25.08. 2017  

 

 Molly ist heute verstorben.  

 

Wir hatten ja bereits zurück liegend berichtet, dass Molly sehr abgemagert war. Sie fraß nur mäßig und wirkte einfach träge und sehr traurig.

 

Wir konnten bis auf diese Symptome keine anderen Zeichen einer Erkrankung finden.

 

 In den letzten Tagen versuchten wir ihr Kraftfutter anzubieten, was sie allerdings nur zögernd nahm.  Wir gaben ihr Selen an zwei aufeinander folgenden Tagen und als Kalorienzufuhr täglich 60 ml Sojaöl. Ihr Zustand verbesserte sich allerdings nicht sichtbar.

 

Gestern Abend noch konnten wir beobachten, wie sie mit ihrer Tochter  Marte beieinander stand und die beiden miteinander „kuschelten“. Wir dachten, dass es ein gutes Zeichen wäre, wenn sie wieder an ihrer Tochter interessiert ist und auch umgekehrt sich ihre Tochter wieder an ihre Mama wendet.

 

Doch wir deuteten es wohl völlig falsch. Es war wohl ein Abschied, dessen sich Mutter und Tochter bewusst waren.

 

Tja, und wieder bekommen wir deutlich unsere Grenzen gezeigt. 

Mit Molly sind es nun 3 erwachsene Schafe, die wir in dieser Weidesaison verloren haben. Obwohl wir alles versucht haben, unseren Schafmüttern zu helfen und zu beschützen, mussten wir akzeptieren, dass die Natur es anders bestimmt hat und wir im Grunde genommen, machtlos dem Geschehen gegenüber stehen.

 

Molly hatte in diesem Jahr Drillinge geboren, zwei Mädchen und einen Jungen. Marte wird im September in eine andere Schafherde umziehen und dort nur 25 km von uns leben.  

 

Maja
Maja

Maja, die wir mit der Flasche groß gezogen haben und die sich mehr zu uns und unseren Mini Aussies zugehörig fühlt als zu ihrer Schafherde, wird nun den Platz  ihrer Mama in der Herde einnehmen.

Wir haben uns entschlossen Maja zu behalten.  

  

Es gibt Momente im Leben,

da steht die Welt für einen Augenblick still,
und wenn sie sich dann weiterdreht,

ist nichts mehr wie es war.

 

Verfasser unbekannt

 

 

11.08. 2017

 

„Luchs, du hast das Lamm gestohlen,

gib es wieder her...“

 

 

Wir alle kenne das Kinderlied “Fuchs, du hast die Ganz gestohlen....“.

 

Tja, und das können wir heute in etwas abgewandelter Form auch singen.

 

 

Allerdings war nicht ein Fuchs auf der Weide zu Besuch, sondern ein Luchs, der 2 Schafe aus unserer Herde gestohlen hat.

 

Es fehlen Dina und Christa.

 

Dina ist bereits 3 Jahre alt und hat uns in diesem und im letzten Jahr jeweils Zwillinge geschenkt.

Christa ist das Lamm von Camilla, sie war groß und kräftig, denn Camilla hatte nur eine Tochter zu ernähren.

 

In den letzten Wochen hatten wir mehrmals versucht unsere Schafe auf der Weide zuzählen. Es war immer ein Schaf zu wenig und wir schoben es auf unsere Inkompetenz richtig in einer bewegten Herde durch zuzählen.

 

Jetzt wissen wir es besser. Wir zählten richtig, es fehlte seit ca. 6 Wochen ein Lamm.

Heute fanden wir den fast völlig aufgefressenen Kadaver eines erwachsenen Schafes. Es war nur noch das Skelett vorhanden und in einigen Metern Entfernung fanden wir Reste des Fells sowie den Magen und Darmanteile.

 

Also gingen wir erneut auf „Zählpirsch“ und nun wissen wir es genau.

Dina ist wahrscheinlich einem Luchs zum Opfer gefallen. Verspeist wurde sie gleich an Ort und Stelle auf unsere Weide, die wir von Pål gepachtet haben. So ein erwachsenes Schaf wiegt an die 70 kg und das kann kein Luchs wegtragen. Bei einem Lamm von 10-15 kg sieht das schon anders aus. Von Christa fehlt nämlich jede Spur.

