26.06.2020 Hattefossen

 

Heute ist „Siebenschläfer“. Nach den Überlieferungen sollen die Sommertage im Verlauf der kommenden sieben Wochen sich an dem Wetter am Siebenschläfer orientieren. Ist der Tag kalt und regnerisch, so wird der Sommer kühl und nass. Ist der Siebenschläfer-Tag warm und trocken soll es einen schönen Sommer geben.

Ich werde sehen wie sich die folgenden Wochen verhalten und ob man dieser Prognose wirklich eine hohe Wertigkeit zuordnen kann.

 

Auf jeden Fall soll es heute einen phantastischen Sommertag geben. Also was gibt es besseres als wieder das Säckel zu schnüren, die Wanderschuhe überzustreifen und mit seinen besten Freundinnen auf Wandertour zu gehen.

 

Heute soll der Weg uns zum Hattefossen führen. 

 

Ich habe gestern Abend nochmals im Internet recherchiert und mir eine Karte angeschaut.

 

 

 

Vor zwei Tagen hätte ich fast den richtigen Weg genommen, wenn ich Thyra s Gespür gefolgt wäre. Habe ich nicht, fand eine andere schöne Natur. Heute jedoch will ich an das gewünschte Ziel kommen.  

 

Karte

 

Wir starteten bereits um 08:30 Uhr.

 

Es waren 30 Grad für meine Region am frühen Nachmittag gemeldet.

 

 

 

Dieses Mal passte ich darauf auf auch alles Wichtige in meinem Rucksack mitzuführen.

 

Dazu gehört nun mittlerweile auch eine Lesebrille. Ich habe vor zwei Tagen gemerkt, dass ich zum Beispiel GPS-Karten auf dem Handy ohne Brille nicht entziffern kann.

 

Meine Arme sind schlicht und ergreifend zu kurz geworden um den Handy-Bildschirm weit genug weg halten zu können. Ja auch ich lerne dazu. Verpflegung und Wasser waren sowieso im Säckel.

 

Neele, Thyra und Sola bekamen ihre Leibchen umgeschnallt und los ging es Richtung Abusland.

 

 

Landschaftlich gab es nichts zunächst nichts Neues zu entdecken. 

 

Auf dem Weg kreuzte eine Kreuzotter unsere Wanderung.

 

Ich habe ja einen mächtigen Respekt vor diesen Schlangen.

 

Thyra wurde im Alter von nur 7 Monaten von einer Kreuzotter in die Nase gebissen.

 

Fast panisch habe ich meine drei Mädels in Sicherheit gebracht. Ich konnte mir nämlich gut vorstellen, dass Sola gern mal an diesem beweglichen Krabbelding herum geschnuppert hätte. Und ob Thyra sich noch erinnert, was ihr in jungem Alter widerfahren war, nur weil sie ihre Nase in alles und an alles stecken musste, bezweifele ich.

 

Die Gefahr war gebannt und weiter ging es. 

 

 

Inzwischen wusste ich welchen Weg wir zum Hattefossen einzuschlagen hatten.

 

Es war genau dieser Abzweig an dem Thyra vor zwei Tagen zwei Mal eingebogen war und ich ihr nicht folgen wollte.

 

Man sollte vielleicht doch mehr dem Gespür eines Hundes trauen.

 

Dieser Abzweig liegt ca. 7-8 km von Espetveit entfernt und geht vom Schotterwaldweg nach links weg. Es geht direkt vom Hauptweg über eine Brücke und nur 30 m weiter steht ein verfallendes Gebäude, was wohl mal Bestandteil eines Sägewerkes war. 

 

 

Hier führt ein nicht all zu breiter, aber mit dem Auto befahrbarer Waldweg durch das Gebiet. Wald, Moor, Sumpf und kleine Seen prägen die Landschaft.

 

 

 

Ganz am Ende dieses Weges nach ca. 1 km eröffnet sich eine Seenlandschaft mit unendlicher Weite, dem Kosånavassdraget. 

 

 

Linkerhand am Ende des Kosvatn liegt eine erst vor kurzer Zeit restaurierte Brücke, die über den Kosåna führt.

 

Das Fundament besteht aus 5 Säulen, die aus großen Natursteinen aufgesetzt sind. Ein einfache „Holzdielenauflage“ macht die Brücke komplett.  

 

 

 

 

Und wie sollte es auch anders sein, schwuppdiwupp waren Thyra und Sola mal schnell zur Abkühlung im Kosvatne. 

 

 

 

 

Neele untersuchte die Brücke etwas näher und es war klar zu sehen, dass sie diesem Ungetüm nicht traute. 

 

 

 

 

 

Ich war mit unsicher wo denn nun der Wasserfall sein sollte, der angeblich sich nur 100 m unterhalb der Brücke zu finden sei.

 

 

 

Musste man über die Brücke und dann nach links runter, dem Gefälle nach oder ging es vor der Brücke runter.

 

Ich ging zunächst über die Brücke und Sola und Thyra sprangen voraus. Wir gingen ein paar Meter weiter auf einem Trampelpfad, der allerdings nach rechts in Richtung See führte. Das konnte nicht richtig sein.

