25.04. 2018 Winterschäden

 

Wir hatten zwar keinen langen, aber einen sehr intensiven Winter mit mit Massen von Schnee. Dem entsprechend haben wir Schäden an Haus und Hof zu verzeichnen. 

 

 

Unser Eingangstor hatte mindestens 2 Meter Schnee auf dem Dach zu tragen. Die der Sonne zugewandte Seite verlor relativ schnell ihre Last.

 

Doch die Dachgegenseite musste viel länger die Schneelast tragen. Da keine Extrastützen seitlich das Dach abstützen und die Last auffangen, kam es entsprechen des Ungleichgewichts dazu , dass sich die eine Dachseite um mindestens 20 Grad , gegenüber der Gegenseite, wo der Schnee bereits geschmolzen war, neigte.

 

So hatte Ralf sich entschlossen die entsprechenden Stützen anzubringen. Welch` eine Arbeit. 

 

 

Auf der Leiter stehend in luftiger Höhe stabilisierte er das Dach mit entsprechenden Zusatzstützen. Falls und nochmals so ein Winter ereilt, steht jedenfalls das „Portal“ sicher und fest.  

 

 

 

 

An unserem Wohnhaus die Dachziegel auszubessern ereilt uns jedes Jahr. Schnee und Eis arbeiten entsprechend mit den Dachziegeln, so dass wir jährlich im Frühjahr diese Arbeit vornehmen müssen.

 

 

 In diesem Jahr sind es einige Dachziegeln, die geschnitten und eingefügt wurden.

Eine zeitaufwendige Arbeit.

 

Nur gut , dass wir das alles allein machen können. Die Handwerker hier in Norwegen sind sehr teuer. Und zum Anderen ist kein Verlass auf sie. Terminabsprachen gelten nicht unbedingt.

Und, wenn man handwerklich etwas geschickt ist, macht man diese Dinge selbst. 

 

Wenn man ein Ehepaar fragt, wie sie es geschafft haben über 50 Jahre verheiratet zu sein, dann antworten sie:

Wir sind in einer Zeit groß geworden, wo man Dinge,

wenn sie kaputt gehen, nicht wegwirft, sondern repariert. 

 

unbekannt

 

15.04. 2018 Die ersten Frühlingsboten sind da

Wir haben nach wie vor Unmengen von Schnee. Die Wiesen liegen unter einer ein Meter dichten Schneedecke versteckt und die Temperaturen zeigen nur wenige Grade über Null. 

 

Dennoch haben sich in einer windgeschützten den Sonnenstrahlen ausgesetzten Ecke die ersten Kokusse gezeigt.

 

Unter dem Vogelhäuschen umgeben von Sonnenblumenkernhülsen stecken die ersten Frühlingsboten ihre Köpfchen der Sonne entgegen. 

Zwischen, über und neben den Blumen tummelten sich gefühlt hunderte von Vögeln, die hier bei uns auf Espetveit ihr endziel erreicht haben oder Zwischenstation machen um in ein paar Tagen weiter in den Norden zu ziehen. Bachstelzen, Dompfaff, Meisen, Amsel, Drossel, Buntspecht und Buchfinken stopften sich die Bäuche voll.

 

Auf den Wegen ist der Schnee verschwunden. Es ziehen sich kleine und große Rinnsaale durch den Schotter zwischen den Gebäuden.

 

Um ein Versickern des Wassers zu ermöglichen, muss die Schotteroberfläche aufgeraut werden. Ralf hat deshalb den Holder heute das erste Mal für dieses Jahr aus der Garage geholt. 

 

 

Wir haben eigens dafür eine Egge, an der Ralf auf der den Zähnen abgewandten Seite, Kufen aufgeschweißt hat.

 

Diese Egge wird an den Holder gehängt und dann zieht Ralf mit dem Gespann mehrmals seine Runden auf dem Schotterareal zwischen den Gebäuden.

 

Auch der Paddock der Pferde wird so „aufbereitet“.

 

 

 

 

Da heute ein Sonnentag war schlossen wir den „Schotteraufbereitungstag“ mit einer gemütlichen „Kaffeekränzchenrunde“ auf unserer Terrasse.

 

Es war das erste Mal in diesem Jahr, dass wir die Sonne nach der Hofarbeit genießen konnten. 

 

Ehrlichkeit ist was für starke Menschen,

die schwachen wählen die Lügen. 

 

Verfasser unbekannt

01.04. 2018 Ostersonntag

 

Seit Beginn des „Osterfrei`s“ haben wir herrliches Winterwetter. 

Sicher, zu Ostern wünscht man sich eher Frühlingserwachen aber davon sind wir hier auf Espetveit weit entfernt.

 

Der Schnee hält sich tapfer bei Minusgraden bis zu 12 Grad unter Null in der Nacht. Und trotz heiterem Sonnenscheins kommen die Temperaturen am Tage nur knapp über den Gefrierpunkt.

 

Riesige Schneehaufen zieren weiterhin unseren Hof und an grüne Weiden ist noch lange nicht zu denken. 

 

Also machen wir zwei- und vierbeinigen Mädels von Espteveit das Beste daraus und verhalten uns mit unseren Aktivitäten entsprechend.

 

Seit Gründonnerstag waren wir jeden Tag draußen im Schnee. Anfänglich ging es mit Ski in die Langlaufloipe. Da die Spur allerdings vereist ist und es inzwischen gefährliche Abfahrten gibt, haben wir Mädels uns entschlossen, die vorgegebene Loipe als Schneespaziergang zu absolvieren.

 

Der Loipeschlitten hat neben dem gespurten Anteil auch über eine Breite von 60 cm den Schnee komprimiert und so stabil gemacht, dass man bequem „wie Jesus übers Wasser“ darauf laufen kann.

 

 

 

Heute gingen wir den Rundweg sogar zwei Mal, also gut 12 km.

 

 

Wir starteten von zu Hause gegen 11:30 Uhr und waren gegen 14:30 Uhr wieder daheim auf Espetveit.

Für Neele, Thyra und Sola ist das natürlich ein Gaudi. Über die weiten Schneeflächen laufen und ausgelassen toben macht den Mittagspaziergang zum Highlight für die drei Mini Aussie Mädels. 

 

Thyra (hi. li.) , Neele (hi. re.) , Sola (vorn)
Thyra (hi. li.) , Neele (hi. re.) , Sola (vorn)

 

Man trifft kaum andere Leute und wenn dennoch ein Skilangläufer oder Wanderer uns passiert, kommen die drei Hundemädels bei Fuß, setzen sich ab und warten bis die Anderen vorbei sind. Das klappt prima. 

 

Nach unserem Ausflug gibt es immer ein paar Minuten auf unserer Sonnenterrasse. Die Gartenstühle haben wir inzwischen vom Boden geholt und mit einem Lammfell im Rücken kann man wundervoll die Sonne in der windgeschützten Ecke genießen.  

 

Lerne, Dinge nicht persönlich zu nehmen.

Nichts was andere Menschen tun, ist wegen Dir.

Es ist wegen ihnen selbst. 

 

Miguel Ruiz