29.10.2018

 

Neele hat Geburtstag

 

 

Heute wird unsere Neele sieben Jahre.

 

 

 

 

Nach Hundejahren ist sie jetzt gerade ins vorzeitige Rentenalter gerutscht. Allerdings merkt man ihr das  gesetztere Alter nicht an.

 

Sie ist nach wie vor ein Wirbelwind, will das Sagen haben und wickelt uns mit ihrem Charme und ihrer Penetranz immer wieder um den Finger.

 

Neele ist eben Neele, ... eine von Grund auf ehrliche Seele.

 

 

Alles Gute zum Geburtstag!

... und noch viele aufregende Hundejahre Dir.

 

 

Der einzig absolute Freund,

den ein Mensch in dieser selbstsüchtigen Welt haben kann,

der ihn nie verlässt,

der sich nie undankbar oder betrügerisch verhält,

ist sein Hund.

  

W. Allen 

 

28.10. 2018

 

Der Winter streckt seine Fühler aus.

 

 

Espetveit ist seit heute mit einem hauchdünnen weißen Tuch abgedeckt.

 

 

In den letzten 3 Tagen hat es immer mal wieder geschneit und die Temperaturen liegen unter dem Gefrierpunkt.

Die neue Wintersaison kündigt sich an.

 

Der Hang ist befestigt, der Schotter bei gefahren und auch der Zaun, welcher das kleine Tal begrenzt , steht wieder an seinem Platz.

 

Der Winter kann also kommen.

 

 

Der Wald ist das Krankenhaus unserer Seele.

  

Hubert Maria Dietrich

 

 

 

 

 

18.10. 2018

 

Endlich, ...

es geht weiter

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem die Bauarbeiter gestern entgegen der Absprache nicht erschienen sind, hatte ich ein Telefongespräch mit dem Bauleiter noch am gestrigen Abend.

 

Über den Inhalt unseres Gespräches will ich kein Wort verlieren.

 

Jedenfalls war das Gespräch erfolgreich und die Arbeiten zur Hangbefestigung verliefen heute zur Zufriedenheit aller. 

 

 

 

Die groben Arbeiten sind fertig.

 

Die Stützmauer aus großen Quadersteinen ist mit einer Höhe von 3 m und einem Neigungswinkel von 45 Grad gesetzt.

 

 

 

Der Hang wurde vorher begradigt und das Becken von unserem kleinen Bach unterhalb des Hangs bis zum Felsenfundament frei gebaggert. 

 

 

Da kam allerlei Unrat zum Vorschein.

 

 

Die früheren Bewohner von Espetveit hatten all ihren Abfall von alten Kochtöpfen über Keramik und Glas, zu alten landwirtschaftlichen Geräten wie Egge, Krupper, Flug , Draht und Eisenrohre einfach in die Natur entsorgt.

 

Die Bauarbeiter wollten es neben dem Bach einfach liegen lassen. Also hat Frau alles frei geschaufelt, hervor gezogen und anschließend mit „Bärenkräften“ am Ausgang neben dem Eingangstor aufgetürmt. Es waren gut 50 m Strecke hangaufwärts zu überwinden.

 

 

Der Unrat kommt hier nach Evje auf den Müllsammelplatz und wird da entsprechend seiner Materialien entsorgt. 

 

 

Der Hang selbst bekam eine wasserdurchlässige Matte aufgelegt bevor zwischen Hang und der Stützmauer eine grobe Masse von Steinen unterschiedlicher Größe und Form sogenannter „kult“ aufgefüllt wurde.

 

 

 

Der Bachlauf hat jetzt ein „Bett“ aus feinem und groben Bruchsteinen, so dass man dem Wasser im Bachverlauf folgen kann.   

 

 

 

 

Jetzt fehlt noch eine „Abdeckung“ aus groben und feinem Schotter, der an der oben Grenze von der Hangbefestigung zum Hof hin ausläuft.

 

 

 

 

 

Auch der Hof selbst braucht eine Runderneuerung.

 

 

Durch die schweren Maschinen sind deutliche Fahrrinnen auf dem Splitt und dieser mischt sich zusätzlich mit großen Erdflatschen, die die Maschinen in ihrem Reifenprofilen mit sich nahmen. Es sieht nun nicht gerade schön aus auf den Flächen zwischen den Gebäuden. Aber gut, das kann man/(Frau) alles wieder in Ordnung bringen.