 

Wir hatten Kristina im Juli im Stall gehabt, da sie Verletzungen hinten auf dem Rücken am Übergang zur Schwanzwurzel und an der Hinterseite des linken Oberschenkels am Hinterlauf aufweiste. Wir waren davon ausgegangen, dass sie sich im Zaun verfangen hatte. Das war vor Woche unsere einzige plausible Erklärung für die Lokalisationen der Verletzung.

Jetzt gehen wir davon aus, dass Kristina einfach schnell genug war um den Pranken der Raubkatze zu entfliehen.

 

Wir werden den Verlust der 2 Schafe entsprechend bei der Kommune melden. Für Schäden , die durch Raubtiere entstehen, gibt es eine Entschädigung vom Staat. Die sogenannte „Innlandsbeite“ ist nämlich als raubtierfreies Gebiet ausgewiesen . Sollte dennoch ein Raubtier sich verirren, sein Unwesen treiben und es entstehen Tierverluste gibt es eine Fond , der die Tierhalter entschädigt. *

 

In der Presse wird hin und wieder von streifenden Wölfen berichtet. Meist sind es Einzelgänger, die hier und da Schafe reißen. Wir hatten bislang noch keinen Wolfkontakt mit unserer Schafherde. 

Das Fressverhalten des Räubers, der sich unsere Dina „auf den Teller gelegt hat“, spricht für einen Luchs. Wölfe vertilgen ihre Beute nach einem anderen Muster.

 

Im März 2015 berichtete unser Tierarzt , dass er auf dem Weg zu uns hoch einen wunderschönen stattlichen Luchs im Wald gesehen hat.

Wir hofften damals, dass das Tier weiter zieht und woanders sein zu Hause findet. Doch scheinbar gefällt es ihm hier auf Espetveit und hat sich entschlossen hier durch die Wälder zu streifen. Einen Besuch bei unseren Schafen stand wohl mit auf seinem Programm.

 

Wir können nur hoffen, dass es bei den beiden Schafen bleibt und der Luchs andere Beute schlägt.

 

* Wir haben inzwischen bei der Kommune eine Velustmeldung gemacht, aber leider erfolglos. Da keine "Bissmerkmale" ausgemacht werden können, ist es nicht sicher erwiesen, dass es ein Raubtier war.  

Somit bekommen wir keine Erstattung. 

 

 

Der Panther“

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille
und hört im Herzen auf zu sein.

 

Rainer Maria Rilke

 

09.08. 2017  

 

Reni

ist in den Schafhimmel gegangen

 

 

Reni wurde 2015 als kleinster Drilling von Rosa geboren.

 

Nur wenige Tage nachdem die gesamte Herde im Frühjahr 2015 auf die Weide kam, meinte das Wetter es nicht gut mit uns. Ständiger Regen und kalte Temperaturen bestimmten vor 2 Jahren die Tage im Mai.

 

Reni fanden wir reglos mit oberflächlicher Atmung und ohne Reflexe im Gras. Nur unser schnelles Handeln machte es möglich, dass sie überlebte.

Sie kam damals in unseren Lammkindergarten und entwickelte sich zu einer hübschen kleinen Schafdame.

 

Im letzten Jahr wurde sie das erste Mal gedeckt und gebar infolge dessen Ende April diesen Jahr ihr erstes Lamm. Es ist ein Junge mit dem Namen Robert. Die Geburt war völlig unkompliziert. Wir waren so richtig stolz auf unser ehemaliges Kindergartenlamm, was nun selbst Mama geworden war. Reni kümmerte sich rührend um ihren Sohn.

 

Wir wünschten den beiden eine schöne gemeinsame Zeit für den Sommer. Doch leider entschied die Natur es anders für Reni.  

 

 

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Heute am Abend fanden wir Reni im Stall ohne Lebenszeichen. Sie hatte sich in eine Ecke der Box abgelegt, so als ob sie schlafen wollte. Sie ist wohl  ganz allmächtig auf die „andere Seite“  gegangen, … hinüber in den Schafhimmel.

 

Natürlich sind wir sehr traurig auch wenn viele Menschen denken, es handelt sich doch nur um ein Schaf.

Reni war für uns mehr als nur ein Schaf, sie war ein Mitglied unserer Schafherde, die unser Leben tagtäglich prägt. Jetzt ist Reni einfach weg. 

