Neujahrsbrief 2020

 

 

 

wir „fliegen“ aus dem alten in das neue Jahr… 

 

 

 

Kurz bevor das Jahr endet,

 

findet eine Reinigung der Energien statt.

 

 

Dinge sortieren sich neu,

 

Menschen kommen und gehen,

 

alter Schmerz erwacht.

 

 

 

Bleib ruhig und hab Geduld mit dir.

 

 

Eine neue Ordnung wird sich einstellen !

 

 

Bahar Yilmaz

 

Ja, nun ist auch 2019 wie im Flug vergangen. Es war ein ruhiges und klärendes Jahr.

Espetveit war in eine Art Tagtraum getaucht und die Zeit strich so einfach dahin, ohne viele Spuren zu hinterlassen.

 

Dennoch ist auch das letzte Jahr es wert retour zu laufen und in seinem bescheidenden Sein nochmals erwähnt zu werden. Negativen Ereignisse haben Espetveit verschont und positive Erlebnisse unser Leben hier im Norden bereichert.

 

 

 

 

Das Jahr 2019 begann ich gemeinsam mit Freunden, die über den Jahreswechsel auf Espetveit verweilten.

 

 

Mit guten Wünschen für Jeden von uns begrüßten wir 2019.

 

 

Jeder von uns ob Mann oder Frau hoffte, dass die guten Wünsche sich erfüllen und 2019 für uns alle voller guter Dinge steckt.

 

Wir konnten es alle gebrauchen, ... ein gutes, ein besseres Jahr. 

 

 

 

Mit den ersten Tagen von 2019 erreichte mich auch der Alltag.

Der Besuch verschwand und wir Espetveit-Mädchen kehrten zurück in unser normales neues Leben.

 

Ina, Sindy und Matze hatten uns gut getan und erneut gezeigt wie gut es ist, Freunde zu haben auf die man sich verlassen kann. 

 

 

 

Es war bereits Mitte Januar und der Schnee ließ auf sich warten.

 

 

Die letzte weiße Pracht gab es kurz vor Weihnachten im alten Jahr.

 

 

 

Einsetzendes Tauwetter mit regelmäßigem Regen ließ die weiße Pracht schwinden und schuf eine Eiswelt hier auf Espetveit.

 

Der Platz zwischen den Gebäuden ähnelt einem Eisstadion, perfekt zum Eishockey spielen. Der Privatweg runter zum Waldweg hatte sich zu einer schnellen Eisbahn gemausert.

 

Trotz, dass der Amarok mit Spikes-Winterreifen ausgestattet ist, bekam ich keinen Halt auf dem Weg beim Runterfahren vom Hof. Auch die Down-Hill–Funktion des Getriebes, die der VW zusätzlich bietet, war völlig zwecklos.

 

Das Auto rutschte einfach entsprechend der Wegneigung und ließ sich nicht steuern.

 

Da ich dieses Risiko in den Graben zu rutschen oder vielleicht sogar ab ins Ylva-Tal zu gleiten nicht jeden Tag tragen wollte, parkte ich der Amarok unten vor der roten Garage nur wenige Meter vom Waldweg entfernt.

 

Mit Taschenlampe bewaffnet und “Brodder” (Gummisohlen mit Spikes) unter den Schuhen ging es jeden Morgen kurz nach 06:00 Uhr die 150 m runter zum Auto und am Abend nach der Arbeit wieder auf Schusters Rappen hoch zum Hof.

 

 

Und wenn jetzt Jemand glaubt, dass es einfach ist auf einer dicken spiegelglatten Eisbahn im Dunkeln den Berg runter oder wieder hoch zu laufen, hat er sich getäuscht.

 

Selbst das war eine Herausforderung und brauchte ich nicht wirklich jeden Tag im Doppelpack.  

 

 

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Ende Januar hatte es sich der Winter überlegt.

 

 

Innerhalb von wenigen Tagen hatte ich einen Meter Neuschnee.

 

 

 

 

Viele Stunden im Traktor mit der Schneefräse und zusätzliches Schneeschaufeln per Hand waren mein täglich Brot.

 

Da es Unmengen von Schnee waren, musste ich bereits bevor ich zur Arbeit fuhr, eine Runde mit der Traktorschneefräse räumen.

 

Das hieß um 04:30 Uhr aus dem Bett, Traktor angeschmissen, 2 Stunden Schnee “gepustet” , … umgezogen… , runter zum Auto gelaufen und ab zur Arbeit.

 

Am Abend das gleiche Procedere retour.

 

Abends dann geschafft um 23:00 Uhr ins Bett mit der Gewissheit, dass der Wettergott bereits für den nächsten Morgen den Schnee bereit gestellt hat.

 

Aber man kann natürlich auch in dieser Form von Aktivität etwas Positives sehen. Ich brauche kein Fitness-Studio, habe alles gratis hier auf meinem Hof.

 

 

Das viele Schneeräumen war anstrengend und kostete so manche Stunde.

 

Doch die weiße Pracht verzauberte aber auch die Natur und ließ mich immer wieder auf`s Neue staunen. 

 

  

 

 

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10 Tage tägliches Schneeräumen brachten auch meine Schneefräse an ihre Grenzen.

 

Zum 1. Februar gab die Schneefräse den Geist auf. 

 

 

 

Ein Scherbolzen von der Fräsenwelle war gebrochen, so dass die Fräse nur auf einer halben Seite lief.

 

Ausgerechnet die Seite stand still, welche den Schnee nach oben durch das Auswurfrohr bringt.

 

Ich hatte vom einstigen Bauern gesagt bekommen, dass da nichts brechen kann. Doch so ist das nun mal mit der Aussage eines Menschen. Glaube ihm nie blind, das kann verheerende Folgen haben.

 

 

Und so stand ich auf dem Hof und habe die Welt verflucht.

 

 

 

 

Doch wie so oft, selbst ist die Frau.

 

Ich baute kurzerhand den Scherbolzen auf der anderen Seite aus und fuhr mit meinen drei Hundemädchen nach Evje.

 

 

 

Ich dachte mir, dass es vielleicht einen ähnlichen Bolzen gibt, der für die Fräse passend ist. Es musste ja kein Original von John Deere sein, wenn er passt kann dieser sonst wie heißen.

 

Und ich hatte Glück. Ein geduldiger Servicemann durchsuchte alle Kästchen mit Schrauben und Muttern im Geschäft und wurde fündig.

 

Schnell nach Hause gefahren und die „Ausgehklamotten“ gegen die "Arbeitsklamotten" getauscht.

 

Bolzen eingebaut, Traktor gestartet und in 4 Stunden hatte ich meinen Hof aufgeräumt. 

 

 

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Mitte Februar kam dann eine Hiobsbotschaft vom Wetteramt.

Es war für Aust-Agder ein Sturmtief mit viel Regen, Sturm und Plusgraden zum Wochenende gemeldet. Na das brauchte ich nun wirklich nicht.

 

Besuch aus Deutschland hatte sich angesagt, doch aufgrund der Wetterlage hatte ich dafür plädiert, die Flüge zu stornieren und die Reise zu verschieben.

 

Die Bäume waren voll mit Schnee. Regen und Sturm machten es gefährlich durch den Wald zu fahren.