 

Ein „Apfelkuchen-Bestechungsversuch“ gab es letzten Freitag Nachmittag. Die Hilfe für die „Sanierung“ des Hofes ist bereits gesichert.

 

Der Zaun wird ganz zum Schluss gesetzt. Das Stromkabel von der Traktorgarage zum Eingangstor muss auch neu verlegt werden. Da werde ich eine Elektrofirma aus Evje kontaktieren, die hoffentlich Zeit hat und am kommenden Montag kommt.

 

Im Winter ist es schon wichtig Licht an der Einfahrt zum Gehöft haben.

Auch für Neele, Thyra und Sola ist das gleichmäßige „Ticken“ des Stroms am Tor eine eindeutige Aufforderung doch lieber nicht unter dem Tor hindurch zu krabbeln um vorbeifahrende Autos zu begrüßen.

 

Neben dem Bachlauf liegen auch noch reichlich ausgegrabenes Gehölz und kleine Bäume. Das muss auch noch weg und zum Brennplatz geschafft werden.

 

Hier habe ich bereits Pal um Hilfe gebeten. Er wird mit der Motorsäge die Äste und Stämme so zersägen, dass ich sie auch vom Gewicht her, transportieren kann. Mit der elektrische Kettensäge kann ich arbeiten, aber die Motorsäge bekomme ich nicht in gang. 

 

Also die Arbeit für das anstehende Wochenwende ist gesichert. Langeweile kommt ganz sicherlich nicht auf.

 

 

Am Ende wird alles gut.

Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.

  

Oskar Wilde 

 

 

 

12.10. 2018

 

Das Hang-Projekt startet

 

Heute nun begannen die ersten Arbeiten für die Befestigung des Hanges zum kleinen Tal.

 

 

 

Am letzten Wochenende wurde der Zaun zurück gebaut . Das Stromkabel war nicht zu retten und dementsprechend wurde es vom Strom genommen.

 

Es hat einige Tage und Abende in Anspruch genommen um einen Plan für die Befestigung zu erstellen, der für alle Seiten akzeptabel ist.

 

 

Die Baufirma und ich wurden uns einig, eine mittelfristige Lösung anzustreben. Mittelfristig heißt für die kommenden 20 Jahre garantiert, wobei Extremwetter ausgeschlossen wurde. 

 

 

 

 

 

Die Hang-Befestigung soll ca. 100.000 NOK kosten.

 

Das ist eine Menge Geld.

 

 

 

 

Jedoch eine Investition,die notwendig ist um die Sicherheit für Mensch und Tier auf dem Hof und für die nahe stehenden Gebäude zu gewährleisten.

 

Außerdem steht ja der Verkauf des Hofes an auch wenn erst in 2-3 Jahren angestrebt.

 

Heute nun kamen die großen Maschinen und die ersten Grabearbeiten konnten durchgeführt werden.

 

 

Die abgegrabene Masse dient nun als zusätzliche Füllmasse am Hang hinter dem Schafstall und Paddock .

 

Hier ist genügend Platz und dieser Hang geht seicht in die Weidefläche über, so dass da keine Rutschgefahr besteht.

 

Mit den Jahren verfestigt sich die Masse und hält allemal den Fußtritten von Schafen stand. Damit sind unnötiges Wegfahren auf eine Deponie entfallen, was eventuell die Kosten drückt,… wenn nicht durch andere nicht vorausgehende Arbeiten das Eingesparte wieder aufgebraucht wird. Am Ende wird es sich zeigen. 

 

 

 

Allerdings wird es schleppend voran gehen.

 

Am Wochenende und an den ersten zwei Tagen der neuen Woche kommt die Baufirma nicht.

 

 

 

Es ist Elchjagt-Saison und da wird alles dem Elch untergeordnet.

 

Nun gut, Spaß muss eben auch sein.

 

 

Man(n) kann mich fallen lassen, ich steh wieder auf.

 

Ich kann ganz unten sein, ich komme wieder rauf.

 

Man(n) kann mein Herz zerbrechen, wie ein Stück Holz,

aber eines zerbricht niemals - mein Wille und mein Stolz !

  

Verfasser unbekannt 

01.10.2018 Viel Arbeit

 

Gestern nun konnte endlich das Sammelsurium, was seit Mai in alten Futtersäcken gefüllt war, verbrannt werden.

