29.04.2011


Hesti unser kleines Pferd

 

Unser Rundgang nachts um 03:00 Uhr zeigte keine Auffälligkeiten im Schafstall. Also wieder ab ins Bett und noch mal 3 Stunden geschlafen.


Beim Betreten des Schafstalls um 06:15 Uhr hörte man bereits ein piepsiges Stimmchen und so beschleunigten wir unsere Schritte um in die Boxen sehen zu können. Hinten links war Hesti damit beschäftigt ihr erstes Lamm trocken zu lecken. Sie hatte ohne uns am frühem Morgen geboren und das Kleine war wohlauf.

Also Mona raus aus dem Kreißsaal und Hesti rein, denn sie hatte schon wieder Presswehen. Um 07:00 Uhr gebar sie zu ihrem erstgeborenen Sohn ein kleines Mädchen aus vollkommener hinterer Fußlage mit ein wenig Hilfe von uns, unkompliziert. Der zweite Zwilling wurde liebevoll von ihr angenommen und mit dem typischem Rufen willkommen geheißen. Allerdings war die Kleine etwas geschafft von der Geburt und brauchte ein wenig Zeit um auf die Beine zukommen. Ihr Zwillingsbruder war inzwischen schon aktiv und hatte die erste Mahlzeit an der Milchtankstelle eingenommen. Nach einigen Versuchen auf allen Vieren sich fortzubewegen, kam dann auch seine Schwester zum Zuge. Beide sind wohlauf und Hesti ist eine ausgeglichene fürsorgliche Mutter, ganz anders als im letzten Jahr. Tja, man wächst eben mit seinen Aufgaben.

Ihr Sohn hat eine typische weiße Blesse, einen weißen Schwanz, eine weißen schmalen Schlips, hinten rechts einen weißen Stiefel und ein Söckchen am anderen Hinterlauf. Seine Schwester ist in der Zeichnung fast identisch nur , dass die Blesse auf der Nase sich verjüngt.

Wir sind stolz auf unsere Hesti, dass sie sich so zu einer ruhigen ausgeglichenen Mutter entwickelt hat.

 

Den Dreien alles Gute für die Zukunft.

 

 

 

28.04.2011 Susi, Mona und Marie

 

   

Susi, unsere Süße 

 

 

Unsere Susi ist schon ein besonderes Schaf . Sie hat eine so phantastische Zeichnung, dass man sie richtig als Schafschönheit bezeichnen muss.


Aber die Qualitäten eines Jeden zeigen sich nicht unbedingt im Äußeren. Oft ist das Wahre im Inneren verborgen.

Susi ist die erstgeborenen Tochter von Flecki. Sie gebar im letzten Jahr einen kleinen Jungen, Emil. Leider hat sie ihn nicht angenommen, so dass Emil im Schafkindergarten auf Espetveit großgezogen wurde.

Wir wollten Susi eine 2 Chance geben um in diesem Jahr beweisen zu können, dass sie doch auch eine gute Mutter sein kann.

 

Beim Füttern so gegen 05:45 uhr am morgen zeigte sie deutliche Zeichen der anstehenden Geburt, so dass sie in den Kreißsaal kam. 2Stunden nach dem Blasensprung gebar sie unkompliziert ein kleines hübsches Mädchen aus normaler Lage. Sie nahm die Kleine sofort an und leckte diese trocken. Das kleine Mädchen suchte auch gleich die wärmende Nähe ihrer Mutter und bekam die erste Mahlzeit unmittelbar. Wir waren sehr froh dass Susi die kleine Maus akzeptierte. Aber wir wussten, dass da noch ein zweites Lamm kommen musste.

 

Ca. 2 stunden später gebar sie mit etwas Hilfe (ein Bein war zurückgeschlagen ) ein kleines Böckchen. Der kleine Mann krabbelte sofort auf seine Mutter zu und sie begrüßte ihn mit freundlichem Rufen. Uns ist eine Stein vom Herzen gefallen, als Susi sich so normal verhielt.

Ihre Tochter hat eine Blesse die dünn auf dem Nasenrücken verläuft. Das linke Ohr ist weiß und das rechte hat einen queren weißen Strich in der Mitte. Der Schwanz ist zum Ende hin weiß. Hinten hat sie ein weißes Söckchen am linken Fuß.

Ihr Bruder hat die typische weiße Blesse, einen weißen Schlips, weiße Stiefel hinten, weiße Söckchen an beiden Vorderbeinen, einen halb weißen Schwanz und … einen weißes Hodensäckchen.

 

Nun hoffen wir natürlich dass für Mutter und Kinder nicht nur der Start ins Leben gut war, sonder auch die Zeit danach für die Drei positiv verläuft.