 

Ein Wasserfall fällt ja, darum heißt er Wasserfall und steigt nicht, sonst würde er ja Wassersteig heißen.

 

 

Und bei der Feststellung, dass dieser Trampelpfad nicht richtig sein konnte, bemerkte ich auch, dass meine Neele nicht bei uns war. 

 

 

Die 50 Meter zurück zur Brücke geschaut und ich entdeckte auf der Brücke verharrend meine Neele-Maus.

 

Sie stand mitten auf der Brücke und traute sich nicht weiter.

 

Kein Rufen, kein Winken mit Leckerlis, keine Drohung, dass ich einfach weiter gehe, wenn sie jetzt nicht kommt, half aus dieser Situation.

 

 

 

Sie stand Mutterseelen allein mit hängendem Schwänzchen und wollte diese Brücke allein nicht überqueren. 

 

 

Tja, und da ging mein „Hundeherz“ auf.

 

Ich ging zurück und legte Neele an die Leine.

 

Völlig vertrauensvoll marschierte sie an meiner Seite über die Brücke.

 

 

Drüben angekommen, wurde sie stürmisch von Sola und Thyra begrüßt. Die Beiden konnten natürlich nicht verstehen, weshalb man nicht einfach über so eine Brücke laufen kann. Ja, Neele ist eben ein besonderer Hund und deshalb liebe ich sie so, meine kleine Neele-Maus. 

 

 

Nachdem wir alle über die Brücke waren und ein Weg auf dieser Seite nicht runter zum angeblichen Fossen führte, gingen wir alle wieder zurück über die restaurierte alte Brücke.

 

Dieses Mal hatte Neele ausreichend Mut um die Strecke hinter sich zu bringen. Kaum von der Brücke runter zeigte sich Richtung Süden ein kleiner Trampelpfad, dem wir alle folgten.

 

Und da war er nun endlich, der Hattefossen.

 

 

 

Ein rauschender kleiner Wasserfall , der sich ins Tal in den nächsten See fallen ließ.

 

Obwohl zur Zeit die niedrigsten Wasserstände im Landesinneren in den Gewässern gemessen werden, war der Hattefossen dennoch ein imposantes Naturschauspiel.

 

 

 

 

Wir kletterten ein wenig an den Steinen entlang.

 

Es fanden sich die alten Ruinen des ehemaligen Sägewerkes.

 

 

 

 

Dieses ist in seiner Geschichte zwei Mal dem Feuer zum Opfer gefallen und nur die Steinreste erinnern noch an diese Vergangenheit.  

 

 

 

Ich suchte mir neben dem Wasserfall ein Plätzchen zum Rasten, etwas im Schatten gelegen, denn die Sonne brannte obwohl es erst 10:30 Uhr war, unbarmherzig vom klaren blauen Himmel.

 

 

Alles Essbare wurde verspeist, geteilt unter besten Freundinnen, jedenfalls das, was „Menschenessen“ war. Die Hundeleckerlis durfte meine drei Mädels unter sich aufteilen. Ich erhob keinen Anspruch darauf.

 

 

 

Nach einer Stunde Rast brachen wir Vier wieder auf.

 

Ich badete noch oben im Kosvatn. Das Wasser war erstaunlich warm, wenn man sich an der Oberfläche hielt.

 

 

Die Beine mal abzusenken, hatte ich nicht gewagt. Ich weiß aus der Erfahrung heraus, dass dies Seen oft sehr tief und kalt sind und nur einen Meter unter der Wasseroberfläche man fast erstarrt vor Kälte. Das wollte ich nicht erneut ausprobieren und vertraute daher meinen Erfahrungen. 

 

Nach dem abschließenden Badeerlebnis ging es auf Schusters Rappen wieder Richtung Espetveit.

 

 

 

 

Um 13:30 trafen wir wieder zu Hause ein. Eine Schwimmtour durch meinen Badeteich schüttelten die letzten Hitzekilometer aus meiner Körper.

Es ging uns allen so richtig gut.

 

 

Der Tag war toll und ich habe wieder etwas mehr aus meiner Region kennen gelernt. 

 

Wer kein Ziel hat, kann auch keines erreichen.

 

Laotse  

24.06.2020

 

Der Sommer ist da.

 

Seit 2 Tagen habe ich Urlaub und die Sonne meint es gut mit mir. Temperaturen um die 28 Grad, leichter Wind und strahlend blauer Himmel bringen Urlaubsgefühl mit sich.

 

Eigentlich sollte eine Feundin aus Deutschland kommen und meinen Hof mit den Schafen und meinen Hundemädchen übernehmen. Allerdings hat „Corona“ uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Einreise nach Norwegen aus Deutschland ist zur Zeit nur für Familienangehörige möglich.

 

Meine geplante Jotunheimen-Tour fällt auch der Corona-Pandemie zum Opfer. Der Reiseveranstalter bei dem ich die Hüttentour durch das norwegische Hochgebirge gebucht hatte, hat aufgrund der bestehenden Reisebeschränkungen und Restriktionen die Tour abgesagt.

