Da der April bereits mit einigen Artikeln gefüllt ist, haben wir die Geburten im April auf einer Extraseite eingefügt.


Zu den einzelnen Geburtsberichten mit Bildern geht es hier.

 


 


 

22.04. 2013

Schön warm soll es sein

 

Draußen ist es sehr kalt und es bläst ein eisiger Wind. Unsere Weide ist weiterhin zu großen Anteilen mit Schnee bedeckt. Normalerweise geht die gesamte Herd Mitte Mai raus aus dem Stall, doch in diesem Jahr wird es wohl gut 14 Tage später werden. Es macht nur Sinn die Schafe raus zu tun, wenn auch genügend Futter auf der Wiese ist. 

Jetzt aber zu unserer Lammzeit.

Seit 20.04. warten wir auf unsere Lämmer. Nichts tut sich. Alle Schafdamen fühlen sich wohl und denken nicht ans Lämmer kriegen. Dabei haben wir alles so gut ausgerechnet!

Da es sehr kalt ist ( 3-4 Grad draußen und ca. 6-8 Grad im Schafstall bei geöffnetem Rollo) , haben wir uns entschlossen, in den Ablammboxen (Kreißsäle) Wärmelampen anzubringen.

Also fuhren wir nach Evje und haben im Fachgeschäft (Felleskjöp) 4 Lampen gekauft. Wir werden mit Infrarotlicht arbeiten und haben 175 Watt Birnen dazu geholt.


 

  

Noch am Abend hat Ralf die Lampen über jedem Kreißsaal angebracht und alle über eine Fernsteuerung miteinander gekoppelt. Jede Lampe kann nun je nach Bedarf mit der Fernbedienung angeschaltet werden, ohne , dass wir extra dafür in die Boxen krabbeln müssen.

 

Hintergrund unserer Aktion ist Folgendes.:

Wir haben in jedem Jahr 1 oder 2 Lämmer im Stall verloren, ohne dass wir einen klaren Grund hier für finden konnten.

 

Wir achten auf Sauberkeit und Hygiene im Stall und weitestgehend sterile Bedingungen bei der Untersuchung unter der Geburt. Infektionen scheiden nach unserer Meinung aus.

 

Unser Stall ist hell, zugfrei und gut belüftet.

In den Ablammboxen liegen auf dem Streckmetall ca. 2 cm dicke Gummiplatten mit Lochung auf denen dick Einstreu (Haferstroh) verteilt ist. Der Einstreu wird nach jeder Geburt gewechselt und Dung gründlich entfernt. Jede Geburt wird von uns überwacht und die Lämmer bekommen Hilfestellung beim Saugen in den ersten Lebensstunden. Wir kontrollieren das Euter auf Verschmutzung nach der Geburt und bevor die Lämmer an die Zitzen gehen werden diese frei gemolken, um den Milchfluss zu gewährleisten.

 

 

Hin und wieder haben wir Lämmer , die bei den ersten Trinkversuchen Unterstützung durch uns brauchen. Einige der kleinen Würmchen sind etwas orientierungslos, andere zu wild und wieder andere noch zu unsicher auf den Beinen oder einfach zu klein und es fehlen die Kräfte in den ersten Stunden.

Mehrlingsträchtigkeiten, schwere Geburten, nasskalte Witterung, oder auch zu gering ausgebildete Lamm-Muttertierbindung sind zusätzliche auslösende Faktoren, die den Start ins Leben erschweren.

 

Sollte ein Lamm, von seiner Mutter verstoßen werden, muss in denersten Lebensstunden das Lamm mindestens 8 x an das Euter geführt werden bzw. am ersten Tag mindestens alle 2 Stunden mit 50 ml Kolostrum versorgen werden. In den ersten 2 Lebensstunden kann man zwischen 10 bis 12 Saugakte beobachten.

 

Zu wenig Vormilch (Kolostrum) in den ersten Lebensstunden und nachfolgender erhöhter Verlust der Körpertemperatur beim Lamm, sind sicher eine plausible Erklärung für den frühen Tod einiger unserer Lämmer in den letzten Jahren.

Zu wenig Kolostrum und hoher Verlust an Körpertemperatur führen rasch zu einem akuten Mangel an Energie (Glukosemangel; Hypoglykämie) und zum starken Absinken der Körpertemperatur (Hypothermie).

