22.06. 2013

 

Der letzte Tag

 

auf Svalbard 

 

 

 

Wir haben bis viertel nach Neun geschlafen.

Der Blick aus dem Fenster lädt zum Wandern ein - die Sonne lacht! Wir gehen kurz frühstücken und danach schlüpfen wir in die Wanderschuhe und auf nach "Nybyen" in die städtische Kunstgalerie. Es ist außergewöhnlich warm. Auf dem ansteigenden Weg kommen wir ins Schwitzen und müssen unsere Pullover ausziehen. Es sind immerhin 8 Grad plus. Das gleißende Sonnenlicht und die bunten Häuser laden immer wieder zum fotografieren ein.

 

Nach einer Stunde sind wir an der Galerie angekommen. Sie hat gerade eben geöffnet. Der Eintritt ist mit fast 10 € recht teuer und zu sehen gibt es eigentlich nicht viel. Eine Ausstellung mit Bildern eines ortsansässigen Malers ist recht nett, mehr aber auch nicht. Der Souvenirladen macht Liane Spaß und verführt sie zum Einkaufen. Wir sehen uns noch einen interessanten Film über den Wechsel des Lichtes an und nach einer kleinen Erfrischung geht es weiter.

 

Unser nächstes Ziel ist die "Spinne", dass Maschinenhaus für die verschiedenen Seilbahnen der insgesamt sieben Kohleschächte. Die Bahnen kommen aus verschiedenen Richtungen. Darum sieht dieser riesige Maschinenraum auf seinen meterhohen Stelzen wie eine Spinne aus. Es ist aber nur noch ein Industriedenkmal und darf nicht verändert werden. Das ist natürlich Unsinn, da alles verrottet, für den Staat aber die einfachste und billigste Lösung. Sicher wird das von Leuten entschieden, die den ganzen Tag nur im Büro sitzen und noch nie vor Ort waren. Irgendwann muss man das ganze Gebiet sperren, da der Zugang wegen Baufälligkeit lebensgefährlich wird - zu blöd.

 

Von der Spinne ging es weiter zur Universität. Hier ist das Svalbard-Museum untergebracht. Der Besuch des Museums soll unseren Besuch auf Spitzbergen abrunden. Die Eintrittskarte kostet 10 €. Der hohe Preis ist hier etwas mehr gerechtfertigt, als in der Galerie. Die Architektur des Universitätsgebäudes ist sehr interessant und schön. Es wurde sehr viel Holz verwendet. Fotos sind erlaubt und lohnen sich. Beim Rundgang im Museum wird man über alles Wichtige betreffend Svalbard informiert. Es werden viele ausgestopfte Tiere gezeigt und auch alle Dinge der Jagd, des Kohlebergbaus und der besonderen geologischen Situation auf Svalbard beschrieben.

Mit uns ist eine große Gruppe Japaner von einem Luxusliner eingelaufen. Diese kleinen Menschen machen eine Menge Unruhe und hasten fotografierend durch das Museum, als müssten sie einen Orientierungslauf gewinnen. Als wir etwa bei der Hälfte angekommen sind, haben sie es bereits "Geschafft"! Ihr Bus wartet vor der Tür. Sie waren nicht einmal eine Stunde im Museum.

 

Wir lassen uns Zeit. Es ist ein schöner Abschluss unseres Aufenthaltes, verbunden mit vielen Informationen. Das passt genau, im Anschluss an die letzten vier, sehr aktiven Tage. 

 

 

Der Urlaub auf Svalbard war ein voller Erfolg.

Svalbard ist sehenswert und unbedingt weiter zu empfehlen.

Wir werden sicher noch einmal wiederkommen.