 

Jetzt wartet ein Gutschein bei ASI, den ich für eine andere Wandertour einlösen kann. Ob ich vielleicht noch in diesem Jahr die Tour eventuell auch alleine gehe oder ich alles ins kommende Jahr verschiebe, kann ich noch nicht sagen. 

 

 

Also habe ich kurzerhand alles umgemodelt und plane für meine Urlaubstage je nach Wetter, Wandertouren von zu Hause.

 

Im Internet habe ich eine HP (www.opplevevje.no) gefunden, die die Umgebung von Evje näher beschreibt. Hier sind Attraktionen, Wandertouren und historische Stätten erwähnt, wo ich meine, dass ich das ein oder andere sicher sehen sollte.

 

 

Allerdings wird es mit den Beschreibungen der Ziele nicht immer so genau genommen. Das weiß ich inzwischen und so wird wahrscheinlich ein jeder Wandertag für mich auch zu einem „Fährtensuchtag“.

 

 

Mein Ziel heute sollte der Hattefossen sein.

 

Laut Beschreibung geht es zum Hattefossen über den Abusdalvegen.

 

Es ist der Waldweg über den ich ja jeden Tag zur Arbeit fahre.

 

 

 

 

Angeblich sollte der Hattefossen nur 6 km von Espetveit entfernt liegen, so dass ich mich entschloss mit meine Hundemädchen alles zu Fuß zu laufen. 

 

 

Gegen 09:00 Uhr ging es los von zuhause.

 

Alle Hunde waren angeleint, mein Rucksack mit den „Überlebensutensilien“ für eine Wanderung hier in Norwegen hing auf meinen Schultern.

 

 

Die Sonne lachte und ich war voller Wanderdrang den Wasserfall zu finden.

 

 

Von meinen Privatweg ging es nach links in Richtung Hüttengebiet. Bereits so früh am Morgen war es schon richtig warm und meine drei Hundemädchen ließen ihre Zungen weit aus ihren kleinen Schnuten baumeln. 

 

 

An Hütten vorbei, hier und da einen Wasserlauf oder ein ausgespültes Becken mit Wasser passiert, gingen die Kilometer so dahin.

 

Thyra und Sola ließen keinen Gelegenheit aus, sich im Wasser abzukühlen.

 

Neele ließ das mit dem Baden langsam angehen. Füßchen und das kleinen Schlappermaul ins Wasser, das war dann auch genug mit dem Abkühlen für meine Kleinste. 

 

Es überholte mich das Postauto, welches bis zu seiner letzten Versorgunsstation in Abusland die Post ausliefert.

 

Hier in Abusland endete der offizielle Weg der Kommune.

 

 

Der Schotterweg geht allerdings weiter.

 

Neben vereinzelten kleinen alten Bauernhöfen und alten Wohnhäusern standen am Weg zerfallende Gebäude eines ehemaligen Sägewerkes. Neben natürlich reichlich Wald, Bächen und Seen fanden sich Weiden, die durch das laute Gebimmel von Glocken, welches die Schafe mit sich tragen, aufmerksam machten.

 

 

Es war alles sehr friedlich, ruhig , … „naturbelassen“ eben. 

 

 

Hier und da hörte ich ein Knacken im Gebüsch, wenn sich ein Tier vor uns Vieren aus dem Staub machte.

 

Ich sah ein Reh was schnell davon lief (meine Mädels hatten es „Gott sei Dank“ nicht bemerkt) oder Elchspuren kreuzten den Wald. Überall tirilierten die Vögel lauthals vor sich hin.

 

Thyra, Neele und Sola konnten seit dem wir den Bereich der Hütten verlassen hatten frei ohne Leine laufen.

Aber wie ich es bereits aus gemeinsamen Wanderungen zuvor kenne, blieben sie hübsch in meiner Nähe. Sie verließen den Schotterweg nicht … auch nicht für den kleinsten Abstecher abseits des Weges.

Es gab reichlich zu riechen und zu schnuppern für die Drei am Wegrand.

 

 

Die Strecke zog sich und zog sich.

 

 

Nachdem wir Abusland verlassen hatten gab es einen schmalen geschotterten Weg nach links in den Wald.

An diesem Abzweig fand sich ebenfalls ein verfallenes altes Sägewerk .

 

 

 

Thyra wäre gern diesem Weg gefolgt doch ich rief sie zurück und wir setzten unseren Weg fort in Richtung Abusdal um den Hattefossen zu finden.

 

 

Tja, und das war ein Fehler, wie sich später heraus stellte. Ich hätte dem Gespür von Thyra nachgeben sollen. Aber mehr dazu später. 

 

 

Nach gefühlten 10 km kam ich in das Abusdal.

 

Hier standen teilweise neu errichtet, aber auch alte Häuser und Hütten, die sich rund um eine Seenlandschaft hielten.

 

 

An einem steilen Hang der Gegenseite vom Tal arbeitete ein riesiger Bagger, der den Boden des gerodete Gebietes sicher für weiter „Neubauten“ herrichtete.

Es sah alles sehr märchenhaft aus , aber von einem Wasserfall war keine Sicht.