 

Wir werden das Dreierteam kritisch beobachten und drücken die Daumen.

 

 

  Mona

 

Mona verhielt sich schon mehrere Tage merkwürdig. So glaubten wir , dass die Geburt sicher nicht lange auf sich warten lässt. Na, gut es vergingen vier Tage bevor sie sich entschloss der Schwangerschaft ein Ende zu setzen.

 

 

Nachmittags dem 28.04. kam es zum Blasensprung und um 18:00 Uhr gebar si unkompliziert einen kleinen Bock. Der kleine Kerl war sofort aktiv und noch bevor mona die Chance hatte ihn trocken zu lecken war er schon mit der ersten Mahlzeit beschäftigt. Nur eine halbe Stunde später kam sein Zwillingsbruder auf die Welt. Der eine Vorderlauf war nach hinten geschlagen so, dass wir ein wenig mit Zug am führenden Bein und Kopf Mona helfen mussten. Aber auch der Zweitgeborenen ging sofort zum normalen Tagesablauf über und das ist nun mal für so ein kleines Lamm das Futter fassen. Mona war sehr aktiv um die beiden trocken zu bekommen, denn zwei Quirle im Zaum zu halten ist für eine Schafmutter gar nicht so einfach. Die beiden haben relativ wenig weiße Zeichnung. Der Erstgeborenen zeichnet sich durch eine schmale Blesse aus , hat einen halb weißen Schwanz und ist ansonsten völlig schwarz. Der andere Zwilling zeigt eine unterbrochene Blesse auf der Nase, hat einen halb weißen Schwanz und hinten links einen weißen Schuh. Er sieht akkurat aus wie sein Vater Hänschen.

Mona hält ständig Kontakt zu den beiden über ihr Rufen und Beschnuppern. Sie kümmert sich sehr intensiv um ihre beiden Lämmchen und für die Zukunft kann eigentlich nichts schief gehen.

 

Also viel Glück den Dreien.


 

 

 

 

Die goldene Marie

 

 

Marie ist ein sehr ruhiges immer ausgeglichenes Schaf.

 

 

Mit ihr hatten wir nie Probleme. Sie integriert sich sehr gut in die Herde und ist in ihrer Art sehr liebenswürdig. In den 2 Jahren zuvor hatte sie jeweils ein Zwillingspärchen geboren. Dieses Mal sah sie nach weniger aus, aber oft kommt es anders.

Den letzten Kontrollgang hatten wir gestern Abend und da Mona sich sehr ruhig verhielt und auch nicht richtig fraß, kam sie in den Kreißsaal der Box in der auch Marie steht.

Große Überraschung in der Nacht. Ralf war gegen 03.00Uhr im Schafstall und da sah man schon 2 Füßchen in Maries Scheidenausgang, die den Weg nach draußen suchen. Also Mona wieder raus und Marie rein. Knapp 10 Minuten später gebar Marie ein Mädchen, völlig unkompliziert aus normaler Lage. Die Kleine wurde von ihr freudig begrüßt und liebevoll angenommen. Und so warteten wir was da wohl nun geschieht. Es kam kein Lamm mehr. Marie hatte sich in diesem Jahr für ein Kind entschieden. Das ist sicher nicht so strapaziös wie mit Zwillingen.

Die Kleine ist völlig unauffällig gezeichnet. Sie hat die typische Blesseschafzeichnung am Kopf, einen halben weißen Schwanz und 2 weiße Schuhchen an den Hinterbeinen.

 

Wir wünschen dem Frauenteam alles Gute für die Zukunft. 

 

 

27.04.2011

 

Hasi, unser kleiner Esel

 
Hasi sah zum Ende ihrer Schwangerschaft aus wie ein Esel, der zu beiden Seiten mit schweren Säcken beladen war.

 

Sie schaukelte regelrecht ihre Kinder in den letzten Wochen durch die Zeit.

Heute Abend zur Fütterzeit sonderte sie sich vom Futterfassen ab und stand mit gesenktem Kopf in der Ecke. Die beiden Flanken waren deutlich eingesunken. Also ab in den Kreißsaal mit ihr, denn die Zeichen der anstehenden Geburt waren nicht zu übersehen. Hasi kann so richtig traurig gucken und erweicht jedes Herz mit ihrem Blick. Uns so stand sie mit traurigem Blick im Kreißsaal, hechelte sich durch die Wehen und wir harten der Dinge , die da kommen. Wir rechneten mit Drillingen und waren natürlich sehr gespannt.

 

Um 22:30 Uhr kam es zum Blasensprung und sie hatte kräftige Wehen. Jede wehe verkündete sie lautstark, so dass es ein wenig bedrohlich wirkte. Aber so ist das eben, manche verleihen ihrem Leid (… und Wehen können sehr wehtun, weiß auch jede Frau, die geboren hat,... oder?) durch lautes Geblöke Ausdruck.