 

Wir werden sicher ab und zu an unsere kleine, ruhige Schafdame denken, die es im Anfang ihres Lebens nicht einfach hatte und nun auch aufgrund einer Laune der Natur frühzeitig gehen musste.

 

Ihrem Sohn Robert hat sie das Leben geschenkt und dafür mit dem eigenen Leben bezahlt. 

 

Das ist nicht gerecht!!!

 

  

Fürchte dich nie, niemals davor, das zu tun, was richtig ist,

speziell dann, wenn das Wohl eines Menschen oder eines Tieres auf dem Spiel steht.

Die Strafe der Gesellschaft ist nichts verglichen mit den Wunden,

die wir unserer Seele zufügen, wenn wir wegschauen.

 

Martin Luther King 

05.08.2017 Reni geht es wieder schlechter

 

Die Mastitis nach dem Ablammen ist relativ häufig. Wir beobachten sie jedes Jahr bei mindestens einem unserer  Schafe. Meist tritt sie 1 bis 2 Wochen nach dem Ablammen auf.

Das Euter ist meist einseitig betroffen. Es ist prall geschwollen, hochrot und schmerzhaft. Die Entzündung wird sofort mit Antibiotika (Chloramphenikol in den Milchgängen und Penicillin intramuskulär) behandelt. Die Milch wird mehrmals am Tag abgemolken. Manchmal erholt sich das Euter, meist ist es aber nach durchgestandener Mastitis funktionslos. Die Tiere werden dann im Herbst zum Schlachten gegeben, da man für das kommende Jahr bei einer erneuten Trächtigkeit  mit Komplikationen rechnen muss.

Die Erreger sind wohl meistens Staphylokokken, aber auch Kolibakterien werden beschrieben. Da die Tiere noch im Stall stehen, kommt die Therapie meist zeitig genug. Ganz anders verhält es sich mit den Infektionen, die die Schafe auf der Weide erleiden. Diese Euterentzündungen verlaufen meist sehr akut, man spricht dann von der "brandigen", oder gangränösen Mastitis.

Auch hier ist das Euter meist einseitig entzündet. Die Entzündung breitet sich allerdings innerhalb eines Tages auf das Voreuter in Richtung Brustbein und auf den Damm und den angrenzenden Oberschenkel aus. Die Tiere sind innerhalb kürzester Zeit schwer beeinträchtigt, isolieren sich oft von der Herde und sterben innerhalb von 2 Tagen an einer Sepsis.

 

Wir haben bereits Erfahrung mit dieser  Form der Euterentzündung. 2014 verloren wir Største im Zusammenhang mit dieser rasant, meist tödlich verlaufenden Erkrankung.

 

Im Juli diesen Jahre haben wir eine ausgeprägte , wahrscheinlich gangränöse Mastitis bei Reni entdeckt.

Wir hatten Reni bereits Mitte Juli in den Stall geholt.

Die Milchdrüse wurde ausreichend inzidiert und auch die phlegmonöse Entzündung in Richtung Brustbein durch einen Schnitt entlastet. Es entleerte sich reichlich wässrige, übel riechende Flüssigkeit, jedoch noch kein Eiter. Das bedeutet, dass wir den Eingriff wahrscheinlich rechtzeitig vorgenommen haben.

Reni  bekam 5 Tage lang Antibiotika und hatte sich erholt, so dass sie zurück auf die Weide zu den anderen Schafen konnte.

 

Unser Ziel war es, den Herbst zu erreichen und je nachdem wie es ihr vom Allgemeinzustand her ging zu behalten oder, wenn sie in keinem akzeptablen Zustand war, sie dann zum Schlachten zu geben.

Wir hatten also nachdem Reni zurück auf die Weide ging, immer ein Auge auf sie.  

 

Reni war natürlich mit ihrer Entzündung und der Wundsekretion ein phantastisches Subjekt um Fliegeneier abzulegen und den Larven eine gute Mahlzeit zu bescheren.  

Und es kam wie befürchtet, die Fliegen versuchten das Tier zu erobern.

 

Also haben wir Reni heute erneut in den Stall geholt.

Die Untersuchung zeigte einen fürchterlichen lokalen Befund.

