12.08. 2015 

 

Und wieder ruft die "Rote Fährte" 

Wir haben seit 1 Woche Urlaub und das Wetter meint es gut mit uns.

Unser Besuch aus Deutschland hat wieder die Heimreise angetreten und so bleibt Zeit für individuelle Ausflüge in unserer näheren Umgebung.

Im kommenden Jahr sind wir verantwortlich für die Ausrichtung unserer Studententreffens und so wollen wir verschiedene Wandertouren testen.

 

Es sollte uns nochmals nach Åseral verschlagen um die „Rote Fährte“ näher unter die Lupe zu nehmen.

 

Neele und Thyra wussten sofort Bescheid als wir den Rucksack packten: “Heute geht es auf Tour und wir dürfen mit“.

 

Nach einer Autofahrt von 50 Minuten waren wir im Skigebiet von Åseral, dem „Eikerapen“ angekommen.

Neele und Thyra an die Leine, den Rucksack auf geschultert und schon ging es durch einen Teil des Hüttengebietes in Richtung Skihang. Der „Fuß“ des Berges ist der Ausgangspunkt für die rote, weiße und blaue Wanderroute. Wir kannte den Aufstieg schon von 2013 und wussten was uns erwartet. Es geht ganz schön steil bergauf und für untrainierte Leute ist der Hang sicher eine Herausforderung.

 

Das Hüttengebiet hinter uns gelassen, hatten auch unsere beiden Aussie Mädchen freien Lauf. Die Leinen wurden im Rucksack verstaut. Man kann nur staunen mit welch einer Geschwindigkeit so ein Vierbeiner die Strecke überwindet und dabei das Ganze doppelt und dreifach läuft. Nun gut, unser Hunde stehen ja auf vier Beinen und vielleicht kann man da mindestens doppelt so schnell und doppelt so viel laufen wie wir „Zweibeiner“.

 

 

Der Aufstieg kostete uns in diesem Jahr nicht so viel Kraft wie wir es noch 2013 erlebten. Gut, wir kannten den Weg und konnten somit die "Varianten" von 2013, sprich Umwege auslassen.

 

Oben angekommen erwartete uns ein strahlend blauer Himmel mit Knallsonne, ... wie der Norweger sich ausdrückt. Der Wasserfall links vom Aufstieg war gut gefüllt und es war berauschend wie das kühle Nass sich den Berg herunter fallen ließ. Jedenfalls machte es gute Laune dem Wasser zuzusehen, was übrigens auch Thyra fand und sich mal gleich mitten rein stellte. Hier oben auf der Hochebene war es mucksmäuschen still. Außer Wasser und Vogelgezwitscher war nichts zu hören und keine Menschenseele weit und breit zu sehen. 

 

Ca. 400m hinter dem Wasserfall in der Hochebene, teilen sich die Wanderrouten. Die blaue und weiße Route gehen weiter geradeaus. Wir bogen nach links Richtung Holzsteg, überquerten den See um dann durch dichtes Gebüsch weiter bergan zu steigen.

 

 

Jede Menge Blaubeeren fanden sich zu beiden Seiten des Trampelpfades und luden immer wieder zu einer Kostprobe ein. Und das galt nicht nur für uns Menschen. Thyra zupft sich ganz geschickt die Beeren vom Strauch. Bei Neele mußten wir etwas helfen, da sie ja durch ihre Operation am Unterkiefer keine unteren Vorderzähne mehr hat. Das "Blaubeersammeln“ ist bei ihr nicht so effektiv, da der Schluss der kleinen Schute nicht gegeben ist. Doch das macht nichts, wird eben geholfen um an die blauen Beeren zu kommen.

 

Endlich aus dem Gebüsch gekommen hatten wir eine phantastischen Ausblick in alle Himmelsrichtungen. Eine ganze Weile oben am Kamm gelaufen und wir erreichten endlich den Gipfel.

 

Pause war angesagt.

 

Nun wollten alle mal sehen was Liane da für jeden eingepackt hatte.

 

 

Geschmierte Brote mit Wurst und Käse, frischer Paprika, Apfelsaftschorle, alkoholfreies Bier, norwegischer „kvikk lunsj“ (Schokoladenkeksriegel, hier in Norwegen der Pausensnack, den jeder echte Norweger in seinem Wanderproviant mitführt) und getrocknete Speiseröhrenstücke wanderten nach und nach aus dem Rucksack. Alles wurde redlich untereinander geteilt. Nur wir Zweibeiner waren etwas zurückhaltend mit der getrockneten Speiseröhre. Die überließen wir dann doch unseren Hundemädchen, die nachdem sie ausreichend vom „Menschenessen“ geholt hatten, sich nun über ihren geliebten „Speiseröhrensnack“ hermachten. Muss wohl sehr genüsslich sein. 

