten Jahr.

Wir haben noch ausreichend Heu und das bekommen sie zwei mal täglich. Nur das Kraftfutter ist ab jetzt gestrichen. 




 

 

 

25.04. 2015

 

Neues aus dem Schafstall

 

 

 

 

Ab heute sollte es theoretisch los gehen mit dem Ablammen. Aber heute ist alles ruhig im Stall.

 

Wir haben bereits vier Schafe, die ihre Lämmer geboren haben.

 

Da sind Maila mit ihren Osterlämmern Max und Moritz.

Maila hatte ja nach 1 Woche eine Euterentzündung bekommen , die wir erfolgreich behandeln konnten. Seitdem bekommen Max und Moritz zusätzlich die Flasche, denn die Milchproduktion bei Maila hat deutlich nachgelassen. Aber sie kümmert sich rührend um ihre Jungs und wenn wir Max aus der Box nehmen um ihn zu behandeln , ruft sie sofort hinterher.

 

Ja, Max behandeln wir augenblicklich. Zeitgleich mit Mails Mastitis begann Max am rechten Hinterlauf zu lahmen. Erst dachten wir , dass er eine Verstauchung im Gelenk hat oder eine von den erwachsenden Damen ihm auf den Fuß getreten hat, aber es ist etwas anderes. Der kleine Mann hat eine Infektion am Hinterlauf bekomme mit ausgeprägter Eiteransammlung. Wir vermuten dass das mit der Zwischenzehndrüse, die Schafe an allen vier Läufen haben, zusammen hängt. Der Ausführungsgang dieser Drüse kann verstopfen und Bakterien, die sich natürlich auf der Haut befinden, werden dann eingeschlossen und beginnen sich so richtig auszutoben. Das führt zu einer Entzündung , meist mit Abszedierung (Eiterbildung). Eine andere Erklärung haben wir nicht. Nu steht Max seit 1 Woche auf 3 Beinen und hat den rechten Hinterlauf angezogen und vermeidet mit ihm aufzutreten. Wir haben den Abszess bereits 2 mal aufgeschnitten, aber bei so einem kleinen Schaf verschließt sich die Wunde schnell und damit sammelt sich erneut der Eiter. Seit gestern bekommt er auch ein Antibiotikum gespritzt, da wir mit der lokalen Behandlung nicht wirklich weiter kommen. Wir hoffen, dass unsere Behandlung nun endlich greift und Max wieder auf allen 4 Beinen herum springen kann.

 

Colli hatte nach der schweren Geburt ihrer Drillinge Zeichen einer Hypocalcämie. Sie lag mehrere Stunden fest. Sie hatte Untertemperatur (auf jeden Fall kalte Ohren und kalte Extremitäten) und wollte nicht fressen. Gestern um 16:30 Uhr bekam sie 50 ml 10% Calciumgluconat subkutan gespritzt und heute sind alle Symptome verschwunden.

 

Camilla, Collis Tochter, trägt inzwischen einen Pullover. Die Kleine ist ein sehr zierliches Lämmchen. Sie friert und auch mit dem Trinken hadert sie zur Zeit etwas. Anfänglich sah es so gut mit allen Drillingen aus, doch nach 12 Stunden begann Camilla etwas zu schwächeln. Frierend trotz Wärmelampe (na, klar, ein Lamm hält sich natürlich nicht genau da auf, wo die Wärmelampe leuchtet) , nicht trinken wollen, viel liegend. Die Alarmglocken läuteten bei uns. Jetzt bekommt sie über eine Sonde regelmäßig Milch ca. 60 ml alle 3-4 Stunden. Liane Schlupfschal macht sich jetzt prächtig als Lammpullover.

Cedrik und Caesar sind dagegen sehr mobil und suchen regelmäßig Mama`s Milchbar auf.


Den Kindern der beiden Schwestern Karla und Kathrin geht es gut. Kai, Kobi und Kela sind drei muntere Lämmchen. Sie trinken gut und sind für ihr Alter von nur wenigen Tagen sehr aktiv. Hoffen wir, dass diese fünf Schafe von Problemen, wie sie die anderen Familien aufweisen, verschont bleiben.


Heute waren wir auf der " Herrenweide" und haben den Zaun neu gestellt. Alles ist jetzt in Ordnung.