 

 

Die Sonne brannte vom Himmel , der sich strahlend blau präsentierte. 

 

 

Ich wollte den Wasserfall unbedingt finden und ging den Schotterweg einfach weiter.

 

Nach ca. 2 km endete dann plötzlich der Weg.

 

 

 

 

Ein frisch angelegter Waldweg ging nun bergauf, sah aber nicht so aus, als ob dieser zu meinem Ziel führen würde.

 

 

Links neben den Weg zeigte sich ein größeres Felsplateau und ich beschloss hier eine Pause ein zulegen.

 

Bei der Suche nach einem geeigneten Sitzplatz kam ich mehr und mehr auf den Felsen und es zeigte sich, dass das Plateau der Beginn eines Wasserfalls war, welcher allerdings nichts mit dem auf der Internetseite beschriebenen Hattefossen zu tun hatte. 

 

 

Es war ein anderer Fossen in einem ganz anderen Gebiet, als eigentlich mein Ziel war.

 

Die Wassermenge war spärlich aber ich konnte mir gut vorstellen, wie bei reichlich Wasserführung der obigen Seen ein gewaltiger Wasserfall aus der Höhe stürzt.

 

 

Na, ja, wenn man etwas Schönes erleben will, gehört manchmal auch etwas Phantasie dazu.

 

Hier auf diesem von uns entdeckten stufigen Felsplateau mit kleinen Wasserrinnsalen aus der Höhe kommend und ausgewaschenen Steinbadewannen machten wir einen Verschnauf- Essen- und Badepause. 

 

 

 

Meine drei Hundemädchen erkundeten jeden Steinvorsprung und kühlten sich in den Naturbadewannen ab.

 

 

 

 

Ich setzte meine Füße ins kalte Nass und hatte das Gefühl, dass das Wasser in mein Tauchbecken zischte als meine Füße eintauchten. 

 

Von hier oben hatte ich einen tollen Blick ins Tal mit den unterliegenden Seen und Hüttengebiet.

 

 

Es war einfach schön anzusehen.

 

Und obwohl ich nicht am Hattefossen saß, war ich zufrieden mit dem Erreichten hier oben.

 

Mein Versorgungsrucksack gab leider nicht die gewünschten Ressourcen frei.

Für Thyra, Neele und Sola hatte ich ausreichend Leckerlis dabei.

 

Meine eigene Versorgung viel etwas dürftig aus.

 

Zwei Bananen und eine Flasche mit Wasser. Mein "Matpakke" lag zu Hause auf dem Küchentisch… ich hatte es geschmiert aber nicht in den Rucksack gepackt. 

 

 

Nach einer Stunde Wanderpause machten wir uns wieder auf den Rückweg.

 

Ich hatte für die Hierher-Tour 2,5 Stunden gebraucht.

 

Wenn man bedenkt, dass ca. 4-5 km in einer Stunde gegangen werden, war ich ungefähr 12 km bis hier her marschiert.

 

Die gleiche Strecke galt es nun wieder zurück zu gehen.

 

 

 

 

Rucksäckel auf den Rücken gesetzt, meine Hundemädchen nochmals gedrückt und gelobt, dass sie so brav mit mir gewandert sind und dann ging es zurück.

 

 

Nach 2-3 Kilometern kamen wir wieder an den Abzweig mit dem alten zerfallenen Sägewerk vorbei.

 

Thyra machte wieder einen Einschwenk in diese Richtung.

 

 

Ich war fast geneigt hier einzukehren und dem Weg zu folgen. Allerdings wusste ich nicht, wo er hinführen würde und so drehte ich nach 50 m um in dem Wissen, dass ich ja noch 10 km habe, bis ich wieder auf Espetveit bin.

 

Nein, die Vernunft siegte und es ging zurück auch ohne den besagten Hattefossen gefunden zu haben.

 

 

 

 Ich habe Urlaub...  und nicht gefunden bedeutet ja nicht aufgegeben zu haben.

Ich werde es an einem anderen Tag nochmals versuchen.

 

Denn, was ich mir vornehme, lasse ich nicht einfach fallen… da bin ich strebsam und auch eigensinnig...ein Ziel vor Augen, verliere ich nicht aus den Augen.

 

 

Es gibt da ein Lied aus meiner Kinder- und Jugendzeit…. Gesungen bei den Jung-Pionieren oder FDJ … jedenfalls kam mir dieses Lied in den Sinn. 

 

 

Den gesamten Weg nochmals zurück gelaufen , waren wir vier gegen 14:30 wieder auf Espetveit.

 

Thyra ging sofort in unseren Badeteich am Haus und ich machte es ihr nach.

 

 

 

Das Wasser war angenehm warm und doch kühl genug um die strapazierten Glieder wieder aufleben zu lassen.

 

Neele und Sola holten sich ihr Leckerli ab und verzogen sich in den Schatten.

 

Wir hatten 30 Grad hier auf Espetveit, weiter Aktivitäten planten wir nicht für heute.

 

 

Es war ein schöne aber anstrengende Wandertour an diesem Sommertag . Wir waren so richtig ausgepowert.

