Sola,

unser „Sonnenmädchen“, traf am 18.09.2016 bei uns auf Espetveit ein.

 

 

Natürlich gab es viele Gedanken,

ob diese Entscheidung wohl richtig ist.

 

 

 

 

Letztendlich hat die Unvernunft gesiegt. Innerhalb von 24 Stunden waren davon überzeugt, dass dieses kleine Hundemädchen zu uns nach Norwegen gehört. 

 

Aber hier etwas mehr zur Vorgeschichte von Sola.

Unsere Sola holten wir am 17.09.2016 aus Gelsenkirchen ab. Dort war sie am 23.Juni 2016 mit 6 weiteren Geschwistern im Gentlefire-Rudel auf diese Welt gekommen.


Wir hatten mit dem Tod von unserer Ylva immer mal wieder Kontakt mit Beate, die seit 16 Jahre Miniatur Australien Shepherd züchtet.

 

Mitten in unserem Urlaub auf den Lofoten erreichte uns die das Ganze in Gang setzende E-Mail von Beate.  Eine ihrer Hündinnen hatte einen Tag zuvor 7 Welpen geboren. Beim Anblick eines der zwei geborenen blue-merle Mädchen musste sie an uns denken und meinte, dass dieses eine kleine Mädchen für uns geboren wurde. Die Kleine war sehr eigen, nicht der „Norm“ entsprechend, gezeichnet. Damit war die kleine Maus ein außergewöhnlicher Winzling. 

 

Tja, und diese Nachricht traf uns mitten ins Herz. Wir waren einerseits hin und her gerissen, andererseits kamen Gedanken der Vernunft auf, die uns von diesem Schritt abrieten. Unsere Gefühle fuhren Achterbahn und mal dachten wir „ ja“, und dann wieder „nein“.

 

Letztendlich siegte die Unvernunft und wir entschlossen uns für Sola.

Nach anfänglichen behördlichen Schwierigkeiten war es endlich so weit. Sola konnte auswandern.

 

Auf dem Rückweg von einer „Hundewanderung“ in der Uckermark zusammen mit Neele und Thyra, fuhren wir nach Gelsenkirchen und holten unsere Sola ab.

Von da aus ging es weiter mit dem Auto bis nach Flensburg. Am Rande der Stadt übernachteten wir dort mit unseren nun drei Hundemädchen in einem Hotel. Am nächsten Morgen früh raus und weiter ging es durch Dänemark nach Hirtshals zur Fähre.

 

Alles in allem waren wir mehr als 24 Stunden unterwegs und Sola sowie Neele und Thyra meisterten diesen Mammutritt ohne Probleme.

 

Sola sieht aus wie ein kleiner Pirat. Die rechte Gesichtshälfte ist völlig weiß und das linke Auge trägt ein breites dunkles Monokel. Ansonsten ist sie marmoriert gezeichnet. Weiß, Schwarz, Grau und ein helles braun wirbeln völlig ungeordnet durch das Fell.

 

Sie ist sehr lebhaft und durchaus mutig gegenüber neuen Situationen. Sie folgt dem Motto „ausprobieren geht vor studieren“. Mit ihrem Charme hat sie sich nicht nur bei Thyra und Neele eingeschmeichelt.

 

Thyra ist inzwischen ihre beste Freundin und sie lässt fast alles durch gehen. Nur hin und wieder gibt es eine zarte Ermahnung, welche Sola nicht für lange Zeit zurück hält in ihrem Tatendrang.

Neele spielt eher die Gouvernante und Sola weiß inzwischen sehr gut, dass man Neele nicht einfach anspringen oder nach Herzenslust sich am Schwanz hängen kann. Da gibt es nämlich richtig Ärger, … und das zu recht, meinen wir.

 

Insgesamt sind die ersten Tage doch entspannter, als wir erwartet haben. Sola hat ihren Platz bislang im Rudel gefunden. Ob es auch in Zukunft die letzte Position sein wird, bezweifeln wir allerdings.

 

Den Namen Sola haben wir gewählt, die unser kleines blue-merle Mädchen sehr viel weiß in der Fellzeichnung hat.

 

„Sol“ ist auf Norwegisch das Wort für Sonne.  Sola ist „die Sonne“. 

 

Möge unsere Sola, „die Sonne“ lange für uns strahlen.

 

Vernünftig zu leben heißt auch,

sich voller Unvernunft der Lebenslust hinzugeben.

 

Karl Feldkamp