24.09. 2016 Nun kann der Winter kommen

 

Heute fuhren wir mit der letzten Ladung von Heuballen auf den Hof. Jetzt kann der Winter kommen. Das Futter liegt für unsere Schafe und Pferde bereit.

 

Es war schon schwierig in diesem Jahr das Heu in entsprechender Menge zu bekommen. Da wir ja nicht wie sonst in den Jahren die kleinen Rundballen mit a 35 kg holen konnten, ging alles deutlich langsamer.

 

Nun liegen 10 große Rundballen a  ca. 400 kg und 31Rundballen mit Heu a ca 200 kg im Stall bzw. direkt vor dem Eingangstor des Schafstalles. Ob wir damit reichen, müssen wir sehen. Rein rechnerisch bezogen auf die Menge an KG, sollten wir alle satt bekommen. Nun müssen wir lernen mit den großen Mengen zu haushalten und pro Mahlzeit nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig zu füttern.

 

Draußen liegen 6 mittlere Heuballen und 1 großer Rundballen. Diese werden wir zuerst aufbrauchen, noch bevor der Schnee alles abdeckt. Ab Mitte Dezember können wir mit einer geschlossenen permanenten Schneedecke rechnen. Bis dahin müssen die Heuballen draußen verfüttert sein. 

 

Wir sind gespannt wie die Qualität des Heus ist und wie wir mit den großen Mengen umgehen können.

Verhungern wird sicher keiner unserer Vierbeiner, dafür werden wir sorgen.

 

Immer, wenn wir etwas Neues anfangen,

wollen wir es besser machen, als das Vergangene.

Nur, um dann festzustellen, es das nächste Mal wieder besser zu machen. 

Damaris Wieser

19.09.2016

Nun sind alle weg

 

Heute war mal wieder ein trüber Tag für uns. 

Unsere Lämmer und Schafe gingen zur Schlachterei.

 

Wir hatten bereits einige Wochen zuvor bestimmt, wer gehen und wird bleiben wird.

 

Torben und Holger, unsere beiden Böcke, mussten wir bereits im Juli zum Schlachten geben. Die „Knott“ hatten Torben so zugesetzt, dass wir aufgrund seines Gesundheitszustandes beide Böcke von der Weide nehmen mussten und zur Schlachterei fuhren.

Damit war es klar, dass wir zwei neue Nachfolger bestimmen mussten.

 

Wir entschlossen uns Simon, Sohn von Stine und Leopold, Sohn von Lene als neue Stammhalter im Herbst im Schafstall einzustellen.

 

Außerdem sind wir bei den Damen etwas unterbesetzt. Lene, die inzwischen 5 Jahre alt ist und Flame, die leider eine beginnende Mastitis hatte, mussten uns ebenfalls verlassen.

 

Damit bleiben alle Mädels von den Müttern, die selbst 2013 geboren sind, um die Herde aufzufüllen. Es sind die Drillinge von Karla und die Zwillingsmädchen von Fenja und Merle.

 

Bereits um 06:45 Uhr begannen wir die gesamte Herde in den Ferch zu treiben und in zwei Gruppen zu trennen. Es war noch schummrig draußen.

 

Pünktlich um 07:30 Uhr stand das große Auto dann bereit. Nach anfänglich etwas Unruhe gingen dann alle 25 Schafe (Lene, Flame und 23 Lämmer), die wir aussortiert hatten,  auf den Transporter. Klappen geschlossen und schon fuhr der Transporter mit unseren Schafen davon.

… und uns ging es wie in jedem Jahr, nicht so gut dabei.

 

Beim Durchzählen der verbliebenen Schafe, kamen wir nur auf eine Anzahl von 29 Tieren. Es mussten aber rein rechnerisch 30 sein. Wir haben alle unsere Weiden abgesucht, aber wir fanden das fehlende Lamm nicht.

Die, welche zur Schlachterei gingen, hatten wir mehrmals durch gezählt und es waren 25 an der Zahl.

 

Ein Lamm fehlt definitiv, was wir uns nicht erklären können. Es ist einfach weg, ohne eine Spur hinterlassen zu haben.

 

Irgendwie mystisch... oder ?!?!?!

 

 

Von hundert gebildeten und feinfühlenden Menschen würden schon heute wahrscheinlich neunzig nie mehr Fleisch essen,

wenn sie selber das Tier erschlagen oder erstechen müssten,

das sie verzehren. 

