28.05. 2016 Viel geschafft

 

Unsere Schafe sind seit dem 13.05. auf der Weide. Nachdem der Winter erst nicht verschwinden wollte, kamen plötzlich zweistellige Temperaturen und zusätzlich reichlich Sonne ließen das Gras auf unseren Wiesen sprießen.

 

Es wurde aber auch Zeit, denn die Lämmchen brauchten Freiraum um zu springen und zu toben. Nun steht die Herde zufrieden auf den Wiesen von Espetveit.

 

Den Schafstall haben wir unmittelbar nach dem Auszug der Schafe gereinigt. Der Dung war innerhalb von zwei Tagen ausgefahren. Alles was nicht niet-und nagelfest war, kam nach draußen und wurde mit dem Kärcher angespritzt. Ebenso geschah es im Inneren des Stalls. Die Metallroste sind pikobello sauber und der Stall glänzt und riecht klinisch rein. Hand in Hand gearbeitet ging es wirklich schnell.

 

Unsere Herde kam am 18.05. das erste Mal in den Ferch. Die Lämmer bekamen ihre Schluckimpfung gegen Kokzidien. Im kommenden Jahr werden wir uns diesen ersten frühen Eintrieb ersparen. So wie wir inzwischen gelesen haben, kann man nämlich diese Impfung auch kurz bevor die Herde nach draußen kommt, durchführen. Das spart Zeit und Aufregung für alle.

 

Das trockene Wetter und die doch relativ warmen Temperaturen waren geeignet, um auch das im Wald gelagerte Holz rein zu holen. Wir hatten vor 3 Jahren reichlich Bäume auf unserem Grundstück gefällt und unseren Märchenwald geschaffen. Drei Jahre waren die Hölzer nun gelagert und warteten darauf zu Brennholz verarbeitet zu werden.

Das bedeutete für uns jedes einzelne Stück den Hang runter zu werfen um es dann im Hänger hinter dem Holder zum Stall zubringen, auf ofengerechte Länge zu sägen und anschließend zu hacken. Es war eine "Mordsarbeit". Doch nun liegt das Holz fein gestapelt in extra dafür gebauten Trockenhäuschen an der Sonnenseite des Schafstalls und wartet darauf in den Holzkorb gelegt zu werden und unseren Ofen im Winter zu füttern. Wir haben reichlich Holzvorrat für die kommenden 4 Jahre.

 

Die Weidezäune wurden ebenfalls von uns überholt und entsprechend ausgebessert. Obwohl der Winter nicht so viele Schäden angerichtet hatte, waren doch einige Reparaturen nötig.

 

Außerdem hatten wir uns entschlossen, den alten Zaun von 2008, welcher hinter dem Schafstall stand und die Begrenzung zum „Ylva-Tal“ ist, zu erneuern.

Die Maschen waren teilweise locker, so dass die Schafe sich daran fest hängten.

Es gilt wohl auch bei Schafen so etwas wie bei den Menschen: Die größten und süßesten Früchte (saftigste und grünste Gras) sind (ist)  immer auf der anderen Seite des Zauns zu finden. Jetzt steht ein stabiler, sicherer nach deutscher Manier errichteter Zaun an der Grenze zum Ylva-Tal. … und es sieht auch noch schön aus.

 

Wir sind zufrieden mit unserer Arbeit. 

 

Begreife, was dir wichtig ist, dann wirst du sehen,

wie viele Dinge im Leben eigentlich keine Bedeutung haben.

 

03.05.2016 Winter ade ???

 

 

In der letzten Wochen hatten wir nochmals über mehrere Tage Schneefall. Alles in allem lagen 10 cm Neuschnee und dazu hatten wir einen eisigen Wind. Das hatte absolut nichts mit Frühling zu tun.

 

Gestern endlich nach reichlich Regen und Temperaturen über Null, verschwand der letzte Schnee von den Weiden.

Wir hatten bereits vor 14 Tagen Kalk in 25 kg Säcken gekauft, den wir jedes Jahr im Frühjahr auf unsere Weiden verteilen. Düngen ist unserer Meinung nach nicht notwendig, da unsere Schafe den ganzen Sommer über die Weiden hier auf Espetveit ziehen. Dadurch kommt ausreichend Naturdünger auf die Weideflächen.

 

Den Kalk verteilen wir nach alter Sitte durch Handarbeit. Gestern hatten wir Zeit und innerhalb 1 Stunde hatten wir die 250 kg verteilt. Heute regnet es wieder, was uns ganz recht ist. So kann das Granulat sich langsam auflösen und in den Boden sinken. 

Angeblich soll es ab morgen wärmer werden. Das wäre optimal für die Wiesen und unsere Schafe.

 

Die ersten Schafe (die, die nicht trächtig waren und unsere beiden Böcke) sind bereits ausgezogen und hatten wirklich 2 wetterbedingte harte Wochen hinter sich. Wir hätten nie gedacht dass unsere Schafe mal im Schnee stehen werden mit einer weißen Flockendecke auf dem Rücken.

 

Die Schafmütter mit ihren Lämmchen wollen wir am zweiten Wochenende im Mai aus dem Stall bringen.

Die Heurundballen schwinden in ihrer Anzahl und für mehr als 14 Tage reicht es nicht mehr. Ausserdem sind dann die Lämmer so groß und kräftig, dass sie auch schlechtes Wetter durchaus tolerieren können.

 

Nun wollen wir hoffen, dass wärmere Temperaturen und vielleicht sogar etwas Sonne, das Gras auf den Wiesen sprießen läßt.

 

Jeder trägt einen Zauber im Gesicht,

 

der irgend jemandem gefällt !