Im Bereich des Voreuters hatte die Haut eine ledrige oder hartgummiartige Konsistenz angenommen und sich schwarz verfärbt. Sie war nicht mehr elastisch und hatte sich vom Brustkorb abgehoben. Darunter gab es reichlich Nahrung für die Maden. Die betroffene Euterhälfte war der Nekrose anheim gefallen und am Oberschenkel hatte sich ein Senkabszess ausgebildet.

 

Da es im Bereich solcher Wunden normalerweise kein Schmerzempfinden mehr gibt,  konnten wir  das gesamte „tote“ Gewebe mit dem Skalpell abgetragen und die Wunden mit einer milden Seifenlösung reinigen. In den tiefen Nischen zwischen den Milchgangresten fanden wir  eine große Anzahl von Maden, die wir in der Zahl reduzierten aber nicht vollständig entfernten.  Sie hatten dort gute Arbeit geleistet und jegliches abgestorbenes Material vertilgt. Das erste Granulationsgewebe war zu erkennen.

 

In den kommenden Tagen werden wir die  Wunden weiter spülen und mit einer desinfizierenden Salbe (Patte-Salbe) versorgen.

 

Sicher, fragt man sich warum DAS alles? Warum diesen Aufwand betreiben. ? Warum haben wir nicht weggesehen und Reni  nicht einfach sterben lassen?

 

Es ist ganz einfach zu erklären.  

Wir hatten nicht das Herz Reni leiden zu lassen und sie aufzugeben. Wir waren nicht in der Lage den sogenannten „Gnadenschuss“ zu geben. 

 

Wenn Reni die Situation überlebt, wird sie bei uns bleiben und wir stellen sie zu den anderen Schafen zurück. Natürlich wird sie nie wieder trächtig werden können, aber das ist augenblicklich und auch für die Zukunft nicht unser Ziel.

 

Wir wollen ihr Leben retten und wenn uns das gelungen ist, kann sie bei uns bleiben so lange es geht und soll da eine gute Zeit bei uns haben.

 

Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv - nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies.
(Konrad Lorenz)

 

03.08. 2017 Wie aus Eimern

 

Regelmäßig im Hochsommer kommt auch massiver Regen mit Niederschlagsmengen, die Hochwasserpotential haben.

 

Bei uns oben in den Bergen ist es sehr steil. Das Wasser läuft meist gut ab, ohne viel Schaden anzurichten.

 

Allerdings wird unser kleines Bächlein, welches an unserem Wohnhaus vorbei fließt, gelegentlich zu einem reißenden Bachlauf, der dann pro Sekunde gut einen Kubikmeter Wasser transportiert. Der Bach ergießt sich in einen 200 qm großen Teich, der knapp 2m tief ist.

 

Aus dem Teich wird das Wasser über drei Rohre unter einem Weg abgeleitet, der zu unserem Wohnhaus führt. Die Rohre haben einen Querschnitt von 25 cm. Wenn die Regenmenge 30 mm pro Stunde übersteigt wird es kritisch. Die Kapazität der Rohre kommt dann an ihre Grenze, dass Wasser müsste über den Schotterweg ablaufen und der würde binnen kurzer Zeit ausgewaschen oder einfach weggeschwemmt werden und verschwinden.

Nach Information des Vorbesitzers war das früher einige Male geschehen.

 

Wir haben deswegen zur Absicherung einen Ablauf-Bypass installiert. Er drainiert den Teich mit einem weiteren Rohr, welches einen Querschnitt von 50 cm hat. Es erschien uns anfänglich etwas überdimensioniert, ist es aber keines Falles, denn es tut gute Dienste.

 

 

Wir haben bereits 2010 einmal über ein Unwetter berichtet. Damals waren wir von den Wassermassen schon sehr beeindruckt.

Was dieses Mal herunterkam, war jedoch Angst einflößend.

Es regnete innerhalb einer Stunde 56 mm und danach in einer weiteren Stunde nochmals 19 mm.

Der Wasserspiegel des Teiches stieg um 50 cm und erreichte die Unterkante des Badestegs.

Der Querschnitt des Bypass Rohres war zu unserem Glück so reichlich bemessen, dass es nicht zum Überlaufen des Teiches kam. Das gesamte Wasser wurde geordnet abgeleitet und wir hatten keinerlei Schäden zu beklagen.

 

Weiter oben auf dem Weg zur Mossebu-Hütte hatte das Wasser tiefe Rinnen in den Weg gerissen und ihn unbefahrbar gemacht. Dort sind etliche LKW-Ladungen Schotter und ein Bagger von Nöten, um alles wieder zu richten.