 

 

Unten findet ihr die Karte auf der mein Weg verzeichnet ist.

Im Nachhinein habe ich bei Google nach geschaut und meine Strecke markiert. Hätte ich wahrscheinlich vor meiner Wanderung machen solle, dann wäre der Hattefossen wohl meiner gewesen.

 

Es wird einen anderen Tag geben mit neuem Glück. 

 

 

Hier noch das Lied, was mir nicht aus dem Kopf geht… sicher politisch nicht mehr aktuell, aber für das Leben an sich immer noch brauchbar und inspirierend.

 

Du hast ja ein Ziel vor den Augen
Damit du in der Welt dich nicht irrst
Damit du weißt was du machen sollst
Damit du einmal besser leben wirst


Denn die Welt braucht dich, genau wie du sie
Die Welt kann ohne dich nicht sein
Das Leben ist eine schöne Melodie
Kamerad, Kamerad stimm ein

 

Allem die Welt und jedem die Sonne

Fröhliche Herzen, strahlender Blick
Fassen die Hände Hammer und Spaten
Wir sind Soldaten, Kämpfer fürs Glück

 

 

Und hast du dich einmal entschlossen
Dann darfst du nicht mehr rückwärts gehn
Dann mußt du deinen Genossen
Als Fahne vor dem Herzen stehn


Denn sie brauchen dich, genau wie…

 

 

Louis Fürnberg

 

 

https://youtu.be/PY6f9v2_eQo

 

 

23.06.2020

 

Den ganzen Tag Sonne, … Sola .

 

Seit ein paar Tagen verwöhnt uns das Wetter mit sommerlichen Temperaturen. 

 

Nicht unbedingt ungewöhnlich auch für Norwegen.

 

Allerdings lässt sich die Wärme besser ertragen als z.B. in Deutschland. Diese Schwüle und die „dicke“ Luft habe ich hier in Norwegen noch nicht wirklich erlebt.

 

Heute ist jedoch ein besonderer Tag.

 

Meine Sola hat Geburtstag. Heute vor 4 Jahren kam sie auf unsere Welt. Sie wurde für mich geboren…, so waren jedenfalls die Worte von ihrer Züchterin.

 

Sie ist eine sehr hübsche junge Dame und Jeder, der ihr das erste Mal begegnet, ist erstaunt und fasziniert zu gleich. 

 

Sie hat eine wunderschöne Fellzeichnung und ihr blaues strahlende Auge wirkt wie verzaubernd auf die Menschen.

Oft genug bekomme ich zu hören, dass man sie einfach gerne mitnehmen würde. 

 

Ihr Charakter tut das seine. Immer ausgeglichen, ruhig, freundlich, zurück haltend und letztlich ihre „alle um den Finger wickelnden Art“ macht sie so liebenswert für einen Jeden.

 

Sie ist ein Goldstück, ein Sechser in meinem Leben.

 

 

Ich gratuliere meinem Sonnenschein von ganzem Herzen und sage Danke für die tolle Zeit, die wir bislang miteinander hatten.

 

Mögen uns noch viele schöne und aufregende Jahre bevor stehen. 

 

 

 

Geh aufrecht wie die Bäume,

lebe dein Leben so stark wie die Berge,

sei sanft wie der Frühlingswind,

bewahre die Wärme der Sonne im Herzen

und der große Geist wird immer mit dir sein.

 

 

Weisheit der Navajo

21.06. 2020 Mittsommernacht

 

 

Das Mittsommerfest, auch Jonsok (Johanniswache), findet jedes Jahr am 23. Juni statt.

Dies ist der Vorabend zum Johannistag, der an die Geburt Johannes des Täufers erinnert.

Das Fest steht außerdem in Verbindung mit der Sommersonnenwende, dem längsten Tag des Jahres.

 

Nach einem alten Volksbrauch feiern die Norweger eine ganze Nacht die Sonne, nach der sie sich den langen norwegischen Winter über gesehnt haben.

In der heutigen Festtradition vermischen sich weltliche und christliche Bräuche.

Traditionell wird das Sankt-Hans-Fest mit der Familie und Freunden am Strand oder an einem Seeufer gefeiert. Es gilt als das bedeutendste Fest im norwegischen Sommer.

Zum Fest gehört ein großes Lagerfeuer, das wie bei uns das Johannisfeuer dem Volksglauben nach symbolisch böse Geister und Dämonen vertreiben soll. Nach dem Entzünden singt man Volkslieder und tanzt die ganze Nacht lang um das Feuer.

Die Frauen schmücken sich mit Blumenkränzen und vielerorts werden symbolische Hochzeiten zelebriert, die für Lebenskraft und Neuanfang stehen.

 

Aber da es sich bekanntlich am besten an Wochenenden feiern lässt, wird das Ganze auch schon mal ein paar Tage vorgezogen.

 

So sollte gestern Abend vielerorts also alles im Taumel der Mitternachtssonne sein.

Aber weit gefehlt. In diesem Jahr ist alles anders.

 

CORONA oder auch COVID 19 gelegentlich genannt, hat alles unter Kontrolle. Auch wenn die Menschen sich gerne versammelt hätten, hat Vater Staat ein Auge auf die Menschenansammlungen.