Um 23:15 waren 2 Füßchen und die kleine Schnute in der Scheide sichtbar und in 3 wehen mit leichtem Zug an den beiden Beinen gebar Hasi ihr erstes Lamm, ein großer Junge. Er hat einen weißen Kopf, einschließlich der Ohren, einen weißen Stiefel hinten links, ein weißes Söckchen hinten rechts, einen weißen Stiefel vorne links und ein weißes Söckchen am rechten Vorderbein. Der kleine Schwanz ist zur Hälfte weiß und schmücken tut ihn zusätzlich ein breiter weißer Latz. Der kleine sieht ein wenig aus wie ein Weißkopfadler, nur dass er nicht fliegen kann sondern auf vier Beinen durch das Leben geht.

Hasi hat ihren Sohn im liegen trockengeleckt , wobei ihr nicht viel Zeit blieb. Bereits nach 10 Minuten machte sich das 2 Lamm auf den Weg und steckte Schnäutzchen und Beinchen der Welt entgegen. Auch hier haben wir etwas mitgeholfen und durch Zug an den Beinen Hasi die Geburt erleichtert. Es ist ebenfalls ein großer Junge. Er zeigt die typische Blesse am Kopf, hat völlig weiße Vorderbeine hoch bis zum Brustkorb eine weißen Stiefel hinten und ein weißes Söckchen am anderen Hinterbein. . Das linke Ohr hat einen weißen Strich längst gezogen auf der Außenseiter. Der kleine Schwanz ist zur Hälfte weiß, ein schmaler Latz zeichnet die Brust und er hat einen weißen Hodensack, außergewöhnlich, haben wir noch nie gesehen. Er ist ein kleiner „kunterbunter Hund“.

Hasi hat ihn sofort geleckt und gerufen und er antwortete prompt. Die beiden Zwillingsbrüder sind sehr aktiv und kontaktierten die Milchstation mit gierigem Schmatzen. Sie haben einen kräftigen Zug und die erste Milch wurde jeweils innerhalb der ersten 10 Minuten getrunken.

Hasi war völlig geschafft von der Geburt der beiden Schwergewichtler und blieb mehr als eine Stunde liegen. Wir dachten immer noch es kommt ein drittes Lamm, aber das war „Gott sei Dank“ nicht der Fall.

Inzwischen hat Hasi sich erholt und passt wie ein Luchs auf ihre Jungen auf. Die beiden sind in ihrer Zeichnung schon sehr speziell, eben etwas Besonderes, so wie unsere Hasi auch. Sie ist immer geduldig und kommt mit allen ihren Kollegen in der Herde sehr gut aus. Sie passt sich an und ist dadurch bei der Futteraufnahme manchmal die „Gelackmeierte“, … „nein danke nach dir.“ Aber sie ist lieb und wird von den anderen akzeptiert.

 

Wir wünschen den beiden Jungen und ihrer Mutter eine schöne komplikationslose Zeit. Wir sind sehr froh, dass es keine Drillinge sind.

 

 

 

 

25.04. 2011 

Wir haben 2 weitere Zwillingsgeburten

 

 

Weißnicht

 

 

Weißnicht ist eines unserer ältesten Schafe und hat bereits 3x zuvor geboren.

Gestern war sie am Termin und heute setzten die Wehen am Nachmittag ein.

 

Als Mehrgebärende nahm sie die Situation mit Gelassenheit. Wir setzten sie in den Kreißsaal und legten den Boden mit frischem Stroh aus. Um 16:00 Uhr kam es zum Blasensprung und eine Stunde später gebar sie mit wenigen Presswehen einen großen schlanken Jungen. Der Kleine war so mopsfidel, dass er nach wenigen Minuten auf seinen Beinen herumstolperte und sofort zum Säugen an das Euter ging. Er tat es mit einer Routine als ob er das schon viele Male getan hatte. Wie unterschiedlich es doch zwischen den Lämmern ist.

Das Böckchen hat 4 weise Stiefel, einen weißen Schlips und einen fast vollkommen weißen Schwanz. Der Kopf weist eine breite weiße Blesse auf. Er ähnelt ein wenig seinem Vater Dreizehn.

Nach einer Stunde hatte sich nichts mehr getan, so dass wir glaubten es wäre nur ein Lamm. Aber denk`ste, um 19:20 Uhr wurde noch ein ebenso großes und schlankes Mädchen geboren. Die Kleine war von Anfang an fit wie ein Turnschuh. Sie hat einen weißen Kopf mit schwarzen Augenringen. Die Ohren sind ebenso an den Ansätzen weiß und sie hat einen weißen Latz der sich bis auf die Brust zieht. Alle vier Beine sind fast vollkommen weiß so wie auch der kleine Schwanz.