 

Bertha Freifrau von Suttner

18.09.2016

„Es liegt in der menschlichen Natur,

vernünftig zu denken

und unvernünftig zu handeln.“ 

(Anatole France) 

 

 

Endlich…, sie ist da,… Sola ist angekommen.

 

Nachdem  Anouk im November 2013 von dieser Welt ging, waren wir uns einig, dass zwei Hundemädchen für uns völlig ausreichend sind.

 

Dann kam Ende Juni eine Mail von Beate aus Gelsenkirchen vom Gentlefire- Kennel mit dem Inhalt, dass eine ihrer Hündin gerade 7 Welpen geboren hat, wovon ein kleines Mädchen mit einer speziellen Fell-Zeichnung dabei ist.

Beate musste bei diesem kleinen Mädchen sofort an uns und unsere „Hundeschicksal“ denken. Sie war der Meinung, dass dieses kleine besondere Mädchen für uns geboren wurde.

 

Unsere Gefühlswelt schlug Purzelbaum. Wir waren  hin und her gerissen und diskutierten über ja und nein, ...drei Hunde, … mehr Arbeit, … mehr Trubel, … nochmals von vorne anfangen, … werden Neele und Thyra, die ja nun ein eingespieltes Team sind, einen Welpen akzeptieren, … was ist vernünftig und was die pure Unvernunft?

 

Tja, letztendlich hat die Unvernunft gesiegt und wir entschlossen uns "unsere Sola“ zu uns zu holen.   

 

Seit heute haben wir einen weiteren Auswanderer auf Espetveit. Viele Wochen hat es gedauert, bis Sola endlich reisen konnte.

 

Nun bereichert dieses bezaubernde, kluge, wohlerzogene, freundliche, überaus liebenswerte kleine Hundemädchen unsere Welt.

 

So wie auch unsere anderen Mädels ist Sola ein Miniatur Australien Shepherd.

 

Da wir in Norwegen zu Hause sind, bekam dieses kleine Mini Aussie Mädchen von uns auch einen norwegischen Namen, … Sola…, die Sonne.

 

Die lange Fahrt von Deutschland bis nach Norwegen hat Sola gut gemeistert. Nun werden wir sehen, wie unsere beiden gestandenen Hundedamen Neele und Thyra es wohl finden, ein kleines blue-merle Mädchen an ihrer Seite zu haben.

 

Wir sind jedenfalls froh und glücklich uns für die kleine Maus entschieden zu haben.

 

Nun sind wir gespannt auf die kommenden Wochen und hoffen, dass Sola ihren Platz in unserem Rudel findet. 

 

 

12.-17.09. 2016

Eine Wanderung der besonderen Art

Mit netten Menschen und einem Rudel verschiedenster Hunde unterwegs zu sein, hat uns schon letztes Jahr sehr gut gefallen.

 

Da waren wir ebenfalls im September wandern. Wir krakselten fast eine Woche das Moseltal rauf und runter. Es war wirklich toll! Deshalb waren wir gespannt, was uns in diesem Jahr erwarten würde. Könnte eine Wanderung in der Uckermark das Erlebte an der Mosel toppen?

 

Und ob! Aber Eins nach dem Anderen.

 

Die Reise begann für uns zunächst mit einer echten Strapaze. Die Fähre von „Colorlines“ die uns von Kristiansand nach Hirtshals schippern sollte, hatte völlig unerwartet einen Wartungstag eingelegt.

 

Wir hatten keine andere Wahl, als die gesamte Strecke von Süd-Norwegen bis in die Uckermark mit dem Auto zu fahren.

Das war heftig und begann zudem im dichten Nebel, ging irgendwann weiter im Kriechtempo an Oslo vorbei und führte uns über die südschwedische Autobahn und mit einer Fähre nach Dänemark, wo wir leider die weitere Fährverbindung von Gedser nach Rostock um nur wenige Minuten verpassten.

Das Ablegen des Fährschiffes konnten wir noch miterleben. Allerdings standen wir mit unserem Auto am Kai. Das nächste Schiff ging 2 Stunden später. Uns blieb nichts anderes übrig, als zu warten.  

 

 

Kaum in Rostock mit dem Fährschiff angelegt, ging es auf die nordost-deutsche Autobahn. 

 

Endlich, kurz nach 22:00 Uhr erreichten wir unser Ziel.