 

Eine entsprechende Verkehrswarnung wurde ausgerufen, dass man nur in Notfällen mit dem Auto unterwegs sein sollte.

 

 

 

Das ganze „Wetter-Theater“ startete am Freitag und zog sich übers gesamte zweite Februarwochenende.

 

Dann war der Zauber vorbei und ich stand auf dem Hof mit Tonnen von Schnee, die von den Dächern gerutscht waren. 

 

Gott sei Dank hatten alle Bäume hier rund um den Hof den Sturm und Regen überlebt. Ich hatte keinen Baum zu beklagen, der dem Unwetter zum Opfer gefallen war. Auch alle Gebäude waren schadensfrei.

 

Es war wieder einmal viel Handarbeit angesagt.

Als Erstes schaufelte ich den Weg neben dem Schafstall und dem Ylva-Tal , wo das Holzlager ist, frei.

Der Schnee von der einen Dachseite hatte sich gut auf dem Weg komprimiert. Zwei Stunden habe ich geschaufelt um alles wieder so frei zu bekommen, so dass ich danach wieder ohne „Kraksel-Kunststücke“ an mein Holz kam.

 

 

Als wir vor Jahren das Holzlager angelegt hatten, dachten wir natürlich nicht an die Winterfolgen. Die Seite hat übers Jahr die meisten Sonnenstunden und deshalb hatte wir uns entschieden das Holzlager hier aufzubauen. 

Na, ja , hinterher ist man/Frau meist klüger.

 

 

 

 

Am Nachmittag kam dann noch Pål mit seinem großen Traktor und schob den Weg zwischen dem Schafstall und der Werkstatt frei.

 

 

 

 

 

Auch den Schnee, der vor der Einfahrt des Schafstalls vom Dach der Traktorgarage gefallen war, wurde weg gefahren.

 

Ein paar Zuarbeiten mit der Schaufel und dem Schneeschieber und mein Hof war wieder ordentlich und aufgeräumt. 

 

Übrigens musste ich mich auch wieder als „Schneefräse-Spezialist“ bewähren.

Bei dem ganzen „Schneegeschiebe“ fand ich einen Sicherungsring, den man verwendet, damit Bolzen sich nicht lockern und aus den Verbindungen lösen.

 

Der Ring konnte nur vom Traktor oder der Schneefräse sein. Und so war es auch.

 

Die vordere obere Aufhängung von der Schneefräse zum Traktor hing nur noch „auf halb Neun“. Hier fehlte der Sicherungsring und der Bolzen hatte bereits die äußerste Kante der Führung erreicht.

 

Bolzen versucht hin und her zu drehen , Traktor gestartet , Schneefräse angehoben und geschaut, was da machbar war. Und ich habe es geschafft. Den Bolzen bekam ich wieder an seinem Platz und sicherte diesen zu beiden Seiten mit einem Sicherungsring.

 

Ich hatte alle Verankerungen gescheckt und musste feststellen, dass ein weiterer Bolzen näher am Gestänge zum Traktor ebenfalls beidseitig ohne Sicherungsringe war. Dass beide Ringe gleichzeitig sich verabschieden, ist wohl zu viel Zufall.

 

Ich hatte da einen anderen Verdacht!!! 

 

Letztendlich kamen alle Bolzen mit ihren Sicherungsringen wieder an ihrem Platz. Traktor und Schneefräse ging es wieder gut. Es war Niemand und Nichts zu Schaden gekommen. 

 

 

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Nachdem die Februar Großaktion „Schnee“ vorüber war, fand sich auch ein ruhigen Sonnentag bei wenigen Graden unter Null. 

 

 

 

 

Getreu dem Motto für das Jahr 2019 , nutze ich nachmittags die Zeit mich auf der Bank am Hang hinter dem Pferdestall nieder zu lassen und einfach nur vor mich her zu schauen.

 

Ein Becher mit heißem Tee, meine Hundemädchen Neele, Thyra und Sola sowie der Photoapparat begleiteten mich beim „Dasitzen“.

 

Mein Hof lag mir zu Füßen, die Sonne schien und alles war von einer Stille umgeben, wie ich sie oft hier in der Abgeschiedenheit auf meinem Hof erleben konnte.

 

Es tat gut einfach nur da zu sitzen, den Blick schweifen und den Gedanken freien Lauf zu lassen.

  

 

Thyra, Sola und Neele auf ihrem Wachposten vor dem Wohnhaus
Thyra, Sola und Neele auf ihrem Wachposten vor dem Wohnhaus

 

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Anfang März schien es als, wenn das Frühjahr in diesem Jahr schon im Anmarsch ist.

 

Temperaturen wenige Grade über Null ließen den vielen Schnee vom Februar schmelzen.

 

 

 

Die Wege wurden langsam schneefrei und auch die Dächer hatten sich nach und nach ihrer Schneelast entledigt. 

 

Es gab ein richtig wonniges Gefühl den Winter gehen zu sehen.

 

Bislang hatte er nur Arbeit mit sich gebracht und kein einziges Mal war ich mit meinen Hundemädchen in der Langlaufloipe. 

 

 

Doch der Schein trügte.

 

Nach einer Woche frühlingshaften Wetters , kehrte der Winter Mitte März mit Massen von Schnee und wechselnden Graden von minus 10 Grad bis 2 Grad plus zurück.

 

Ich hatte wieder tiefsten Winter auf Espetveit.

 

An einem Tag gab es 70 cm Neuschnee innerhalb von 8 Stunden. Das Chaos war perfekt.

 

Der Hof war völlig eingeschneit und nur eine Fahrspur von der Garage zum Tor hatte ich so frei geschoben, dass ich jeden Tag mit dem Auto vom Hof fahren konnte.

 

Leider hatte der Wettergott schweren nassen Schnee geschickt, so dass die Schneefräse am Traktor nicht zum Einsatz kommen konnte. Das Auswurfrohr der Schneefräse verstopfte schon nach wenigen Metern und der Traktor hat nicht die nötigen PS um die Schneemassen über die Fräse aufzunehmen und im hohen Bogen weg zu schleudern.

 

Ich hatte mir einen Weg vom Haus zur Garage mit dem Schneeschieber geschaufelt. Das Haus war vom Schnee regelrecht umzingelt.

 

Den ganzen Winter hindurch hatte ich die Terrasse ums Haus frei gehalten,… „Handmade“ natürlich… , doch jetzt musste ich aufgeben.

 

Es war frustrierend noch dazu, da ja jeden Tag mindestens 20 cm Neuschnee hinzu kamen. Ich kam mir vor wie Don Quichotte beim Kampf gegen die Windmühlen.

 

Ich dachte mir nach dem letzten Jahrhundert-Winter 2017/2018 kann doch die Natur nicht wieder so zu schlagen. … aber ich hatte mich getäuscht…, falsche Hoffnung in etwas gesetzt, was seinen eigenen Gesetzen folgt. 

 

Aber ich war mit bewusst, dass zum Schluss es so sein wird wie in jedem Jahr.

 

Irgendwann geht auch dieser Winter. Es ist nur eine Frage von Zeit, Geduld und Gelassenheit. Meine Hoffnungen und Wünsche hatten da keinen Platz. 

 

 

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Zur Abwechslung gab es aber auch noch etwas anderes als Schnee.

 

Mitte März ging es ins Theater nach Kristiansand .