Beide sind sehr aktiv und springen bereits in der Ablammbox hin und her. Weißnicht ruft ständig nach ihnen und hat ihr Tun sie richtig trocken zu bekommen. Wie zwei Quirle mischen sie die Box auf.

 

Wir wünschen dem Sportteam gutes Gelingen für die Zukunft. Weißnicht wird die Mannschaft schon im Zaum halten.

 

 

 

 

25.04.2011

 

Fips, die Sekretärin des Flocks

 

 

 

 

In der letzten Nacht war Ruhe im Schafstall.

Fips hatte allerdings nicht gut zu Abend gegessen und so kam sie schon mal in den Kreißsaal. Wir erwarteten die Geburt ihrer Kinder.

Gegen 07:00 Uhr kam es zum Blasensprung und sie hatte regelmäßige wehen. Ca. 3 Stunden später gebar sie ein quicklebendiges kleines Mädchen aus normaler Lage. Das kleine Mädel brauchte nicht lange um auf die Beinchen zu kommen. Sie sieht ganz anders aus als ihre Mutter. Eine typische weise Blesse, lange weiße Stiefel an den Hinterbeinen , weise Schuhe vorn , einen weißen Latz und einen zu 2/3 weißen Schwanz. Schnur stracks ging es an die Milchtankstelle und ohne Probleme war der Schnuller gefunden. Sie kann sehr laut rufen und deutlich kundtun, was sie will. Fips ist unermüdlich dabei ihr zu antworten.

Gut 11/2 Stunden später gesellte sich abermals ein kleines Böckchen hinzu. Der eine Vorderfuß war nach hinten geschlagen, was aber beim 2. Zwilling kein Geburtshindernis mehr darstellt. Der kleine Mann hat eine sehr breite weiße Blesse und hat ansonsten die gleichen weisen Abzeichen wie seine Schwester. Er ist ebenfalls sehr aktiv und weiß sein Recht bei der Mutter einzuklagen. Mit dem trinken klappt es prima ganz ohne Hilfe. Fips ist allerdings auch sehr geduldig mit ihrem Zwillingspärchen und toleriert alles. So eine Mutter wünscht man sich für alle Lämmchen.

 

Der kleinen Truppe alles Gute für die nächsten Monate. Wir hoffen, dass es so erfolgreich weiter geht, wie der Start ins Leben.   

 

 

 

24.04. 2011 Im Schafstall wird es sehr aktiv 

 

 

 

Hanna,

 

  die Unscheinbare 

 

 

 

   

Gerade als wir dabei waren im Schafstall ein wenig die Boxen und Kreißsäle zu ordnen, dachte Hanna auch etwas dazu beizutragen zu müssen.

Schwupps hatte sie einen Blasensprung so gegen 11:00 Uhr.

 

Also wieder ummodeln und Hanna in den Kreißsaal und Rosa raus mit ihren Zwillingen zu den anderen in der Box. Hanna sah auch nach Zwillingen aus und vom letzten Jahr noch wissend rechneten wir mit einer zügigen Geburt. Tja, aber es kam anders. Eine Wehe nach der anderen und nichts rührte sich.

O.k., ... zwischenzeitlich Emma gemolken und nicht aufgepasst und schon hatte Hanna 15 Minuten vor 14:00 Uhr ihr erstes Lamm geboren … und zwar ohne uns.

Es ist ein kleiner großer Junge mit völlig weißem Kopf, nur die Augen sind von schwarzen Kreisen umgeben. Der kleine Mann hat einen breiten weißen Latz, an den Hinterbeinen weiße Stiefel und die Vorderbeine zeigen weiße Söckchen. Die Ohren haben nur an den Spitzen etwas schwarz und das Schwänzchen ist in der äußeren Hälfte weiß. Es sieht etwas merkwürdig aus mit seiner Farbgestaltung, gleicht mehr einem Kalb mit dem vielen Weiß. Er ist eben was ganz Besonderes, ein außergewöhnlicher, kräftiger, großer Kerl. Der Name ODIN (Gott des Donners) passt gut zu ihm. Er hat sich auch sofort auf die Beine gestellt und auf ging es zum Essen fassen. Hanna bemüht sich sehr um ihren Sohn. Da er so flink und kräftig ist, musste sie ihm regelrecht hinterherlaufen um ihn trocken zu bekommen. Sie lässt ihn nicht aus den Augen. Kurz vor 15.00 Uhr gesellte sich völlig unkompliziert ein großes kräftiges Mädchen hinzu. Sie wurde wie ihr Bruder aus Kopf/Fußlage geboren. Sie sieht ebenfalls so lustig aus wie ihr Bruder. Viel Weiß am Kopf (etwas weniger als ODIN), schwarze Ohren mit weißen Sprenkel, ein großer weißer Latz, weiße Stiefel an den Hinterbeinen, Söckchen an den Vorderbeinen und der Schwanz ist zur Hälfte auch weiß. Wir haben sie EDDA getauft. Nur mit dem „auftanken“ klappt es noch nicht so gut. Sie ist ein wenig starrsinnig, wenn man ihr helfen will, aber sie wird es schon hinkriegen. Hanna hat alle Hand zu tun um den Beiden gerecht zu werden. Sie bemüht sich außerordentlich um den beiden um ihrer Mutterrolle gerecht zu werden. Das kann ganz schön erschöpfend sein.