Für morgen haben wir geplant, die beiden Herren auf ihr „Sommerdomizil“ zu schicken. Außerdem werden auch die nicht trächtigen Damen den Stall verlassen . Sie werden das kleinen Tal „Ylva-Tal“ ab morgen durchstreifen. Wir brauchen Platz im Stall und deshalb geht es für die „Kinderlosen“ so früh nach draußen.

Auf der Wiese ist es noch grau, so dass wir 2 mal am Tag Futter austeilen müssen. Das Wetter ist nicht unbedingt sommerlich mit Temperaturen um die 5 Grad. Nachts haben wir nach wie vor Frost. Auch soll es in den kommenden Tagen immer wieder seichten Regen geben. Egal, die Schafe haben ausreichend Fell, so dass sie gegen Kälte und Regen geschützt sind. Und ob wir drinnen oder draußen füttern, macht für uns keinen Unterschied.



15.04. 2015 Es ist traurig, aber wahr, …

 

Maila hat eine Euterentzündung (Mastitis)  bekommen.

Obwohl wir wirklich mehr als nur ein Augenmerk auf die kleine Familie hatten, konnten wir es nicht verhindern.

 

Nun bekommt Mama Maila 2 x täglich ein Antibiotikum gespritzt. Wir Verdünnen Cefuroxim 2 g mit NaCl 0.9% und einem Lokalanaesthetikum (lokales Betäubungsmittel) , so dass wir insgesamt ca. 10 ml Gemisch intramuskulär applizieren. Wir hoffen, es hilft und verhindert eine Abszedierung (Eiteransammlung) und Sepsis (schwere allgemeine Infektion, die sich über die Blutbahn im ganzen Körper ausbreitet).

 

Max und Moritz sind natürlich hungrig, denn aus einem entzündeten Euter ist kaum Milch zu gewinnen. Mailas gesamte Euter ist aufgetrieben, hoch rot und ödematös verändert. Damit sind die Ausführungsgänge/Milchgänge  innen im Lumen aufgequollen und verlegt. Das führt dann zu einem zusätzlichen Milchstau und unterstützt die Entzündung in ihrer Ausdehnung.

 

Max und Moritz bekommen von uns Milch hinzu gefüttert. Max muss über eine Magensonde ernährt werden und Moritz nimmt, Gott sei Dank, die Flasche.

 

In 2 Tagen wissen wir mehr. Wir sind unendlich traurig, dass es Maila so erwischt hat. Es hat uns alle aus der Bahn geworfen und zeigt, dass es doch nicht so einfach ist mit dem natürlichen Werdegang. Auch die Natur kann sehr kompliziert und „ungerecht“ sein.

 

Im letzten Jahr hatten wir Største auf der Weide, nur wenige Tage nachdem die ganze Herde endlich raus konnte, an einer rasant verlaufenden Sepsis verloren, die sich aus einer Mastitis entwickelt hatte.  

 

 

 

06.04.2015 Überraschung pur... wir haben zwei Osterlämmer

 

Tja, nun hat die Lammzeit wesentlich früher begonnen als wir geplant hatten.

 

Maila hat am Ostermontag zwei muntere Böckchen völlig unkompliziert geboren.

 

Holger hatte sich im November  vor der geplanten Deckperiode Zugang zu den Gemächern der Damen verschafft hatte.

Er war einfach über das Gitter seiner Box gesprungen und fand sich ca. 3 Wochen vor der geplanten Deckzeit bei den Damen ein. Wir hatten es sofort gesehen und ihn so schnell wie möglich zurück in seine Box verfrachtet. Aber die paar Minuten, die er hatte, waren scheinbar sehr intensiv… und das Resultat sind Mailas Zwillinge, 3 Wochen vor der errechneten Lammzeit.

 

Jetzt müssen wir abwarten wie die kleinen Kerlchen sich entwickeln und zu gegebener Zeit entscheiden, ob sie vielleicht zusammen mit den nicht tragenden Schafen bereits ab Ende April auf die Weide können. Da sind Max und Moritz dann bereits 3 Wochen alt.

Die Lämmer sollten nämlich so früh wie möglich ins Freie, wenn das Wetter und das Gras es zu lassen. Wir werden sehen. 

 

Zum Geburtsbericht von Mailas Zwillingen geht es hier.

 

Auch alle weiteren Geburten im April werden in Wort und Bild auf dieser Extralammseite dargestellt.