 

Durch intensives recherchieren im Internet und lesen von Fachliteratur meinen wir den Grund für das frühe Ableben gefunden zu haben.

 

Dipl.-Tzt. Dr. Johann GASTEINER, BAL Gumpenstein, A-8952 IRDNING hat dazu folgendes veröffentlicht:

 

Neugeborene Lämmer haben nur geringe Energiereserven in Form von Glukose im Blut sowie in Form von Glykogen (Speicherzucker) in der Leber und in der Muskulatur. Weitere, weniger rasch verfügbare Energielieferanten sind Körperfette und in geringerem Ausmaß auch Proteine.

Die neugeborenen Lämmer sind deshalb auf eine rasche Versorgung mit hochwertigem Kolostrum angewiesen. Die Glukose dient den Körperzellen als Energielieferant, gleichzeitig entsteht auch Wärme, die zur Aufrechterhaltung der physiologischen Körpertemperatur lebensnotwendig ist. So ist beispielsweise das Muskelzittern ein äße-

er Ausdruck der Wärmeproduktion zum Zwecke der Thermoregulation.

Während der physiologische Blutzuckerspiegel bei Lämmern über 3,3 mmol/l liegt, sinkt dieser Wert bei hypoglykämischen Lämmern auf Werte unter 3 mmol/l ab. Das Lamm hat zum Zeitpunkt der Geburt eine innere Körpertemperatur, die auch der Temperatur in der Gebärmutter entspricht (38,5° C – 39,5° C). Das Lamm kommt jedoch „vollständig durchnässt“ zur Welt und durch das Abtrocknen an der Luft wird dem Körper Verdunstungswärme entzogen, das Lamm kühlt an der Körperoberfläche stark ab. Die physiologische innere Körpertemperatur beträgt bei Lämmern 38,5° C bis 39,5° C, bei einer Körpertemperatur von 38,5° C bis 37° C spricht man von mäßig hypothermisch und unter 37° C ist das Tier hochgradig hypothermisch. Der Hypoglykämie-Hypothermie-Komplex stellt eine multifaktoriell bedingte Erkrankung dar, wobei einzelne Faktoren oder Umstände zur Auslösung der Erkrankung genügen oder sich gegenseitig verstärken können. Mit dem Absinken der inneren Körpertemperatur kommt es bei dem betroffenen Lamm zu einem Rückgang oder vollständigen Fehlen der Sauglust und zu einem herabgesetzten/fehlenden Bewegungsdrang. Die eigene Wärmeproduktion geht weiter zurück und die Prognose verschlechtert sich stündlich.“

 

  

Für uns gelten von nun an folgende Orientierungshilfen wenn ein Lamm „auffällig“ wird, man könnte sie auch „Richtlinien“ nennen:

 

 

 

Was sind Zeichen einer Hyperthermie/Hypoklykämie?:

Ein betroffenes Lamm steht oder liegt oft abseits der anderen Lämmer und zittern stark.Das Lamm ist schwach und hat eine gesenkte Kopf-Hals-Haltung.

In Abhängigkeit vom Schweregrad der Hypothermie /Hypoglykämie reagiert das Tier kaum oder gar nicht mehr auf äußere Reize, weist kaum noch Reflexe auf und scheint in einem Dämmer- oder Schlafzustand verfallen (Körpertemperatur unter 37 °C kritisch).

Die Sauglust und/oder der Schluckreflex sind oftmals bereits vollständig aufgehoben. Aus diesem Grund haben die Lämmer zumeist auch eine feucht-nasse Maulgegend bzw. verstärkten Speichelfluss.

 

 



Was sollte man bei ersten Symptomen tun?:




Saugt das Lamm nicht,wirkt es "lebensschwach" und liegt viel, muss die Körpertemperatur gemessen werden.   

 

Liegt diese zwischen 37,5 und 39,0 °C und der Schluckreflex ist intakt, so können wir warme Muttermilch (Kolostrum) geben. Die körperwarme Muttermilch können wir, falls notwendig auch über eine Magensonde verabreichen (10 ml/kg Körpergewicht). Empfohlen wird in schweren Fällen von Hypothermie (Unterkühlung) das Kolostrum vorerst durch Gabe einer 20 %-igen Glukoselösung zu ersetzten.

