17.06. 2012

 

Angekommen auf

 

Svalbard/Spitzbergen

 

Heute ging es früh aus dem Bett. Da unser Flug von Kristiansand nach Olso um 07:00 Uhr abhob, war die Nacht um 04:15 Uhr zu Ende .

 


Eine Stunde Autofahrt bis zum Flughafen Kjevik , einchecken und schon ging es los.

  

Mit dem Anschlussflug von Oslo hatten wir Glück, denn es ging ohne Zwischenstopp direkt nach Svalbard.
Bereits um 12:15 Uhr mit nur 15 Minuten Verspätung standen wir am Rollband um unsere Koffer abzuholen. Hier hatten wir Kontakt mit dem ersten Eisbären. Etwas makaber anzusehen, begrüßte uns ein ausgestopftes Exemplar dicht neben dem Rollband.
Gegenüber dem Eingang des Flughafens findet man den berühmten Wegweiser mit "Achtung Eisbären" und den verschiedensten Entfernungsangaben zu grossen Städten und anderen Lokalisationen. Zum Nordpol sind es von hier nur noch 1200 km.
Mit dem Bus, für 60 Norwegische Kronen pro Person, ging es zum Hotel.
 

Wir zogen ins "Basecamp" ein. Es hat sich aus der original Lokalisation der ehemaligen Basisstation für Exkursionen in die weiter nördlicheren Gefilde entwickelt und ist sehr originell ausgestattet. Rustikal, einfach,... aber teuer,.... uns gefiel es.

Noch aus der Zeit der Minenarbeiter, ist es Brauch in der Unterkunft die Schuhe am Eingang abzustellen und so zogen auch wir unserer Schuhwerk von den Füßen und tauschten es gegen mitgebrachte Hausschuhe ein. Wir stellten unsere Koffer auf das Zimmer und suchten schnell eine Gaststätte, wo wir endlich was essen konnten. Im Flieger hatte es nichts gegeben. Die Norweger sind knausrig geworden.

Es war nicht lange zu laufen. Nur die Treppe wieder runter, durch einen Nebeneingang und schon waren wir in einem gemütlichen Restaurant. Ebenfalls rustikal eingerichtet und unter Anderem mit einem Holzschnitt der Köpfe von Marx, Engels und Lenin an der Wand. Tja es war so ein Gefühl, von der Vergangenheit eingeholt zu werden. In einer Spiegelecke hinter dutzenden Schnapsflaschen fanden wir auch noch eine grosse weisse Lehninbüste. Das sah für unseren Geschmack ein wenig deplaziert aus, passte andererseits aber irgendwie zu seinem Geburtsland.

Endlich gab es ein großes Pils und eine noch grössere Pizza, die man wirklich als GUT bezeichnete konnte. Nachdem wir versorgt waren ging es los zur Shoppingtour, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, wie etwas zu trinken, natürlich alkoholfrei, etwas Obst und ein paar Nüsschen.
Ein wenig geschafft waren wir doch nach der langen Reise und unserem "Stadtausflug". Wir hatten eine kurze Pause nötig, einfach mal die Beine hoch legen und die Äuglein ein wenig schließen. So gegen 18:00 Uhr waren wir wieder fit wie die Turnschuhe.

Rein in die Klamotten und raus auf die Strassen von Longyearbyen. die Temperaturen lagen bei 7 Grad und die Sonne kam gerade aus den Wolken gekrochen.

Ralf hatte bereits bei unserer Einkaufstour einen Pub entdeckt, laut Reklame der "Sechs Beste der Welt"! Wir waren neugierig, da konnte was nicht stimmen! Also Kontrolle und rein in den Pub. Es war enttäuschend. Mehr als ein Bier für Ralf und für Liane eine Margarita, Anstands halber, wollten wir uns nicht zumuten. Es gab irrsinnig viel Schnapssorten, vielleicht darum die hohe Platzierung in der Weltrangliste, der Pub selbst war schlicht und ergreifend schlecht. Schnell bezahlt und nichts wie weg!

Weiter ging es  durch die kleine Stadt. Wir waren voller Unternehmungsgeist, hatten aber auch schon wieder Hunger. Nach einigem Suchen haben wir ein gediegenes Restaurant am anderen Ende von Longyearbyen gefunden. Es war nicht unbedingt das, was man hier erwarten würde, doch der Wintergarten des Restaurants wirkte so gemütlich, dass wir uns darauf einließen. Es gab Tai-Essen, von mäßiger Qualität, aber so weit nördlich ist es wohl wieder gut. Auf dem Rückweg haben wir noch das Svalbard-Museum gefunden. Nach Aussagen der Dame an der Rezeption, sie hieß Marthe, sollte man da unbedingt gewesen sein. So spät am Abend war es natürlich schon geschlossen, doch wir werden es sicher später besuchen. Wahrscheinlich am letzten Tag unseres Aufenthaltes.
 

Um 22:45 Uhr waren wir wieder im Hotel. Die Rezeption hatte schon geschlossen. Es gibt aber immer kostenfrei Tee, Kaffee und ein paar Kekse an einem Buffet neben der Rezeption. Dort kann man auch sehr gemütlich auf Sofas sitzen, was für Gäste mit sehr kleinen Zimmern sicher angenehm ist. Das Hotel wird von 22 bis 07.00 Uhr am anderen Morgen abgeschlossen, dann ist in ihm sozusagen „Tote Hose“ .

Die Eindrücke des Tages haben wir auf unser „Nettbrett“ geklimpert und wegen der Helligkeit nicht aufgepaßt. Zu unserem Erstaunen haben wir jetzt gesehen, dass es bereits 2:35 Uhr ist. Es ist tageshell,... ja klar, hier wird es zu dieser Jahreszeit nicht dunkel. Also schnell ab in die Falle.

Morgen, besser heute in ein paar Stunden, geht es auf eine „Summer Dog Sledding Tour“. Das ist nichts Anderes als ein Husky-Gespann auf Rädern und wird sicher spannend!