 

ODIN und EDDA sind ein lustiges Gespann und Hanna kann stolz auf ihre Zwillinge sein.

 

Herzlichen Glückwunsch Hanna.

  

 

Største

gebärt ihre ersten Kinder  

 

Største ist ein Drilling und wurde 2009 geboren.

 

 

Sie ist ein kräftiges Schaf und entsprechend ausladend war sie in der Schwangerschaft. Wir rechneten mit Zwillingen. Heute sehr früh setzten die Wehen ein und es kam zum Blasensprung. So gegen 07:00 Uhr waren die führenden Teile im Scheidenausgang innerhalb der Wehe zu sehen. Aber es ging und ging dann nicht weiter. Eine Untersuchung zeigte, dass ein Vorderbein nach hinten geschlagen war und so die Geburt verzögerte bzw. unmöglich machte. Also war handeln angesagt. Unter sterilen Bedingungen wurde das zurückliegende Bein vorgezogen und wenig später konnte der erste Zwilling, ein Junge, geboren werden. 20 Minuten später flutsche ein kleines Mädchen aus Kopf/Fußlage hinterher. Største war geschafft und legte sich sofort ab. Wir haben dann eine Schale mit Kraftfutter und frisches Heu gereicht, was sie auch gierig verschlang. Erst nach einer halben Stunde stand sie auf und trank Wasser. Beide Lämmer konnten bei liegender Mamma trinken und haben auch lauthals ihr Recht versorgt zu werden, verlangt. Største hat die ganze Zeit über mit ihren Kindern kommuniziert, Ruflaute abgegeben und ständig die beiden geleckt. Sie ist nun ganz ruhig und fürsorglich mit ihren Zwillingen. Man merkt ihr aber die Strapazen der Geburt deutlich an.

Das kleine Böckchen hat eine breite weiße Blesse, eine weiße Schwanzspitze und eine weißen Stiefel am linken Hinterbein.

Seine Zwillingsschwester zeigt auch die typische weiße Blesse, die allerdings auf dem Nasenrucken schmaler ist. Sie hat weiße Ohrspitzen, ein weißes linkes Hinterbein und der Schwanz ist ebenfalls zur Hälfte weiß.

Beide sind inzwischen putzmunter und unterhalten mit ihrem Geblöke den ganzen Stall.

Største hat ihre erste Zwillingsgeburt mit Bravour gemeistert.

 

Der kleinen Familie alles Gute für die Zukunft.

  

 

Emma

verliert ihre Tochter 

 

    Emma war schon gestern Abend etwas unruhig, nicht so ausgeglichen wie sonst.

 

Beim Kontrollgang in der Nacht stand fest, dass es nicht mehr lang dauern kann bis zur Geburt, sie hatte Wehen. Ab in den Kreißsaal mit Emma so gegen 02:00 Uhr. Die Fruchtblase war gesprungen und wir dachten, dass binnen 1 Stunde alles vorüber ist. Aber oft kommt es anders als man denkt. Emma brauchte noch weitere 2 Stunden bis das erste Lamm im Geburtskanal sichtbar war. Wir waren erleichtert, dass es sich um eine regelrechte Geburtslage handelte und so gebar Emma ihren kleinen Sohn nach wenigen Presswehen um 04:05 Uhr in der Frühe. Allerdings hatte der kleine Mann nicht wirklich Lust auf unsere Welt zu kommen. Emma und auch Ralf mussten ihn immer wieder stimulieren, damit er sein Leben aufrecht erhält.

 

Nur eine halbe Stunde später wurde ein sehr kleines, aber lebloses Mädchen aus normaler Lage geboren. Alles Bemühen die Kleine zum Leben zu erwecken war ohne Erfolg. Sie weilte nicht eine Minute auf dieser Welt sonder ging direkt in den Schafhimmel. Es war eine Totgeburt. Emma kümmerte sich auch nicht um ihre Tochter. Wahrscheinlich gab ihr ihr Instinkt recht, die Kleine gehen zu lassen.

