30.06.2015 Der Juni flog nur so davon

 

Ruckzuck und schon ist der Monat Juni rum.

Mit der Routine auf dem Hof beschäftigt, registrierten wir gar nicht, dass schon wieder 30 Tage ins Land gegangen sind. 

 

Unseren Schafen geht es gut und alle Lämmer sind wohlauf.

Unseren Lammkindergarten auf Espetveit haben wir aufgelöst und Reni, Camilla sowie Lisa mit Mama Dala, Michel sowie Manuel mit Mama Merete  stehen zusammen mit allen anderen in der Herde. Unser Milcheimer wandert entsprechend des Weidenwechsel mit.

Es trinken noch fast alle Kindergartenlämmer mit Ausnahme von Lisa. Lisa und ihre Mama Dala sind ein Herz und eine Seele und nachdem das Euter von Dala sich zurück gebildet hatte und Zwei wieder zusammen gehen, meidet Lisa den Eimer. Es ist eben doch was anderes am Euter der Mutter zu trinken oder den kalten Schnuller des Milcheimers im Schnütchen zu haben. Aber ein kalter Milcheimerschnuller ist immer doch besser als gar keine Milch.

Übrigens kommt Moritz immer noch und holt sich seine Milchflasche 2 x täglich ab. Er trinkt noch fleißig 1,5 l Milchersatz pro Tag. Wir hofften eigentlich, dass er die Lust am Fläschchen verliert, was allerdings noch lange nicht so aussieht. 

 

Die erwachsenden Schafe sind inzwischen alle entwurmt. Die Lämmer werden am folgenden Wochenende ihr Wurmmittel erhalten. 

 

Szindi und Bandy konnten in den letzten Tagen fleißig auf der Weide  herumziehen. Das Wetter ist sommerlich warm und es ist ausreichend trocken. Bereits im Dezember letzten Jahres hatten wir berichtet, dass Szindi nicht wohl auf ist. Zurzeit wirkt sie nicht beeinträchtigt aber sie verliert an Gewicht trotz dem sie gut frisst. Wir werden weiter abwarten und hoffen immer noch, dass sie zu ihrer alten Form zurückkommt. Das „Rippenspiel“, was man an ihr sieht, kannten wir all die Jahre zuvor nicht. Auch wirkt sie gesetzter und man findet sie häufiger am Stall als zuvor. Oft legt sie sich nieder und ruht einfach. 

 

Neele und Thyra sind wohlauf. Vor 2 Wochen haben sie einem jungen Elch mal gezeigt wo wir immer so spazieren gehen. Beim Wandern hoch zur Mossebye- Hütte verschwanden sie seitlich im Wald und kamen nach wenigen Minuten zurück mit einem jungen Elch voran. Alle drei liefen gemütlich ohne Hektik Richtung Waldweg. Der Elch überquerte den Weg und lief auf der anderen Seite bergauf. Neele und Thyra setzten sich an unsere Seite und schauten dem Elch hinterher. Kein Bellen, kein Laufen oder Hetzen. Die beiden Hundemädels dachten sicher, dass es sich hier um ein merkwürdiges Pferd handelt. Pferde kennen sie ja, doch ein Elch kommt ihnen nicht jeden Tag vor die Schnauze. 

 

In den nächsten Tagen wollen wir unser erstes Heu machen. Mal sehen wie das Wetter mitspielt. Wir brauchen wenigsten 3 Tage Trockenzeit draußen. Die „Endtrocknung" kann dann auf dem Heuboden passieren, denn wir pressen unser Heu nicht zu Ballen. Es liegt locker auf dem Heuboden über dem Schafstall und wird von uns dort oben täglich gewendet bevor es dann unter die Dachseiten geschoben wird.

Drücken wir die Daumen, dass der Wettergott uns hold ist. 

 

Manchmal muss man einfach nur 24 Stunden die Uhren anhalten,

um seinen eigenen Rhythmus zu finden.


Zu Bett gehen, wenn es dunkel wird.

Aufstehen, wenn man erwacht.

Alles, was klingelt, abstellen.

Keine Nachricht hören als den eigenen Herzschlag. 


Rosalie Tavernier