12.10. 2018

 

Das Hang-Projekt startet

 

Heute nun begannen die ersten Arbeiten für die Befestigung des Hanges zum kleinen Tal.

 

 

Am letzten Wochenende wurde der Zaun zurück gebaut . Das Stromkabel war nicht zu retten und dementsprechend wurde es vom Strom genommen.

 

Es hat einige Tage und Abende in Anspruch genommen um einen Plan für die Befestigung zu erstellen, der für alle Seiten akzeptabel ist.

 

 

Die Baufirma und ich wurden uns einig, eine mittelfristige Lösung anzustreben. Mittelfristig heißt für die kommenden 20 Jahre garantiert, wobei Extremwetter ausgeschlossen wurde. 

 

 

 

 

 

Die Hang-Befestigung soll ca. 100.000 NOK kosten.

 

Das ist eine Menge Geld.

 

 

 

 

Jedoch eine Investition,die notwendig ist um die Sicherheit für Mensch und Tier auf dem Hof und für die nahe stehenden Gebäude zu gewährleisten.

 

Außerdem steht ja der Verkauf des Hofes an auch wenn erst in 2-3 Jahren angestrebt.

 

Heute nun kamen die großen Maschinen und die ersten Grabearbeiten konnten durchgeführt werden.

 

 

Die abgegrabene Masse dient nun als zusätzliche Füllmasse am Hang hinter dem Schafstall und Paddock .

 

Hier ist genügend Platz und dieser Hang geht seicht in die Weidefläche über, so dass da keine Rutschgefahr besteht.

 

Mit den Jahren verfestigt sich die Masse und hält allemal den Fußtritten von Schafen stand. Damit sind unnötiges Wegfahren auf eine Deponie entfallen, was eventuell die Kosten drückt,… wenn nicht durch andere nicht vorausgehende Arbeiten das Eingesparte wieder aufgebraucht wird. Am Ende wird es sich zeigen. 

 

 

 

Allerdings wird es schleppend voran gehen.

 

Am Wochenende und an den ersten zwei Tagen der neuen Woche kommt die Baufirma nicht.

 

 

 

Es ist Elchjagt-Zeit und da wird eben alles dem Elch untergeordnet.

 

Nun gut, Spaß muss eben auch sein.

 

 

Man(n) kann mich fallen lassen, ich steh wieder auf.

 

Ich kann ganz unten sein, ich komme wieder rauf.

 

Man(n) kann mein Herz zerbrechen, wie ein Stück Holz,

aber eines zerbricht niemals - mein Wille und mein Stolz !

 

 

unbekannt 

01.10.2018 Viel Arbeit

 

Gestern nun konnte endlich das Sammelsurium, was seit Mai in alten Futtersäcken gefüllt war, verbrannt werden.

 

Die 4 Wochen mit Regen haben die Waldbrandgefahr deutlich reduziert, so dass wir auf unserem Brennplatz ein Feuer zünden konnten. Neben den 8 Säcken mit altem Papier fanden altes Bauholz, Geäst , welchem durch die Sturme der letzten Wochen reichlich am Boden zu finden war, ihren Platz im Feuer.

 

 

Ebenso wurden die aus Baumstämmen gefertigten groben Sitzmöbel und Tisch verbrannt. Wir hatten diese nicht genutzt und Ralf war diesbezüglich nicht wirklich talentiert, so dass es absolut keinen Verlust darstellte diese dem Feuer zu opfern. 

 

 

Pal hatte sich bereit erklärt, den durch den Sturm umgefallenen Baum , eine riesige Pappel, zu zersägen um damit Brennholz für den Winter in drei Jahren zu haben.

 

Man hatte der Baum viel Geäst. Alles wurde den Berg hoch zum Brennplatz geschafft und teilweise bereits verbrannt. Der größte Anteil jedoch liegt für das kommenden Wochenenden bereit. Da wird das Feuer neu entfacht und Ordnung geschaffen.

 

 

Die von Pal gesägten Stücke kamen in die Schaufel vom Traktor und liegen nun im Schafstall trocken um an den folgenden Abenden gespalten zu werden. Es ist keine schwere Arbeit, eigentlich wie für Frauenhände gemacht. 

 

 

 

 

 

Auch der im Abrutschen befindliche Hang wurde heute inspiziert.

 

 

 

 

 

 

Durch die Regenmassen der letzten Wochen, hatte sich ein riesiger Stein gelöst und einen Erdrutsch hervorgerufen.

 

Der Hang zwischen unserem Hof und dem kleinen Tal marschiert abwärts und wenn da nichts stabilisierendes gemacht wird, marschiert auch die Traktorgarage mit. 

 

 

 

 

 

Die erste Inspektion durch einen Fachmann war ernüchternd.

 

 

 

 

 

 

 

Wenn es wirklich effektiv sein soll, muss der Hang mit einem Grundfundament aufgebaut werden.

 

Das bedeutet der Lauf des kleinen Baches, welcher sich unterhalb des „marschierenden“ Hangs befindet, muss soweit ausgegraben werden bis man auf gewachsenen Felsen trifft. Das heißt einen riesigen Bagger zu ordern, dessen Arm lang genug ist um aus der Höhe von der Gegenseite vom abrutschenden Hang bis auf den Grund graben kann. 

 

 

 

 

 

Der Bagger kommt allerdings nur über die Seite von unserer Torauffahrt auf das Gebiet.

 

 

 

 

 

Damit muss nicht nur unser Rancher-Zaun am Hang selbst, sondern auch in seinem Verlauf bis zum Tor abgebaut werden. Das ist eine Wahnsinnsarbeit.

 

Dann brauchen wir neben riesigen Quadersteinen eine Maschine, die die riesigen Steine auf dem vorab gegossenen Fundament gezielt platzieren kann. Dann wird mit den großen Quadersteinen eine stufig ansteigende Mauer ähnlich wie bei einem Staudamm errichtet.

 

Natürlich müssen da auch Ablaufrohre platziert werden, die das vom Hof und dem gegenüberliegenden ansteigenden Hang auf unserer Weiden abführen. Das Selbige gilt für den Bachlauf.

 

 

Es würde also ein "Jahrhundertbau" werden mit wahrscheinlich immensen Kosten.

 

Tja, damit geht "die Staumauer" ebenfalls den Hang runter. Nicht machbar mit diesem Arbeitsaufwand und den anfallenden Kosten. 

 

 

 

Eine gedachte Alternative von uns wäre, riesige Steine im Bachlauf vor und am Hang aufzuschütten und diese mit mittelgroßen und kleineren Steinen in den Zwischenräumen zu füllen.

 

 

Anschließend großer Schotter und fertig.

 

Der Hang wäre zumindest im Groben gestützt, das Wasser kann aus allen Richtungen frei abfließen und die Kosten wären längst nicht so hoch.

 

Ob der gesamte Zaun, der das Gelände umfasst trotzdem in seiner ganzen Länge rückgebaut werden müsste, zeigt sich, wenn diese Alternative zur einzigen Möglichkeit wächst.

 

Morgen will der Fachmann mit einem Vorschlag und den voraussichtlichen Kosten erneut vorbei schauen.

 

 

Dann wird Frau sich entscheiden müssen. 

  

 

Zeig denen , die dich fallen sehen wollen, dass du fliegen kannst.