Lange Pause, kurzer Sinn... oder so ähnlich... und schon ging es wieder von der Bergspitze runter auf das Hochplateau an der Rückseite des Aufstiegs. 

 

Ein Wegweiser mit der Aufschrift „Store Slotta“ machte uns neugierig. Wir beschlossen diesem Wegweiser nach links zu folgen. Die Store Slotta sollte nur 500 m entfernt liegen und das war nun wirklich kein großer Umweg. Der Weg dahin war schon etwas sumpfig und wir mussten ganz schön aufpassen um nicht im Morast zu versinken. Die Tage zuvor hatte es geregnet und entsprechend war auch der Weg. Neele und Thyra kümmerte das gar nicht. So ein Hundemädchen kommt überall durch, egal wie es hinterher aussieht.

 

Letztendlich führte uns der Pfad zu einer alten Hütte und einem Wiesengebiet was sicher noch bis vor Kurzem als Weidelandschaft und zum Heu machen, genutzt wurde. Die Hütte sah zwar sehr urig aus aber darin übernachten, wollten wir nicht. Hier kann man sicher mal Pause machen und die müden Glieder strecken , aber zu mehr lädt dieser Platz nicht ein. Nun gut, nun wissen wir das und können bei unsere SG-Wanderung dieses Fleckchen Erde eventuell auch auslassen. 

 

 

Wir hätten nun noch weiter nach links um den Fuß des Berges gehen können um einer Skiloipe im Winter zu folgen. Doch der Weg oder der „Nichtweg" war nicht einladend und nach den Regenfällen der letzten Woche mussten wir mit sumpfigen Untergrund rechnen. Das brauchten wir nicht, wollten wir nicht und deshalb ging es nun gemütlich entlang der linken Seite des Hochplateausees wieder zurück zum Wasserfall und zum Abstieg ins Hüttengebiet am Skizentrum „Eikerapen“.

 

Oben am Wasserfall verweilten wir noch ein paar Minuten um den tollen Ausblick zu genießen.

 

Dann ging es endlich bergab, zum Auto und nach Hause. Unsere beiden Hundemädchen hörten und sahen wir während der Autofahrt nicht mehr.

 

Die Beiden hatten eine gute Tour und wirkten voll zufrieden mit dem Tag. … wir waren es übrigens auch.

Bei unserem jetzigen Besuch am „Eikerapen“ sahen wir übrigens, dass dort ein neues Hotel gebaut wird, direkt über dem riesigen Stausee liegend.

 

Das Hotel soll 2016 fertig sein.  

Na mal sehen, ob das bei dem allgemeinen norwegischen Tempo auch wirklich so sein wird. Wenn ja, wäre es eine Option um unsere Studentenfreunde gut unter zubringen. 

Weitere Bilder zu diesem Tagesausflug findet ihr in der Galerie.

07.08. 2013 Auf der roten Fährte

 

Wir haben ausgeschlafen und gut gefrühstückt. Die Pferde und Schafe sind versorgt und so machen wir uns mit geschnürtem Rucksack auf unseren nächsten Ausflug. Heute geht es etwas weiter weg. Wir fahren ins Alpinsenter Åseral. Im letzten Jahr folgten wir von hier aus der blauen Route, die allerdings ins „Nichts“ führte.

 

Heute geht es auf die rote Fährte und wir sind gespannt, wo sie uns hin führen wird. Richtige Wanderwege sind in Norwegen selten. Wir machen uns auf eine Überraschung gefaßt.


Auf der roten Fährte auf einer größeren Karte anzeigen

 

Der Aufstieg erscheint uns im ersten Moment ganz schön steil. Doch guten Mutes und bei schönem Wetter absolvieren wir ihn, natürlich unter Einschluss einer kleinen Varianten, ohne Probleme. Wir haben ca 300 Höhenmeter überwunden und befinden uns nun in 500m Höhe. Der Wasserfall links vom Aufstieg sprudelt mächtig ins Tal. Gestern gab es in wenigen Stunden ca 60l/qm Niederschlag 

Hier oben liegt eine große Ebene mit einem sehr großen, spiegelglattem See. Das gegenüberliegende Ufer auf der langen Seite ist kaum zuerkennen. Direkt zu Beginn des Sees befindet sich eine Brücke, die auf die linke Seite vom See führt. Hier findet sich auch ein Hinweisschild für die rote Route.