Es war eine italienische Opernaufführung. Die Musik hatte mir gefallen, die Aufführung selbst nicht so sehr. Es war ein modernisiertes Stück , mit einem Bühnenbild aus der heutigen Zeit. Nicht so mein Ding.

 

Ich finde die Vergangenheit, sollte in der Vergangenheit bleiben, nicht alles muss man auf die heutige Zeit übertragen.

Das nimmt Träume und Phantasien… , jedenfalls bei mir.

 

Am Abend ging es dann wieder zurück nach Espetveit. Es hatte 30 cm geschneit und mein Amarok kam den Berg nicht hoch zum Hof. Also parkte ich das Auto wieder unten an der roten Garage und ging den restlichen Weg durch den hohen Schnee mit meinen „Theaterschuhchen“ an den Füßen. 

 

 

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Ende März startete ich mit dem „Ausverkauf“ vom Hof. Alles „Sammelsurium“ , was angeschafft war um die Schafe und Pferde optimal zu versorgen, stand zum Verkauf. Es ging besser als erwartet.

 

Für einen „Appel und`nem Ei“ bin ich alles los geworden. Vieles gab ich als Beigabe einfach mit.

 

Ich hatte befürchtet die gebrauchten Dinge nicht los zu werden und alles auf den Wertstoffhof nach Evje bringen zu müssen. Aber es fand sich eine junge Familie, die erst am Anfang ihres „Hoflebens“ stand und die konnte die Ausstattung gut gebrauchen. 

 

 

 

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Anfang April passierte mir dann ein größeres Malheur.

 

Die Schneefräse hatte ich am letzten Tag im März bereits vom Traktor montiert.

 

 

 

 

Jetzt sollten noch die Wintervorderreifen am Traktor gewechselt werden. 

An sich keine schwierige Sache.

 

 

Traktor auf die Schaufel aufgebockt und die Vorderräder in die Luft gehoben. Tja, und dann passierte es… einen kleinen Augenblick nicht aufgepasst und ich hatte mir 2 Finger der linken Hand gequetscht und gebrochen.

 

Das brachte mir 14 Tage Ruhepause sowohl in der Klinik als auch mit den Arbeiten auf dem Hof.  

 

 

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Mitte April brachte ich die Terrassenmöbel an die frische Luft.

 

Die großen Blumentöpfe fanden einen windgeschützten Sonnenplatz und alles wurde für das anstehende Frühjahr klar gemacht.

 

 

Und es fand sich nach Wochen wieder einmal „ Zeit auf der Terrasse zu sitzen und vor sich hin zu schauen“ . 

 

 

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Die letzten 2 Winter hatten enormen Schaden an den Stromleitungen angerichtet.

 

Die nahe stehenden Bäume konnten ihre Schnee-und Eislast nicht tragen und legten sich auf die Stromleitungen ab.

 

 

Mitsamt den Stromleitungen erlagen auch viele Strommasten der Last mit den Bäumen.

 

Ich erhielt einen Anruf von einer Waldrodefirma, dass entlang der Stromleitungen, die durch den Wald ziehen alle Bäume in der unmittelbaren Nähe gefällt werden. Die Waldbesitzer werden informiert und erhalten eine entsprechende finanzielle Entschädigung per Kubikmeter Holz. Außerdem kann jeder Waldeigner sich das Holz zusätzlich für den eigenen Bedarf holen.

 

Durch meinen Wald zieht sich die Stromleitung lediglich über 300 m und erst dachte ich, dass da sicher nicht viel Holz anfällt. Aber ich hatte mich getäuscht.

 

Jede Menge geschnittener Bäume lagen beidseitig zu dem Verlauf der Stromleitungen. Ich konnte dieses nicht einfach liegen lassen. Es wäre eine Verschwendung von Naturressourcen.

Und so sammelte ich die geschnittenen Stämme ein, die ich anheben und transportieren konnte. Im Wald lag nach wie vor Schnee und das machte die Prozedur noch schwieriger. Hinzu kam dass, ja zwei Finger meiner linken Hand gebrochen waren und ich eine deutlichen Funktionseinschränkung unterlag.

 

Doch es hatte sich gelohnt, vielleicht 1/3 der gefällten Bäume konnte ich bergen. Der andere Anteil lag in für mich nicht zugänglichem Gelände oder war so schwer, dass ich die Stücke nicht anheben konnte.

 

Beim Transport des Holzes aus dem Wald nach Hause bekam ich Hilfe von Pål.

 

 

Aber mit dem Holen allein war es nicht getan. Nun mussten die Stämme auf ofengerechte Länge geschnitten werden.

 

 

 

Dafür holte ich mir die Säge aus der kleinen roten Garage unten am Weg und transportierte diese mit meinem Traktor hinter den Schafstall, wo die Baumstämme lagen.

 

 

 

Die Säge, eine Art Kreißsäge, wird mit dem Traktor betrieben. Nach ein paar Überlegungen wie ich die Säge am Besten positioniere , bekam ich diese auch über einen Welle an das Getriebe des Traktors angeschlossen.

 

Und was soll ich sagen. Nach anfänglich etwas Respekt vor dem ganzen „Gespann“ zersägte ich trotz meiner gebrochener Finger alles Holz innerhalb von 4 Stunden.

 

In den zurück liegenden Jahren wurde mir weise gemacht, dass dieses eine enorm schwere Arbeit wäre. Aber nun sehe ich, dass das durchaus auch Frauen bewerkstelligen können.

 

 

Es ging also auch ohne Bauer auf dem Hof.  

 

 

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Anfang Mai kam der Frühling mit Macht. Espetveit wurde von der Sonne verwöhnt. Das Thermometer zeigte noch spät am Abend über 20 Grad. Es wehte zwar immer noch ein kalter Nordwind, doch das «Grünen» hier auf Espetveit konnte dieser nicht mehr aufhalten.

 

Am 1. Mai, traf die erste Schwalbe auf Espetveit ein. Hoch über dem Hof zog sie ihre erste Kreise und zwitscherte lauthals vom Himmel.

 

Ansonsten war es sehr ruhig auf dem Hof.

Kein Schafgeblöke und kein Wiehern wie all in den zurück liegenden Jahren.

Es war schon eigenartig den Hof so «leer» zu erleben.

 

In den letzten 10 Jahren war ich in dieser Jahreszeit mit der Lammzeit gut beschäftigt. Viele Nächte auf den Beinen um den Lammkindern auf ihrem Weg in unsere Welt hilfreich zu sein. Nun waren alle weg !!!

 

Wenn ich sonst das große Tor zum Pferdestall aufgeschoben hatte, wurde ich immer mit einem Wiehern von Szindi begrüßt,… jetzt herrschte Totenstille.

 

 

Nur gut, dass meinen drei Hundemädchen Neele, Thyra und Sola die neue Situation so gut annehmen. Für die drei Mädels hat sich nichts geändert. Sie toben und spielen unbedarft als wenn sich alles beim Alten befindet.

 

Sie vermissen Nichts und Niemanden. 

 

 

Ich war jedoch sehr froh, als sich Wollknäule-Besuch für dieses Jahr angemeldet hatte.

 

 

Eine Schafherde aus Åseral wollte meine Weiden nutzen.

 

 

 

Damit kam wieder Leben auf den Hof. Ich freute mich auf die vierbeinigen Besucher.