 

Weitere Maßnahmen:

Begleitend zu der „Fütterung“ muss das betroffene Lamm in eine wärmere Umgebung gebracht werden. Den „Kreißsaal“ können wir entsprechend tief einzustreuen und mit Hilfe der neu installierten Wärmelampe hoffen wir, die Körpertemperatur des Lammes stabil zu halten.

Doch wir können sie mit der Wärmelampe nicht ausreichend erhöhen.

 

Während der Lammzeit ist der Bereich, wo die Schafe mit ihren Lämmern stehen, geschlossen (Türen, Fenster, Rollos zur Gerätevorhalle sind geschlossen). So vermeiden wir Zugluft und haben eine Temperatur von ca. 10 Grad im Stall bei einer Außentemperatur von zur Zeit 5 Grad. Wenn es draußen wärmer ist, steigt natürlich auch die Temperatur im Schafstall- doch augenblicklich ist das Wunschdenken, es ist bitter kalt.

Ein Ventilator, der die Luft nach draußen schafft, arbeitet rund um die Uhr.

 

  

Wir haben eine selbstgebaute „Intensivbox“ für unsere Lämmer in der sie trocken und warm an einem anderen Ort gestellt und behandelt werden können. 

 

Aufwärmen mit einem Fön oder die Box neben den Ofen stellen, ist sicher eine wirkungsvolle Methode, um die Körpertemperatur bei stark ausgekühltem Lamm wieder anzuheben. Erst wenn die Körpertemperatur über 37,5 °C liegt, kann das Lamm zurück zu seiner Mama.

Die Isolierbox mit dem Lamm stellen wir dann zurück in die Ablammbox zur Mutter, so daß der Kind-Mutter-Kontakt jeder Zeit möglich ist und zum Anderen eine gute Kontrolle durch uns gestattet.

 

Zu beachten ist, dass die Wärmezufuhr mit der Nahrungszufuhr kombiniert wird. Erhöht man die Körpertemperatur ohne gleichzeitig Nahrung oder Glukose zu verabreichen, kommt das Lamm in die Hypoglykämie (Unterzucker), dann ins Koma und verstirbt. Eine Erhöhung der Körpertemperatur bringt automatisch eine Erhöhung des Stoffwechsels mit sich, ohne Nahrung/Glukose stirbt das Lamm.

 

Falls erforderlich, kann man dem Lamm eine Magensonde legen. Für uns nicht schwierig da wir ja aus der „Medizin“ kommen und mit solchen Prozeduren beim Menschen vertraut sind. Die Handhabung von Therapien macht zwischen Mensch und Tier keinen großen Unterschied, wenn man allerdings die spezielle Anatomie des kleinen Lämmchens beachtet.

 

Wir sind jetzt gut gewappnet und haben alles gut vorbereitet um diesen Komplikationen aus dem Weg zu gehen. Wir werden verstärkt auf unsere Lämmer achten!

 

Ach , wenn sie doch nur kommen würden. Wir warten voller Ungeduld auf die kleinen Wollknäule.

 

Hier findet ihr eine sehr nützliche Anleitung für das Vorgehen bei hypoglykämischen und hypothermen Lämmern.

 

Eine Anleitung zum Legen der Magensonde beschrieben durch Dipl.-Tzt. Dr. Johann GASTEINER, haben wir auch im Internet gefunden und für jeden Schafzüchter als durchführbar befunden.

 

  

15.04. 2013


Die Kreißsäle sind gestellt 

 

Heute haben wir die Kreißsäle eingerichtet.

Jede Box hat ein extra abgesperrtes Terrain wo die werdenen Schafmütter ihre Lämmchen gebären können. Auf dem Streckmetall liegen 2 cm dicke Gummimatten mit Lochung und auf den Matten ist Haferstroh verteilt.


So haben die unter der Geburt befindlichen Schafe die Möglichkeit zu scharren und ein „Nest“ zu bauen.

Gleichzeitig ist es trocken und warm für Mutter und die Neugeborenen. Zugang zum Wasser und ein Leckstein gehören zur Ausstattung einer jeden Lammbox dazu.


So, nun kann es aber losgehen. Aber ein paar Tage werden wir uns sicher noch gedulden müssen. Wir rechnen damit, dass Tria die Erste sein wird. Das Euter ist prall und rot und sie verhält sich sehr ruhig.

