30.04. 2013

 

Alfa gebärt still und leise

 

Alfa war unser erstes eigenes Lamm. Sie wurde 2009 geboren und bekam ihr erstes Lamm 2011, Quetschi.

 

Sie hatte damals eine schwere Geburt und nahm ihre Tochter nicht an.

O.K., jeder bekommt bei uns eine zweite Chance und so auch Alfa. Im letzten Jahr gebar sie ein Zwillingspärchen und war ihren beiden Kindern eine fürsorgliche liebe Mutter.

In diesem Jahr war sie also das dritte Mal schwanger und wir hatten ein gutes Gefühl dabei. Am Nachmittag zeigten sich Wehen und so marschierte Alfa in den Kreißsaal. Ca. 3 Stunden nach registrierter Wehentätigkeit sprang die Fruchtblase und eine Stunde später gebar sie völlig unkompliziert ein normal großes Mädchen, was sie sofort liebevoll annahm. Die Kleine ist bis auf ein paar weiße sprenkel auf der Stirn völlig schwarz und sieht ihrer Mutter sehr ähnlich. Sie ist ein munteres Lamm und stand schnell auf ihren vier Füssen. Die Milchbar zu finden war kein Problem für die kleine Dame. Doch Alfa hatte nicht viel Zeit sich um ihre Tochter zu kümmern. Bereits eine ½ Stunde später wieder ein Blasensprung und kurz darauf zeigte sich ein Füßchen und diene kleine weisse Schnute. Bei ihrem zweiten Lamm brauchte sie mehrere Pressversuche um es ans Tageslicht zu befördern. Doch letztlich ging alles unkompliziert.

Es ist ein Junge, etwas grösser als seine Schwester und hat eine vollkommen andere Zeichnung. Er hat die typische weiße Blesse, einen weißen Kringel am rechten Ohransatz und weiße Stiefel an den Hinterläufen. Das Schwänzchen ist zu ¾ weiß. er ist ein sehr quirliger kleiner Kerl und in seinem Übermut verfehlte er die Milchstation ständig. „In der Ruhe liegt die Kraft“ … und so halfen wir dem kleinen Böckchen bei den ersten Trinkversuchen. Beide Lämmchen kamen aus regelrechter vollkommener Fuß-Kopf-Lage. Alfa liegt nun mit ihrem Zwillingspärchen im Kreißsaal und ruht sich aus. Sie macht überhaupt keinen gestressten Eindruck. Den kleinen Sohn umsorgte sie genau so intensiv wie ihre Tochter und wir glauben dass die drei einen phantastischen Sommer auf unserer Weide erleben werden. Auf jeden Fall hatte die kleine Familie einen guten Start in die Saison.

 

Wir wünschen den Dreien alles Gute. 

 

 

30.04. 2013

 

Aller guten Dinge sind Drei

 

Unsere Marie hat wieder einen Volltreffer gelandet.

 

 

 

Am Nachmittag hat sie sich auffällig ruhig verhalten und wollte auch vom guten Heu nichts wissen. Marie macht nicht viel Theater um Dinge und so war für uns klar, dass sie ihre Kinder bekommen wird.

 

Im Kreißsaal lief sie viel auf und ab aber mit einer Engelsgeduld.

Um 17:30 Uhr dann der Blasensprung und um 18:10 Uhr gebar sie ihr erstes Lämmchen, einen kleinen Jungen. Er war sofort fit wie ein Turnschuh und stand schnell auf seinen 4 Beinchen. Er hat die typische weiße Blesse mit etwas schmalerem Anteil auf der Nase. Die gesamte Schnute ist weiß. Hinten trägt er weiße Stiefeletten und der kleine Schwanz ist zur Hälfte weiß.

Unsere Marie nahm ihn fürsorglich entgegen und leckte ihn eifrig.

 

Doch viel Zeit blieb ihr nicht mit dem kleinen Kerl. Flugs sprang die zweite Fruchtblase und es kam kurz danach um 18:25 Uhr ein Mädchen auf die Welt. Sie hat wie ihr Bruder die typische weiße Blesse, die allerdings sehr breit auf der Nase sitzt. Auch sie hat eine weiße Schnute und trägt an den Hinterläufen weiße Gamaschen. Vorn steht sie auf zwei weißen Schuhen und das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. Marie nahm sie ihr sofort an und sie leckte im Doppeltakt beide Kinder trocken. Genau wie ihr Bruder stand sie fix auf den Beinen und wir legten beide Lämmchen an. Marie wirkte völlig unbeeinflusst von der Geburt.