 

Der angemeldete Besuch brachte aber auch Arbeit mit sich.

Die Lammzäune mußte ich neu stellen, die Wasserbehälter rausholen und alle festinstallierten Zäune durch gehen und nach Winterschäden untersuchen und reparieren.

Es gingen zwei Tage dafür drauf.

 

Um so schöner war es als endlich die ersten Schafmütter mit ihren Lämmchen eintrafen und ein Geblöke und Gerufe über die Weiden ging.

Es tat mir gut, die Tiere auf der Weide zu sehen auch wenn ich mit Wehmut an meine eigene Schafherde denken musste.

Genauso kamen mir Bilder von Bandy und Szindi in den Kopf und die Tränen rannten mir übers Gesicht.

 

Die Erinnerungen an “das Böse” vom letzten Jahr waren wieder da , als wenn es erst gestern gewesen wäre.

Pferde wurden erschossen und Schafe mussten zur Schlachterei nur um den egoistischen Zielen eines Narzissten Platz zu schaffen. 

 

Von jetzt auf gleich war die Welt eine andere.

 

Espetveit mit seinen Bewohnern, egal ob zwei- oder vierbeinig, wurde geopfert !!!  

 

 

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Der Juni war von Routine gezeichnet. Den Schafen auf der Weide ging es gut und die Wiesen strotzten nur so von Grün.

 

Ich war allerdings mit der «Sicherung» des Hofes beschäftigt. Meine Neele fand es anscheinend zu langweilig den ganzen Tag zu Hause auf mich zu warten und unternahm so manche eigenwillige Tagestour außerhalb des eingezäunten Bereichs. 

Neele hatte das Schwimmen und Springen für sich entdeckt. Sie nahm Reißaus indem sie durch meinen Badeteich schwamm oder über den Zaun, der das gesamte Hofgrundstück einfasst, sprang.

Also habe ich den Zugang zum Teich versperrt und zusätzlich Lammzaun unmittelbar vor dem fest installierten Zaun positioniert, so dass sie aufgrund des Zwischenraums den Sprung über den Zaun nicht schaffte.

Ich war mehrmals am Abend nach der Arbeit auf der Suche um Neele zu finden. Den einen Abend fuhr ich mit dem Auto bis nach Evje um sie eventuell am Wegrand aufzugabeln.

Ich war darauf gekommen, da bereits Ylva und Anouk mal auf “Einkaufstour” waren.

Ich dachte, dass Neele mich vielleicht sucht und den wöchentlichen Weg, den wir gemeinsam am Wochenende nach Evje fahren um einzukaufen, gewählt hat. Meine Suche war nie von Erfolg gekrönt.

Neele stand dann irgendwann am Abend plötzlich neben mir und freute sich unendlich mich zu Hause anzutreffen. Na und die Freude war natürlich auch auf meiner Seite. Ich war jeden einzelnen Abend froh meine Neele-Maus wieder daheim zu haben.

 

Viele, die ein Anwesen wie ich besitzen sind bemüht alles einbruchssicher zu haben. Ich brauche es anders herum. Mein Hof muss ausbruchssicher sein.

 

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Mitte Juni bekam ich Besuch aus Deutschland.

 

Kirsten und Steffen hatten den weiten Weg hier hoch in den Norden gewagt.

 

Die Zwei halfen mir bei verschiedensten Arbeiten hier auf dem Hof, die ich allein nicht bewerkstelligen konnte.

 

 

Wir gingen zusammen auf Wandertouren. Der Abusdalknuten war eine unserer gemeinsamen Ausflüge. 

  

Zusammen mit Kirsten und Steffen begab ich mich in die Mittsommernacht.

Am Abend, bei Sonnenschein, entfachten wir unser “Mittsommernachtsfeuer”, was hier in Norwegen Tradition ist.

 

Über dem Lagerfeuer hielten wir Grillwürstchen und Stockbrot.

Mit Sekt prosteten wir auf den längsten Tag des Jahres und saßen am Feuer bis Mitternacht.

 

Aber von „Nacht“ wie wir sie eigentlich kennen, konnte keine Rede sein. Es war heller lichter Tag, … Mittsommernacht eben. 

 

 

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Meine Sola-Sonnenschein ist am Tag der Mittsommernacht geboren und wurde in diesem Jahr 3.

 

Vor 3 Jahren war mir gar nicht bewusst, dass ihr Geburtsdatum mit der Mittsommernacht zusammen fällt.

 

Der Name Sola, bedeutet auf norwegisch nämlich

 

"die Sonne "

 

, … kann das Zufall sein ???

 

 

 

Sola ist das Beste, was mir passieren konnte. Sie ist ein “Herz-Hund”, … ein Seelenhund”. 

 

 

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Es war bereits Anfang Juli und ich hatte bisher nur die Fußspitzen in das Wasser meines Badesees gesteckt.

 

 

Bis Mitte Mai war der Laugtsjøn teilweise noch mit Eis bedeckt und in Waldnischen, wo die Sonne nicht hin kam, lag bis Mitte Mai noch Schnee.

Bei einer meiner Nachmittagstouren hoch zum Laugtsjøn schien die Sonne und es wehte ein lauer warmer Wind.

 

Meine Hundemädels konnten frei laufen und so kamen wir Vier gut gelaunt oben am See an.

Hier oben am See war es fast windstill und die Sonne stand über dem Badeplatz.

 

Jetzt oder nie , dachte ich, die Klamotten aus und ab ging`s ins Wasser.

 

Oooohhhhh, war das kalt … zehn Schwimmzüge raus auf den See und ganz schnell wieder zurück ans Ufer, … eiskaltes Wasser und das Anfang Juli.

 

Diese klitzekleine Schwimmtour war jedenfalls genug um meine innere Unruhe bezüglich des Anbadens in dieser Saison, runter zu regulieren.

 

Wenn ich daran denke, dass in 2018 ich bereits Ende April im Wasser war , hätte ich in diesem Jahr fast noch Schlittschuhe auf dem See laufen können. 

 

 

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Im Juli unternahm ich mehrere Wandertouren hier in meiner unmittelbaren Umgebung.

 

Zunächst ging es zu den Bispestolane.

 

Wir spazierten unseren Privatweg runter zum Waldweg (Abusdalsveien) und bogen nach rechts ab in Richtung Abusland.

Es war angenehm warm und ein leichter Wind wehte uns um die Nase.

Wir kamen an den Gebieten Kattåsen, Oksbringa, Krosmyran, Juvvanner, Stusstjønn und Vingmyrane vorbei.

Nach der Wegbeschreibung sollte ein Abzweig zu den Bispestolane ca. 700 vestlich von Vingmyrane geben. Die Route ist angeblich blau gekennzeichnet.

 

Na, ja es war wie so oft auf norwegischen Wanderwegen. Kein Hinweisschild , kein Weg, keine Orientierung, jedenfalls gilt das für mich. 

 

Letztendlich erschienen uns die Bispestolane wie aus dem Nichts. Drei an der Zahl, gebaut aus größeren Steinen gleich einem Thron. Die drei Stühle standen völlig unscheinbar zwischen Heidekraut, Heidelbeeren und hohen Nadelbäumen, fast hätte ich diese übersehen.