 

Aufruf an alle!!!


Wir brauchen wieder jede Menge Namen für unsere Neuankömmlinge. Schreibt eure Vorschläge ins Gästebuch oder gebt kurz eine Meldung über unsere Kontaktseite. Es ist nämlich nicht so einfach für 40 Lämmchen einen Namen zu finden. Je nach Aussehen der neuen Erdenbürger werden wir die Namen zuordnen.

 


 

13.04. 2013


Kampf den Fliegen

 

Viele Schafe, ... viel Dung,... 

viele Fliegen, ... 


... aber nicht bei uns.

 

  

Noch 1 Woche und die ersten Lämmer stehen im Stall.


Wolle runter, … Impfen und Entwurmen , … alles ging nach Plan.

 

In diesem Jahr haben wir Glück mit dem Wetter, jedenfalls bezüglich der fliegenden Plagegeister. Es ist nach wie vor sehr kalt, jede Nacht Minusgrade und der Schnee hält sich tapfer und bedeckt nach wie vor die Erde vollständig.

Allerdings wird es sicher kommen, das Frühjahr, und mit steigenden Temperaturen auch die Fliegen.

 

Seit 3 Jahren betreiben wir eine sogenannte „integrierte Fliegenkontrolle“.

Neben Stallhygiene und gesundheitlichen Maßnahmen gebrauchen wir auch chemische Mittel, sogenannte Insektizide, um den Fliegen „Herr zu werden“. Der effektive Einsatz von Insektiziden bedeutet einen Doppelangriff auf die Fliegen: Larvizide, um die Entwicklung von Fliegenlarven zu verhindern und Adultizide zur Beseitigung der Fliegen selbst.  

 

Wir verwenden ein Mittel für Fliegen im Entwicklungstadium, welches auf den Stalldung gegossen wird. Es ist NEPOREX (Wirkstoff Cyromazin) , was wir aus Deutschland beziehen. NEPOREX® ist ein Insektenwachstumsregulator. Es unterbindet die Entwicklung der Fliegenlarven zu lebensfähigen Fliegen.


Gegen die erwachsenen Plagegeister ziehen wir mit einem anderen Mittel in den „Krieg“. Wir benutzen " Fly Bomb“ (Wirkstoff: Cypermethrin, Dichlorphos) oder „Fly Kill“ (Wirkstoff: Dichlorphos, Permethrin) . Diese Stallfliegenbekämpfungsmittel mit hervorragender Langzeitwirkung bis zu 6 Wochen für alle Arten von Fliegen, aber auch für sämtliches kriechendes und fliegendes Ungeziefer, benutzen wir um Fenster – und Türrahmen, Wände sowie andere „Fliegenlieblingsplätze“ zu besprühen. 


 

Die genannten Präparate in Kombination mit Stallhygiene bescheren uns einen fast fliegenfreien Schafstall. Damit haben wir optimale Voraussetzungen, dass alle Schafe unbeeinflußt von stechenden und saugenden Insekten, die Zeit im Stall überstehen können. Die Lammzeit erfordert eine besondere Hygiene im Stall, da Blut, Fruchtwasser, Feuchtigkeit und steigende Außentemperaturen optimale Lebensbedingungen für Fliegen bieten. 

 

Mit diesem „Kontrollsystem“ (Stallhygiene, Gesundheitshygiene und chemische Mittel) überstehen die Kleinsten und die Größten der Herde die Saison im Stall optimal und können gesund auf die Weide gebracht werden, ohne infizierte Bissstelle, ohne Ekzeme und ohne Madenbefall.

Da draußen in der freien Natur sind sie zwar erneut allem ausgesetzt, aber zumindest erfolgt der Start in die neue Saison auf guter gesundheitlichen Basis.

 


 

07.04. 2013 Schluck, schluck, schluck

 

Heute ist Sonntag und die Sonne lacht wie in den letzten 14 Tagen aus vollem Hals.

Es sind 4 Grad minus und Windstille, einfach herrlich. Wir haben nach wie vor alles weiß, nicht das kleinste Grün ist zu sehen.

 



Vor 2 Tagen war der Tierarzt da und heute wollen wir unseren Schafen ein Wurmmittel verabreichen.