 

Emmas Sohn ist inzwischen quicklebendig und ein richtiger „Spring ins Feld“. Er hat die rassetypische Blesse und auch der Ansatz an beiden Ohren ist weiß. Er hat einen kleinen weißer Latz, weiße Stiefel an den Hinterbeinen, weiße Söckchen an den Vorderbeinen und der kleine Schwanz ist an den äußeren 2/3 auch weiß.

Beim Milchtanken stellt er sich noch ein wenig dumm an und wenn wir ihm helfen wollen und an Emmas Euter was prall gefüllt ist anlegen, macht er sich ganz steif und lässt sich einfach auf den Boden fallen. Man sollte nicht glauben wie starrsinnig so ein Lämmchen sein kann. In der Börde würde man sagen, der kleine ist ein richtiger Trollo – und so soll er auch heißen TROLLO.

 

Emma müssen wir zusätzlich melken, denn sie hat sehr viel Milch, die die Natur ja für 2 Lämmer bestellt hatte. Da TROLLO nicht regelmäßig das Euter entleert, wollen wir einer Euterentzündung vorbeugen und die Milch abmelken. Diese heben wir natürlich auf für eventuelle kleinere Lämmer, die zu schwach sind bei der Mutter zutrinken, auf. Diese erste Milch ist sehr wichtig da sie die Grundlage für die Immunabwehr in den ersten 6 Wochen des Lammlebens ist.

 

Emma und ihrem Sohn wünschen wir für die Zukunft viel Glück, ... vor allem dass TROLLO vernünftiger wird.

Ihrer Tochter wünschen wir einen schönen Platz im Schafhimmel mit guter Aussicht auf Espetveit.  

23.04. 2011

Alfa

hat es nicht

einfach  

Bereits gestern Abend kam Alfa in den Kreißsaal ihrer Box, denn sie hatte nicht gefressen, was oft ein Zeichen der anstehenden Geburt ist.  

 

Heute ist Ostersonnabend und Ralf war gegen 03:00 Uhr im Schafstall. Alfa atmet relativ schnell und die Wehen hatten eingesetzt. Es war allerdings keine Zeichen einer unmittelbaren Geburt zu erkennen. Also wieder ins Bett und am frühen Morgen wieder geschaut.

Als Ralf dann gegen 05:45 Uhr wieder in den Schafstall kam war der Kopf mit den Füssen bereits nach außen sichtbar. Das Lämmchen wirkte wie festgeklemmt aber nach ein paar Wehen konnte Alfa ihren Sohn um 06:10 Uhr gebären. Der kleine Mann hatte einen „dicken Kopf" sicher vom langen einstehen im Geburtskanal bzw. am Scheidenausgang. Aber es ging ihm gut und Alfa nahm ihn an. Mit Lockrufen und Trockenlecken hatte sie ihren Sohn akzeptiert. Er ist ein schlanker großer Kerl. Hat lange Beine und an den Hinterfüßen trägt er weiße Stiefel. Sein Schwänzchen ist komplett weiß und er hat ein weißes Dreieck auf der Nase und auf der Stirn. Er ist ein hübscher kleiner Kerl und könnte durchaus der Bruder von Rosas Sohn sein, so sehr ähneln die beiden sich.

Um 08:10 Uhr gesellte sich noch ein kleines Mädchen hinzu, die es ebenfalls nicht so einfach hatte auf die Welt zukommen. Ralf musste Alfa ein Wehenmittel geben, damit die Wehenschwäche unterbrochen werden konnte. Die kleine Maus lag zu guter Letzt auch noch in einer reinen Schädellage mit nach hinten geschlagenen Beinen. So wurde sie am Kopf in einer Wehe herausgezogen, was unkompliziert ging, denn die Geburtswege waren durch den ersten Zwilling ausreichend weit.

Die Süße ist ein Ebenbild ihrer Mutter und zum Verwechseln ähnlich ihrer großen Schwester Quetschi, Alfa`s Tochter vom letzten Jahr.

Sie ist kohlrabenschwarz und hat nur ganz diskret weiß in einem angedeuteten Dreieck auf der Stirn. Sie ist viel kleiner und zierlicher als ihr Bruder, wirkt aber aktiver als er. Sicher ist sie nicht so geschafft von der Geburt wie ihr großer Bruder, denn sie konnte einfach durch die geweiteten Geburtswege durchschlüpfen und wurde durch den Zug am Kopf auch noch unterstützt bei ihrem Weg auf die große weite Welt.