 

Die „Steinstühle“ stammen aus dem 17.Jh. und stehen heute unter Denkmalsschutz. Das Drumherum ist naturbelassen und wenn die Informationstafel nicht meinen Blick aufgefangen hätte, wäre ich wohl mit meinen drei Mädels vorbei gelaufen.  

 

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Im Juli hatte ich eine Tour zum „Himmelsyna“, … Himmelsblick…, geplant. Die Dauer war mit ca. 4 Stunden bei einer Länge von 11 km angegeben.

Der Berg Himmelsyna ist bekannt in Südnorwegen.

Bei schönem Wetter hat man von seinem Gipfel in 649 m Höhe eine phantastische Aussicht .

 

Im Süden soll man das Meer bei Lillesand//Grimstad sehen und hat einen 360°- Blick auf die 15-16 Gemeinden der Agder-Fylke.

 

So steht es geschrieben und wird es angeprisen.

  

Von Espetveit fuhren wir 34 km zunächst Richtung Evje. An der Ortsausfahrt bogen wir nach rechts ab. 

Der Abzweig ist nicht zu verfehlen, da hier die Kirche von Evje rechterhand wie ein Mahnmal nur weniger Meter hinter dem Abzweig steht. 

 

 

Nach zunächst unübersichtlich lang erscheinenden Wanderweges wurde ich oben auf dem Himmelsyna mit einem unendlich weiten Rundumblick in die Umgebung belohnt.

 

 

 

Allerdings konnte ich das Meer nicht erkennen. Entweder lag es an der nicht ganz klaren Sicht oder ich brauche eine neue Brille. Egal, es war ein Ausflug, der sich gelohnt hatte. 

 

Es waren gefühlte 20 km, die wir gelaufen waren. Trotz der Weg-Varianten“ und „Schnipseljagt-Tour“ war es ein schöner Ausflug. Ich hatte wieder etwas mehr Kenntnis vom Setesdal, meiner augenblicklich nordischen Heimat. 

 

Doch dieser Tag war noch nicht zu Ende mit seinem Programm.

Ich hatte noch eine Verabredung mit einem „Skogsmann“, der beruflich mit dem Abholzen und Verkauf von Bäumen hier aus der Region beschäftigt ist.

 

 

Da ich im Grunde nicht weiß, wo die Grenze meines 77 ha großen Grundbesitzes liegt, hatte ich gebeten mit Hilfe von GPS-Karten den Wald abzugehen, der reif genug ist und für eine Rodung in Frage kommt.

 

Drei Stunden waren wir, „Skogsmann“ Lloyd , meine drei Hundemädchen und ich unterwegs.

 

Ich muss sagen, ich hatte keine Peilung wo wir überall waren. Wenn Lloyd nicht das Tablett dabei gehabt hätte und mir zeigte wo wir uns befinden, hätte ich mich verlaufen, völlig orientierungslos wie ich nun mal bislang war.

 

Jedenfalls fanden wir reichlich Areal, was gut genug ist, um gefällt zu werden.

 

 

Ich habe mir vorgenommen nochmals Wald zu roden um meinen Status als Produktionsbetrieb aufrecht zu erhalten. Ich will allerdings keine großen Maschinen einsetzten. Es gibt noch wenige Waldeigner, die selbst per Hand und mit Hilfe von kleinen Hilfsgeräten roden um in der Natur keine Schäden zu hinterlassen.

 

Die riesigen Walderntemaschinen zerstören durch ihr Gewicht sehr viel niedrigwüchsige Pflanzen und hinterlassen tiefe Spuren im Waldboden.

 

Inzwischen habe ich ein Angebot für die Rodung erhalten. Die Bäume werden von einem Waldarbeiter geschlagen, wenn der Boden durch ausreichend Frost fest genug ist um die leichten Maschinen zu tragen mit denen er arbeitet.

 

 

Und da es sich überwiegend um Wald mit Kiefern handelt, brauche ich im Nachhinein auch keine Setzlinge in den Boden bringen. Die Saatbäume, die stehen bleiben reichen aus um den Wald wieder wachsen zu lassen. 

 

 

 

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Der August startete nicht so glücklich. 

 

Bereits beim Umsetzten der Herde Ende Juli fand ich ein kräftiges Lamm mit braunem Fell mitten auf der Weide liegend. Es war tot.

 

Äußerlich konnte ich keine Ursache für das Ableben des kleinen Böckchen finden. Ich brachte das Lamm in den Wald, zurück zur Natur.

 

 

Somit sollte es seine Bestimmung als Nahrung für andere Tiere, die eventuell zusätzliche junge Mäuler zu stopfen haben, finden. In Frage kommen hier bei uns Fuchs, Luchs und einige Vögel, wie zum Beispiel die Raben und Krähen.

 

 

Jetzt hatte ich ein zierliches kleines weißes Lamm im Visier.

 

Es schwächelte bereits beim Umsetzten der Herde so dass ich es auf dem Arm der Herde hinterher trug.

 

Es war ganz leicht und jede Rippe und jeden Wirbel konnte man durch das weiche Lammfell tasten.

 

Aber es fraß und so ließ ich der Natur ihren Lauf.

 

Letztendlich fand ich es nur 2 Tage später tot auf der Wiese. Es hatten sich bereits Raubtiere ihren Teil vom Kadaver geholt.

 

 

Auch in den Jahren zuvor hat mich der Tod eines jeden Lammes sehr mitgenommen. Mit den Jahren habe ich gelernt zu akzeptieren, dass ich gegen über der Natur machtlos bin, egal was ich anstelle. Die Natur bestimmt, wer bleiben darf und wer gehen muss.

 

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Gleich zu Beginn vom August ging es nochmals mit meinen drei Mädels auf Wandertour. Ich wollte zum Skoræ, dem höchsten Berg hier in Südnorwegen, welcher in der Kommune Åseral liegt.

 

 

In der Nähe war ich bereits mehrmals gewesen. Die Lakkenstova war in der zurückliegenden Zeit das Wanderziel gesesen und die Hinweisschilder zum Skoræ hatte ich damals wohl gesehen.

 

Gegen 10.00 Uhr ging es mit dem Auto von Espetveit und am Abend gegen 18:00 Uhr waren wir wieder zurück. Der Tag war schön, die Wanderung schloss eine Variante ein und auf der Terrasse auf Espetveit bei Sonnenschein ließ ich den Tag ausklingen. 

 

 

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Nach der neuen aufwendigen und nicht gerade billigen Hangbefestigung im Herbst 2018, dachte ich, dass nun Ruhe mit der Hangbewegung eingetreten war.

 

Doch es kam anders.

 

 

Das Wasser sucht sich einfach einen anderen Weg um an sein Ziel zu kommen, nämlich bergab zu fließen.

 

Nach kräftigen Regenschauern in der ersten Augustwoche zeigte sich erneut ein Loch im Schotter auf dem Weg zwischen Badeteich und kleinem Tal.

 

Ich war pappe satt.

 

In der Tiefe konnte ich auf zwei von den drei unter dem Weg durchführenden Ablaufrohre sehen. Die Füllmasse zwischen, seitlich und unter den Rohren war hier einfach in der Tiefe verschwunden und die Ablaufrohre lagen bloß.