 

Die 4 Wochen mit Regen haben die Waldbrandgefahr deutlich reduziert, so dass wir auf unserem Brennplatz ein Feuer zünden konnten. Neben den 8 Säcken mit altem Papier fanden altes Bauholz, Geäst , welchem durch die Sturme der letzten Wochen reichlich am Boden zu finden war, ihren Platz im Feuer.

 

 

Ebenso wurden die aus Baumstämmen gefertigten groben Sitzmöbel und Tisch verbrannt. Wir hatten diese nicht genutzt und Ralf war diesbezüglich nicht wirklich talentiert, so dass es absolut keinen Verlust darstellte diese dem Feuer zu opfern. 

 

 

Pal hatte sich bereit erklärt, den durch den Sturm umgefallenen Baum , eine riesige Pappel, zu zersägen um damit Brennholz für den Winter in drei Jahren zu haben.

 

Man hatte der Baum viel Geäst. Alles wurde den Berg hoch zum Brennplatz geschafft und teilweise bereits verbrannt. Der größte Anteil jedoch liegt für das kommenden Wochenenden bereit. Da wird das Feuer neu entfacht und Ordnung geschaffen.

 

 

Die von Pal gesägten Stücke kamen in die Schaufel vom Traktor und liegen nun im Schafstall trocken um an den folgenden Abenden gespalten zu werden. Es ist keine schwere Arbeit, eigentlich wie für Frauenhände gemacht. 

 

 

 

 

 

Auch der im Abrutschen befindliche Hang wurde heute inspiziert.

 

 

 

 

 

 

Durch die Regenmassen der letzten Wochen, hatte sich ein riesiger Stein gelöst und einen Erdrutsch hervorgerufen.

 

Der Hang zwischen unserem Hof und dem kleinen Tal marschiert abwärts und wenn da nichts stabilisierendes gemacht wird, marschiert auch die Traktorgarage mit. 

 

 

 

 

 

Die erste Inspektion durch einen Fachmann war ernüchternd.

 

 

 

 

 

 

 

Wenn es wirklich effektiv sein soll, muss der Hang mit einem Grundfundament aufgebaut werden.

 

Das bedeutet der Lauf des kleinen Baches, welcher sich unterhalb des „marschierenden“ Hangs befindet, muss soweit ausgegraben werden bis man auf gewachsenen Felsen trifft. Das heißt einen riesigen Bagger zu ordern, dessen Arm lang genug ist um aus der Höhe von der Gegenseite vom abrutschenden Hang bis auf den Grund graben kann. 

 

 

 

 

 

Der Bagger kommt allerdings nur über die Seite von unserer Torauffahrt auf das Gebiet.

 

 

 

 

 

Damit muss nicht nur unser Rancher-Zaun am Hang selbst, sondern auch in seinem Verlauf bis zum Tor abgebaut werden. Das ist eine Wahnsinnsarbeit.

 

Dann brauchen wir neben riesigen Quadersteinen eine Maschine, die die riesigen Steine auf dem vorab gegossenen Fundament gezielt platzieren kann. Dann wird mit den großen Quadersteinen eine stufig ansteigende Mauer ähnlich wie bei einem Staudamm errichtet.

 

Natürlich müssen da auch Ablaufrohre platziert werden, die das vom Hof und dem gegenüberliegenden ansteigenden Hang auf unserer Weiden abführen. Das Selbige gilt für den Bachlauf.

 

 

Es würde also ein "Jahrhundertbau" werden mit wahrscheinlich immensen Kosten.

 

Tja, damit geht "die Staumauer" ebenfalls den Hang runter. Nicht machbar mit diesem Arbeitsaufwand und den anfallenden Kosten. 

 

 

 

Eine gedachte Alternative von uns wäre, riesige Steine im Bachlauf vor und am Hang aufzuschütten und diese mit mittelgroßen und kleineren Steinen in den Zwischenräumen zu füllen.

 

 

Anschließend großer Schotter und fertig.

 

Der Hang wäre zumindest im Groben gestützt, das Wasser kann aus allen Richtungen frei abfließen und die Kosten wären längst nicht so hoch.

 

Ob der gesamte Zaun, der das Gelände umfasst trotzdem in seiner ganzen Länge rückgebaut werden müsste, zeigt sich, wenn diese Alternative zur einzigen Möglichkeit wächst.

 

Morgen will der Fachmann mit einem Vorschlag und den voraussichtlichen Kosten erneut vorbei schauen.

 

 

Dann wird Frau sich entscheiden müssen. 

  

 

Zeig denen , die dich fallen sehen wollen, dass du fliegen kannst.