 

Unsere Wege konnten wir in Erwartung des Unwetters rechtzeitig präparieren. Wir haben reichlich schräge Ablaufrinnen angelegt, so dass die Wassermassen keine Fahrt aufnehmen könnten.

 

Wenn wir im Internet jeden Tag die Wettervorhersage durchstöbern, gilt unser Interesse nicht nur den Schönwetterlagen, sondern auch kompliziertem Schlechtwetter. Da ist es immer gut rechtzeitig Vorsorge zu treffen, um sich damit nicht nur viel Arbeit, sondern auch sehr viel Geld zu sparen.

 

 

Wir sind aufgrund unseres vorausschauenden Denkens und Handelns wieder einmal davon gekommen... darüber sind wir sehr froh!

  

Böses Wetter, böses Wetter!
Es entladen sich die Götter,
Reinigen ihr Wolkenhaus,
Und die Menschen baden`s aus.
 

 

Franz Grillparzer (1791-1872)

02.08. 2017 Routinearbeit

 

Der August hat mit Routinearbeiten begonnen.

 

Beim Spaziergang über die Weide bemerkten wir im Stuhlgang der Schafe Würmer.

Da wir nicht wissen welches Tier infiziert ist, haben wir gestern die gesamte Herde in den Ferch getrieben und alle durch die Reihe mit PANACUR entwurmt.

 

Bis auf Molly und Reni sind alle gut in Form. Den gefürchteten Madenbefall konnten wir bei keinem der Tiere entdecken..., „Gott sei Dank“.

 

Reni hat nach ihrer gangränösen Euterentzündung eine mumifizierte Milchleiste, die steinhart ist. Es mangelt ihr auch an Gewicht. Doch sie zieht mit den anderen Schafen über die Weide und frisst, so dass wir augenblicklich nicht mehr für Reni machen können.

 

Molly ist extrem mager. Man kann wirklich alle Rippen an ihr zählen. Wir gehen davon aus, dass sie eines der Schafe ist, die vom Wurmbefall beeinträchtigt ist. Wirkliche Krankheitszeichen sind nicht auszumachen.

 

Nach der Wurmkur trieben wir die Schafe auf die „Pferdeweide“ um eine erneute Aufnahme von Wurmeiern auf der „verseuchten“ Weide zu verhindern.

Unsere Pferde können ohnehin zur Zeit nicht auf ihre Koppel.

 

Jeden Tag Regen macht den Boden weich und glitschig, so dass dieser vom Schwergewicht der Pferde zertrampel und damit die Grasnarbe beschädigt wird. Außerdem ist es auch gefährlich für unsere Großen , wenn es im Galopp auf glitschigem Boden den Hang runter geht. Ein Beinbruch bedeutet den Tod für ein Pferd und das wollen wir nicht riskieren.

Szindi und Bandy bekommen neben ihrem täglichem Futter reichlich Heu und Stroh in die Raufe, so dass immer etwas zu kauen gibt. Der Paddock ist groß und an Bewegungsmöglichkeiten mangelt es nicht. Natürlich wird es etwas langweilig doch es kommen sicher wieder bessere Tage für die Zwei.

 

Den Pferdestall haben wir heute auch geleert. Die alten Späne vom vergangenen Jahr sind nun ausgefahren und frische Späne haben wir reichlich ausgebreitet. Das Erste, was die Zwei machten als sie ihren frischen, gereinigten Stall wieder beäugten war, ihre Pferdeäpfel in großen Portionen zu verteilen. Tja, jeder hat eben seine eigenen Vorstellungen von „Ordnung muss sein“.

 

Der Sommer hat uns bisher nicht verwöhnt. Es gab ein paar warme Tage, doch diese können wir an unseren zwei Händen abzählen. Länger kontinuierliches Sommerwetter haben wir bislang nicht gehabt. Die Wetterprognose für die kommenden Tage lässt keine Hoffnung aufkommen, dass der Sommer es in den nächsten Wochen gut mit uns meint. Jeden Tag Regen und Temperaturen um 14 Grad ergeben kein „Sommer-Feeling“. 

 

Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß,

nicht alles glaubt, was man hört

und über den Rest einfach nur lächelt.