 

Ich hatte noch am Abend Torgny gebeten sich das anzuschauen. Er hatte im Herbst die Hangbefestigung durchgeführt und kannte sich mit den Naturgegebenheiten auf meinem Hof aus.

 

Nach seiner Aussage sollte dieses Loch kein großes Problem sein, ....mal ehrlich, für mich war es bereits ein größeres Problem….

 

 

Er meinte, dass mit Füllmasse aus verschienenen grossen Gestein der Defekt aufgefüllt werden kann damit der Weg/Zufahrt zum Hof seine Stabilität zurück bekommt und nicht der Schwerkraft und dem Wassser folgend, “den Bach runter geht”. 

 

Mir war klar, dass ich allein das Material nicht auf den Hof bekomme und ich mich auf die norwegische Langsamkeit einlassen musste.

 

 

 

 

 

Doch es ging schneller als der Blitz,...  ungewöhnlich für Norwegen.

 

Bereits am Tag danach war der Defekt im Weg  auch schon wieder aufgefüllt.

 

Torgny stand einen Tag später spät abends mit Traktor und Hänger vor meinem Tor.

 

Er hatte Füllmasse geladen.

 

 

 

 

Gemeinsam gingen wir ans Werk und füllten das tiefe Loch mit unterschiedlich großen Steinen auf.

Zwischendurch kam immer mal wieder eine Schaufel mit grobkörnigem Splitt und Schotter.

 

Knapp eine Stunde arbeiteten wir gemeinsam und das Loch war verschwunden.

 

 

Der Regen konnte nun kommen. Mein Weg würde erst mal nicht “den Bach runter gehen " . 

 

 

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Bild aus der Gemäldesammlung im Tyssedal-Hotel
Bild aus der Gemäldesammlung im Tyssedal-Hotel

 

Ende August ging ich dann endlich in den Urlaub.

 

Bis auf ein paar Tage in Berlin, im Juni wo ich an einem Kongress teilnahm, hatte ich bislang keinen einzigen Ferientag.

 

Um so mehr freue ich mich jetzt auf meine freie Zeit.

 

 

Seit Januar plante ich eine Wandertour durch die Hardangervidda mit dem Hauptziel auf die Trolltunga zu wandern.

 

 

 

 

 

Mit von der Wandertour waren Freunde aus Deutschland. Wir trafen uns alle auf dem Flughafen in Bergen und fuhren von dort gemeinsam zu unserem ersten Aufenthaltsort nach Tyssedal (Tyssedal-Hotel) . 

 

Trolltunga mit dem Ringdalsvatne
Trolltunga mit dem Ringdalsvatne

 

Wir hatten eine erlebnisreiche Zeit mit tollem Wetter und atemberaubenden Wandertouren.

 

 

Wir erwanderten den Rossnos, Oddas höchsten Berg. 

 

 

Waren auf dem Buerbreen eines der größten Gletscher Norwegens.

 

 

Erlebten die Trolltunga bei schönem Wetter, ...

 

 

 

... liefen durch das Husedal mit seinen vier Wasserfällen und genossen die Aussicht auf dem Dronningstien (Königinnen-Weg) , Königin Sonjas Wanderweg-Favorit , den sie angeblich jedem Jahr geht.

 

 

Vor dem Nærøyfjord
Vor dem Nærøyfjord

 

Von Tyssedal ging es weiter nach Gudvangen.

 

Gudvangen selbst ist ein altes Wikingerdorf und liegt im wunderschönen Gudvangen-Tal am Nærøyfjord , der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. 

 

 

 

Im Mittelpunkt stand hier eine Fahrt mit der Flåmbahn , die von Flåm bis nach Myrdal fährt. 

 

 

 

Gleich am ersten Tag nach unserer Ankunft ging es mit einem Ribboot dem Aurlandsfjord.

 

Wir waren im Undredal, wo der berühmte norwegische Brunost (karamelisierter Ziegenkäse) seinen Ursprung hat und die kleinste Stabkirche Skandinaviens steht.

 

Dem alten Gudvangen nachempfunden befand sich direkt neben dem Hotel das „neue“ Wikingerdorf Njardarheimr. Das Hotelgelände war nur durch eine Brücke von Njardarheimr getrennt.

 

Das Wikingerdorf war wirklich ein Ort, wo man glaubt, dass die Zeit stehen geblieben war. 

 

 

 

 

 

 

Aus der Vergangenheit wieder zurück fuhren wir am nächsten Tag mit der Flåmbahn nach Myrdal.

 

 

 

 

Die Flåmbahn ist eine der steilsten Bahnstrecken auf Normalspur weltweit, die auf 80 % der Reise mit einer Steigung von 5,5 % verläuft. Der Zug durchquert eine eindrucksvolle Landschaftskulisse, entlang dem Rallarweg, fährt an schwindelerregenden Bergflanken und schäumenden Wasserfällen vorbei, durch 20 Tunnel hindurch und bietet so viele Aussichtspunkte. In Myrdal bekommt man Anschluss an die Züge , die zwischen Bergen und Oslo verkehren. 

 

Den Weg zurück nach Flåm gingen wir auf Schusters Rappen.

 

Blick vom Stegastein auf den Auerlandsfjord
Blick vom Stegastein auf den Auerlandsfjord

 

Unsere letzte Tour im Auerlandsdalen führte uns zum Stegastein.

 

Es ist ein außergewöhnlicher und spektakulärer Aussichtspunkt und bietet ein unvergleichliches Panorama.

 

 

 

Obwohl es bereits zu dämmern begann, hatten wir einen atemberaubenden Blick auf den Aurlandsfjord, die Berge und die umliegende Landschaft.

 

Von hier oben verabschiedeten wir uns von Fjorden und Bergen, denn unser gemeinsamer Urlaub endete mit dem Stegastein- Besuch. 

 

Tyske Brygge , ein Motiv, was viele Postkarten schmückt
Tyske Brygge , ein Motiv, was viele Postkarten schmückt

 

Der Abreisetag diente uns noch für einen kurzen Ausflug in die Innenstadt von Bergen.

 

Wir wollten wenigstens einmal in unserem Leben auch an der „Tyske Brygge“ gestanden haben.  

 

 

 

 

Der Bergen Flughafen nahm uns wieder auf und verteilte uns in die verschiedensten Richtungen.

 

Wir hatten erlebnisreiche und herausfordernde Tage.

Der Wettergott war auf unserer Seite gewesen.

 

Wir waren in eine phantastische Welt eingetaucht, die ich so schnell nicht vergessen werden. 

Es war einer der schönsten Urlaube, die ich hier oben in Norwegen erlebt habe.

 

 

Franzl mit Neele, Sola und Thyra
Franzl mit Neele, Sola und Thyra

 

 

 

Neele, Thyra und Sola waren zu Hause geblieben.

 

Ein Freund aus Deutschland hatte die Wacht über meine Hundemädchen und den Hof mit den Schafen für die Zeit meiner Abwesenheit übernommen. 

 

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Dei ersten 2 Wochen im September war ich mit meinen Hundemädchen in Deutschland.

Jörg, Daggi,Kerstin, Matze, Birgit, Christian, Sindy, Simone, Dietmar, Ina und ich (v.l.n.r.)
Jörg, Daggi,Kerstin, Matze, Birgit, Christian, Sindy, Simone, Dietmar, Ina und ich (v.l.n.r.)

