25.11. 2015

 

Du bist nicht mehr da,

wo du warst,

 

aber du bist überall,

wo wir sind


 

Heute leuchtet wieder eine Laterne im Ylva-Tal.

 

Heute vor 4 Jahren ging unser Mini Aussie Mädchen Ylva von uns.

Ich denke oft an sie und meine Gedanken sind nach wie vor von Tränen begleitet.


Trauern ist wie ein großer Felsbrocken. Wegrollen kann man ihn nicht. Zuerst versucht man nicht darunter zu ersticken, dann hackt man Ihn Stück für Stück kleiner. Dem letzten Brocken schleift die Zeit seine Kanten rund. Man steckt ihn in die Hosentasche und trägt ihn ein Leben lang mit sich herum.

 

Ylva, fehlt mir !!!

Liane


Unsere Toten sind nicht abwesend sondern nur unsichtbar.
Sie schauen mit ihren Augen voller Licht

in unsere Augen voller Trauer.

 

Augustinus

 



 

 

16.11. 2015 Anouk

 

Heute brennt

eine Laterne im

"Ylva" - Tal.  

 

Heute vor

zwei Jahren

ging Anouk von uns.

 

 

Anouk los zulassen, war eine schwere Erfahrung.
Mein kleines Hundemädchen stand mir sehr nahe , ich habe sie geliebt und ihr Abschied tat sehr weh.
Mein Herz trägt eine Wunde, die schmerzt und nicht heilt.
Auch viele noch so gut gemeinte Worte können diesen Schmerz nicht lindern.
Meine Gedanken ordne ich aufs Neue und meine Gefühle muss ich bewältigen.

Manches klagt mich an, vieles hätte ich gerne getan, vielleicht auch einiges besser gemacht.

Doch leider gibt es Grenzen im Lebens. 

                                                                        Liane 

 

Eines Morgens wachst Du nicht mehr auf.
Die Vögel singen, wie sie gestern sangen.
Nichts ändert diesen neuen Tageslauf.
Nur Du bist fortgegangen.
Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen Dir Glück.

 

J. W. Goethe

 

 

 

 

13.11. 2016

Der „Neue“ ist da

 

Heute haben wir unseren neuen Traktor geliefert bekommen.

 

Es ist wieder ein John Deere. Der „Alte“ hatte über 8000 Arbeitsstunden auf dem Buckel und nach so intensiver Arbeit muss man mit kommenden Reparaturen rechnen. Da wir uns einen Ausfall unseres „Damentraktors“ nicht leisten können, entschlossen wir uns für eine Neuanschaffung und gaben den „“alten Herrn“ in Zahlung.

Innerhalb von 8 Jahren hat sich natürlich technisch einiges getan. Auch hat der „Neue“ ein paar PS mehr als sein Vorgänger.

Nun warten wir auf die erste Schneeräumaktion um zu sehen wie der „Neue“ sich so anstellt. Bislang hat der Winter sich noch nicht wirklich gezeigt.

 

Ein Leben ohne Traktor ist möglich, aber langweilig.

 

Verfasser unbekannt

 

 

 

 

 

 

 

08.11. 2015

 

Beerenspätlese

 

 

 

 

Mittlerweile haben wir das zweite Novemberwochenende. Wer denkt da noch an Blaubeeren im Wald. Die hat man jetzt bestenfalls eingeweckt im Glas oder als Konfitüre konserviert. Nicht so in diesem Jahr, in diesem Jahr ist alles anders!

 

Es gab letzten Sommer reichlich Heidel(blau)beeren. Wir haben über einen Zentner gesammelt und verarbeitet unter anderem auch einen großen Teil zu 25 Liter köstlichen Wein vergoren. Bei unseren herbstlichen Spaziergängen mit unseren Mini Aussie Mädchen haben wir immer wieder die kleinen Büsche mit den vielen Beeren bewundert. Die Beeren wollten in diesem Jahr einfach nicht abfallen.

 

Gestern gab es den ersten Nachtfrost. Da kamen wir auf die Idee, die höheren Lagen unseres Grundstückes zu erkunden und dort vielleicht noch einmal Beeren zu sammeln. Sie mussten jetzt besonders köstlich und süß sein, ähnlich wie beim Eiswein, den man ja auch nach dem ersten Frost liest.

