30.04. 2014

 

Dala,

unsere Diva in der Herde

 

Dala ist ein hübsches Schaf. 

 

Sie hat eine spezielle Weißzeichnung, die sie sehr elegant erscheinen lässt. Außerdem ist sie hoch gewachsen und hat eine schlanke Figur. Sie ist die Diva unter unseren Schafdamen. In diesem Jahr ist sie das erste Mal trächtig. Papa ihrer Lämmer ist Holger, ebenfalls ein hübscher Kerl.

 

Dala war bereits den ganzen Tag unruhig. Ständige scharren, auf und ab laufen, mit dem Futter bereits am Morgen herum gemäkelt,... tja alles Zeichen, dass die Geburt ihrer Lämmer bevorsteht.

 

So kam Dala in den Kreißsaal am 13:00 Uhr. Die Unruhe hielt an, sie hechelte, legte sich ab, scharrte, lief hin und her. Das Abendbrot verschmähte sie völlig.

 

Endlich gegen 21:30 Uhr kam es zum Blasensprung. Das Fruchtwasser war nicht mehr ganz klar, es war mit Mekonium vermischt. O.k., nach den vielen Stunden mit Wehen nicht verwunderlich. Um 21:55 Uhr gebar Dala ihr erstes Lamm aus vollkommener Fuß-Schädellage. Es war über und über mit diesem Kindspech (Mekonium) verschmiert, so dass wir zu Beginn ihre Weißzeichnung nicht ganz beurteilen konnten. Dala nahm ihre Tochter liebevoll an und leckte sie trocken und damit auch sauber. Der Kopf hat sehr viel Weiß, welches sich teilweise bis über die Ohren zieht. Hinten trägt sie zwei lange Stiefel, die fast den Ansatz der Hinterbeine an der Hüfte erreichen. Die Vorderläufe schmücken zwei weiße Stiefelletten. Der kleine Schwanz ist völlig weiß. Trotz des reichlich Mekonium war Dalas Tochter putzmunter. Sie versuchte schon nach wenigen Minuten auf ihre Beine zu kommen und sie gab schnell ein paar Laute von sich um ihre Ankunft auch allen anderen Schafen im Stall kund zu tun. Mit Hilfe fand sie den Weg zu Mamas Milchbar und zog ein paar kräftige Züge von der wertvollen Vormilch.

 

So nun warteten wir auf Nummer zwei. Dala war noch ganz schön rund,... es mußte ein zweites Lamm kommen. Die Wehen waren mäßig. Wir gebrauchten den Appetit von Dalas erster Tochter, um Wehen zu stimulieren. Mehrmals angelegt und der Oxytocinfluß kam in Gang und damit stellten sich wieder kräftige Wehen ein. Gegen 23:00 Uhr dann der nächste Blasensprung. Aber es war nichts am Scheidenausgang zu sehen. Nach einer halben Stunde dann endlich zwei Füßchen, die allerdings außerhalb der Wehe wieder verschwanden. Wir warteten weitere 10 Minuten und dann untersuchten wir. Die Füßchen waren mit ihrer Fußsohle um 180° gedreht. Entweder eine hintere Fuß-Schädellage oder eine Hinter Fußlage. Beim vorsichtigen voran tasten zeigte sich, dass das zweite Lämmchen sich in einer Art hinteren Hockstellung in den Geburtskanal manövriert hatte. Man konnte das Schwänzchen tasten, kam aber nicht an den Popo. Also eine Fehlstellung aus der das Lamm ohne hilfe nicht geboren werde kann. In den folgenden zwei Wehen zogen wir wehensyncron an den Füßen und entwickelte zunächst das linke Hinterbein vollständig, so dass dieses jetzt gestreckt war. Das ganze Manöver wiederholten wir auch mit dem rechten Bein. So, nun war der Durchmesser um den Beckenausgang zu passieren von der Größe passend und wir konnten durch eine Extraktion Dalas zweite Lamm auf die Welt holen. Es ist ebenfalls ein Mädel , voll mit Mekonium und war durch die ganze Prozedur deutlich mitgenommen. Aber schnell die Kleine zu Dala an den Kopf gelegt und Dala begann zu lecken, was das Zeug hält. Schwuppdiwupp, schnellte das kleine Lammköpfen in die Höhe und die ersten Laute erreichten uns. Erstaunlich wie schnell dieses kleine Mädel die Geburt wegsteckte. Dann ging es im Minutentakt. Mehrere Aufstehversuche und die kleine Maus stand auf ihren 4 Beinchen. Dalas Zweitgeborene hat eine typisch weiße Blesse, die auf dem Nasenrücken schmaler verläuft. Sie hat ebenfalls zwei sehr lange weiße Stiefel an den Hinterläufen (… muss wohl so eine Art Familienmerkmal sein) und ebenfalls zwei weiße Stiefelletten an den Vorderbeinen. Der Schwanz ist zur Hälfte weiß.