Wir sind überglücklich, dass Alfa ihre beiden Kinder angenommen hat. Sie ist ausgesprochen ruhig und vorsichtig im Umgang mit ihnen. An der Milchstation dürfen beide mit Ausdauer trinken und immer wieder sucht sie Kontakt zu ihren Kindern. 

Im letzten Jahr hatte sie ihre Tochter Quetschi nicht angenommen, regelrecht verstoßen, die Kleine. Heute zeigt sie uns, dass sie durchaus auch eine fürsorgliche Mutter sein kann.

Herzlichen Glückwunsch Alfa, du hast deine 2. Chance als Mutter bekommen und bewiesen, dass du eine gute Mutter sein kannst.

 

Viel Glück für das Kommende !

  

 

22.04. 2011

 

Rosa hat es geschafft

 

Am Karfreitag (22.04.) nachmittags hatten bei Rosa die Wehen eingesetzt.

 

Also ab in den Kreißsaal, den wir vorsichtshalber schon fertig eingerichtet hatten.

Das erste Lamm ließ nicht lange auf sich warten und um 19:40 wurde ein kleines Mädchen geboren. Rosa hat sie sofort angenommen, gerufen und die Kleine antwortete prompt. Schon nach wenigen Minuten stand sie auf eigenen Beinen und auf ging es zur Michstation. Aber Rosa zeigte noch eine deutliche Ausbuchtung an der einen Flanke, so dass wir mit einer Zwillingsgeburt rechneten. Doch Rosa ließ sich Zeit. 2 Stunden später kam ein kleiner Junge auf die Welt.  Beide Lämmer lagen in regelrechter Geburtslage und Rosa klärte beide Geburten völlig ohne Probleme selbst. Auch mal schön für uns , wenn es ohne Hilfe geht.

Rosa`s Mädchen hat eine typische Blessezeichnung im Gesicht. Da sie ja ein Mädchen ist hat die Natur ihr eine weiße Halskette umgelegt. Beide Ohren weisen an den Ansätzen am Kopf eine weiße Manschette auf, die auch innen im Ohr zu finden ist. Sie trägt weiße Söckchen an den Hinterbeinen und das kleine Schwänzchen ist zur Hälfte weiß. Sie ist eine hübsche kleine Maus.

Rosa`s Sohn ist ein Ebenbild seines Vaters , sieht aber auch seiner Mutter Rosa sehr ähnlich. Im Gesicht zeigt er haargenau die gleiche Zeichnung wie Hänschen. Er hat ganz schwarze Beinchen und die äußeren Drittel des Schwanzes sind weiß. Er wird später sicher mal ein richtiger Mädchenschwarm, so wie sein Vater der Liebling aller weiblichen schafe hier auf Espetveit ist.

Rosa kümmert sich rührig um ihre Zwillinge, die inzwischen sicher auf allen vier Beinen stehen. Der Weg zur Milchstation ist kein Problem und sollte mal die Richtung nicht ganz stimmen, wird laut gerufen und Mutter hilft. Auch die ersten Bocksprünge werden versucht, allerdings klappt die Landung noch nicht so perfekt, … oft wird es eine Bauchlandung.


Alle Achtung, ... ein tolles Gespann die Drei.

 

 

 

 

21.04. 2011


Flecki,


unsere treue Seele


 

 

 

Gestern Abend gegen 19:00 hatte Flecki einen Blasensprung und die Wehen setzten ein. Allerdings waren diese nicht so häufig und intensiv, wie wir es eigentlich von allen vergangenen Geburten kannten. Nach 2 Stunden kein Geburtsfortschritt. Flecki ging zum Alltagsgeschehen über und nahm reichlich Heu zu sich. Auch der Wassertränke wurde regelmäßig besucht. Gegen 23:00 Uhr nichts mehr. Flecki hatte sich abgelegt und die Augen geschlossen.

O. k., ... dachten wir, ...  Wehenpause. Allerdings war uns das Ganze nicht ganz koscher, … Wehenpause , … kein Geburtsfortschritt, … kein gutes Zeichen! In der Nacht gegen 03:00 Uhr ab zur Kontrolle in den Schafstall,... Flecki schlafend in ihrem Kreissaal.

Gegen 06.00 Uhr sind  wir dann aufgestanden und zum Füttern raus. Schafe und Pferde versorgt und Flecki beobachtet. Es hatten wieder Wehen eingesetzt. Nun war für uns klar, dass wir handeln mussten. Den Gedanken den Tierarzt anzurufen, haben wir gleich wieder verworfen. Was soll er schon sagen, Ferndiagnose am Telefon ?

Also haben wir rein instinktiv entschieden Flecki zu untersuchen und alle Vorkehrungen bezüglich Hygiene und Sterilität getroffen.