 

  

Mein alljährliches Seminargruppen-Treffen fand in diesem Jahr in der Schorfheide statt. Ich kannte die Schorfheide bereits von einer Hundewanderung 2017, so dass die Gegend für mich nicht ganz unbekannt war.

Das Hotel Döllnsee (www.doellnsee.de) war in diesem Jahr unsere Unterkunft. Von dort aus starteten wir jeden Tag mit unseren Wandertouren.

 

 

Das Hotel ist sehr schön gelegen und diente bereits in der Vergangenheit als Residenz und Erholungsdomizil den verschiedensten deutschen Führungspersönlichkeiten, egal wem sie dienten oder wie sie sich nannten. 

 

 

Nach dem SG-Treffen schaute ich noch für ein paar Tage bei meiner Familie vorbei.

Zunächst fuhr ich mit Neele, Thyra und Sola im Auto in die Nähe von Magdeburg. Nur eine Übernachtung und schon ging es weiter in den Süden zu meinen Kindern und Enkelkindern.

Meine beiden Enkelkinder freuten sich riesig mich und meine drei Hundemädchen zu sehen. Und mir tat es gut alle gesund und munter zu wissen.

 

 

Ich war ca. 3200 km gefahren und war froh die deutschen Autobahnen hinter mich gelassen zu haben. 

 

Meine drei Hundemädchen haben sich wirklich vorbildlich verhalten. Sowohl im Auto als auch in den Hotels gab es keinen einzigen Grund zu klagen.

 

 

Sie sind inzwischen richtige Globetrotter geworden. 

  

 

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Mitte September zog über Espetveit ein erneutes Sturmtief mit reichlich Regen hinweg.

 

Mit Bangen schaute ich auf die Bäume, welche sich in unmittelbarer Nähe zu den Gebäuden befinden. Ich hatte Bedenken, dass der ein oder andere Baum dem enormen Wind nicht stand hält. Aber dem war nicht so. Nach 48 Stunden war der Spuk vorüber und Klärchen lachte vom Himmel.

 

Alles war an seinem Platz. Die vielen Wassermassen hatten meinem Schotterweg und Hofplatz nichts ausgemacht.

 

Aber ich hatte auch Vorsorge getroffen und meine „Ablaufrinnen“ auf dem Hof immer wieder auch bei dem Starkregen und Sturm alle paar Stunden kontrolliert und nachgezogen. Ich war zwar pudelnass geworden, aber das war es mir wert.

 

Das Sturmtief brachte anderes Wetter. Die Temperaturen lagen bei lumpigen 8 Grad. Der Sommer war wohl vorüber und der Herbst hielt Einzug.

 

 

Meine Schwalben von diesem Jahr waren bereits früh mit ihren Jungen unterwegs in den warmen Süden gezogen. Als ich am 03. September nach Deutschland gestartet bin, zwitscherten alle noch von den Dächern und den Stromleitungen. Jetzt Mitte September war es still, Ruhe war auf Espetveit eingekehrt. 

 

 

 

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Und plötzlich, völlig unerwartet, meldete sich Ende September der Sommer zurück.

 

Das Thermometer zeigte 28 Grad.

 

Der Himmel war azurblau und die Sonne strahlte vom Himmel. 

 

Es war Wochenende und so nutzte ich den Spätsommertag um meinen Hof aufzuräumen und einen Teil der Lammzäune abzubauen.

 

Auch ging es nachmittags noch mal hoch zum Badesee.

 

Ich hatte mir gedacht noch mal ins Wasser zu steigen. Gesagt wie getan. Ausgezogen und ab ging es ins Wasser.

 

Nur wenige Tage zuvor hatte ich erstmalig Nachtfrost. Dementsprechend kalt war das Wasser. Es erinnerte mich an das Fjord-Wasser in dem wir auf unserer Tour durch die Hardangervidda im August badeten.

Nur ein paar Schwimmzüge und schnell ging es wieder raus an die warme Luft. Diese Badeeinlage war die letzte für 2019.

 

Am Nachmittag war auch noch Zeit für ein paar Sonnenminuten auf meiner Bank am Hang hinter dem Pferdestall.

 

Ich nutzte die letzten warmen Sonnenstrahlen, … ” um einfach nur da zu sitzen und vor mich hin zu schauen”.

 

In den nun folgenden Tagen sollte der Sommer verschwindet und nur noch Regen mich begleiten. 

 

 

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Anfang Oktober  wurde es winterlich kalt.

 

Mein Teich war am ersten Wochenende mit einer Eisschicht überzogen.

 

Das Thermometer zeigte minus 8 Grad.

 

 

Bereits wenige Tage zuvor fielen die ersten Schneeflocken und ich dachte, dass das wohl nur mal so ein kurzes Geplänkel des langsam sich heran tastenden Winters sei.

 

Tja, aber scheinbar meinte der Wettergott es ernst mit dem frühzeitigen Winter.

 

Die Wiesen waren mit einem seichten weißen Tuch aus Raureif überzogen.

 

Die Sonne kam zwar hinter dem Schafstall langsam aus dem Tal gekrochen und warf ihre ersten Strahlen auf die Baumgruppen, die oberhalb meiner Hausweide den Weg begrenzen. Die Bäume strahlten in einem leuchtenden goldigen Orange. Doch an den Temperaturen konnte die Sonne vorerst nicht rütteln.

 

Es war „arschkalt“ und die Natur glich eher einem Wintertag als einem ersehnten Spätsommertag.

  

 

 

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Die Vorderreifen vom Traktor wechselte ich Mitte Oktober ohne Schaden zu nehmen.

 

 

Aus der schmerzlichen Erfahrung vom Frühjahr hatte ich gelernt.  

 

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Ich besitze 77 ha Land. Dieses Land mit Wald, Fels und Mooren beherbergt das Jagdrecht.

 

Es sind hier Elch, Hirsch, Reh, Kleintier wie Fuchs und Hase sowie Vögel wie Rebhuhn oder Tiur (ähnlich einem Auerhahn) zu finden.

 

Die Jagt habe ich ausgeliehen. Ich bekomme von den Elchjägern jeden Herbst anteilig Elchfleisch anstelle einer bezahlten Pacht.

 

Jedenfalls kam ich auf den Gedanken bei der Elchjagd mal mit dabei sein zu wollen. Bislang wollte ich davon nichts wissen.

 

Doch es wird so viel erzählt,über die Elchjagd dass ich mir nun ein eigenes Bild davon machen und schauen wollte, welche Chance der Elch und der Jäger jeweils für sich und ihr Anliegen haben.

 

Vibeke mit ihrem Elchhund Kongpris und mit dem von ihr erlegten Jungelch
Vibeke mit ihrem Elchhund Kongpris und mit dem von ihr erlegten Jungelch

 

Zwei Tage streifte ich mit den Jägern durch den Wald. Jetzt weiß ich, was Elchjagd bedeutet.

 

Es ist eine Chance für beide Seiten. Ob Elch und Jäger sich finden, entscheidet das Schicksal.

 

 

 

 

Ich finde, dass die Elchhunde eine beeindruckende Arbeit leisten. Ohne den Hund wäre ein Jäger aufgeschmissen. Es ist enorm was diese Tiere leisten und was für eine tolle selbstständige Arbeit sie machen. Ganz ruhig und souverän. Obwohl ich die zwei Tage in meinen Knochen merkte, waren es tolle lehrreiche Tage.

