06.02. 2012 Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh`....

 

Es hatte noch die ganze Nacht geschneit und als wir am Morgen raus sind, standen wir vor dem Haus bis zum Bauch im Schnee. Da ist es gar nicht so einfach, Pippi zu machen.

Gestern Abend nach der Sauna waren wir noch einmal alle um 23:30 Uhr draußen und haben Schnee geräumt. Und trotzdem lag schon wieder so viel.

 

Am Vormittag bekamen wir Besuch, besser Szindi und Bandy. Der „Pferdeschuster“ kam, um die Füße von den Beiden zu kontrollieren. Er hat hier und da etwas an den Hufen gearbeitet und das, was runter fiel, hat Anouk sich zum knabbern geholt. Wie ekelig an den Fußresten der Anderen rum zuknabbern,... oder?

 

Habe dann auch mal gekostet, da Anouk so genüsslich daran herum kaute und was soll ich sagen,... lecker, solche Hufreste. Neben den gefrorenen Pferdeäpfeln noch eine Leckerei, die man von Szindi und Bandy gratis bekommen kann. Wenn der „Schuster“ das nächste Mal kommt, werde ich mit Anouk mitlaufen und mir selbst ein Hufstück organisieren.

 

Beim heutigen Schneestapfen zur Hütte habe ich mich das erste Mal getraut, Anouk`s „Schlitten“ zu sein. Habe mich leider nicht richtig festhängen können. Aber ein Versuch war es wert und Anouk hat nicht mit mir geschimpft. So habe ich mit Neele immer wieder probiert an Anouk "anzudocken". Doch die ist so schnell, dass wir zwar ran gekommen sind, aber uns nicht festhalten konnten. Das hat richtig Spaß gemacht, so durch den Schnee zu toben. Etwa 30 m vor der Hütte sind wir wieder umgekehrt. Liane und Ralf wollten nicht wieder so ein Theater haben wie gestern. Neele ist aber trotzdem bis zur Hütte gelaufen und als sie festgestellt hat, dass keiner mitkommt, ist sie schnell wieder zurück gelaufen wie ein Sausewind.

 

Ab morgen sind wir am Tage wieder allein auf Espetveit. Ralf muss Geld verdienen, damit wir alle zu essen haben.


Wir haben auch schon einen Plan für morgen.

Ich soll lernen, durch die nicht bereits geöffnete Hundeklappe zu gehen. Das Band wird dann weggenommen und ich muss mit meiner kleinen Schnute, die Pendelklappe hoch drücken, um rein und raus zu gehen. Neele kann das schon und macht es, wenn sie Lust hat. Hat sie keine Lust, steht sie jammernd davor und will reingelassen werden.

Machen wir zwei Kleinen es morgen gut, gibt es angeblich feine Sachen zum Naschen. Ich lasse mich überraschen.


Es war mir schon klar, dass das Leben nicht nur aus Spaß besteht. Ab morgen beginnt der Ernst des Lebens, ... Hundeklappe selbst öffnen, rein und raus laufen.

In zwei Wochen sind wir an einigen Tagen allein auf uns gestellt. Spätestens dann muss ich es geschafft haben, denn sonst werde ich draußen arg frieren!

 

nächster Tag                                                                   zurück