 

Obwohl es für Dalas ja die ersten Lämmer sind,meisterte sie die Situation ruhig und gelassen. Das Anlegen der Lämmer klappte prima, so dass beide reichlich von der so wichtigen Vormilch bekamen.

 

Nun haben die Drei die nicht ganz normale Geburt hinter sich gebracht und können sich auf frischem Stroh unter der Wärmelampe ausruhen.

Wir wünschen unserer Dala und ihren Töchter Dina und Dora alles Gute für die Zukunft.

 

29.04. 2014 

Der Tag endet traurig für Alfa

 

Alfa ist unsere erstes eigenes Lamm, welches 2009 in unserer Herde geboren wurde.

Deshalb behielten wir sie auf Espetveit. 

 

Alfa ist ein sehr menschenscheues Tier. In der Schafherde ordnet sie sich mehr oder weniger unter. Sie geht Machtkämpfen aus dem Weg und nicht selten macht sie ihr eigenes Ding. Nicht unbedingt typisch für ein Schaf.

 

Jedenfalls ist es immer wieder eine Herausforderung für uns insbesondere in der Lammzeit, mit Alfa umzugehen und nicht zu viel , aber auch nicht zu wenig einzuschreiten. Es ist nicht leicht den Mittelweg zu finden, um Alfa nicht zu verschrecken und auf der anderen Seite den Lämmern so viel Hilfe zu kommen zu lassen, wie sie außerhalb von Mama benötigen.

Es ist immer ein Seiltanz.

 

Am Nachmittag so gegen 14:30 Uhr fiel Alfa durch ständiges Gescharre auf. Sie stand mit hängenden Ohren abseits und man sah deutlich, dass sie Kontraktionen hatte. Schnell die Schafe gefüttert und mit Alfa ab in den Kreißsaal.

 

Um 17.00 Uhr kam es zum Blasensprung und nach einer knappen halben Stunde gebar Alfa ihre Tochter. Sie war voll mit Mekonium, was zeigt, dass unter der Geburt es ihr mal nicht so gut ging. Das Mädel hat die Zeichnung ihres Vaters Torben mit einem weißen Dreieck auf der Stirn, einem weißen breiten Bändchen am linken Hinterlauf und das kleine Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. Alfa begrüßte ihre Tochter sehr intensiv, nicht unbedingt sehr zärtlich aber sehr fürsorglich. Die kleine wurde von ihrer Mama ständig aufgefordert sich zu erheben, was binnen von 10 Minuten auch geschah. Noch etwas wackelig auf den Beinen stelzte sie durch die Box und suchte nach dem Euter. Wir konnten leider nicht so viel Hilfe geben, wie eigentlich notwendig gewesen wäre. Nun gut, so ein kleines Lamm kann auch nur in der Natur überleben, wenn es die Orientierung hat um das zu finden, was das Überleben möglich macht.

 

Nach der Geburt des ersten Lammes war eine ganze Weile Ruhe. Alfa scharrte zwar hin und wieder, aber man sah keine deutlichen Wehen. Alfa war damit beschäftigt ihre Tochter ingang zu halten. Die Kleine tat uns richtig leid, dass sie sich nicht wie gewollt ablegen konnte. Mama hielt sie in Schach.

 

Da sich nichts tat machten wir schnell unsere Spaziertour zum See mit Neele und Thyra in der Hoffnung , dass in der Zwischenzeit das zweite Lamm auf den Weg macht. Alfa war noch ganz schön rund, da musste noch etwas drinnen sein.

 

Um 19:45 Uhr war weiter nichts geschehen. Ab und zu ein paar Kontraktionen, aber Alfa legte sich nicht ab zum Pressen. Komisch, da stimmte was nicht. Wir waren waren drauf und dran Alfa zu untersuchen. Tja, aber wirklich entschließen konnten wir uns dazu nicht. Grund war Alfa selbst. Wir wussten was für eine Traktur das für sie bedeuten würde. Aufgrund ihres speziellen Charakters , haben wir uns entschlossen zu warten und der Natur ihren Lauf zu lassen. Wir wollten das Risiko nicht eingehen, dass Alfa aufgrund unseren Handels eventuell ihre erstgeborenen Tochter verstößt.

 

Wir warteten ab.

 

Um 21:30 Uhr legte Alfa sich ab und nun glaubten wir , dass etwas geschieht. Ja, es kam auch etwas in Gang nämlich die Plazentalösung. Alfa presste den Mutterkuchen aus, so als wenn sie ein Lamm gebären würde. Anschließend ging sie zum Fressen über. Nun dachten wir, dass wir uns geirrt hatten mit einem eventuellen zweiten Lamm. Wenn die Plazenta kommt und die Mutter anschließend zur Tagesordnung mit fressen und saufen übergeht, ist die Geburt abgeschlossen. Normalerweise !!!