Die blaue und weiße Wanderroute geht rechts am See entlang. Der blaue Pfad führt, wie erwähnt ins Nichts und der weiße Pfad, … wer weiß wohin?

 

Wir folgen wie geplant der „roten Spur“ und kämpfen uns zunächst auf einem schmalen Pfad den Hang hinauf. Dabei geht es auch durch viel Gestrüpp.

 

Anouk, Neele und Thyra dürfen frei laufen und das macht den Dreien besonderen Spass. Thyra, die ein richtiger Rabauke ist, läßt ihrer Enerie freien Lauf. Immer voran erkundet sie, was sich hinter welchem Busch verbirgt. Sie läuft die Strecke mindestens 3 fach. Anouk geht die Sache ruhiger an und folgt immer fein dem Trampelpfad. Unsere Piepsmaus Neele geht uns nicht von der Pelle. Zu hause hat sie eine große Klappe, aber hier in der Fremde bleibt sie brav bei Fuß.

Das Gebüsch haben wir hinter uns gelassen und wandern nun auf dem Bergrücken Richtung Gipfel. Wir haben einen tollen Blick in die Umgebung.

Auf dem Gipfel angekommen, stehen wir ca. 600m über dem Meeresspiegel. 

Im Rucksack haben wir geschmierte Brote, etwas zu trinken und natürlich auch einen Pausensnack für unsere drei Hundemädels. Eine halbe Stunde Pause gönnen wir uns und dann geht es weiter, jetzt aber bergab.


Die rote Wanderroute ist, wie wir jetzt sehen, ein Rundkurs, was nicht üblich ist in Norwegen. Oft führen die Wanderwege in eine Sackgasse und dann heißt es alles wieder zurück.

Wieder am Fuß des Berges angekommen, finden wir einen Wegweiser, der verschiedene Ziele angibt. Wir sind am Überlegen eventuell unsere Tour auszuweiten.

 

Aber Ralf sein Bein siegt und wir entscheiden uns dann doch gegen weitere 12 km. Jetzt geht es am Ufer des Sees wieder zurück. Der Berg liegt zu unserer rechten Hand und das Seeufer zur linken. Nach 1 km überqueren wir den See über eine kleine Holzbrücke. Nun liegt der See zur rechten und wir laufen den Rückweg auf der blauen und weißen Wanderroute.

Am Ende des Felsplateaus werden unsere Hundis bei Fuß gerufen und es geht gemeinsam geordnet zum Abstieg. Anouk, Neele und Thyra laufen brav bei Fuß und erst als wir in das bewohnte Hüttengebiet kommen, werden alle Drei angeleint. Nur noch wenige Meter und unser Auto ist erreicht. Alle sind froh den Marsch auf Schusters Rappen hinter sich zu haben und schnell geht es mit unserem Gefährt nach Hause Richtung Espetveit. 

 

Wir waren 3 Stunden auf Wanderschaft und brauchten mit Hin- und Rückfahrt insgesamt 5 Stunden. Es war eine schöne, wenig anstrengende Tour bei herrlichem Sonnenschein und mit braven Hundemädchen.  

 

Weitere Bilder zu diesem Tagesausflug findet ihr in der Galerie.

 

06.07. 2012

 

Auf der blauen Fährte

 

Heute hatten wir uns viel vorgenommen.

 

 

Eikerapen hatte uns vor 2 Tagen begeistert und so wollten wir eine Tagestour auf der Hochebene wagen.

 

Wir starteten pünktlich um 09:00 Uhr. An alles war gedacht. Die „Stullen“ geschmiert, den Rotwein sicher umgefüllt, kleine Leckerlis für unsere Hundedamen, Wechselsachen und Regenklamotten, ... der Rucksack hatte keinen Zentimeter mehr Platz.

Wir orientierten uns wieder an der Liftstation Alpinsenter Åseral. Dort waren 3 Wanderrouten mit unterschiedlichen Farben ausgezeichnet. Immer der Nase nach und steil bergan, hatten alle 3 Routen zunächst den selben Weg. Nach ca. 2 km auf der Hochebene ging die rote Markierung nach links über einen großen See. Die weiße und blaue Markierung ging weiter gerade aus. Wir gingen gerade aus weiter, denn so hatten wir 2 Möglichkeiten zu wählen. Der Weg war sehr aufgeweicht vom Regen in der letzten Nacht und wir konnten froh sein unsere festen Wanderschuhe an den Füßen zu haben.

Unsere 3 Minis fanden den Weg phantastisch. Jede Pfütze wurde durchwatet und an jedem Schlammloch gerochen.