 

 

Ein kleiner Landgasthof in Temmen-Ringenwalde, der „Landgasthof zum Grünen Baum“.  

 

sollte für 5 Tage unser zu Hause sein. 

 

Den grünen Baum am Gasthof gab es wirklich. Es war eine riesige Eiche unter der eine große Tafel aufgebaut war und dort saßen „all die Wandersleut“ noch spät am Abend vergnüglich bei Bier und Wein. Wir wurden herzlich begrüßt und so gleich vom Wirt versorgt. Es war immer noch hochsommerlich warm und herrlich draußen zu sitzen. Das war ein toller Empfang. Wir waren für die Strapazen des Tages entschädigt.

 

Auch Neele und Thyra fühlten sich sofort wohl. Sie waren den ganzen Tag meist im Auto geblieben. Die beiden waren unglaublich geduldig und wirklich artig, über die gesamten 19 Stunden Reisezeit gewesen.

 

Wir bezogen ein Zimmer im Obergeschoß, direkt unter dem Dach juch-he. Puh, war das warm aber trotz dieser hochsommerlichen Temperaturen schliefen wir nach der langen Reise wie die Murmeltiere.

Unser Restaurant unter freiem Himmel
Unser Restaurant unter freiem Himmel

 

Am anderen Morgen gingen wir vor dem Frühstück eine lange Tour Gassi, 

 

 

 

... oder wie Ellen, unser Tourguide zusagen pflegte, die "Hunde lüften".  

 

Das Frühstück gab es draußen unter der Eiche, ebenso das tägliche Abendessen. Es sollte die ganze Woche so schön bleiben. Wir hatten unsagbares Glück mit dem Wetter. 

 

Für Ralf war unsere Reise in die Uckermark besonders interessant. Er war hier in der Nähe war aufgewachsen. Nach mehr als vierzig Jahren kehrte er nun zurück und war sehr neugierig.  

 

Der erste Ausflug führte uns nach Schloss Boizenburg. Das Schloss ist inzwischen restauriert und traumhaft schön, ein richtiges Märchenschloss. 

 

Ralf hatte hier als Kind mehrmals das Weihnachtsfest verbracht. Für ihn war es ein überwältigendes Erlebnis wieder hier zu sein und die Vergangenheit in Gedanken widerzuspiegeln.

 

 

 

 

 

Unsere Wandertour führte uns später durch uralte Laubwälder, wo es auch eine Baum-Ehe zu bestaunen gab. Eine riesige Buche und eine ebenso gewaltige Eiche hatten sich im Verlauf von Jahrhunderten miteinander verwunden. Das war beeindruckend, die beiden Bäume so umschlungen zu sehen. 

 

 

Auf der Rundtour um das Schloss gab es immer wieder tolle Landschaftsbilder und auch Bademöglichkeiten, die von unserer Hundebande bei den sommerlichen Temperaturen gerne in Anspruch genommen wurden. In der Mittagssonne stieg die Quecksilbersäule locker auf über dreißig Grad.

 

 

 

 

In der Nähe des Marstalls kam unsere Truppe in einem sehr schönen Restaurant mit Biergarten unter. Wir wurden dort allesamt sehr zuvorkommend bewirtet.

 

Im Laufe der weiteren Tage lernten wir Menschen und auch unsere Hunde, sich immer besser kennen. Große Aufregung oder Unruhe im Hunderudel gab es kaum. Es machte einfach Spaß zusammen mit anderen „hundeverrückten“ Leuten auf „ Schusters Rappen“ durch die Landschaft zu ziehen. 

 

 

Sabine mit Paul
Sabine mit Paul

 

Roger und Sabine kannten wir noch vom letzten Jahr. Sie hatten ihren Paul dabei, der sich trotz eines Handicaps mit einem seiner Vorderfüße sehr tapfer schlug. Wir gingen jeden Tag immerhin mehr als 15 Kilometer und am letzten waren es wohl fünfundzwanzig geworden.

 

 

 

unsere Hundebande
unsere Hundebande

 

Ellen, unser „Guide“ kam wieder mit ihren beiden Ladys Lizz und Sophia.

 

Dann waren da noch Margret mit Emma und Maike mit ihrem Willi und zu guter Letzt Angie mit ihrer wohlerzogenen Bordercolli-Dame Chicca. 

 

Maike als Dogwatcher
Maike als Dogwatcher

 

Wir gingen mit unserem „Hunderudel“ mitten durch die sehr schön restaurierten Städte Prenzlau und Templin.