Familien können zusammen kommen auch ein paar Freunde dazu. Doch mit einem Meter Abstand kommt wahrscheinlich nicht wirklich die traditionelle Gemütlichkeit auf, ...  „hyggelig“ (nett) , „koselig“ (gemütlich), „nydelig“ (herrlich)  sind weit entfernt vom diesjährigem Mittsommerfest.

 

 

 

Bei mir hier auf Espetveit war es ebenfalls ruhig.  

 

Mein Besuch, der sich angemeldet hatte und den Hof übernehmen wollte, konnte nicht nach Norwegen einreisen.

 

Meine Wandertour durch Jotunheimen, die ich in einer Woche geplant hatte, fällt damit ins Wasser.

Gut, nicht schön, aber ich kann die Welt nicht ändern.

 

Verschoben ist ja nicht aufgehoben und so werde ich im nächste Jahr meinen Traum von einer Hüttentour durch Jotunheimen erfüllen, … vorausgesetzt es macht sich kein neuer Virus auf den Weg und COVID wurde in seine Grenzen gewiesen.

 

Um diese Jahreszeit kommt hier oben im Norden Dämmerung für etwa 2,5 Stunden auf. Von wirklich Dunkelheit kann man nicht sprechen.

 

Nur ein paar hundert Kilometer weiter nördlich von mir ist auch das bisschen Dämmerung völlig verschwunden. In Tromsø sind um diese Zeit für ein paar Wochen 24 Stunden Tag.

 

 

 

Fast in jedem Jahr habe ich die „Sommersonnenwende“ mit einem Lagerfeuer hier auf Espetveit begangen.

Im letzten Jahr hatte ich Besuch von Freunden und wir folgten der norwegischen Tradition, mit Lagerfeuer, Grillen, „Sommerwiesenblumensammeln“ und im Sektglas ein "Hochlebenlassen" der Sommerzeit.

 

 

In diesem Jahr gab es hier auf Espetveit keinen Tumult.

 

Auch wenn es in den letzten zwei Wochen 2 Regentage gab, befindet sich die Natur auf einem gefährlichen Weg. Es ist auch hier in Norwegen zu trocken für diese Jahreszeit.

Lagerfeuer oder Arbeiten im Wald sind streng untersagt. Es herrscht die höchste Waldbrandalarmstufe. 

 

Vor vier Tagen gab es mehrere kleine Waldbrände in meiner unmittelbaren Umgebung. Mir war schon ein wenig mulmig die Rauchschwaden zu sehen und den Brandgeruch in der Nase zu haben. Die hiesige Feuerwehr konnte jedoch mit Hubschraubereinsatz die Brände löschen. 

 

Somit liegt mein gesammeltes Holz auf meinem Brennplatz und warten auf Gelegenheit sich in die Luft zu erheben um auch Wünsche und Träume mit sich zu nehmen.

 

Meine Würstchen wurden ohne sie über dem Feuer zu grillen von uns Vieren verspeist.

 

Die Blumen habe ich auf der Wiese stehen lassen.

Nachdem im letzten Jahr mir die Blumen unter dem Kopfkissen nicht den erwünschten Traum gebracht haben, wollte ich es nicht nochmals versuchen. Ich hatte Bedenken, dass mir wiederum „ein böser Geist “ im Traum erscheint.

 

Getanzt habe ich auch nicht … gab ja auch kein Feuer und Hexentanz mit allen Wünschen oder Verwünschungen wirkt nur bei einem richtigen Lagerfeuer.

 

Es war also mehr ein besinnlicher Abend für mich.

Habe auf meiner tollen Terrasse gesessen mit einem Glas Prosecco aus der Pfalz und die Vergangenheit passieren lassen…, „ Gutes und Böses “ sind im Kopf herum geschwirrt und zum Schluss wurde mir klar, dass ich in diesem Augenblick das letzte Mal Mittsommernacht auf Espetveit erlebe.

Das machte mich traurig und löste Unsicherheit und Bedenken in mir aus.

 

 

Ich bin mit dem Espetveit-Verkauf soweit fortgeschritten, dass mit großer Wahrscheinlichkeit der Hof zum nächsten Jahr an einen neuen Besitzer übergeht.

 

 

Den Sommer 2021

werde ich nicht mehr auf Espetveit verbringen. 

 

 

Wir können uns unsere Umstände nicht immer aussuchen,

aber wir haben die Wahl, wie wir auf sie reagieren. 

 

Joyce Meyer

 

 

01.06.2020 Pfingstmontag

Ich hatte in der Nacht nicht gut geschlafen und war deshalb bereits seit 04.:00 Uhr auf den Beinen. Vom Tageslicht passte es, denn die Sonne steht um diese Jahreszeit ebenfalls früh auf.

 

Drei doppelte Tassen mit Kaffee verscheuchte die nachträgliche Müdigkeit.