 

Beim Kontrollgang durch den Schafstall um 22:30 Uhr dann die Überraschung. Alfa lag im Kreißsaal und hatte Presswehen. Am Scheidenausgang sah man ein kleines Schwänzchen hängen. Das konnte doch nicht sein?! Die Plazenta war bereits vor 1 Stunde gekommen, ohne Plazenta überlebt kein Lamm. Und so war es auch. Bei der Untersuchung zweigte sich dass sich noch ein Lamm in reiner Steißlage im Geburtskanal befand. Der Versuch die Hinterbeine zu lösen mißlang, da die Gelenke bereits erstarrt waren. So zogen wir das Kleine durch das Eingehen mit jeweils einem finge in die Leistenbeugen, heraus.

 

Es war eine Tochter,... tot. Sie hatte bereits die Leichenstarre erreicht und war aufgrund der langzeitigen Wehen war sie wie ein Paket zusammengepresst.

 

Wir waren fassungslos.

 

Verdammt, wir hatten uns nicht an unsere eigene Regel, die wir im Zusammenhang mit den Erfahrungen der letzten Jahre in der Lammzeit, aufgestellt hatten. Kein Geburtsfortschritt innerhalb von 2 Stunden macht eine Untersuchung notwendig. Regeln werden aus gutem Grund aufgestellt und dienen dazu Risiken zu erkennen und zu umgehen. Wir hatten es vergeigt, zumindest einen Teil.Den Tod des Lammes hätten wir nicht verhindern können. Die komplette Totenstarre tritt nämlich nach 6-12 Stunden nach dem Tod ein. Das bedeutet , dass Alfas zweites Lamm mindestens seit 16:30 ohne eigenes Leben war, vielleicht auch schon länger. Vielleicht war es eine Plazentainsuffiziens, die mit dem Einsetzen der Wehen eine Versorgung von 2 Lämmern nicht mehr möglich machte.

 

Aber hätten wir untersucht, hätten wir wenigstens Alfa die vielen Stunden mit unnötigen Wehen ersparen können. Tja, wie so oft im Leben ,... hinterher ist man klüger, ...hinterher erscheint alles logisch.Jetzt liegt Alfa im Kreißsaal mit ihrer Anna und erholt sich von den Strapazen der Geburt. Sie wirkt sehr ruhig und auch Anna scheint zufrieden zu sein. Allerdings haben wir bisher noch nicht beobachtet, dass Anna alleine an die Zitzen findet. Ihr dabei zu helfen ist nicht möglich, da ihre Mama uns nicht in der Box haben will. Sie ist wie wild, wenn wir in ihr Nähe kommen und dass dabei die Kleine zu Schaden kommt, wollen wir nicht riskieren.

 

Bislang war Alfa ihren Zwillingen in der letzten 2 Jahren immer eine gute Mutter. Wir hoffen, dass es sich auch in diesem Jahr reguliert.

 

 

Alfas zweiter Tochter haben wir der Natur zurück gegeben.

Sie hat eine Platz im Wald unter einer Birke bekommen.

 

Für Alfa und Anna drücken wir die Daumen,

dass sie eine problemlose Zeit auf der Sommerweide erleben dürfen.

 

28.04. 2014 Reichlicher Lämmersegen

 

Maxi hat auch dieses Mal eine schwere Geburt

 

 Maxis vorherige Geburten 2011/2012 waren voll von Komplikationen.

 

Wir hatten bezüglich der anstehenden Geburt kein so gutes Bauchgefühl und waren sehr gespannt, was uns wohl erwartet. Und unser Bauchgefühl hat uns nicht getäuscht.  

Bereits heute vormittag war Maxi mit ihren Mitbewohnern in der Box ungnädig. Ständig zackerte sie mit Tria herum . Egal wo Tria sich ablegte, Maxi scheuchte sie hoch. Auch alle anderen Mitbewohner standen ihr scheinbar im Weg. Sie schubste alle von einer Ecke in die andere. Ab und zu stand Maxi still, ließ den Kopf hängen und knirschte mit den Zähnen. Maxi hatte nämlich seit dem Vormittag Wehen und war aufgrund der Schmerzen unausstehlich . Da sie allerdings noch nicht scharrte und auch das Frühstück reichlich genossen hatte, war sie noch nicht im Kreißsaal.

 

Zum Nachmittag wurde sie ruhiger, allerdings war das Zähneknirschen um so deutlicher zu hören. Um 18:00 Uhr stellten wir sie endlich in den Kreißsaal und sie begann mit dem Scharren im Stroh.

 

Um 19.00 Uhr dann der erste Blasensprung. Maxi hatte kräftige Kontraktionen und presste von Anfang an in jeder Wehe. Außerdem schrie sie fürchterlich dabei, was einem im eigenen Herz weh tat. Man konnte es fast nicht ertragen und da bislang kein Geburtsfortschritt zu erkennen war, verließen wir den Stall.

