Svalbard/Spitzbergen

 

Lonyearbyen im Juni 2013
Lonyearbyen im Juni 2013

 

Spitzbergen ist eine zu Norwegen gehörende Inselgruppe im Nordatlantik und Arktischen Ozean. Die über 400 Inseln und Schären liegen nördlich des Polarkreises zwischen 74 und 81 Grad nordöstlicher Breite sowie zwischen 10 und 35 Grad östlicher Länge.

Im norwegischen Sprachgebrauch heißt die Inselgruppe seit dem Spitzbergenvertrag von 1920 Svalbard (dt. „Kühle Küste“). Der deutsche Name der größten Hauptinsel ist Spitzbergen, was etwas irreführend ist, da es ja eigentlich der Name der gesamten Inselgruppe ist. Die Inselgruppe ist gemäß dem Spitzbergenvertrag eine demilitarisierte Zone

 

Spitzbergen ist die Krone der norwegischen Arktis. Auf halbem Weg zwischen dem norwegischen Festland und dem Nordpol gelegen erwartet man hier vielleicht unangenehm kühle Temperaturen. Dank dem Golfstrom herrscht auf Spitzbergen und den anderen Inseln des Svalbard-Archipels jedoch ein überraschend mildes Klima mit allzu verschiedenen Jahreszeiten.

Zu der unheimlich vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt zählen das größte an Land lebende Raubtier, der Eisbär, Rentiere, Polarfuchs Robben und tausende Seevögel, die den Sommer hier verbringen. 

 

Die Besiedlung Spitzbergens erfolgte in erster Linie ab etwa 1900 wegen reicher Kohlevorkommen .

Die bekanntesten Siedlungen sind Longyearbyen, Barentsburg oder Ny-Ålesund – in jeder von ihnen herrschen ein anderer Duft und eine andere Atmosphäre. Doch sie alle teilen denselben Pioniergeist und sie gehen selbstbewusst mit ihrer Isolation vom Festland um.

Hauptort der Inselgruppe ist Longyearbyen auf der Insel Spitzbergen mit ca. 2.000 Einwohnern. Dort befindet sich auch die Universität UNIS.

 

Svalbard verzaubert mit der Stille und unberührten Natur, mit einzigartigen Gebirgszügen, gewaltigen Gletschern, weiten Fjorden und mit blühenden Tälern. Longyearbyen ist ein idealer Ausgangsort für abwechslungsreiche Ausflüge in einer faszinierenden Landschaft.

 

 

Isfjord-Radio
Isfjord-Radio

  

Seit 2008 gibt es auf Svalbard, in der Nähe von Longyearbyen eine „Pflanzen-Arche Noah“.

 

Der Tresor für Pflanzensamen, ist eine tiefgekühlte Schatzkammer für die Kulturpflanzen der Menschheit.

In 130 Meter Höhe hat Norwegen auf eigene Kosten drei Hallen in einen Berg bohren lassen.

 

In dem von ewigem Frost gekühlten Berg ist eine gigantische Sammlung von Pflanzensamen aus aller Welt. Der Vorrat soll sicherstellen, dass auch nach riesigen oder sogar globalen Naturkatastrophen neue Samen bereitliegen, um wieder mit dem Anbau von Lebensmitteln beginnen zu können.

 

Die Durchschnittstemperatur liegt hier im Permafrostboden bei minus drei bis vier Grad. Die drei je sechs Meter hohen Lagerhallen in einem Berg nahe des kleinen Flugplatzes von Longyearbyen aber werden permanent auf 18 Grad Minus gekühlt. Das ist die ideale Temperatur, um das eingelagerte Samengut für gut tausend Jahre frisch zu halten.

 

Die Samenkammer ist so hoch über dem Meeresspiegel angelegt, dass die Hallen auch bei Erfüllung der pessimistischsten Vorhersagen über die Klimaveränderungen trocken bleiben sollen.
Auch ein Atomkrieg dürfte ihnen nach Meinung der Konstrukteure nichts anhaben. Und sogar für das Aushebeln etwaiger direkter Raketenangriffe haben die Konstrukteure sich etwas ausgedacht. Die Gänge sind versetzt, damit ein direkter Treffer möglichst nicht in die Lagerräume vordringen kann.

 

https://www.regjeringen.no/en/topics/food-fisheries-and-agriculture/landbruk/svalbard-global-seed-vault/id462220/