 

Auf dem Hof gab es nichts zu tun, die Schafe, inzwischen 11 Erwachsene und 14 Lämmer grasten im kleinen Tal. Es sind Schafe aus verschiedenen Herden, wobei 5 junge Damen vom letzten Jahr nicht bedeckt wurden. Es stehen 2 Mütter mit Drillingen und sogar ein Mutterschaf mit Vierlingen auf meiner Weide.

 

Na gut, es war ruhig und ich überlegte, wo es denn heute zum Morgenspaziergang hin gehen sollte, … . Mossebyu-Hütte oder See ?

 

Ich entschied mich den Weg hoch zur Mossebyu-Hütte zu nehmen. Der Tag sollte zwar schön werden,  aber so früh am Morgen war das Wasser am See sicher noch kalt und der heutige Tag war als „Anbade-Tag“ für diesen Sommer geplant.

 

Getan wie gesagt, meine Hunde-Mädels bekamen ihr „Leibchen“ um und los ging es.

Oben angekommen genoss ich eine phantastische Aussicht und ich bekam Lust auf mehr. 

Mehr bedeutete weiter rein ins Land und schauen, was die Natur so bietet. 

 

 

Da ich ein absoluter Blindgänger bin, was Orientierung im Gelände betrifft, musste ich mir Anhaltspunkte suchen, um auch den Weg wieder zurück zu finden. 

 

 

Und dabei kam mir die Idee doch einfach den Markierungsstäben, die normalerweise die Langlaufloipe im Winter markieren als Wegweiser zu benutzen.

 

Auf meinen Langlaufski kenne ich ja die Umgebung im Winterkleid. Und schwierig ist es da auch nicht den Weg zu finden, denn die Loipe ist ja gespurt.

Noch dazu sind fast alle Loipestrecken mit einander verbunden und man kommt immer auf einen Rundweg und damit zurück zum Startpunkt.

 

Jetzt im Sommer sieht natürlich alles ganz anders aus. Da gibt es keinen „gespurten“ Weg… es heißt „Augen auf im Wanderverkehr“.

 

Ich wollte auch nur ein paar Meter länger rein ins Gelände , auf die Wiesen in die Wälder und durch die Sümpfe. 

 

 

 

Und los ging es auf die „Schnipseljagt“ .

 

Hier ein Stab, dann eine kleine Brücke, ein weiterer Stab ... und so ging ich Stab für Stab weiter.

 

 

Die Abstände waren sehr unterschiedlich lang von einander. Ich musste hin und wieder stehen bleiben, einen Rundumblick starten um dann endlich völlig unscheinbar in der Ferne den nächsten „Wegweiser“ zu entdecken. 

 

 

 

Auf meinem Fußmarsch stellte ich auch immer mal wieder einen Markierungsstab neu auf.

 

Wind und Schnee hatten den ein oder anderen Stab einfach umgelegt.

 

 

Wenn man diese nicht schnell wieder aufrichtet, nimmt die Natur sich das Recht die Stäbe einfach als Baumaterial für ihr eigenen Projekt zu nutzen.

 

Im Sumpf benutzen die dortigen Pflanzen die Stäbe als Unterlage um sich an ihnen fort zu hangeln. Der Wald begräbt sie mit anderem Geäst und die wiesen überwuchern diese mit frischen Gras. 

 

 

 

Ich blickte auch ganz bewusst immer mal wieder zurück des Weges um mir den einen oder anderen markanten Baum in seiner Position zu einer Höhe oder Tal einzuprägen.

 

 

Ich passierte einige kleiner Seen , die ich gut umlaufen musste, da die Uferregion sehr weich war und ich drohte da einzusinken. Allein in der Natur ist eben immer Vorsicht geboten.

 

Im Winter sieht man diese Seen nicht. Das Wasser ist zu gefroren und die Oberflächlichen mit einer dicken Schneeschicht bedeckt. Teilweise geht die Langlaufloipe einfach über einen See, so dass man gar nicht wahr nimmt, dass man über Wasser gleitet. 

 

 

Ca 2,5 km hinter der Mossebyu-Hütte kam ich an den ersten markanten Aussichtspunkt.

 

Es war der Fjellestadvarden 540 m über dem Meeresspiegel gelegen.

 

 

 

In den zurück liegenden Jahren habe ich diesen Punkt mit meinen Langläufern und meinen drei Hundemädchen regelmäßig auf meinen Wintertouren passiert und hier ab und zu mal eine kleine Pause eingelegt um die wunderschöne Aussicht von hier oben zu genießen.

 

Heute war es das erste Mal, dass ich hier oben bei 24 Grad, blauen Himmel und puren Sonnenschein stand.

 

Ich habe mich dieses Mal sogar in das Gipfelbuch eingeschrieben.

 

 

Unten am Fuß des Varden waren Hinweisschilder in welcher Richtung es zu welchem Ziel geht.

 

Und da kam mir der Gedanke meinen Fußmarsch in Richtung Abusdalknuten fortzusetzen.

 

 

Die Entfernung war von hier mit 2,5 km angegeben.

 

Wenn man hier in Norwegen auf Wandertour geht, findet man in den seltensten Fällen auch einen Wanderweg.