 

Damit Ruhe in den Stall kommt, bekommen alle Schafe ihre Morgenmahlzeit. 

 

Inzwischen hat Ralf das Wurmmittel in den Kanister mit dem Applikator gefüllt und die Dosierung eingestellt.

Wir gebrauchen z. Zt.Valbazen vet.. Es verfügt über ein umfassendes Wirkspektrum, welches Magen-Darmrundwürmer, Lungenwürmer, Bandwürmer sowie reife grosse und kleine Leberegel umfasst.

Valbazen enthält als Wirkstoff Albendazol, ein Breitspektrum-Anthelminthikum, welches zur Benzimidazolgruppe gehört. Der Effekt von Albendazol beruht auf der Hemmung der Polymerisation von Tubulin zu Mikrotubuli. Dies stört den Aufbau und die Mitose der Helminthenzellen. Über eine Hemmung der intestinalen Resorption von Glucose führt Albendazol zudem eine Erschöpfung der Energiereserven der Parasiten herbei.
Valbazen hat eine grosse therapeutische Breite.

Jedes unserer erwachsenen Schafe bekommt 15 ml Suspension verabreicht.


Mit dem Absperrgitter, welches wir eigentlich für die Errichtung des Kreißsaals benutzen, werden die Damen in jeder Box auf ein kleines Terrain zusammengeschoben und los geht’s. Es gibt einige von den Schafdamen, die es sich problemlos in die Schnute schieben lassen und andere genieren sich, dass es einen kleinen Kampf bedeutet, den Applikator zwischen die Zähne zu schieben und die entsprechende Menge schlucken zu lassen. Aber Ende gut alles gut, … sogar unsere beiden Böcke Dreizehn und Hänschen sind nun entwurmt.

 

In den nächsten Tagen werden wir in jeder Box den Kreißsaal einrichten. Dazu müssen die Absperrgitter gestellt und befestigt werden. Außerdem kommen auf das Streckmetall die Gummimatten und darauf Stroh. So hat die werdende Schafmütter etwas zum Scharren und die neugeborenen Lämmer liegen warm und trocken.

Wir sind gespannt wer von den trächtigen Schafdamen in diesem Jahr den Lämmersegen eröffnet.

 


05.04. 2013 Tierarztabend

 

Noch 3 Wochen und die ersten Lämmer stehen in unserem Stall.

Spätestens 14 Tage vor dem erwarteten Termin sollte die Impfung gegen Coxcakie-Viren erfolgen. So hatten wir bereits vor Ostern für diese Woche die Impfung für unsere Schafe vereinbart.

Verabredet waren wir für 17:30 Uhr, also „...haste was kannst...“, raus um 16:30 Uhr aus dem Krankenhaus und volle Fahrt nach Hause. Auf dem Weg erreicht uns dann eine SMS vom Tierarzt, dass er ½ Stunde später kommen wird. Aufatmen, … Zeitgewinn für uns . Zu Hause angekommen, schnell in die Arbeitsklamotten und die Tiere gefüttert.

 

Die Schafe waren gerade mit ihrer Abendmahlzeit fertig und der Tierarzt stand vor der Schafstalltür. Die Impfung ging ohne Probleme vor sich. Dadurch, dass alle satt waren (außer wir selbst) ließen alle Schäfchen das Procedere über sich ergehen. Allerdings gab es nicht wie im letzten Jahr eine Selenprophylaxe.


In Norwegen gibt es kein Selen mehr als Injektion für die Tiere und eine Einfuhr kommt für den einzelnen Tierarzt und Bauern zu teuer. Die norwegischen Schafhalter sind nicht bereit 25 norwegische Kronen pro Schaf zu zahlen. Lieber nehmen sie den Verlust von Lämmern hin. Tja, jeder eben auf seine Art.

 

Wir hatten uns vor 2 Jahren Na-Selenit zur Injektion aus Deutschland mitbringen lassen. Also bleibt uns nichts weiter übrig auch in diesem Jahr diesen Import für uns durchzuführen. Wir leben hier auf einem Selenmangelgebiet und hatten im letzten Jahr alle Lämmer, bevor sie auf die Weide mit ihren Müttern kamen, prophylaktisch geimpft. Mit dieser Prophylaxe wollen wir aufgrund unserer Erfahrungen aus den Jahren , fortsetzen.