15.07.2019 Wanderung zum „Himmelsblick“ 

 

 

Heute ist schönes Wetter gemeldet. Beim Blättern durch den Tourist-Guide für das Setesdal fand ich meine nächste Wandertour in nicht so weit weg von Espetveit.

 

 

Es handelt sich hierbei um die Wanderung zum „Himmelsyna“, … Himmelsblick….

 

Die Dauer war mit ca. 4 Stunden bei einer Länge von 11 km angegeben.

 

 

In den Rucksack wanderten 2 Trinkflaschen mit kaltem Wasser, ein Nistepacke für mich und ein Nistepacke für Thyra, Sola und Neele.

 

 

Fast hätte ich mein Portemonnaie mit den Papieren vergessen aber noch gemerkt und eingesteckt.

 

Ich hatte mir kurze Hosen und ein dünnes kurzärmliges T-Shirt angezogen , denn laut Wetterbericht vom Sonnabend sollte es 25 Grad geben. 

 

 

 

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Apropos Wetterbericht… die aktuelle Wettersituation konnte ich nicht abfragen.

 

Am Sonnabend gab es hier bei mir ein starkes Gewitter, was mir sämtliche Technik lahm gelegt hat. Das Modem für das Internet ist „durch geschmort“ aufgrund einer Überspannung im Stromnetz. Mein Haustelefon sagt ebenfalls keinen Piep und mit dem Handy habe ich hier auf Espetveit ohnehin keinen Empfang. Also völlig abgeschnitten von der Welt… zurück zur Natur kann man(n)/Frau nur sagen.

Es dauert sicher eine Weile bis ich alles wieder in „Sack und Tüten“ habe.

 

 

Na, ja das ließ mich aber kein Trübsal blasen.

 

 

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Neele, Thyra und Sola bekamen ihr „Geschirr“ umgeschnallt und ab ging es mit dem Auto.

 

Keine 400 m gefahren, kam mir der Gedanke, dass sich eventuell der Wetterbericht ja geändert haben könnte und ich war ohne Jacke unterwegs.

 

Also das Auto angehalten und Kehrtwende zurück nach Espetveit. Jacke in den Rucksack verstaut, der ohnehin fast leer war und los ging die Fahrt aufs Neue in Richtung Evje.

 

 

 

Hier kommt ihr zum Reisebericht  und zu den Fotos 

 

Mein Espetveit als Aufsicht, das rote Markierungskreuz zeigt  meinen Hof
Mein Espetveit als Aufsicht, das rote Markierungskreuz zeigt meinen Hof

 

 

Zurück von der Wandertour waren wir alle etwas matt vom Tag.

 

Es war 16:00 Uhr und Hunger machte sich breit.

 

Ich hatte noch Herzsalat im Kühlschrank, ein paar Tomaten und Körnerkäse.Dieses bot sich leichtes Kost nach der Wanderung an.  anboten.

 

Zubereitet war der Salat schnell und auf der Terrasse konnten wir genüsslich chillen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Hundemädchen bekamen ebenfalls jeder eine große Portion vom Körnerkäse, den sie über alles lieben und genüsslich weg schlappern.

 

Doch der Tag war ja noch nicht zu Ende mit seinem Programm. Ich hatte eine Verabredung mit einem „Skogsmann“, der beruflich mit dem Abholzen und Verkauf von Bäumen hier aus der Region beschäftigt ist. 

 

 

   

Da ich im Grunde nicht weiß, wo im Wald die Grenze meines 77 ha großen Grundbesitzes liegt, hatte ich gebeten mit Hilfe von GPS-Karten den Wald abzugehen, der "reif" genug ist und für eine Rodung in Frage kommt. 

 

 

Drei Stunden waren wir, „Skogsmann“ Lloyd , meine drei Hundemädchen und ich unterwegs.

 

Ich muss sagen, ich hatte keine Peilung wo wir überall waren. Wenn Lloyd nicht das Tablett dabei gehabt hätte und mir zeigte wo wir uns befinden, hätte ich mich verlaufen, völlig orientierungslos wie ich nun mal bislang war.

 

Jedenfalls fanden wir reichlich Areal, was gut genug ist, um gefällt zu werden. 

 

 

Die 3 roten Punkte und das rote Viereck zeigen die Hütten in diesem Waldgebiet.
Die 3 roten Punkte und das rote Viereck zeigen die Hütten in diesem Waldgebiet.

Bislang habe ich mich entschieden das Areal zu Beginn von Espetveit- Kattåsen auf dem 4 Hütten stehen, wo Pål die jährliche Pacht erhält, roden zu lassen.

 

Es ist nicht leicht zu verstehen, dass die Pacht der 4 Hütten, die auf meinem Waldgebiet steht an Pål gezahlt wird.

 

Aber das ist eine alte Angelegenheit, die beim Kauf von Espetveit von uns mißverstanden wurde.

 

Na ja, es ist so und nicht zu ändern.

 

 

 

 

 

Da die Hütten in diesem zu rodenden Gebiet zu finden sind, will ich keine großen Maschinen einsetzten lassen. Es gibt noch wenige Waldeigner, die selbst per Hand und mit Hilfe von kleinen Hilfsgeräten roden um in der Natur keine Schäden zu hinterlassen.

 

Die riesigen Walderntemaschinen zerstören durch ihr Gewicht sehr viel niedrigwüchsige Pflanzen und hinterlassen tiefe Spuren im Waldboden.

 

 

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Jetzt will ich sehen, wie viel Kubikmeter Holz diese Rodung erwirtschaftet und wie das mit den Kosten ist.