 

 

 

Es gab nie Probleme und es war erstaunlich, wie anpassungsfähig unsere Vierbeiner waren.

 

Wir möchten alle "Hunde-Wander-Freunde" von dieser Stelle aus herzlich grüßen und sagen, dass wir glücklich sind, euch kennengelernt zu haben und so nette Tage miteinander verbringen durften.

 

Wir waren acht fleißige Wanderer und acht sehr liebe Hunde: ein richtig gutes Team!

 

Alles in allem war es eine großartige Sache in einer wunderschönen Gegend, die jederzeit eine Reise wert ist.

 

Bedanken wollen wir uns ebenfalls bei unseren lieben Wirtsleuten. Es waren sehr angenehme, ehrliche, nette, selbstbewusste und manchmal aber auch etwas spezielle Menschen, die uns jederzeit gut versorgt haben.

Wir werden "Den Grünen Baum" bestimmt einmal wieder besuchen.

 

Nächstes Jahr gehen wir auf alle Fälle wieder mit auf Hundewandertour. Es ist geplant im September den Hunsrück zu erkunden.

 

Wir freuen uns schon sehr darauf!

 

 

Freude an einem Hund haben sie erst, wenn sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Mensch zu machen.

Ziehen sie stattdessen doch einmal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.

Edward Hoagland

02.09.2016 Schwierige Futterbeschaffung

 

Mit dem Einlagern von ausreichend Heu für unsere Tiere für die kommende Saison geht es ganz schön träge.

 

Erst bekamen wir einen Abschlag vom Heu-Bauern in Kristiansand mit den kleinen für uns bislang üblichen Rundballen. Es war uns nun versprochen, dass wir eine mittlere Größe erhalten, die von uns gewichtsmäßig auf unserem Hof zu hantieren ist.

Deshalb kauften wir Spieß und Hebegabel für unseren Traktor. Die Ballen wiegen ca. 200 kg und sind mit Hand oder besser Muskelkraft fast nicht zu bewegen.

 

Tja, und dennoch haben wir inzwischen 10 von den riesigen Rundballen mit Heu (a 400 kg) holen müssen, da auch die mittlere Größe nicht zu haben war. Es fehlen noch gut 2000 kg Heu, damit unsere Schafe und Pferde über die kommende Saison kommen.

Jetzt warten wir auf die nächste und damit letzte „Heuproduktion“ in ein paar Tagen für dieses Jahr und werden sehen, was wir angeboten bekommen.  so ist das eben, alle wollen nur noch viel verdienen, mit wenig Aufwand und Investition innerhalb eines kurzen Zeitraums, ... so auch der Heu-Bauer.

 

Aber es gibt auch Positives zu berichten. Vor 2 Tagen konnten wir gutes Haferstroh  in den üblichen Vierkant-Ballen vom Feld holen. Zeitlich hatte es uns nicht wirklich gepasst. Wir waren bis spät abends in Gange um die Strohballen trocken unter Dach und Fach zu bekommen. Wir brauchten nur 80 Stück, da wir noch reichliche Reserven vom letzten Jahr haben. Aber man weiß ja nie was das Jahr bringt und deshalb liegt immer etwas mehr auf dem Boden über dem Schafstall.

 

Allen Schafen geht es wieder gut. Wir hatten Leopold ebenfalls wegen der  Fliegenlarven für ein paar Tage im Schafstall behandeln müssen. Inzwischen ist der kleine Mann wieder bei Mamma und den anderen Schafen.

 

Leopold ist einer der Jungs, die wir in diesem Jahr anstelle von Holger und Torben, behalten, wenn die restlichen Lämmer zur Schlachterei gehen.  Zusammen mit Simon wird er von nun an für Nachwuchs in der Herde sorgen.

Am 19.09. werden uns 2 erwachsende Schafe, Lene und Flame, sowie 23 Lämmer verlassen. Neben den beiden Böcken bleiben noch sieben Lamm-Mädchen . 

 

Szindi und Bandy geht es prächtig. Das Wetter erlaubt einen freizügigen  Ausgang auf die Weide. Szindi hat sogar etwas zugenommen und so dass wir sie im Herbst nicht „wegschicken“ müssen. 

 

Wir sollten manchmal einfach das tun, was uns glücklich macht,

und nicht das, was vielleicht am besten ist.