11.05. 2019 „Leben in der Bude“

 

 

 

 

Nachdem die letzten Tage nochmals mit Nachtfrost und Tagestemperaturen um 3 Grad glänzten, ist heute der Frühling zurück gekehrt.

 

 

 

 

Obwohl noch ein eisiger Wind bläst, ist es heute deutlich wärmer und Klärchen lacht vom Himmel.

 

 

Ich habe heute die restlichen Lammzäune hinten am Paddock und im kleinen Tal gestellt. 4 Stunden war ich damit beschäftigt. 

 

 

 

 

 

Und als hätte ich es geahnt, kamen heute Nachmittag die ersten „Besucherschafe“ mit ihren Lämmern auf meine Weiden.

 

 

 

 

Es sind vorerst 5 erwachsenen Schafdamen und 10 Lämmer, die nun vorerst auf der Hausweide stehen. Die Lämmer sehen alle wohlgenährt aus und auch die Mütter machen einen guten Eindruck. So wie es aussieht sind diese über den Winter gut versorgt worden.

 

 

 

 

Die Herrenweide ist ebenfalls bevölkert worden.

 

Hier tummeln sich 4 weiße Böcke.

 

 

 

 

 

 

 

Welche Rasse die Schafe sind , weiß ich noch nicht zu sagen. Es sind welche dabei, die sehr kleine Ohren haben, was angeblich eine besondere englische Rasse sein soll.

Auf jeden Fall sind es keine Schwarzblesse-Schafe und auch nicht die typischen norwegischen Weißen . 

 

Ich muss den Züchter bei der nächsten“Schaflieferung“ mal fragen. Es interessiert mich schon, was da auf meinen Weiden steht. 

 

Welchen Tag haben wir?“ fragte Pooh.

 

Es ist heute,“ quiekte Ferkel.

 

 

Mein Lieblingstag !“ sagte Pooh.

03.05. 2019 Der Frühling ist im Anmarsch

In den letzten Tagen wurde Espetveit von der Sonne verwöhnt. Das Thermometer zeigte noch spät am Abend über 20 Grad. Inzwischen weht zwar ein kalter Nordwind, der jedoch das «Grünen» hier auf Espetveit nicht mehr aufhalten kann.

 

Am letzten Mittwoch, am 1. Mai, ist auch die erste Schwalbe auf Espetveit eingetroffen. Hoch über dem Hof zog sie ihre erste Kreise und zwitscherte lauthals vom Himmel.

Dementsprechend habe ich im Pferdestall den Eingang rückseitig geöffnet so dass die Schwalben eines der vielen Nester, die sich aus den vergangenen Jahren im Pferdestall befinden, begutachten und eventuell für die neue Brut wählen können.

 

Ansonsten ist es sehr ruhig auf dem Hof. Kein Schafgeblöke und kein Wiehern wie all in den zurück liegenden Jahren.

Es ist schon merkwürding den Hof so «leer» zu erleben.

In den letzten 10 Jahren war ich in dieser Jahreszeit mit der Lammzeit gut beschäftigt. Viele Nächte auf den Beinen um den Lammkindern auf ihrem Weg in unsere Welt hilfreich zu sein. Nun sind alle weg !!!

Wenn ich sonst das große Tor zum Pferdestall aufgeschoben habe, wurde ich immer mit einem Wiehern von Szindi begrüßt,… jetzt herrscht Totenstille.


Nur gut, dass meinen drei Hundemädchen Neele, Thyra und Sola die neue Situation so gut annehmen. Für die drei Mädels hat sich nichts geändert. Sie toben und spielen unbedarft als wenn sich alles beim Alten befindet. Sie vermissen nichts und Niemanden.


Mein Holz habe ich inzwischen gespalten und es liegt im Holzlager auf der Sonnenseite neben dem Schafstall . Das Brennholz ist jetzt ausreichend für die kommenden drei Winter.


Der Hof ist damit aufgeräumt und auch die ersten Lammzäune sind gestellt.

Es hat sich nämlich Besuch angesagt. 

Eine Schafherde aus Åseral wird die umliegenden Weiden nutzen. Der dortige Schafzüchter suchte eine Weidefläche für einen Teil seiner Schafherde. So erhielt er von mir das Angebot seine Tiere auf meine Wiesen rund ums Haus zu stellen. Damit kommt wieder Leben auf den Hof. Wie viele Schafmütter mit ihren Lämmern es sein werden, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall werden meine Weiden durch die Wollknäule sauber gehalten und gepflegt. Ich freue mich auf den vierbeinigen Besuch.

 

Neben dem Paddock hatte ich noch vom letzten Herbst einen großen Haufen mit Splitt liegen. Es war der übrig gebliebene Rest von der Hangbefestigung. Einen großen Teil des Splitthaufens habe ich mit dem Traktor auf dem Hof verteilt. Anschließend ging es mit der Egge hinter dem Holder über den Hof um alles gut einzuebnen. Jetzt sieht es wieder chic aus auf meinem Hof.

 

 

Meinen gebrochenen Fingern geht es besser. Allerdings kann ich noch nicht operieren, so dass die Kliniktage mit dem «einarmigen» untersuchen der Patienten und Computerarbeit gefüllt sind.

Gut Ding braucht eben Weil`… oder so ähnlich heißt es doch.


Es gibt Dinge, die ich nicht verstehe.

Momente, in denen mir alles egal ist.

Worte, die mich verletzten.

Lieder, die ich nicht mehr hören möchte.

Menschen , die ich sehr vermisse.

Erinnerungen, die mir das Herz brechen.

Gefühle, die ich nicht steuern kann.

Tränen, die einfach kommen.

 

Es gibt Momente in meinem Leben, wo ich mich selbst nicht verstehe.

Man sagt die Zeit heilt alle Wunden, aber ich sage… man lernt nur damit zu leben.

 

 

Verfasser unbekannt