 

Als wir um 20.00 Uhr zurück kamen, saß Maxi auf ihrem Po und schaute uns mit weit aufgerissenen Augen an. Sie war nicht hoch zu bewegen und hechelte kräftig. Wir konnten nicht sehen was los war und so zogen wir Maxi vom Allerwertesten in eine Seitenlage. Und da sahen wir die Bescherung. Der Kopf des ersten Lämmchens war bereits geboren und hing fest. Keine Füße in Sicht. Eine schnelle Lösung musste her. Sterile Handschuhe angezogen , das Köpfchen vorsichtig in die Scheide zurückgeschoben und versucht ein Bein nach vorn zu holen. Mit zwei zurückliegenden Beinen ist keine Geburt möglich, der Schultergürtel ist so zu breit um den Beckenausgang zu passieren. Wir haben 15 Minuten gebraucht um Maxi endlich von ihrem ersten Lamm zu entbinden. Sie hatte danach nicht die Kraft aufzustehen und wir legten ihre Tochter so vor ihr hin, dass sie sie beschnuppern und lecken konnte. Und das tat sie inbrünstig. Das kleine Mädchen hat sehr viel weiße Zeichnung am Kopf und an den Ohren. Zusätzlich ziehrt sie ein breiter Weißer Latz. Die Hinterbeine haben lange weiße Stiefel und an den Vorderläufen trägt sie weiße Stiefeletten. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß.

 

Ca. 10 Minuten nach der Geburt ihrer Tochter begann Maxi wieder zu pressen und es zeigte sich relativ schnell einen zweite Fruchtblase am Scheidenausgang. Um 20:35 erblickte ein Junge das Licht hier auf Espetveit. Er kam aus unvollkommener Fuß-Schädellage. Auch ihm halfen wir mit leichtem Zug in der Wehe. Ihn schnell zu Maxi nach vorn an den Kopf gelegt und auch diesen kleinen Mann nahm sie herzlichst an. Er hat fast die gleiche Zeichnung wie seine Schwester. Am Kopf etwas weniger ausgeprägt weiße Zeichnung , aber ansonsten das selbe Schuhwerk und den halben weißen Schwanz. Bruder und Schwester waren trotz der Strapazen unter der Geburt recht munter und machten sich auf Knien zur Milchbar. Maxi war nicht in der Lage sich zu erheben und so halfen wir Mutter und Kindern die Situation zu meistern.

 

Nach der Geburt ihrer Tochter und ihres Sohnes war Maxi noch sehr rundlich, was uns allerdings nicht sehr verwunderte. Sie ist schon immer ein großes kräftiges Schaf gewesen und Mann konnte nie die Rippen an ihr zählen. Es gibt wie bei den Menschen auch dicke und schlanke Typen und Maxi war eben ein dickes großes Schaf.

 

Allerdings fing sie nach einer halben Stunde wieder an zu pressen. Tja, so wie es jetzt aussah, sollte sie wohl Mutter von Drillingen werden. Die dritte Fruchblase war so gegen 21:20 Uhr zu sehen. Es dauerte allerdings noch 20 Minuten bis dann endlich der dritte Drilling geboren wurden. Es war wieder eine reine Schädellage so wie beim Erstgeborenen. Wir mußten ein Vorderbein hervorzuziehen , damit der kleine Mann auf unsere Welt konnte. Auch diesem Lamm sieht man an , dass er zu seinen Geschwistern einfach dazu gehört. Die Zeichnung ist wieder fast identisch. Am Kopf ist das Weiß etwas weniger ausgeprägt als bei seinen Geschwister. Der Rest stimmt wieder überein.

 

Wir haben viel mit den Drillingen und Maxi nach der endlich abgeschlossenen Geburt gearbeitet. Maxi war nach wie vor nicht in der Lage sich zu erheben. Wir reichten ihr Kraftfutter, Heu und Wasser, so dass sie ihre Energiequellen auffüllen konnte. Die Drillinge kamen wechselnd an das Euter und sie tranken alle gierig. Erst eine ¾ Stunde nach der letzten Geburt kam Maxi mit unserer Hilfe auf die Beine. Sie torkelte zur Wassertränke und nahm literweise Wasser zu sich. Sie war regelrecht ausgedörrt. Trotz der problematischen und anstrengenden Geburt ihrer Drillinge umsorgte Maxi alle drei intensiv. Sie stand still wie ein Stock, wenn die Drei versuchten selbst ans Euter zu kommen. Das trocken lecken nahm kein Ende und sie legte sich nicht mehr ab. Um 23:15 Uhr verließen wir den Schafstall und beim Kontrollgang um 02:30 Uhr war Maxi immer noch auf den Beinen umwuselt von ihren Drillingen. Das war ein Gewimmel in der Box, doch Maxi wirkte nun ganz ruhig und ausgeglichen. Sie war wohl genau so froh wie wir, dass alles ein gutes Ende genommen hatte und sie nun diese drei prächtigen kleinen „Weißkopfadler“ ihr eigen nennen kann. Der Stress der Geburt ist einfach von ihr abgefallen und nun geht es darum den Dreien eine fürsorgliche Mutter zu sein.

Wir hoffen, dass Maxi weiter Probleme erspart bleiben und sie mit ihren Drillingen sorglos durch die Sommermonate kommt.

Sie hat es wirklich verdient.

