22.06.2019 Dies und Das und …. Abusdalsknuten

 

 

Die Strecke zum Abusdalsknuten wird als mittelschwer eingestuft und ist als blaue Strecke gekennzeichnet.

 

Festes, wenn möglich wasserdichtes Schuhwerk ist empfohlen.

 

 

Die Strecke wird mit knapp 8 km bemessen.

 

 

Der Startpunkt für die Wanderung ist das Hüttengebiet Fjellestadt. 

 

Von meinem Hof hier auf Espetveit sind nur ein paar Kilometer mit dem Auto zu fahren.

 

Nach dem Frühstück ging es mit „Mann und Maus“ in die Autos und bereits nach 5 km hatten wir die ersten Häuser von Fjellestad erreicht.

 

 

Ich war mir unsicher ob wir im Hüttengebiet eine Parkgelegenheit finden und so platzierten wir die beiden Fahrzeuge gleich auf einem freien Platz der von einem Bauern als Stellplatz für seinen Traktor nebst Zubehör genutzt wurde. Es war alles sehr ruhig und ausgehend, dass heute keine Hand bzw. Traktor mehr bewegt wird, ließen wir die Autos stehen.

 

Neele, Thyra und Sola bekamen ihre „Leibchen“ umgeschnallt und los ging es auf einer Asphaltstraße hoch zum Hüttengebiet.

 

Wir legten einige Höhenmeter zurück und ich war erstaunt wie anders das Gebiet hier aussieht im Vergleich zu Espetveit.

 

Es liegt nur ein Bergrücken dazwischen und die Landschaft hier in Fjellestad wirkt wesentlich schroffer und hügeliger als auf Espetveit.

 

 

Ja, und zu meinem Erstauen, nachdem wir die ersten Hütten hinter uns gelassen hatten, machte sich ein großer Parkplatz breit mit einem Häuschen an der Seite an dem die Wanderkarte zum Abusdalknuten befestigt war.

 

Außerdem zeigte sich nun erstmals ein Schild welches die Richtung zu unserem Wanderziel zeigte.  

 

Also folgten wir brav dem Schild.

 

Nach ungefähr 400 m zwischen Hütten entlang trafen wir einen Bagger, der einen Parkplatz oder Ähnliches präparierte. Der Weg gabelte sich und wir schlugen nach links den Berg weiter hoch, ein.

 

Der rechte Weg ging Berg runter, also dachten wir da der Abusdalsknuten ja in einer Höhe von mehr als 500 m liegen soll, kann es auf keinen Fall runter gehen. 

 

 

 

Weitere 500 m … kein Schild nur ein Weg, der an zwei Hütten endete. Unten vor den Hütten lag ein See und ein unserer Meinung nach Badesteg, führte da hin. 

 

 

 

 

So kehrten wir um, in der Hoffnung einen Hinweis, den wir übersehen hatten,  zu finden.

 

Das einzige, was wir fanden waren die rot markierten Stäbe, die die Loipen im Winter markieren.

 

Und so folgten wir diesen Stäben, denn auf der Langlaufloipe im Winter hatte ich immer mal wieder Wegweiser zum Abusdalsknuten gesehen. Also mussten die Stäbe uns früher oder später zu einem Wegweiser führen.

 

 

Jetzt ging es durch sumpfiges Gebiet und wir waren froh dem Hinweis „ festes und wasserdichtes Schuhwerk ist empfohlen“ gefolgt zu sein. 

 

 

 

Nach knapp 10 Minuten wandern durch sumpfiges Gebiet steht da plötzlich mitten auf dem Weg ein Stock mit blauer Markierung.

 

 

 

 

 

Und als wir uns genauer umschauten fanden sich in nah und fern Bäume mit einem blauen Strich oder Punkt am Stamm. 

 

 

 

 

 

 

Ja, und nun kam unsere Wanderung einer „Schnipseljagt“ gleich.

Es war wie ein kleiner Wettbewerb, der entbrannt war… , „ da, seht, da ist wieder ein Baum mit blauem Kennzeichen , ach und den da oben haben wir gar nicht gesehen...“.

 

Landschaftlich war es wirklich toll anzusehen, der Wechsel zwischen wiesen , Seen und Wald.

 

 

 

Meine Hundemädchen durften inzwischen frei laufen und nutzen jede Gelegenheit ans Wasser zu kommen. 