Die Ziele sind meist mit entsprechenden Markierungen an Bäumen oder auf Steinen gekennzeichnet, ... meist nicht alle... , aber einen wirklichen Weg, wie man es aus Deutschland kennt, findet sich nicht.

 

 

Jedenfalls ging ich weiter und weiter. 

 

Die Tour hatte ich nicht so lang geplant und entsprechend schlecht war ich ausgerüstet. Kein Wasser, kein erste Hilfe Päckchen, nicht eine klitzekleine Kleinigkeit zum Essen. Ich war leichtsinnig und vom Ehrgeiz angestachelt.

 

Ich lief und lief und Neele, Thyra und Sola liefen brav an meiner Seite mit. 

 

 

 

Die Natur war herrlich anzusehen.

 

Wollgras in den Sümpfen, Wasserlilien in den Seen und die ersten Fruchtansätze bei Heidelbeeren und Preiselbeeren.

 

 

Außer dem Vogelgezwitscher kein Laut, keine Menschenseele unterwegs, nur wir vier Espetveit-Mädels, .. himmlisch schön. 

 

 

 

 

Endlich am Fuße des Abusdalknuten angekommen ging es nun 800 Meter steil bergauf.

 

 

Von oben war die Aussicht aus einer Höhe von 595 Meter phantastisch.

 

Die teilweise noch schneebedeckten Berge waren in der Weite erkennbar.

 

 

Es sollen ja immer noch 6 Meter hoch der Schnee im Gebirge liegen.

Die Behörden haben bereits eine „Flutwarnung“ im Zusammenhang mit der anstehenden Schneeschmelze im Juni heraus gegeben.

 

Ich war ja bereits letztes Jahr im Juni mit Freunden hier oben. Allerdings waren wir da von Fjellestad aus gestartet.

Ich wusste gar nicht, dass ich auch direkt von zu Hause losgehen konnte um hier anzukommen.

 

Auch hier wieder meinen Eintrag ins Gipfelbuch… was sein muss, muss sein. 

 

 

Abgestiegen und wieder an die Loipekreuzung gekommen, konnte ich mich entscheiden den Weg zurück zu gehen oder meine Wanderung als Rundweg über Vingemyranen zu absolvieren. Ich entschloss mich für den Rundweg. 

 

 

 

Es war warm und ich hatte Durst.

 

Meine Hundemädchen hatten ja die Chance an vorübergehen Bächen und Seen zu trinken.

 

 

 

 

Ich kam da nicht ran, denn alle Wasser waren von sumpfigen Gebiet umgeben. Ich wollte nicht riskieren hier einzusinken und dann hilflos im Sumpf zu stecken.

 

Tja, ich hatte eben dummerweise kein Proviant/Wasser dabei.

 

 

 

Nach wenigen Kilometern konnte ich aus der Ferne auf einem Berg die Mossebyu-Hütte sehen und ich wurde ganz stolz, diese Tour allein und ohne mich zu verlaufen, absolviert zu haben.

 

Nun war ich auf mir bekannten Terrain und nach knapp 2 km befand ich mich mit Neele, Thyra und Sola wieder auf Espetveit. 

 

 

 

 

 

Meine Hundemädchgen bekamen eine Belohnung und legten sich anschließend auf die Terrasse.

Ich belohnte mich mit einem Bad in meinem Badeteich vor dem Haus. Es war das erste Mal in diesem Jahr.

 

 

Alles in allem bin ich in 4 Stunden mindestens 15 km gelaufen . Lange Pausen hatte ich nicht.

 

Nach diesem Trip gab es für mich ein Mittagessen und eine Lesestunde in der Sonne auf der Terrasse. Ich war auch geschafft, denn das Gehen durch sumpfiges Gebiet ist um einiges anstrengender als über einen richtigen Wanderweg zu schreiten.

 

Aber es war toll. Ich hatte etwas geschafft, was ich vorher noch nie gemacht hatte. Ich war allein in der norwegische „Wildnis“ unterwegs. Ich habe mich ganz allein zurecht gefunden, an Erfahrung dazu gelernt...

 

... nie ohne Wasser, nie ohne eine Kleinigkeit zu essen, nie ohne Notfallpäckchen… auch wenn es noch so nah an zu Hause ist

 

 

Neele, Thyra und Sola haben sich vorbildlich verhalten.

 

Keine Jagdtour, immer dicht an meiner Seite… ich bin so richtig stolz auf meine Mädels.

 

 

 

Am späten Nachmittag liefen wir vier noch hoch zu unserem Badesee. Hier gab es für mich ebenfalls das erste Bad für dieses Jahr. Es war angebadet und nun kann der Sommer kommen.

 

 

Wenn es nach der Arbeit schönes Wetter gibt, werde ich wie in all den anderen vergangenen Jahren jeden Tag hier hoch zum See gehen und ein paar Schwimmzüge machen. 

 

Damit schließe ich jeden Tag mit etwas Positivem ab. 

 

 

Frihet er som luft. 

Først når vi ikke har det, merker vi hva det betyr.

 

 

Die Freiheit ist wie Luft. Wir merken erst, wie viel sie wert ist, wenn sie uns fehlt.