 

Wenigstens die Hälfte des Erlöses, was aus dem Verkauf des Holzes resultiert , geht an den, der den Wald rodet als Arbeitsleistung. 4% von den Einnahmen kommen auf das sogenannte „Skogskonto“ und dient der Wiederaufforstung, z.b. Kauf der Setzlinge, Bezahlung der Arbeitsleistung Desjenigen/Derjenigen... und das werde wohl ich sein.

 

Mit der Bewirtschaftung des Waldes habe ich mich sonst nicht beschäftigt.

 

Jetzt weiß ich z.B. dass die Rodung PEFC-zertfifiziert durchgeführt werden sollte um den Wald in seiner Einheit als Biotop mit seinen Pflanzen und Tieren zu bewahren.

 

Es darf nicht in den Monaten Juni, Juli und August gerodet werden.

 

Alte, als abgestorben geltende Bäume, müssen stehen bleiben, da selbst in ihnen noch reichlich Leben ist.

 

Außerdem ist für ausreichende „Saatbäume“ zu sorgen, damit der Wald selbst seinen Beitrag für neue junge Pflanzen leisten kann.

 

Aber das sind nur einige wenigen Kriterien, die einzuhalten sind. Man appelliert an den bewussten Umgang mit der Natur

Holz, was nach PEFC -Kriterien behandelt wird, findet besseren Umsatz und ist bei bewusst arbeitenden Gewerbetreibenden und Privatpersonen hoch angesehen. 

 

Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher,

dass ich es schaffe“ 

(aus „Pippi Langstrumpf“)

08.07.2018 Bispestolane

 

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Die letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen.

 

Zu viel Vergangenheit lief durch meinen Kopf und ließ mich nicht zur Ruhe kommen.

 

Egal, der Schlaf wird nachgeholt, wenn das Hirn wieder klarer denken kann und Unnötigem weniger Bedeutung zukommen lässt.

 

 

...,  und heute lachte wieder die Sonne ... da hat Griesgrämigkeit keinen Platz.

 

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Bei meinem letzten Einkauf in Evje, hatte ich mir an der Evje-Information ein kleines Heftchen mit Wandertipps für das Setesdal mitgenommen.

 

Bereits die Wanderung zum Abusdalsknuten mit Kirsten und Steffen war ein Vorschlag aus diesem Informationsheftchen und so wollte ich heute die nächste Tour starten.

 

Lust zum Autofahren hatte ich nicht. Deshalb hatte ich mir vorgenommen mit meinen Hundemädchen zu den „Bischofsstühlen“ /bispestolane (norweg.) zu wandern.

 

Die „Bischofsstühle sollen nur wenige Kilometer von meinem Hof im Hüttengebiet von Espetveit liegen. Die Wanderroute beginnt auf dem Abusdalsveien und soll mit einer blauen Markierung gekennzeichnet sein.

 

Vom Abusdalveien in Höhe Vingmyrane sind es angeblich nur etwas mehr als 1 km , die durch das Hüttengebiet führen zu den Stühlen. 

 

 

Man(n)/Frau  könnte den Abusdalsvegen mit dem Auto fahren und dann in Höhe Vingmyrane-Gebiet das Auto abstellen.

 

Aber wie bereits erwähnt , mochte ich heute kein Auto fahren.

 

 

Außerdem sollte es für uns Vier eine richtige Wanderung werden.

 

 

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Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast.

Marc Aurel

04.07. 2019 Anbaden

 

Es ist bereits Anfang Juli und ich hatte bisher nur die Fußspitzen in das Wasser meines Badesees gesteckt. Bis Mitte Mai war der Laugtsjøn teilweise noch mit Eis bedeckt und in Waldnischen, wo die Sonne nicht hin kam, lag bis Mitte Mai noch Schnee.

 

Der Juni zeigte an einzelnen Tagen zwar mit deutlich sommerlichen Temperaturen doch die Nächte waren meist kühl unter 10 Grad. Der Wind war immer kalt und kräftig.

 

Die Weiden sind saftig grün und meine „ausgeliehene“ Schafherde findet reichlich zu fressen. Es steht sogar so viel Grün auf den Weideflächen, dass die Schafe und Lämmer wählerisch sein können mit dem, was da zwischen die Zähne kommen soll. 

 

In diesem Jahr sehe ich auch erstmals, was sonst immer unsere Pferde von den Weiden geholt haben. Die Nutzung der Flächen von Schafen und Pferden ist eine gute Kombination um die Grünflächen zu pflegen und sauber zu halten.

 

Gestern bin ich früher aus dem Krankenhaus weg und nutzte den Sommertag für eine Nachmittagstour hoch zum Laugtsjøn.

Meine Hundemädels konnten frei laufen und so kamen wir Vier gut gelaunt oben am See an.

Es wehte ein schwacher Wind und die Sonne stand über dem Badeplatz.

 

Jetzt oder nie , dachte ich, die Klamotten aus und ab ging`s ins Wasser.

 

Ooooh, war das kalt … zehn Schwimmzüge raus auf den See und ganz schnell wieder zurück ans Ufer, … eiskalt und das Anfang Juli.

 

Diese klitzekleine Schwimmtour war jedenfalls genug um meine innere Unruhe bezüglich des Anbadens in dieser Saison, zu dämpfen. 

Wenn ich daran denke, dass in 2018 ich bereits Mitte Mai im Wasser war , hätte ich in diesem Jahr fast noch Schlittschuhe auf dem See laufen können.

 

Nun gut, angebadet ist und nun werde ich sehen, was der Sommer diesbezüglich weiter bereit hält.

 

Heute habe ich 10 Grad, Regen und mein Ofen in der Stube spendet mollige Wärme. 

 

 

Den wahren Charakter eines Menschen, erkennst du daran,

wie er mit dir umgeht, wenn er dich nicht mehr braucht.