Liane untersuchte über die Scheide und bestätigte unseren Verdacht. Das erste Lamm lag in einer Fehlstellung und wurde zusätzlich durch die vorliegenden Vorderbeine des 2. Zwillings behindert. An die Beine des 1. Zwillings, die im Geburtskanal führten, war gut ran zukommen, aber der Kopf hatte sich nach hinten deflektiert und war auch nicht nach vorn auf die beiden Vorderbeine zu mobilisieren. Da wir annnahmen, dass beide Lämmer tot sind, wurde der erste Zwilling mit deflektiertem Kopf an den Vorderbeinen herausgezogen.

Aber zu unserer Überraschung lebte dieses Lämmchen und der zweite Zwilling, der in unkomplizierter Schädellage lag wurde 2 Minuten später entwickelt. Auch dieser zeigte Herzschlag und Atmung. 

Flecki hat beide sofort angenommen, trocken geleckt und mit den typischen Ruflauten kontaktiert. Wir haben ein wenig geholfen und speziell dem Ersten , übrigens ein kleines Mädchen, über die ersten Minuten geholfen sein Leben anzunehmen. Ihr Zwillingsbruder hatte es da wesentlich leichter. Er stand schon nach wenigen Minuten auf eigenen Beinen und erkundete den Weg zur Milchstation. 

Nun brauchen wir noch Namen.

Das Mädchen ist eine sehr zierliches Lämmchen, mit langen Beinen. Sie hat eine sehr schöne Blesse und zieht von der Zeichnung am Kopf ihrer 2 Jahre älteren Schwester Susi, zum Verwechseln ähnlich. Das kleine Schwänzchen ist auf halber Länge weiß und sie trägt an den Hinterbeinen weiße Gamaschen.

Ihr Bruder hat an allen vier Beinen weiße Söckchen an und das Schwänzchen ist ebenfalls auf halber Länge weiß. Er hat eine viel breiterer gleichmäßige Blesse, so wie es beim Blesseschaf üblich ist.

Inzwischen hat unser erstgeborenes Zwillingspärchen sich stabilisiert. Sie finden beide selbständig zur Milchstation und halten mit ihrem Rufen ständig Kontakt zu ihrer Mutter.  Flecki ist erstaunlich wenig beeinflusst durch die langwierige Geburt. Die Geburt ging über 13 Stunden und es ist irre wie schnell ein Tier sich von diesen Strapazen erholt.

 

Wir hoffen natürlich, dass die Zukunft der kleinen Familie besseres bringt, als der Start ins Leben für sie bereit hatte. Wir drücken fest die Daumen.

 

 

11.04. 2011

 

Er hat uns

erreicht....


 

., der Frühling.

 


 

Endlich geht der Schnee. In den letzten Tagen hatten wir kontinuierlich Plusgrade und so zieht der Winter von dannen.

 

Vor 2 Tagen bekamen unsere Schafe eine vorbeugende Kur gegen Würmer und sonstige Darmparasiten so dass sie für die anstehende Lammzeit frei von Ungeziefer sind. Unsere Flecki hatte sich zwischenzeitlich erholt, aber seit 2 Tagen macht sie uns wieder Probleme. Sie will einfach kein Kraftfutter zu sich nehmen. Also gibt es wieder die „Magen- und Darmpaste“ zur Verbesserung des Magenmilieus. Das liebt sie natürlich überhaupt nicht. Wenn wir das Maul öffnen und sie dabei natürlich festhalten,lässt sie sich einfach fallen und stellt sich tot. Inzwischen kenne wir das ja, aber die ersten Male haben wir einen tüchtigen Schreck bekommen, als sie da nieder ging.

Allen anderen im Flock geht es gut.

 

Unsere Quetschi hatte nach dem Wolle scheren einen kleinen Abszess an der rechten Pobacke ausgebildet, den wir nach alter Manier eröffnet haben. Wahrscheinlich hatte sie beim Scheren eine kleine Verletzung davon getragen, die sich infiziert hat und zum Abszess ausbildete. Na, ja, so lange es nicht mehr ist. Alle schwangeren Schafe sind nun dick und rund. Teilweise sehen sie wie mit seitlicher Last beladene Esel aus.

Bei Hasi ist es beeindruckend wie sie so dahin watschelt. Sie schaukelt ihre Kinder regelrecht durch die Schwangerschaft. Wir hoffen natürlich, dass sie nicht mehr als 2 Lämmchen in sich trägt - der Bauch sieht allerdings nach mehr aus. Nach unserer Berechnungen sind es nun knapp noch 2 Wochen bis die ersten Lämmchen kommen. Wir können es kaum noch abwarten und sind gespannt wie ein Flitzebogen wer denn wohl als erster Schafmutti wird.

 

Den vollständigen Text zum Frühlingsanfang findet ihr im Tagebuch.