 

 

Es war sicher nicht das letzte Mal, dass ich mit durch den Wald streifen werde um Elche zu finden. Eine Einladung für kommende Jagdtage habe ich bereits in der Tasche. 

 

 

 

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Am 29. Oktober wurde Neele 8 Jahre.

 

Neele ist eine „süße Maus“ und trägt ihren Namen zurecht.

 

Der Name NEELE bedeutet "die Leuchtende", die "Strahlende", die "Fröhliche", und das ist sie für mich. 

 

Ich möchte sie nicht missen. Sie gehört einfach zu meinem Leben dazu.

 

 

 

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Gleich in der ersten Novemberwoche fielen 20 cm Schnee innerhalb von wenigen Stunden.

 

Espetveit war mit einer dicken weißen Schicht überzogen.

 

 

 

Es sah bereits winterlich aus und die Temperaturen kamen auch am Tage nicht über Null Grad hinaus.

 

Der Winter hat seinen ersten Fühler ausgestreckt und gezeigt, dass er durchaus willig ist, frühzeitiger als in den vergangenen Jahren, auch in diesem Jahr präsent zu sein.

 

Aber der Winter konnte ruhig kommen. Mein Traktor stand winterbereit in der Garage. Die Schneefräse war montiert und auch die Schneeketten auf den großen Hinterrädern saßen an ihrem Platz.

 

 

Tja und dann zeigte der Wettergott, dass er auch so früh noch mehr Schnee schicken kann. Mitte November fielen innerhalb von 24 Stunden 70 cm Neuschnee und forderten mich heraus.

Es war Wochenende und den gesamten Sonntag saß ich im Traktor und versuchte den Schneemassen Herr zu werden. Außerdem musste ich reichlich schaufeln um die Terrasse frei zu bekommen.

Ich war 10 Stunden beschäftigt und kein Ende war in Sicht.

 

 

Nach dem Wochenende ging es gerade so weiter mit dem vielen Schnee. Am Montag ging es um 4:00 Uhr raus damit ich vor meiner Fahrt in die Klinik die ersten cm Schnee fräsen konnte.

 

Gegen 8:00 Uhr ging es dann mit 2 Stunden Verspätung zur Arbeit. Die kommunalen Räumfahrzeuge hatten ihr Tun und der Waldweg war noch völlig zu geschneit.

 

Gott sei Dank habe ich den Amarok, der mich sicher auch durch den hohen Schnee fährt. 

 

 

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Ylva(l) Anouk (r)
Ylva(l) Anouk (r)

 

Mitte November entzündete ich wieder ein Licht im kleinen Ylva-Tal.

 

Dieses Licht erinnert mich in jedem Jahr an meine beiden Mini Aussie Mädchen Anouk und Ylva , die mich viel zu früh und völlig unerwartet 2011 und 2013 verlassen haben.

 

 

 

 

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Die Temperaturen stiegen wieder zum Ende November und Dauerregen stellte sich ein.

 

Die Dächer entledigten sich ihrer Schneemassen und mein Hof sah aus wie im tiefsten Winter.

 

Auf den Wegen gab es mehrere cm dicke Eisbahnen und jede Fahrt durch den Wald wurde eine Rutschpartie.

 

Die ständigen Wechseltemperaturen zwischen Plusgraden am Tage und Minusgraden in der Nacht verwandelten auch meinen Hof wieder in ein Eisstadion.

 

Ich konnte das Risiko auf meinem steilen Privatweg runter zum Waldweg nicht weiter auf mich nehmen.

 

Mein Auto parkte ich unten am Waldweg in der großen Garage von Pal. Ich hatte ihn gefragt, ob er mir hier einen Platz verschaffen kann, damit mein Auto sicher untersteht. Und den Platz bekam ich, bzw. mein Auto. 

 

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Am 4. Dezember wurde Thyra-Bärli 8 Jahre.

 

Thyra zu mir nach Norwegen zu holen, erwuchs aus dem Leid was ich durch den Verlust von Ylva erfahren hatte.

 

Ich wollte Ylva zurück und glaubte mit einem anderen ähnlich aussehenden Hund die Lücke schließen zu können.

 

Es war natürlich falsch gedacht. Ähnlich wie bei einem Menschen kann man auch keinen Hund „ersetzen“.

 

 

Heute bin ich froh mein Bärli bei mir zu haben. Sie ist ein ausgeglichene souveräne Hündin, die ihr Rudel zu führen weiß und spürt, wenn ich sie an meiner Seite brauche.

 

 

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Danielle und Marius mit meinen Enkeltöchtern Marielle und Marlina
Danielle und Marius mit meinen Enkeltöchtern Marielle und Marlina

 

 

Zu Weihnachten bekam ich Besuch von meiner Familie aus Deutschland.

 

Der Wettergott war uns hold und bescherte uns eine weiße Weihnacht.

 

 

 

 

 

 

 

Wie fast in jedem Jahr gab es auch an diesem Weihnachten ein Weihnachtsfeuer, an dem ich symbolisch das alte Jahr "ablegte".

 

 

 

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Eine Warmfront und Regen zwischen den Jahren gestalteten die letzten Tage von 2019 unspektakulär.

 

Am Silvestertag legte ein technischer Ausfall vom Festnetztelefonanschluss alle meine Kommunikationsmöglichkeiten mit der Außenwelt lahm.

Kein Haustelefon, kein Internet und kein Deckung mit dem Handyfunknetz.

 

 

In absoluter Ruhe, umgeben von der norwegischen Natur, meinen drei Hundemädchen Neele, Thyra, Sola und ohne den Trubel der Welt, schloss ich das „Jahrbuch 2019“ und begab mich nach 2020. 

 

 

Das "Neue Jahr" soll Veränderungen bringen, Veränderungen an denen ich aktiv mitbestimmen werde.  

 

 

 

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Es gibt Dinge, die ich nicht verstehe,

 

Momente, in denen mir alles egal ist,

 

Worte, die mich verletzten,

 

 

Lieder, die ich nicht mehr hören möchte,

 

Menschen, die ich sehr vermisse,

 

Erinnerungen, die mir das Herz brechen,

 

Gefühle, die ich nicht steuern kann,

 

 

 

Tränen, die einfach kommen.

 

 

 

Es gibt Momente in meinem Leben,

 

wo ich mich selbst nicht verstehe.

 

 

Man sagt die Zeit heilt alle Wunden,

 

aber ich sage…

 

 

man lernt nur damit zu leben.

 

 

Verfasser unbekannt

 

 

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Für das kommenden Jahr wünsche ich allen,

 

die mich weiter auf meinen Weg begleiten

 

 

alles Gute, Gesundheit und tausendfaches Glück.

 

 

 

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Glück ist dieses flüchtige Resultat

 

von langen Wegen,

 

die wir mit unseren Händen vorbereiten.

 

 

 

Glück ist aber auch ein offenes Herz,

 

was man hat,

 

Wärme, die man schenkt, Hilfe und Liebe.

 

 

******   



Ich danke allen von ganzem Herzen

 

für Hilfe, Liebe, Entgegenkommen und

 

die vielen  tröstende und inspirierende Worte

 

im letzten Jahr.

 

 

 

 

 

Liane