 

Doch plötzlich wurde es sehr unwegsam. Es war nur noch eine blaue Markierung erkennbar, die Weiße war verschwunden. Hatten wir eventuell eine Abzweigung übersehen?. Weiter vorn sah es so aus als führte der Weg weiter allerdings in ein dichtes Gebüsch. Da war kein weiterkommen. So blieb uns nichts anderes übrig, als der blauen Fährte zu folgen.

 

Aber von einem richtigen Wanderweg konnte man hier auch nicht sprechen, jedenfalls nicht so, wie wir es aus Deutschland kennen. Tja, die Norweger wandern wohl mehr „natürlich“, über Stock und Stein und durch dichtes Gebüsch. Nach einem sehr anstrengenden unwegsamen Aufstieg erreichten wir das Plateau. Von hier oben hatte man eine herrliche Aussicht in die Umgebung. Heute hatten wir uns s auch ein „Freßpaket" eingepackt und so suchten wir uns eine windgeschützte Ecke und verspeisten unsere Stullen mit Leberwurst und

tranken eine guten Schluck selbstgemachten Rotwein.

Was braucht man mehr zum glücklich sein !!!

 

Nach unserer Brotmahlzeit ging es wieder ab ins Tal.

Alle ins Auto und stracks nach Hause zu unseren anderen Vierbeinern.

 

 

 

04.07. 2012

 

Eikerapen

 

„Alpinsenter“ 

Åseral 

 

 

 

 

Wir sind nach der morgendlichen Versorgung unserer Tiere mit den Hunden zur nächsten Tour aufgebrochen.

 

Es regnete natürlich, und das nicht zu knapp. Ein Sprichwort sagt aber: „Det finnes ikke dårlig vær, kun dårlige klær!“…... was auf Deutsch heißt:” Es gibt kein Schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“.

So packten wir die Regensachen ein und fuhren los in die Berge.

Von Espetveit aus kann man in gut einer Stunde viele Sehenswürdigkeiten und Naturspektakel erreichen.

In der Vergangenheit hatten wir aber meist zu viel zu tun.

Wir haben die Erkundigungen verschoben. Jetzt haben wir auf Espetveit alles fertig.

 

Egal wie viel es regnete, auf ging es unsere Umgebung zu erkunden.

Wenn man im Auto sitzt, ist der Regen ja gut auszuhalten.

Wir fuhren Richtung Åseral und dann nach rechts kurz vor Åseral zum „Alpinsenter“ . Es sind bis dahin 67 km und man braucht ca 1 Stunde mit dem Auto.

Es ist ein typisches Hüttengebiet, sehr schön anzusehen und im Winter für uns, die nächstgelegene Möglichkeit Abfahrtski zu betreiben.

 

Wir entschlossen uns, die Abfahrtstsrecke hoch zu laufen.

Getan wie gesagt, auf ging`s. Solange man nicht scharf bergauf laufen muss sind die Regenklamotten auch toll. Aber wehe es wird anstrengend und das Thermostat mitten in Herz und Lunge, fängt bei der hohen Luftfeuchtigkeit an zu arbeiten. Für Ralf steht dann immer die Frage, ist es besser vom Regen oder vom Schweiß klitschnass zu sein.

 

Wir sind mutig hoch marschiert. Die Felsen waren feucht und glatt, aber nicht zu rutschig. Es ging immer weiter in die Höhe.

Trotz Schneekanonen ist die Landschaft nicht verdorben. Nichts wirkte kaputt gemacht. Neben dem Abfahrtshang sucht sich im Sommer ein kräftiger Gebirgsbach seinen Weg ins Tal. Ganz oben angekommen wurden wir für unseren Tatendrang belohnt. Da war plötzlich in großer Höhe ein kilometerlanger See von Laubwäldern umgeben. Alls war sattgrün – einfach atemberaubend schön. Zu allem Glück gab es auch noch einen schönen Wanderweg um den See. Wir konnten ihn nur ausprobieren und nicht zu Ende gehen. Darauf waren wir heute nicht eingerichtet.

Der Weg zurück nach unten war nicht unbedingt leichter. Die Felsen waren so glatt, das jeder Schritt gut gesetzt sein musste.

 

Zurück am Auto gab es für alle mitgebrachte, selbstgebackene Brötchen mit Leberwurst. Danach sind wir alle ins Auto und es ging zurück nach Espetveit.

Hier angekommen,... Sonne pur!! Also Tiere füttern,... Grill anschmeißen, … auf der Terrasse sitzen und in echter Wohlfühlatmosphäre den Sonnenuntergang genießen.

 

Es war für uns alle ein sehr schöner Tag.