29.03. 2018 Gründonnerstag

 

Hier in Norwegen endet die Arbeitswoche vor Ostern bereits am Mittwoch -Mittag. Dann fahren alle Norweger auf ihre Hütten oder machen Ferien im Ausland. Es gibt für die Schulkinder und Studenten die Woche vor und nach Ostern frei, so dass es sich für eine Familie schon lohnt auch weiter weg zu reisen.

 

Ralf ist auch für ein paar Tage nach Deutschland geflogen.

Er will dort eine ehemalige Kollegin aus den 80-ziger Jahren und gleichzeitig enge Freundin besuchen. Im letzten Sommer ist plötzlich ihr Mann verstorben und so steht Ralf ihr als  " Seelentröster" zur Seite. 

Am Ostermontag ist er dann wieder zurück auf Espetveit.

 

Bei uns bringt das Wetter zu Ostern keine Frühlingsgefühle mit sich. Es ist nach wie vor alles mit einer dicken Schneeschicht bedeckt und bei Minusgraden weht zusätzlich ein eiskalter Wind. Die Sonne lächelt ab und zu mal durch die mehr oder weniger dicke Wolkendecke aber wärmende Kraft hat sie noch nicht.

 

Die  Rotlichtlampen für die Lammzeit hängen seit heute über dem Areal, wo die Lammboxen im Schafstall gestellt werden.

Morgen wird noch das Fliegenmittel auf den Dung unter dem Streckmetall gegossen. Es soll wie in jedem Jahr verhindern, dass die Fliegen im Schafstall zur Lammzeit Oberhand gewinnen. Die Pozedur wird alle 14 Tage wiederholt bis zu dem Zeitpunkt, wo die Herde auf die Weide kommt.

 

Ja, es ist eben immer etwas zu tun auf Espetveit. Auch wenn es manchmal nur Kleinigkeiten sind, kosten sie Zeit und Kraft.

 

Tiere haben etwas, das vielen Menschen fehlt:

Treue, Dankbarkeit und Charakter. 

 

Verfasser unbekannt

 

 

25.03. 2021 Winterputz

 

Vor 2 Tagen hatten wir erneut Schneefall. Da die Temperaturen um den Gefrierpunkt schleichen, verschwandt der Neuschnee genau wie er gekommen war... still und leise.

 

Allerdings haben die Dächer vom Schaf- und Pferdestall sich ihrer Schneelast entledigt.

So ging der gesamte Sonnabend für Schneeräumaktionen drauf. Die Wege zwischen den Gebäuden und der Paddock für die Schafe sind weitgehens geräumt. Natürlich liegt immer noch reichlich Schnee hinten bei den Pferden , zwischen den Gebäuden und ebenfalls auf den Weiden und im Wald.

Das überlassen wir nun der Sonne und dem nahenden Frühjahr, wenn es dann doch endlich kommt.

 

Wir stehen vor dem Osterwochenende und bei uns sieht es aus wie tiefster Winter. Es war wohl in diesem Jahr wirklich ein Jahrhundert- Winter.

 

Gestern gab es die ersten warmen Sonnenstrahlen und wir hatten ein paar Minuten um auf unserer Terrasse auszuruhen. Ralf hatte sich den Liegestuhl aus der Sauna geholt und frohnte so der wärmenden Sonne.

 

Es gibt Zeiten, in denen man die Stille der Tiere braucht,

um sich von den Menschen zu erholen.

 

 

Verfasser unbekannt