 

Wir machten uns also auf den beschwerlichen Weg. Unser Wald ist Luftlinie 1,9 km lang und meist um die vierhundert Meter breit. Nur dort wo unser Wohnhaus steht und sich die Weiden befinden, ist das Gelände schmaler. An einigen Stellen wird das Waldgebiet von steilen Felswänden oder tiefen Schluchten durchzogen. Diese Bereiche haben wir bisher nicht erkundet. Wenn man an deren Anfang steht, weiß man nicht ob man den Anstieg oder ihr Durchqueren bewältigen kann und wie das Unternehmen dann enden würde. Dieses Mal waren wir aber wild entschlossen auf Entdecker-Tour zu gehen und nebenbei die köstlichen Beeren zu sammeln.

 

Wir dachten uns, dass es am einfachsten ist, den gut sichtbaren Elchpfaden zu folgen. Was die Tiere schaffen, sollten wir Menschen auch fertig bringen. Und richtig, unsere Entscheidung war gut. Es war manchmal grenzwertig, aber wir ließen uns nicht aufhalten. Zur Belohnung bekamen wir Zugang in eine märchenhafte Schlucht. Wer weiß ob je ein Mensch vorher an diesem Ort war. Sie beginnt etwa hundert Meter hinter dem höchsten Berg unseres Grundbesitzes, dem Kattås. Er ist knapp fünfhundert Meter hoch und der Name bedeutet in etwa soviel wie Katzenbuckel. Die Schlucht wird von fast senkrechten Felswänden markiert. Sie ist nur an wenigen Stellen zugänglich. Richtung Katzenbuckel ist die Wand mindestens fünfzig Meter hoch und auf der anderen Seite sicher die Hälfte. Wegen des geringen Lichteinfalls stehen in ihr nur wenige Bäume. Natürlich beherbergt sie ein Bächlein und es gibt auch einen Wasserfall. Wir waren begeistert. Ohne die Entscheidung dem Wildpfad zu folgen, hätten wir dieses Paradies niemals entdeckt.

Elche haben wir auf unserer Wanderung nicht gesehen. Das ist auch besser so, den man weiß nie, wie diese Waldriesen bei einer Begegnung reagieren.

 

Auf dem Weg zurück haben wir herrliche Hochmoore tangiert und dann auch den Blaubeerwald erreicht. Die Beeren waren teilweise noch frostig und von einem Eismantel überzogen. Es ist einigermaßen mühsam sie zu pflücken. Im Sommer tun wir das mit dem Kamm, jetzt ging das nicht, da zu viele Nadeln und alte Blätter mit in den Eimer gekommen wären und die überreifen Beeren auch sehr verletzlich sind. Zwischendurch haben wir reichlich von den Beeren genascht.

Als Zugabe kamen wir noch zu guter Letzt an einer Lag mit Preiselbeeren vorbei. Auch diese Spätlese ließen wir uns nicht entgehen.

 

Immerhin gab es drei große Gläser mit sehr aromatischer Konfitüre, sicher ein besonderer Leckerbissen und eine ausgezeichnete Beilage zum Elchbraten. Die Blaubeeren haben wir geschmort, zum Teil eingeweckt und auch zu Hefeklößen gegessen.

 

Im Vergleich zu den sommerlichen Beeren, sind sie um diese Jahreszeit wesentlich süßer, viel intensiver im Geschmack und in der Farbe. Einen Teil des Saftes nutzen wir, um die Farbe unseres selbstgemachten Hausweines zu verbessern. Das ist ein Cabernet, 14% Alkohol; -3 Öchsle, gegoren aus chilenischem Traubensaft, mit Honig verfeinert und nun durch den ”Spätlese” Blaubeersaft tief dunkelrot eingefärbt, wie man die Farbe zum Beispiel vom ”Dornfelder” kennt.

 

Unser Ausflug hatte sich somit in vielerlei Hinsicht gelohnt. Einen kleinen, klitzekleinen Einblick bekommt ihr durch die Bilder im Slider.

 

An unsere Erkundungstour zur Beeren-Spätlese werden wir auch noch im tiefen Winter beim Genus eines Vanille-Eisbechers mit Blaubeeren , eines Gläschens Cabernet oder aber beim Elchbraten erinnert.

Sag nicht, ein Pass sei unüberwindlich.

Steig hinauf und du überschreitest ihn.


Weisheit aus Nepal