  Fips bekommt eine „Troika“

 

Unser Fips war bereits gestern etwas ruhiger als sonst.

Der Schleimpfropf sich gelöst, so dass sie in den Kreißsaal kam. 

 

Im „Appartment“ angekommen, ließ sie es sich so richtig gut gehen. Es stellten sich jedoch keine Wehen ein. Gestern Abend und auch heute morgen bei der Fütterung , haute sie sich den Bauch so richtig voll. Wir dachten es war wohl Fehlalarm.

 

Heute dann beim Kontrollgang lag sie bereits pressend in ihrer „Stube" und gebar einen kleinen fast schwarzen Jungen aus normaler vollkommener Fuß-Schädellage. Wir hatten Glück, überhaupt dabei zu sein. Eine halbe Stunde vorher war Fips noch ausgeglichen und völlig unauffällig. Aber so ist das mit den Vorzeichen der Geburt. Vieles stimmt, einiges stimmt nicht und trotzdem ist es immer anders. Der kleine Mann hat nur ein paar andeutete weiße Sprenkel auf dem Kopf, ansonsten ist er kohlrabenschwarz. Er war putzmunter und stand ganz schnell auf seinen eigenen vier Beinchen. Er fing auch sofort nach der Milch zu suchen und mit etwas Unterstützung trank er die ersten Schlucke gierig hinunter.

 

Nur eine ½ Stunde später um 12:10 Uhr kam es erneut zum Blasensprung und um 12:20 Uhr gebar Fips einen weiteren Sohn. Der Zweitgeborene sieht völlig anders aus. Er hat auffällig viel weiße Zeichnung. Eine typische weiße Blesse, die auf dem Nasenrücken nur ein schmaler Strich ist macht ihn zu einer leuchtenden Erscheinung. An beiden Hinterläufen hat er hohe weiße Stiefel. Vorn trägt er weiße Stiefeletten an beiden Beinen. Der kleine Schwanz ist völlig weiß. Er ist deutlich schwerer als sein Bruder und ebenfalls ganz munter. Das auf die Beine kommen, war kein Problem, wenn da Mama ihr ständiges Gelecke nicht wäre. Fips wollte mit dem trocken lecken gar nicht mehr aufhören und so wurde der kleine Mann immer wieder umgeschubst von seiner Mama. Wo die Milchbar ist, hatte er wohl bereits gehört und strammen Schrittes marschierte er drauf los. Doch viel Glück hatte er bei seinen ersten Versuchen nicht. Fips legte sich bereits 15 Minuten später wieder ab und begann wieder zu pressen. Es flutsche ein kleines schwarzes Mädchen zu ihren Brüdern hinzu. Die Kleine ist die Miniausgabe unter diesen Geschwister. Sie ist ähnlich gezeichnet wie das erstgeborene Lamm, hat allerding noch ein paar weiße Sprenkel auf dem Nasenrücken, so wie ihre Mama. Obwohl sie sehr klein ist steht sie in ihrer Aktivität den Brüdern in nichts nach. Auf die Beine kommen stellt kein Problem für sie dar, aber auf den Beinen bleiben bei Mamas Gelecke war da schon schwieriger. Die ersten Züge des wertvollen Kolostrum nahm sie gierig auf. Allerdings halfen wir ihr dabei, da die Lage des Euters für die Kleine wohl noch nicht bekannt war.

 

Tja, das unsere Fips Drillinge bekommt, damit hatten wir nicht gerechnet. Nun gut, wir werden sehen wie die Drei sich in den ersten Tagen machen.

 

Drillinge sind immer eine Herausforderung nicht nur für die Mutter, auch für den Schafhalter. In jedem Fall werden wir der kleinen Familie mit Extrahilfe zur Seite stehen.

Mögen Fips und ihre „Lammtroika“ gut über den Sommer kommen.

 

Hanna,... Herbert und Hertha

  

Heute morgen gab es gegen 06:30 Uhr Futter für die Schafe . Hanna hatte keinen Appetit. 

Also ab in den Kreißsaal mit ihr.

 

Sie war ausgesprochen ruhig, obwohl sie regelmäßige und kräftige Wehen hatte. Aber gut, jedes Schaf ist anders unter der Geburt und Hanna scheint die Geburtsprozedur nicht so viel auszumachen. Jedenfalls kam es um 06:50 Uhr zum Blasensprung und bereits 20 Minuten später gebar Hanna einen Sohn aus regelrechter vollkommene Fuß-Schädellage. Der kleine Mann war quietschfidel und stand schnell auf seinen 4 Beinchen. Er hat eine typische weiße Blesse über dem Kopf beginnend runter zur Nase ziehend. Allerdings ist die Blesse auf dem Nasenrücken unterbrochen. Er trägt am linken Hinterlauf über dem Knöchel ein breites weißes Bändchen. Der Schwanz ist zur Hälfte weiß. Er war ziemlich schnell dabei nach Mama Milchbar zu suchen und mit Hilfe nahm er ein paar kräftige Schlucke.