 

Doch dann erstaunen bei uns. Es war eine dritte Fruchtblase sichtbar. Um 19:00 Uhr gesellte sich ein zweites Mädchen hinzu. Die Kleine ist deutlich zierlicher als die beiden Erstgeborenen, aber genau so fit. Sie hat die weiße Blesse, welche schmal auf der Nase sitzt. Hinten trägt sie zwei Gamaschen an den Beinen und der Schwanz ist zu ¾ weiß. Sie kam schnell auf die Beinchen und suchte sofort nach der Milchbar. Natürlich halfen wir auch ihr die ersten wertvollen Schlucke zu bekommen.

 

Unsere Marie hat die Drillingsgeburt einfach so weggesteckt. Alle Lämmchen lagen in regelrechter vollkommener Kopf-Fuß-Lage und Marie gebar alle drei ohne jegliche Hilfe.

Man waren wir froh nach dem Erlebten der letzten Tage. So kann es auch gehen und so soll es eigentlich sein!

Nun stehen die Drillinge mit ihrer Mutter Marie im Kreißsaal und genießen die ersten gemeinsamen Stunden.

 

Es sind übrigens die zweiten Drillinge für Marie. Auch im letzten Jahr hat sie uns damit auch überrascht.

 

Wir wünschen den Vieren einen tollen Sommer.

 

 

 

29.04. 2013

Lilo hat`s geschafft


 

Lilo kam heute Nachmittag in den Kreißsaal. Sie war sehr unruhig und legte sich viel ab.


So musste Ina mit ihren Zwillingen vorzeitig das Appartement verlassen und die Räumlichkeit wurde für Lilo hergerichtet.

 

Um 16:00 Uhr kam es zum Blasensprung und Lilo scharrte unermüdlich im Stroh, stand auf, legte sich nieder und suchte immer wieder Kontakt zu ihren Mitbewohnern. Bereits eine ½ Stunde nach dem Blasensprung begann sie zu pressen. Es waren starke , langandauernde wehen und unmittelbar mit den ersten Presswehen erschien auch eine kleine weiße Schnute am Scheidenausgang. Trotz kräftiger Presswehen ging es nicht vorwärts. Lilo bemühte sich ihr Lamm zu gebären, doch der Kopf schien fest zu stecken. Nach einer weiteren halben Stunde entschlossen wir uns zu untersuchen. Es zeigte sich dass das rechte Füßchen über den Kopf hinter dem Ohransatz lag. Das linke Vorderbein war nicht zu tasten. Das rechte Vorderbein haben wir vorsichtig hervor luxiert so dass es neben dem Gesicht zu liegen kam. Nun ging es gemeinsam an die Sache. _durch wehensynchronen Zug versuchten wir Lilo zu helfen, doch wir hatten zunächst kein Glück. Unsere Schafmama presste und presste und presste.

Doch es rührte sich nichts. Es war wie verhext. Endlich nach 10 Minuten gemeinsamer Arbeit wurde endlich ein großes Mädchen geboren. Die kleine war sichtlich erschöpft und wir haben es kräftig gerubbelt, um in ihm die Lebensgeister zu wecken. Liv, so heißt die Kleine legte wir so vor Lilo, dass sie sie lecken und rufen konnte. Lilo war so fertig, dass sie nicht in der Lage war aufzustehen. Und wir waren genau so geschafft. Wir hatten zum Schluß zweifel daran, ob wir das Lämmchen überhaupt heraus bekommen.

Aber wie es so oft im Leben ist, ...Ende gut... alles gut!

 

Liv hat eine typische weiße Blesse, einen kleinen weißen Kringel am rechten Ohransatz so wie Mama Lilo. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. Durch die Welt spaziert sie in Zukunft mit einem weißen Stiefel hinten rechts und 3 weißen Schuhchen. Als schmuck trägt sie eine breite weiße Halskette.

 

Liv haben wir sofort angelegt und das kleine Schnutchen saugte kräftig an Mamas Milchbar. Sie brauchte eine Weile um auf die Füße zu kommen. Doch inzwischen stakelt sie auf allen Vieren durch den Kreißsaal. Auch Lilo lag bestimmt eine ¾ Stunde bevor sie die ersten schritte wagte. Sie war ziemlich taumelig bei der ersten schritten.