 

Es wechselte zwischen kleinen Anhöhen und wieder absteigenden Trampelfaden.

 

Das Wetter meinte es gut mit uns. Klärchen ein leichter Wind und ein paar Wolken waren unsere Begleiter.

 

Keine einzige Menschenseele begegnete uns.

 

Auf dem Weg sahen wir Elchspuren, Enten fanden sich auf den Gewässern und die Vögel gaben den Ton an.

 

Ansonsten waren wir hier allein auf weiter Flur. 

 

 

 

 

 

Die letzten 500 m ging es dann doch relativ steil bergauf.

 

Ein Weg wie wir ihn von Wandertouren in Deutschland, Österreich oder der Schweiz kennen, kann man hier nicht finden.

 

Gestrüpp und Gestein mussten wir umgehen und dann endlich war der Blick frei auf den Gipfel. 

 

 

 

 

Ganz oben stand ein Gestell aus Holz an dem das Gipfelschild befestigt war.

 

Und von hier hatte wir einen phantastischen Ausblick in alle Richtungen.

 

Das Wetter war klar und so konnten wir unendlich weit unseren Blick streifen lassen.

 

 

 

 

 

Ganz allein nur wir drei, meine Hundemädels, eine leichte kühlende Brise,  Sonne und Vögel, sonst nichts ...Ruhe, …. Ruhe, … Ruhe. 

 

 

 

 

 

Unterhalb des Gipfels gab es eine Art Postkasten in dem das Gipfelbuch bewahrt wurde. 

 

 

 

 

 

 

Ja, natürlich haben wir uns eingeschrieben, … warum auch nicht. 

 

 

Den Beweis findet ihr rechts im Bild. 

 

 

Dummerweise hatte keiner von uns daran gedacht einen „Gipfeltrunk“ mitzunehmen. Wir sind von Espetveit gestartet ohne jegliche „Ausrüstung“. Wie dumm von uns. So mussten wir ohne Wegzehrung den Rückweg antreten.

 

Der Rückweg zog sich unendlich. Natürlich war die Landschaft nach wie vor reizvoll doch die Beine wurden durch das Laufen im sumpfigen Gebiet ganz schön schwer und da die „Zwischenstärkung“ ausfiel, wollten wir nach Hause

 

 

 

Bei den letzten 500 m fanden wir dann auch den richtigen Weg, der vom Parkplatz ausgehen sollte.

 

Der anfänglich von uns als Badesteg interpretierte Holzweg war ein Teil davon. Dieser führte hoch zur Hütte und dann an der Seite dieser vorbei auf den Schotterweg.

 

Wer denkt denn schon daran, dass ein Wanderweg ausgezeichnet wird direkt 1 m seitlich vorbei an einer Privathütte. Die Besitzer bedanken sich sicher dafür immer wieder Wandergäste neben ihrer Terrasse begrüßen zu dürfen.

 

Ein Verdacht machte sich in uns breit. Haben vielleicht die Hüttenbesitzer die blaue Markierung verschwinden lassen um so dem ständigen Besuch aus dem Weg zu gehen? Wer weiß!

 

Nach 400 m auf dem Schotterweg in Richtung des Baggers fanden wir im Graben vom Weg ein Hinweisschild, welches die Richtung zum Abusdalsknuten zeigt. Allerdings war das Schild umgefahren und im Graben liegen gelassen.

 

 

Tja, das erklärt unsere anfänglichen Schwierigkeiten den Weg zu finden. Niedere Umstände haben uns zunächst auf die falsche Fährte geführt.

 

Egal, den einen Kilometer noch zu den Autos schafften wir spielend. Es war ja spannend für uns, ob die Fahrzeuge noch da standen oder der Bauer sie mit dem Traktor weg gezogen hat.

 

Alles war in Ordnung. Jeder hüpfte in sein Auto und zurück ging es auf meinen Hof.

 

 

 

Es war ein toller Ausflug. Ich muss sagen, dass ich ohne Kirsten und Steffen gar nicht darauf gekommen wäre, dass in nur 5 km Entfernung von mir ein so tolles Wanderziel „nur über den Berg“ , … und nicht bei den sieben Zwergen, zu finden ist.

 

 

 

 

 

Manchmal erscheinen die schönen Dinge so fern,  ...

... und sind doch so nah.