 

Um 08:30 Uhr dann wieder ein Blasensprung und Hanna schenkte einer Tochter das Leben. Sie kam um 09:20 Uhr aus vollkommener hinterer Fußlage auf unsere Welt. Das Mädchen hat am Kopf die selbe Zeichnung wie ihr Bruder. Sie trägt am rechten Hinterlauf eine weiße Stiefelette und dem Bruder gleich ein weißes Band am linken Hinterlauf. Es muß wohl so eine Art Erkennungsband für Geschwister sein! Das kleine Schwänzchen ist ebenfalls zur Hälfte weiß gefärbt. Währen es nicht Bruder und Schwester könnte man meinen, es wären eineiige Zwillinge, da die Zeichnung fast identisch ist. Wie ihr Bruder kam sie schnell auf die Beine und innerhalb der ersten 10 Minuten trank sie auch vom Kolostrum. Hanna ist eine routinierte Mutter, streng aber liebevoll. Wir werden den beiden Zwillingen in den nächsten Tagen behilflich sein, regelmäßig zu trinken. Hanna hat sehr große Zitzen und für so ein kleines Lammmäulchen einfach schwierig sie allein in den Mund zu bekommen. Wir kennen das Problem aus den letzten Jahren und wenn die ersten Tage vorüber sind, läuft alles von allein.

Nun hoffen wir,

dass die Drei schöne Monate miteinander haben.

 

27.04. 2014

 

Klara bekommt ein Damenteam

 

 

 

Heute morgen gegen 03:00 Uhr stellten wir Klara in den Kreißsaal. Sie hatte Wehen.

 

Klara presste von Anfang an mit den Wehen und um 05:00 Uhr kam es zum Blasensprung. Von da an kam eine Wehe nach der anderen. Klara stellte sich mit beiden Vorderbeinen auf und und presste bis endlich zwei Füßchen sichtbar wurden. Innerhalb weniger Minuten gebar sie aus vollkommener Fuß-Schädellage ein großes putzmunteres Mädchen. Lecken, rufen und schon ging es innerhalb von 10 Minuten auf die vier kleinen duennen Beinchen. Die Kleine stand natürlich noch sehr wackelig, aber der Instinkt führte sie unmittelbar zu Mamas Euter. Schnell ein paar Schlucke und plumps, saß sie wieder auf ihren Popo.

Um 06:00 Uhr sah man eine zweite Fruchblase in der Scheide, die mit zwei Füßchen gefüllt waren. Blasensprung 3 kräftige wWhen und Klara bekam ein weiteres Mädchen. Ihr zweite Tochter wirkt etwas „schlanker" als ihre Schwester und auch mit dem Aufstehen ging es nicht so schnell. Doch Mama Klara ist eine geduldige Mutter. Immer wieder ermutigte sie ihre Zweitgeborenen sich zu erheben, bis es dann auch endlich klappte. Bei den ersten Trinkversuchen gaben wir allerdings Hilfestellung.

 

Klaras erste Tochter hat eine schmale, auf der Nase unterbrochene Blesse. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß, ansonsten ist sie kohlrabenschwarz.

Ihre Schwester zeigt etwas mehr Weißzeichnung. Sie trägt hinten zwei Stiefelletten und vorne links eine weiße Sandale. Der kleine Schwanz ist ebenfalls wie bei ihrer Schwester zur Hälfte weiß. Sie hat eine durchgehende schmale Blesse.

 

Die Drei wirken in ihrem Zusammenspiel sehr ruhig und sicher. Klara hat die kleine Familie im Griff.

 

 

Wir wünschen dem Damenteam alles Gute für die kommenden Monate.

 

26.04. 2014 Zwillinge im Doppelpack

 

Laila

 

Die Nacht war nur kurz.

Um 03.00 Uhr ins Bett und um 05:30 Uhr wieder raus.




Rosa hatte uns etwas in Gang gehalten und Laila war bereits beim " In`s Bett gehen" ein Kandidat für den Kreißsaal.

 

Allerdings wollten wir Grethe, die mit ihren Zwillingen noch in der Ablammbox weilte, nicht mitten in der Nacht herausschmeißen und die Kleinen der Willkür der anderen Schaftanten in der Nacht überlassen.

 

Damit war allerdings durch unser Mitgefühl die Schlafenszeit deutlich reduziert für uns Menschen. Um 06.00 Uhr gab es Futter für alle Stallinsassen. Laila stand desinteressiert hinter ihren Mitbewohnern und ließ die Ohren hängen. Tja, sie hatte Wehen.

 

Nachdem das Futter ausgeteilt und genossen war ging es ans Räumen.

Grethe mit ihren Lämmern zu den mißgelaunten sensiblen Schaftanten in die Box . Altes Stroh aus der Ablammbox entfernt, die Gummimatten gesäubert und wieder neu eingestreut. Boxengitter geöffnet und Laila vorsichtig hineingeschoben. So , es war vollbracht, nun kann es mit Laila losgehen.