 

Gott sei Dank, kam kein zweites Lämmchen dazu. Noch so eine Strapaze hätte uns sicher alle noch mehr mitgenommen.

 

Nun liegt das Damenduo im Kreißsaal und ruht sich aus.

Wir hoffen, dass die beiden gut zueinander finden und einen super Sommer auf unserer Weide haben. Wir wünschen es ihnen.


 


 

 

28.04. 2013


Ina hat eine


schwere Geburt


 

 

Bereits gestern Abend mäkelte Ina mit dem Abendbrot herum. Hier ein wenig Körner, da ein wenig Heu, aber nicht wirklich mit Lust.

Die Nachtmahlzeit mit unserem frischem selbst geernteten Heu verschmähte sie völlig.

 

So marschieren Laila und Hera aus ihrem Appartement raus und nach gründlicher Reinigung und Erneuerung mit Stroh kam Ina rein.

 

Heute morgen um 06:30 Uhr stand sie mit gesenktem Kopf im Kreißsaal. Sie hatte wehen. Frühstück wollte sie wieder nicht und so lag sie überwiegend und bewegte sich wenig. Na, ja dachten wir, dass fängt ja gut an. So wie es aussah waren die wehen nicht kräftig genug. Es zog sich und zog sich. Um ca. 13:00 Uhr fing sie an zu kratzen um sich ein Nest zu bauen. Aber es waren nach wie vor keine kräftigen wehen zu sehen. Um 13:50 Uhr dann ein Blasensprung. Und dann ging es plötzlich rasant voran. Um 14:00 Uhr sah man die kleine _Schnute, allerdings ohne vorliegende Füße. Also wieder eine abnorme Lage. In der Presswehe untersucht und ein Füßchen lag in Ohr Nähe. An dem Fuß in der wehe gezogen und hervorgeholt. Nun ging es gemeinsam weiter. Also los,... wehensynchroner Zug am Kopf und linken Vorderbein. Kopf mit Schulter entwickelt, Zugrichtung geändert so dass Platz für das zurückliegende Bein ist um herauszurutschen. Um 14:10 Uhr kam ein großer junge auf die Welt und Ina rief ihn sofort und begann mit dem trocken lecken.

Wir waren vielleicht froh, dass sie den kleinen Kerl so fürsorglich annahm. Im letzten Jahr hatte sie ein Zwillingspärchen, welches sie allerdings verstoßen hatte.

 

Der kleine Mann trägt hinten zwei hohe weiße Stiefel und vorne zwei weiße Schuhchen. Der Schwanz ist völlig weiß und im Gesicht hat er die typische weiße Blesse wie sie bei Zwartblesse-Schafe zu finden ist. Vom Kinn , über den Hals und über die Brust , über den Bauch bis zum Hodensäckchen zieht sich ein breiter weißer Streifen. Der kleine Hodensack ist völlig weiß.

Schnell kam das kleine Böckchen auf die Beine und mit Hilfe gab es die ersten Schlückchen an Mamas Milchbar.

 

Um 14:35 Uhr dann der nächste Blasensprung. Und dann war ruhe. Ina kümmerte sich um ihren Erstgeborenen doch es war keine Wehentätigkeit erkennbar. Nach knapp zwei stunden mussten wir Handeln. Also wieder untersucht und nun stellt sich heraus, dass der Geburtskanal leer war und ganz weit oben kleine Füßchen zu tasten waren. Das zweite Lamm hatte sich nicht eingestellt und lag in Hockstellung mit dem Po in Führung. Nun vorsichtig die beiden Hinterfüßchen gefasst, aber die wollten nicht an die frische Luft. Sie versuchten sich dem Griff zu entziehen. Aber vorsichtig mit leichter Traktion beförderten wir die Füßchen in den Scheidenausgang. Nun weiterer leichter Zug und mit der provozierten Wehe konnten wir einen zweiten Jungen durch vollständige Extraktion entwickeln. Anfänglich brauchte er etwas Zeit um sich gewahr zu werden, dass er auf der Welt ist. Doch ein leises „Bääääh...“ und die Antwort seiner Mutter motivierten das kleine Kerlchen auf die Beine zu kommen. Auch ihn nahm Ina an und leckte und suchte Kontakt über das Rufen.

