29.10.2020

 

Neele hat Geburtstag

 

Und wieder ist ein Jahr vorüber. Neele geht ins 10 . Lebensjahr.

 

 

und man hört von Jedermann, wird der Hund erst mal 7 oder 8, dann wird es ruhiger und man merkt ihm das Alter an.

 

Dieses kann ich allerdings nicht bestätigen.

 

Neele ist nach wie vor ein kleiner Wirbelwind, die ihrer Berufung Alles und Jeden beieinander zu halten, immer noch sehr ernst nimmt. Geändert..., nein, geändert hat Neele sich nicht.

 

Ich hoffe, dass mich mein ältestes Hundemädchen noch lange begleiten wird und sie so bleibt wie sie ist, meine kleine spezielle Neele-Maus.

 

 

 

Ein Haus ohne Tiere ist wie ein Himmel ohne Sterne.

 

16.-18.10. 2020 Ausflug in die Telemark

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche stand eine Einladung in die Telemark auf dem Programm.

Es sollte nach Drangedal in das Gautefall Panorama Hüttengebiet gehen. Eine Kollegin hatte eingeladen.

 

Ich fuhr am Freitagnachmittag etwas eher von der Arbeit weg. Unsere Sachen hatte ich bereits am Abend zuvor gepackt. Schnell nach Hause gedüst, meine drei Hundemädchen ins Auto geladen und schon ging es auf die 120 km lange Strecke.

 

Die Straße bis nach Lauvdalen (42, 41) war ich bereits auf meinem Weg nach Jotunheimen gereist. Die restliche Strecke Richtung Gautefall ging es auf der 358 weiter.

Gautefall ist eines der berühmten Hüttengebiete mit unendlich langer Langlaufloipoe und einer Alpinski-Anlage.

 

Als ich gegen 18:00 Uhr endlich nach der Passage auf einem serpentinenartigen Schotterweg ankam, waren die restlichen Gäste bereits eingetroffen. Meine Kollegin hatte zum „Damentreff“ eingeladen und somit waren wir 7 Mädels (Zwei- und Vierbeiner) , die das Wochenende zusammen verbringen wollten.

 

Nach einem guten Abendessen und einem Glas Rotwein, ließen wir die Arbeitswoche sinken und „quasselten“ bis tief in die Nacht hinein. 

 

Für Neele, Thyra und Sola war der erste Abend natürlich voll von Entdeckungen. Sowohl draußen als auch in der Hütte (…, keine Hütte, wie wir uns sie als Deutsche vorstellen… die norwegische moderne Hütte gleicht einem chicen Wohnhaus und steht an Komfort diesem in keinem nach) gab es reichlich neue Gerüche, die erst mal „verdaut“ werden mussten.

 

Helen hat nämlich ebenfalls einen Hund, der normalerweise hier sein Hüttendasein hat. An diesem Wochenwende musste Luna allerdings zu hause bleiben da wir ein entspanntes Hüttenwochenende genießen sollten. Verstanden habe ich das nicht wirklich, da meine drei Mädels mit anderen Vierbeinern vertraut sind..., aber gut, jeder Hundebesitzer muss selbst entscheiden.

 

 

Wir vier hatten ein eigenes Zimmer und so schliefen wir wie die Murmeltiere bis um 08.00 Uhr des nächsten Tages. 

 

 

 

Dann ging es erst mal raus für alle zum Pippi machen und frische Morgenluft zu schnuppern.

 

Dabei bin ich durch das Hüttengebiet marschiert und habe die an den Hängen stehenden Hütten bewundert.

 

 

Eine schöner als die andere, und wirkten wie Märchenhäuser aus Holz.

 

 

Ich habe mir dabei überlegt, dass ich vielleicht versuchen sollte, so eine Hütte in Deutschland zu bauen… würde mir als Wohnhaus völlig reichen, denn der Wohnkomfort ist gegeben. Muss mich erkundigen, was möglich ist.

 

 

 

 

Nach einem langen Frühstück ging es dann zu einer Tageswanderung zum Hellersvatne. Nichts Berühmtes aber in wunderschöner Natur gelegen.

 

 

Es war Sonnenschein gemeldet und so begannen wir bei 6 Grad auf dem Thermometer den Marsch.

 

 

Erst ging es fast 400 m bergan, dann auf einem Plateau weiter um dann die Höhenmeter wieder abzusteigen zum See. Trotz Sonnenschein war es recht kalt, denn es begleitete uns ein kühler Nordwind, der kräftig hier oben auf fast 800 Höhenmetern blies. 

 

Am See angekommen fand sich eine Feuerstelle an der wir wie von Meisterhand ein Feuer entfachten.

 

Jeder von uns hatte einen trockenen Holzscheit aus der Hütte mit genommen, so dass das Problem Trockenholz kein Problem für uns war.

 

 

Helene zauberte dann noch eine runde Metallplatte und eine große Cola-Flasche mit Eierkuchenteig hervor. Na das war ein Gaudi. Es gab Eierkuchen über dem Lagerfeuer gebacken mit Erdbeermarmelade, Schokocreme und Kaffee für Jeden . 

 

Tja, und da meine drei Mädels so brav auf dem gesamten Weg waren, nie auf Pirsch gingen und sich immer vergewisserten wo ich den bin, erhielten auch jeder von ihnen einen kleinen Eierkuchen. 