 

Sie hatte gute regelmäßige und kräftige Wehen. Um 09:30 Uhr dann der Blasensprung und nur 40 Minuten später gebar sie ein Mädchen aus normaler vollkommener Fuß-Schädellage. Die kleine Maus war putzmunter und ist eine hübsches Lämmchen. Auf der Stirn ein weißes Dreieck, ein kleiner weißer Strich über der Nase, eine weiße Fliege schmückt den Hals und das Schwänzchen ist zu einem Drittel weiß. Laila kümmerte sich sofort um ihre Tochter. Schnell trocken geleckt , zwischendurch gerufen und immer wieder gestupst um sie zum Aufstehen zu bewegen. Laila war dabei etwas unruhig und wir wussten nicht so recht, was das sollte. Wehen hatte sie keine. Fressen wollte sie nicht und sich abzulegen, da war sie weit entfernt. Kommt noch ein zweites Lamm? Besonders dick war Laila ja nicht. Erst gegen 12.00 Uhr begann das Wechselspiel, mit dem sich legen, aufstehen, herumlaufen. Sie hatte wieder Kontraktionen. Nach 15 Minuten Presswehen zeigte sich am Scheidenausgang 2 Füßchen. Beim Untersuchen fanden wir auch noch ein kleines Schwänzchen zwischen den Beinen. Das zweite Lamm hatte sich für eine reine hintere Fußlage entschieden. Allerdings schaffte Laila es nicht alleine, so dass wir beide Beine in die Hände nahmen und wehensyncron dem kleinen Mann durch Zug auf diese Welt brachten. Er war sichtlich beeinträchtigt durch die lange Geburtsdauer. Mekonium war bereits abgegangen und er war über und über beschmiert damit. Doch Laila machte dieses “Kindspech“ nichts aus. Sie leckte ihren Sohn trotzdem. Allerdings war sie nicht so intensiv bei der Sache, wie bei ihrer Tochter. Wir halfen beim „Abtrocknen“ und beim Gang zur Milchbar. Mit dem „Stehen auf eigenen vier Beinen“, lief es nicht so gut. Die Beinchen wirkten wie „Stelzen“. Es war eifach zu wackelig und der kleine Mann fiel immer wieder um. Nun gut , die erste Milch hat er bekommen. Nun soll er sich vom Geburtsstress etwas ausruhen. Alles andere findet sich. Wir werden auf ihn aufpassen . Der kleine Bock hat eine durchgehende schmale Blesse, weiße Streifen am linken Ohr, ein Fußbändchen am rechten Hinterlauf und trägt einen weißen Schlips. Es ist ein hübsches Kerlchen.

 

 

Nun wünschen wir der kleinen Familie dass sie gut über den Sommer kommen und frei von jeglicher Überraschung bleiben.

 

 

 

 

Rosa wird zweiter Sieger

 

Bereits gestern am späten Nachmittag war uns klar, dass es bei Rosa nicht mehr lange dauern wird, bis die Wehen einsetzten.



Der Schleimpfropf hatte sich gelöst und das ist ein Zeichen, dass die Geburt bevor steht.

 

Sie fraß schon am Nachmittag nicht mehr richtig und stellte sich abseits. Bei der späten Fütterung war sie unruhig und fing an zu scharren. Das Futter interessierte sie nicht.

 

Der Kreißsaal ihrer Box war leer, also kam Rosa rein. So gegen 23.00 Uhr dann der Blasensprung. Und dann zog es sich und zog es sich. Endlich, gegen 24.00 Uhr setzten die ersten Presswehen ein. Doch es schien nicht wirklich weiter zu gehen. Vielleicht eine Fehllage?,... oder ein großes Lamm?

 

Endlich zeigten sich kleine Teile in der Scheide und beim vorsichtigem Nachschauen, zeigte sich eine regelrechte vollkommene Fuß-Schädellage. Endlich um 00:40 Uhr gebar sie ein kleines Mädchen unkompliziert. Die kleine ähnelt ihrer Mama in der Zeichnung. Ein weißes Dreieck auf der Stirn, einen weißen Fleck um die Nase, an den Hinterläufen weiße Stiefel und vorn zwei weiße Schuh. Das Schwänzchen ist zu 2/3 weiß. Die Kleine war fit wie ein Turnschuh und stand bereits nach 10 Minuten auf eigen Beinen. Staksig suchte sie die Milchbar und mit ein wenig Hilfe kam sie zu ihrem ersten Schluck Muttermilch. Für Rosa ist es die 5. Trächtigkeit und als routinierte Mama leckte sie ihre Tochter schnell trocken und rief sie kontinuierlich. Rosa war allerdings deutlich geschafft von dieser Geburt und legte sich neben ihrer Tochter ab. Und nun. Kommt noch ein zweites Lamm ? Keine Wehen, absolute Funkstille. Gegen 01:45 Uhr setzten wieder Wehen ein. Es erschien eine zweite Fruchblase in der Scheide und Rosa begann zu pressen. Aber es ging nicht vorwärts. Die Wehen kamen in großen Abständen und waren sehr kurz. Endlich nach einer halben Stunde sah man einen Fuß und eine kleine Schnute am Scheidenausgang. Allerdings war das Lamm im Geburtskanal um 180° gedreht, also eine hintere unvollkommene Fuß-Schädellage. Kein Wunder, dass es so lange auf sich warten ließ. Mit dieser Fehlstellung dauert es allerdings eine Weile, bis man sich da durch den Geburtskanal gewunden hat. Wir konnten es nicht weiter mit ansehen, wie Rosa sich quälen musste und in der nächsten Wehe halfen wir ihr ihren Sohn zu gebären. Es ist ein hübscher kleiner Mann , der in der Zeichnung seinem Vater gleicht. Ein weißer Fleck auf der Stirn, zwei weiße Röckchen an den Hinterbeinen und das Schwänzchen ist zu 1/3 weiß. Es ging alles gut. Rosa nahm ihren kleinen Sohn liebevoll an. Das mit der Milch finden, war kein Problem für ihn. Staksig aber sicher fand er den Weg zu Mama und nahm die ersten Schlucke gierig auf.