Ina zweiter Sohn hat eine auf der Nase unterbrochene weiße Blesse, wie sein Onkel Hänschen. An den Hinterläufen trägt er weiße Stiefel und an der Vorderläufen sind die Sohlen weiß. Der Schwanz ist zur Hälfte weiß. Zu seinem ansonsten tief schwarzen Frack trägt er eine kleine weiße Fliege. Da er vom Geburtsstress noch beeinflusst war, hatte er Orientierungsschwierigkeiten die Milchquelle zu finden. Auch ihm halfen wir beim ersten Auftanken.

 

Für Ina war es mehr als genug. Nun stehen die Drei im Kreißsaal und können sich erholen.

 

Wir drücken ganz fest die Daumen, dass ab jetzt der Weg der kleinen Familie frei von weiteren Problemen bleibt. Die Geburt war für alle mehr als genug!!!

 


 


 

 

27.04. 2013


Na endlich geht es weiter

 

 

 

 

Heute haben wir mal etwas länger geschlafen.

Nach einem kurzem Frühstück ging es um 08.15 Uhr raus zum Füttern und sieh da Störste steht pressend in der Box. Schnell den Kreißsaal geöffnet und Störste hinein geschoben.

 

Nach nur wenigen Pressversuchen sah man eine kleine Schnute und ein Beinchen am Scheidenausgang. Es schien ein großes Lämmchen zu sein, den trotz kräftiger Presswehen ging es nun nicht wirklich vorwärts.

Endlich um 08:50 Uhr wird mit ein wenig Traktionshilfe ein munteres kleines Mädchen geboren. Die Kleine hat eine typische weiße Blesse, die auf der Nase schmaler wird und auf der kleinen Schnute einen schwarzen Punkt beinhaltet. Hinten trägt sie weiße Stiefel und an den Vorderläufen hat sie weiße Schuhchen an. Das Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. Es hat nicht lange gedauert und Störste Tochter stand auf ihren 4 Beinchen. Beim ersten Trinken gaben wir Anleghilfe, aber die ersten Schlucke kamen mit kräftigem Zug. Störste hat sich rührend und mit Ruhe um die Kleine gekümmert.

 

Wir erwarteten ein zweites Lamm und waren verwundert, dass Störste keinen Wehen zeigte.

 

Erst 1 Stunde später wieder Kontraktionen und ein Blasensprung um 10:05 Uhr. 15 Minuten später zeigte sich eine kleine Schute allerdings ohne vorangehende Füße in der Scheide. Bei der Untersuchung fanden wir eine reine Schädellage. Tja, das konnte sie allein nicht schaffen. Also mussten wir mit geburtshilflichen Tricks arbeiten. Den rechten Vorderlauf über den Bauch des Lämmchens vor geholt und raus gewischt. Wehensynchron nun am Beinchen und Kopf gezogen, weg von der Seite des zurückliegenden Vorderbeins, so dass dieses die Chance hatte beim Zug zu folgen und sich selbständig zu entwickeln. Es ging alles gut. Störste gebar einen kleinen Sohn, der die gleiche Zeichnung im Gesicht hat, wie sein Papa Hänschen. Eine unterbrochene Blesse im Gesicht, zwei weiße Schuhchen an den Hinterläufen und einen zur Hälfte weißen Schwanz.

In der Größe ist er seiner Schwester ebenbürtig und auf die kleinen Beinchen kam er auch selbständig, allerdings mit etwas Verzögerung. Die Geburt hatte ihn doch etwas mitgenommen. Wir haben ihn angelegt und mit gierigen Schlucken nahm er die erste Muttermilch auf.

 

Unseren beiden Zwillingen und ihrer Mutter geht es gut.

Rana, so nennen wir Störstes Mädchen und Rasmus so heißt ihr kleiner Junge liegen zusammen mit ihrer Mama unter der Wärmelampe in ihrer kleinen „Stube" und erholen sich von den Strapazen des Vormittags.

Wir wünschen dem Dreierteam alles Gute für die Zukunft.

 

 


 

 

24.04. 2013


Laila eröffnet


die Lammzeit 2013

 

 

 

 

In dieser Woche sind wir beide zu Hause, da wir mit den ersten Lämmern rechnen.

Ausgehend von der Deckperiode ist der 25.04. offizielle Start der Lammzeit 2013. Allerdings rechnet man ja +/- 5 Tage, so dass wir bereits seit 20.04. wie auf Kohlen sitzen. Doch unsere Damen lassen sich Zeit.

 

Heute gab es bereits um 07:00 Uhr Frühstück für unsere Vierbeiner. Aller hatten einen riesigen Appetit,... nur Laila mäkelte bereits beim Kraftfutter rum und ans Heu ging sie erst gar nicht.

