26.02. 2011 Kein Ende in Sicht

 

Unseren schwangeren Schafsdamen geht es gut. Leider konnten wir in den letzten zwei Wochen keine „Tyggekvister“ mehr in den Stall bringen, da aufgrund des hohen Schnees wir nicht mehr an die niedrigen Bäume herankommen. Schade, aber nicht zu ändern, manchmal müssen wir uns eben doch den natürlichen Gegebenheiten hier draußen beugen. Wir haben nun die Kraftfuttermenge erhöht und jedes Schaf bekommt ca. 750 g Kraftfutter. Bislang sieht man allerdings noch nichts von der Trächtigkeit. Alle Schafe haben einen dicken Pelz und sehen kugelrund aus. Das typische Zeichen der ausladenden Flanken ist noch nicht zu erkennen. Nach der Deckzeit müssten die ersten Lämmer um den 24. April kommen. Wir sind schon ganz gespannt, wer wohl als erste Mutter wird und wie viele Lämmer es sein werden.

Wenn die Lammzeit begonnen hat wird die Kraftfuttermenge nochmals auf knapp 1000g /Mutterschaf erhöht um den erhöhten Energiebedarf durch die einsetzende Milchproduktion abzudecken.


Den ausführlichen Artikel findet ihr unter der Rubrik Aktuelles im Tagebuch 2011

 


 

  

03.02. 2011

 

Wie füttert man Schafe richtig?

 

 

 

 

 

Eine gute Fütterung ist eine der Hauptvoraussetzungen für einen gesunden Tierbestand.

 

Die Schafe erhalten aktuell 3 x täglich Futter.

Morgens um 05:30 Uhr gibt es pro Schaf 250 g Kraftfutter. Das ist fertiges Mischfutter für Schafe in Form von feinen Pellets, welches wir in 800 kg Säcken kaufen. Danach gibt es pro Schaf ein knappes Kilo, sehr gutes, 80% getrocknetes Heu (Raufutter).

Um 17.30 bekommen die Tiere noch einmal genau dieselbe Fütterung wie am Morgen. Um 22.00 Uhr gibt es eine Nachtmahlzeit. Das ist für die Schafe ein besonderer Leckerbissen. Es gibt einen Nachtisch von etwa einem Pfund selbst geerntetem feinem Bergwiesenheu mit Blumen und Kräutern. Da hört man nur noch Laute von den Kaubewegungen der Schafe im Stall!

 

Abfall haben wir absolut keinen mehr. Die Schafe lieben das Futter, lassen keinen Halm übrig. Es ist eine reine Freude ihnen beim Fressen zuzuschauen.

Wir achten auch darauf, dass unsere Tiere genügend Spurenelemente, insbesondere Selen bekommen.

Durch Selenmangel und unsere Unkenntnis darüber (Espetveit ist ein Selenmangelgebiet) haben wir in den letzten beiden Lammperioden mehrere Tiere verloren und zusätzlich viel krankenpflegerische Arbeit gehabt. Jetzt haben wir spezielle Mineralsteine und Heu aus Kristiansand, wo es im Boden ausreichend Selen gibt. Außerdem bekommen die Mütter vor dem Ablammen Selen/Vit E gespritzt. Sie sollen genügend Selen für ihre Kleinen in der Milch haben.

Wir sehen dieses Mal gelassener als sonst der Zeit des Ablammens entgegen.

 

Wenn die Schafe hoch trächtig sind passen wir die Fütterung an, was auch für die Zeit gilt, wo sie gesäugt werden.

Wir orientieren uns an aktuellen Tabellen, die man leicht im Internet finden kann.

 

 

Rationsbeispiel für ein säugendes Mutterschaf

mit 2 Lämmern  

 (Dr. Martin Pries, Annette Menke)

 

Futtermittel

Menge
kg

ME
MJ

Rohprotein
g

Ca*

P*

Na*

Mg*

Heu, gut

1,4

11,9

168

6,3

4,3

0,7

2,1

Mischfutter (18/3)

1,0

10,8

180

8,0

4,0

2,0

2,0

Summe

2,4

22,7

348

14,3

8,3

2,7

4,1

 

Quelle:Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

 

Es ist wichtig die Futtermenge der Zahl, der zu erwartenden Lämmer anzupassen. In der Säugezeit brauchen die Mutterschafe wesentlich mehr Kraftfutter.

 

Wir sind in dieser Saison insgesamt viel mehr Profi als zuvor und auch in der glücklichen Verfassung, uns ausreichend gutes Futter für die Tiere leisten zu können. Wir müssen nicht das Letzte aus diesen liebenswerten Tieren herausholen und ihre sprichwörtliche Genügsamkeit auf die Probe stellen.

 

Den ausführlicheren Artikel über unsere Erfahrungen mit dem Füttern der Schafe findet ihr im Tagebuch 2011 .