20.11. 2013 Kontrolle vom Veterinäramt

 

Vor ein paar Tagen hatten wir Besuch von einem Team , welches vom Veterinaeramt der Kommune bestellt war.

 

In einer entfernteren Schafherde hatte man mehrere Schafe mit Moderhinke gefunden.

 

Nun gut. Abends um 20.00 Uhr kam der ganze Trupp endlich bei uns an. Eigentlich sollte die Kontrolle im Laufe des Tages erfolgen, aber in dem einen oder anderen Schafstall (12 Ställe mit fast 700 Tieren) ging es nicht ganz so flott von der Stelle und damit wurde es bei uns ziehmlich spät.

 

Alle 4 Kontrollpersonen schlüpften in ihren Einmaloverall und Einmalstiefeletten und schon ging es von Schaf zu Schaf. Alle unsere Damen und die zwei jungen Herren waren zumindest klinisch gesund. Es wurden noch von 6 Schafen ein bakterieller Kontrollabstrich genommen und die „Übung“ war vorrüber.

 

Keine Moderhinke bei uns und auch kein Schaf in den anderen kontrollierten Ställen mit dieser Klauenkrankheit. Man waren wir froh.

 

Ausserdem bekamen wir noch ein großes Lob von den anwesenden Kontrollpersonen. So einen ordentlichen, sauberen und tierfreundlichen Schafstall hatten sie noch nie gesehen. Da kann einfach kein Schaf krank werden bei dieser Fürsorge, meinten sie schmunzelnd.

Das Lob tat uns gut, denn wir sind wirklich darauf bedacht, dass unsere Schafe nicht nur trocken, sauber und bei gutem Futter stehen, sondern auch ein Wohlfühlambiente innerhalb der Herde sich verbreitet. Die "Wohngemeinschaften" werden je nach Schafcharakter zusammengestellt und die Schafe, welche sich wohlgesonnen sind, sollen auch zusammen den Winter verbringen dürfen. So haben wir Ruhe in den Boxen und alle sind zu frieden. Durch die Knabberhölzer an den Seiten der Boxen und den Zweigen, welche von der Decke hängen, haben die wolligen Vierbeiner immer etwas zu schaffen. Ausserdem klingen die Glocken bei jeder Berührung der Zweige und es klingt immer ein wenig interessant für die Schafohren.

Das Radio am Tage bringt die neuesten Nachrichten und wenn die Glocken schweigen, lauschen unsere Vierbeiner den Rhythmen aus dem Radio. Die Langeweile ist in unserem Schafstall in den den Hintergrund getreten.

 

Wir hatten uns mit dieser Form der Klauenkrankung nie beschäftigt, da dieses nie aktuell für uns war . Doch aus gegebenen Anlass haben wir darüber im Internet recherchiert und eine sehr gute Zusammenfassung bei Wikipedia gefunden.

 

Wenn ihr Lust habt, schaut doch hier einfach mal nach .

 

 

 

06.11. 2013

Die Wolle ist runter

 

 

Gestern war es wieder so weit.

 

Wir hatten den Schafscherer bestellt und wider erwartend kam er pünktlich.

 

 

Unsere Schafe warteten auf ihr Abendbrot doch statt dessen bekam jeder zunächst einen Termin beim „Schafstilisten“.

Nach anfänglicher Unruhe in den Boxen kam langsam Interesse auf, für das was da in Box 1 geschah. Die älteren Schafe ließen den „Haarschnitt“ mit Geduld über sich ergehen. Die Wolle saß inzwischen 7 Monate auf dem Buckel und da war es wohl ein gutes Gefühl die "alten Klamotten" los zu werden. Nach dem Kahlschnitt wurde sich kräftig an den Rubbelstämmen geschubbelt.

 

Bei unserer Kindergartenbox war alles mit viel Hektik verbunden. Für die Jüngsten war es das erste Mal und entsprechend ängstlich waren die Fünf. Merete hat ständig gerufen und fühlte sich beim Frisör überhaupt nicht wohl. Sie ist zusammen mit Merle eines unserer Nesthäkchen und sah vor dem Scheren wie ein kleines Plüschschaf aus.

 

Als unseren beiden Böckchen den Gang zum Frisör antraten, überraschte uns der Schafscherer mit der Feststellung, dass Holger nur einen Hoden hat.

Ohhhh, ... und nun . Als wir uns im Herbst für den kleinen Mann als Hänschens Nachfolger entschieden, hatten wir darauf nicht geachtet. So ist das mit uns Hobbyschafzüchtern. Wir haben eben doch noch allerhand zu lernen. O.k. wir können jetzt nichts mehr daran ändern, sondern müssen uns überraschen lassen, wie unser Holger ab Anfang Dezember seinen Mann steht. Wirklich wissen wir es im Frühjahr, wenn die Lämmer geboren werden. Holger, Haenschens Sohn,  wird im Dezember bei 6 Damen seine Scharm ausspielen können. Nun hoffen wir, dass auch mit nur einem Hoden die Damen nicht nein sagen und mit ihm glückliche erfolgreiche Tage verbringen.

 

Nach knapp 2 Stunden Scheren gab es dann endlich das wohlverdiente Abendbrot für unsere Schafe  und uns selbst.

 

Nach dem Scheren sehen alle Schafe viel kleiner und jünger aus. In diesem Herbst gab es keine Überraschung bezüglich nicht erkannter Mastitis, so wie im letzten Jahr. Alle sind gesund und gut genährt.

Wir sind zufrieden mit unserer Mannschaft und hoffen auf eine guten Winterzeit für alle.