 

Nun liegen die Drei in der mit frischem Stroh ausgelegten Box und erholen sich von den Strapazen der Geburt. Über den weiteren Verlauf müssen wir uns sicher keine Gedanken machen. Rosa ist eine erfahrende liebevolle Mutter, sie wird ihre beiden Zwillinge schon gut durch den Sommer bringen. Vielleicht werden wir ihre Tochter behalten, mal sehen wie sie sich entwickelt.

 

Wir wünschen der kleinen Familie schöne Sommermonate.

 

 

 

  

23.04. 2014

  

Grethe eröffnet

 

die Lammzeit 2014

 

 

 

 

Heute waren wir erst spät aus der Klinik weggefahren. Auf der Fahrt nach Hause meinte Ralf noch, dass die Lammzeit in diesem Jahr wahrscheinlich erst spät beginnt, so ab kommenden Sonntag. Er hat das so im Gefühl. Aber wie das so ist mit dem Gefühl von Männern....na, ja.

 

Zu Hause angekommen einen ersten Blick in den Schafstall geworfen und... Grethe lag in der Ecke und hatte Presswehen. Die kleine Schnute des führenden Lammes war bereits am Scheidenausgang sichtbar.

 

Schnell ab in die Arbeitsklamotten und zurück in den Schafstall.

 

Wir waren gerade noch rechtzeitig um die Geburt unseres ersten Lammes in diesem Jahr zu erleben. Um 17.30 Uhr gebar Grethe ein Mädchen aus unvollständiger Fußschädellage. Das linke Vorderbeinchen war zurückgeschlagen, aber mit einer kräftigen Presswehe kam ihre kleine Tochter unkompliziert auf unsere Welt. Das Mädel hat die selbe Zeichnung am Kopf wie ihre Mama,... ein weißes Dreiecke auf der Stirn und ein weißes Dreieck um die Nase und das Schwänzchen ist im letzten Drittel ebenfalls weiß. Als kleines Extras trägt sie eine weisse "Fliege". 

 

Schnell legten wir das Lamm in die vorbereitete Ablammbox und Mama Grethe folgte sofort. Nun waren beide da, wo sie sein sollten, wenn es zur Geburt kommt.

 

Die Boxen hatten wir vor 2 Tagen im Schafstall gestellt und mit Stroh, und Gummimatten ausgelegt. Die Wärmelampe hatten wir auch installiert.

 

Die Kleine war munter und brauchte nicht lange um auf ihre vier Beinchen zu kommen. Grethe nahm sie sehr aufmerksam an und rief nach ihr. Das Trockenlecken ging zügig , da wir zur Zeit 15 Grad im Stall haben. 15 Minuten nach der Geburt des ersten Lammes kam es erneut zum Blasensprung und nach einer Wartezeit von 40 Minuten sahen wir endlich einen vorangehenden Teil des zweiten Lammes. Kräftige Presswehen in kurzer Folge brachten die Geburt vorwärts. Eine Stunde nach der Geburt ihrer Tochter gebar Grethe einen Jungen aus vollkommener hinterer Fußlage. Der kleine Mann sieht seinem Vater Torben ähnlich. Ein kleines weißes Dreieck auf der Stirn, weiße Stöckchen an den Hinterläufen und das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß gefärbt. Gretes Sohn rief sofort nach seiner Mama und diese umsorgte ihn intensiv. Lecken, rufen und hin und wieder stupsen, so kamen die beiden sich näher.

Alles in allem war es eine unkomplizierte Zwillingsgeburt. Zwar hatte jeder der Zwillinge seine eigene spezielle Lage um auf die Welt zu rutschen, aber sie haben es gut gemeistert.

Inzwischen sind beide Lämmer an der Milchbar bei Mama gewesen und haben die ersten Milliliter der wertvollen Vormilch (Kolostrum) zu sich genommen. Nun liegen alle Drei zufrieden in der Ablammbox und ruhen sich aus.

 

 

Alles Gute für die kleine Familie.