Sie hielt sich abseits von den anderen Schafen in ihrer Box, für uns ein Zeichen, dass sie mit sich selbst zu tun hat. Der Kreißsaal ist ja schon lange fertig, also ab mit Laila in das „Einzelzimmer“

 

Im Kreißsaal angekommen, wurde sie auch zunehmender aktiv. Sie scharrte, legte sich hin, stand wieder auf und man hatte den Eindruck dass sie nach Etwas oder Jemanden suchte.

Um 09:45 Uhr dann der Blasensprung. Klares Fruchwasser, … also alles o.k.. Nach einer Stunde kein Geburtsfortschritt. Die Wehen kamen in langen Abständen und Laila beruhigte sich etwas. Komisch, … es war uns nicht ganz geheuer.

Gegen 11:15 Uhr die ersten Presswehen, allerdings auch sehr kurz und nicht so kräftig. Nach einer ¾ Stunde waren dann endlich kleine teile in der Vulva sichtbar und wenige Minuten später auch eine kleine weiße Schnute. Allerdings brauchte Laila noch mehr als eine ½ Stunde bis sie ein kräftiges Mädchen aus unvollkommener Fuß-Kopflage gebären konnte.

 

Laila war so geschafft von der Geburt, dass sie selbst nicht aufstehen konnte. Um den Kind-Mutter- Kontakt schnell herzustellen legten wir die kleine Maus der Mama zum Ablecken an die Seite. Laila schleckte die kleine ganz innig und begann mit dem typischen Rufen einer Schafmutter um ihre Tochter zu aktivieren. Die kleine Hera brauchte nicht viel Animation. Sie antwortete prompt und schnell versuchte sie auf die Beine zu kommen.

 

Hera hat einen komplett weißen Kopf mit weißen Ohren und trägt dazu eine schwarze Brille. Das kleine Schwätzchen ist zu ¾ weiß. Ausgestattet mit weißen Stiefeln an den Hinterläufen einen weißen Schuh am linken Vorderlauf sowie einen halboffenen Stiefel am rechten Vorderlauf , der mit einem weißen Strumpfband gehalten wird, ist ihre Zeichnung mit noch einem breiten weißen Latz sehr speziell ausgefallen.


Mausi als Lamm  im Juli 2009
Mausi als Lamm im Juli 2009

 

 

 

 

Mit dem vielen Weiß, insbesondere dem weißen Kopf ähnelt sie ihrer Oma Mausi sehr.

 

Am ersten Gang zur Milchbar gaben wir etwas Unterstützung, so dass die ersten Schlucke der wertvollen Biestmilch (Kolostrum) geflossen sind. Laila war in allem sehr ruhig und man merkte ihr nicht an dass Hera ihr erstes Lamm ist.

Eine Stunde nach Heras Geburt hatte die Plazenta sich noch nicht gelöst und wir ließen die Beide alleine, so dass sie sich von den Strapazen der Geburt erholen konnten.

 

Doch gegen 14:15 Uhr begann Laila wieder zu pressen und am Scheidenausgang zeigten sich kleine Füßchen. Noch ein Lamm?! In nur 5 Minuten gebar sie den anderen Zwilling einen kleinen Jungen. Allerdings war dieser ohne Lebenszeichen. Wir versuchten das kleine Leben in ihm zu wecken, aber erfolglos. Er hatte keinen Herzschlag und keinerlei Reflexe waren provozierbar. Lailas Sohn wurde tot geboren. Sie hat es wohl sofort erkannt, denn kein Rufen, keine Kontaktaufnahme in Form von trocken lecken. Sie wusste es wohl besser als wir!

 

So hat unser Start in die Lammzeit einen bitteren Beigeschmack bekommen. Lailas Sohn hatte die gleiche Zeichnung wie seine Mutter im Gesicht und bis auf einen weiße Schwanzspitze war er völlig mit schwarzem Fell ausgestattet. Den kleinen Mann haben wir im Wald ein zu Hause gegeben. Von der Natur, zurück zur Natur, das ist nun mal auch das Leben, … leider.

 

Laila und Hera liegen nun zufrieden in der Ablammbox auf trockenem Stroh und über ihnen leuchtet eine kleine rote Sonne.

Wir drücken den beiden die Daumen, dass von nun an ihr gemeinsamer Weg durch den Sommer 2013 frei von Hindernissen ist.

 

Viel Glück den beiden Damen.