 

Alles was nicht essbar war packten wir wieder ein und machten uns auf den Rückweg. 

 

 

 

 

 

 

Als wir wieder im Hüttengebiet eintrafen, war Klärchen noch auf der Terrasse zu finden.

 

 

 

 

Noch ein paar Minuten auf der Hüttenterrasse mit einem Glas Weißwein ließen wir den Nachmittag ausklingen und gingen dann zum gemütlichen Abend über.

 

 

Natürlich wieder gut gespeist, lange zusammen gesessen und dann war auch dieser Tag vorüber. 

 

Hanne war von meinen drei Hundemädchen fasziniert und hätte gern eine von ihnen mit nach Hause genommen. Aber das war keine Option. Meine Mädels bleiben bei mir und wenn überhaupt, kann man sie mal ausleihen und dann allerdings nur als Dreiergespann. 

 

 

 

Am nächsten Vormittag machten wir nochmals eine gemeinsame Tour durchs Hüttengebiet um Inspirationen für eigene Projekte zu sammeln.

 

 

 

Hanne ist dabei eine Hütte zu planen. Ich plane ein Wohnhaus und da fühlten wir uns auf der Hütten-Schau-Tour so richtig wohl.

 

Am Nachmittag ging es für alle wieder Richtung Heimat. Gegen 16:00 Uhr trafen wir Espetveit-Mädels wieder zu Hause ein.

 

 

Der Wochenendausflug hat uns gut getan. 

 

Die beste Methode deine Zukunft vorauszusagen ist es, 

sie zu erschaffen.

 

Abraham Lincoln

20.10. 2020 Eine neue Lammzeit beginnt

 

 

 

Als ich meine Schafherde im August 2018 zur Schlachterei geben musste , dachte ich nicht, dass ich auf Espetveit nochmals Schafe in den Stall einstelle.

 

Aber wie heißt es doch, „ meist kommt es anders als man denkt“.

 

 

 

 

Seit gestern Nachmittag ist wieder Leben im Schafstall. 8 erwachsene Schafe und 7 Lämmer teile sich die Boxen im Stall.  

 

Peter
Peter

 

Heute ist noch Peter, ein Schafbock dazu gekommen.

 

 

In den nächsten Tagen erwarte ich 10 weitere Schwarzblesse-Lämmer von einem Schafbauern aus der Umgebung.

 

 

Dieser hatte 2017 fünf Lämmer von mir zum Aufbau seiner eigenen Schafherde gekauft. Jetzt kommen praktisch die Enkel meiner Lämmer zurück.

 

 

 

 

 

!!! MEINE SCHAFE KOMMEN WIEDER NACH HAUSE !!!

 

 

 

Ich freue mich natürlich riesig, dass die zukünftigen Besitzer von Espetveit sich entschlossen haben „Blessesau“, wie sie auf norwegisch heißen, wieder nach Espetveit zurück zu holen, … und dass es natürlich Abkömmlinge aus meiner eigenen Zucht sind, macht mich so richtig stolz.

 

Jetzt kehrt wieder etwas mehr „Alltag“, Hofleben zurück.

 

 

Heute habe ich das erste Mal am Morgen bevor ich zur Arbeit aufgebrochen bin, gefüttert. 

 

 

 

 

 

Es braucht natürlich etwas

Geduld mit den Neulingen.

 

So wie ich es von meiner eigenen Herde kenne, tun sich manche Insassen schwer den Kopf durch das Gitter zu stecken um an das Kraftfutter und ans Heu zu kommen.

 

Aber bislang hat es ein Jeder gelernt und wurde letztlich satt.

 

 

 

 

 

 

Auch die Selbstränke sehen für die Schafe erst mal gefährlich aus und machen auch noch Geräusche, wenn man sich bedienen will. Aber auch das Trinken will gelernt sein und wird über kurze Zeit etwas ganz Normales sein.

 

Zwischen 21:00 und 22:00 Uhr füttere ich die Spätmahlzeit zur Nacht.

 

 

Die Besitzer der Herde kommen am Nachmittag , wo es dann ein weiteres Mal Kraftfutter und Heu gibt. 

 

 

 

Ich habe angeboten mich mit um die Versorgung der Schafe zu kümmern.

 

Mir macht es Spaß mich körperlich zu betätigen und es tut meiner Seele gut.

 

Gleichzeitig kann ich die zukünftigen Besitzer von Espetveit am Anfang hier auf dem Hof mit meinen Erfahrungen als einstige „Bäuerin von Espetveit“ unterstützen.

 

 

 

Ab jetzt werde ich wieder auf der Lammzeit-Seite über das Geschehen im Schafstall berichten.

 

 

Die Schafzucht auf Espetveit bekommt einen neuen Anfang … , lassen wir uns überraschen. 

 

 

Übrigens gab es letzte Nacht den ersten Schnee auf Espetveit. Eine Woche früher als in den Jahren zuvor.

 

Der gemeldete Schneefall war auch der Grund, weshalb die Schafe in den Stall kamen. Es findet sich jetzt nichts mehr zum Fressen auf den Espetveit-Weiden.

Hier oben in 450 m Höhe steht die Natur still und wartet auf den Winter.  

 

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

 

der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

 

Stufen“ 

Herrmann Hesse