20.06. 2016

Auf zur Mitternachtssonne nördlich des Polarkreises

 

Heute um 6:45 Uhr starteten wir von Espetveit.

Dietmar und Nicole, Freunde aus Deutschland, haben den Hof mit all seinem Getier übernommen und wir konnten in Richtung des Polarkreises fliegen.

 

Von Kristiansand nach Oslo, von Oslo nach Bodø und dann auf die Lofoten nach Leknes, führt unsere Reise. Alles lief gut und entspannt, bis wir den Flieger in Bodø sahen. Eine winzige Propellermaschine der Fluggesellschaft Widerøy übernahm die letzte Route.

 

 

Anflug auf die Lofoten...Leknes Flughafen
Anflug auf die Lofoten...Leknes Flughafen

Ende gut alles gut, auch diese winzige "Maschinchen" setzte uns sicher auf unseren Zielflughafen ab.

 

 

Gelandet, schnell den Koffer vom Transportband geholt und den Mietwagen entgegen genommen.

 

 

Wir hatten eine Unterkunft als B&B gebucht. Anne Gerd sollte unsere Herbergsmutter sein.

Gästehaus Anne Gerd Lind 8340 Stamsund Hagskarveien 330  

 

 

Über E-Mail waren wir in Verbindung gestanden und hatten die Absprache bezüglich Unterkunft, Eintreffen mit Datum und Uhrzeit verabredet.

Tja, aber am Haus von Anne Gerd Lind angekommen, war da keine Anne Gerd.

Über einen kurzen Telefonanruf erfuhren wir, dass das Zimmer noch gar nicht fertig wäre und sie auch erst in knapp 2 Stunden zu Hause wäre.

 

Tja, was sollten wir machen, zurück ins Auto und eine kleine Inseltour gefahren. 

 

 

So gegen 17.00 Uhr öffnete das Haus seine Pforten und Anne Gerd begrüßte uns herzlich in ihrem Heim.

 

 

Die Schuhe hatten unten an der Eingangstür zu bleiben und wir bekamen ein Zimmer im ersten Stock, welches ein Gemeinschaftsbad mit den anderen Gästen im Erdgeschoss hatte. Frühstück wäre ab 08:00 – 10.00 Uhr, wenn es geht nicht später, aber auch nicht früher.

Das waren klare Instruktionen von einer Lehrerin, die nun im wohlverdienten Ruhestand war und seit 4 Jahren diese Pension betreibt. Sie hat ein nettes freundliches offenes Wesen, die den Gästen ihr Haus, welches an einem kleinen See seitlich der Strasse liegt, öffnet. 

 

Hier wohnen wir die ersten 5 Tage von unserem Lofotenurlaub. Es wirkt alles sehr einladend und wir werden uns sicher hier wohlfühlen.  

 

Ein paar Sachen ausgepackt und wir machten uns nach einem Tipp von Anne Gerd, auf die Suche nach einem speziellen Restaurant. Hier sollte es jeden Tag frischen Fisch geben. Allerdings schließt das Restaurant an den Wochentagen bereits um 20:00 Uhr. Also mussten wir uns sputen.

Es war nicht schwierig dieses kleine Restaurant zu finden. Einfach ausgestattet, aber gemütlich eingerichtet bestellten wir Tagesfisch, Flunder. Der Fisch war toll zubereitet, allerdings mit vielen Gräten, was wir bei unsere Bestellung nicht bedacht hatten. Butterkartoffeln (zwei kleine), eine klitzekleine Beilage mit frischem Gemüse...30,00 Euro pro Person !!!

 

Wir haben ganz schön geschluckt bei diesem Preis. Wir sind auch fast satt geworden. An den kommenden Abenden werden wir jedoch nach Alternativen suchen. 

 

Inzwischen war es 21:30 Uhr und wir waren ganz schön matt von der Anreise.

 

 

 

Doch die Wolken vom Nachmittag hatten sich vollständig verzogen und die Sonne zeigte ihr volles „Strahlegesicht“.

 

 

Wir entschlossen uns noch an die Westseite von Vestvågøy ans Meer zu fahren, um die Mitternachtsonne dort erleben zu können. Ab ins Auto ging es über Haukland nach Uttakleiv an den Strand. 

 

Es war phantastisch dort am Meer um 00.00 Uhr zu stehen und trotz Mitternacht einen Tag mit strahlender Sonne zu erleben.

 

Als wir vor 3 Jahren auf Svalbard waren, hatten wir ebenfalls dieses „Mitternachtsonnenglück“, was sicher nicht noch einmal in unserem Leben vorkommt. 

 

Am Strand von Uttakleiv um 00:00 Uhr
Am Strand von Uttakleiv um 00:00 Uhr

 

Nach vielen, vielen Fotos und „aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen“ fuhren wir nachts um 1:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein wieder zurück. Schnell geduscht und ab ins weiche Bett. Es war inzwischen 2:00 Uhr.