29.10. 2014

 

Neele hat Geburtstag

 

Heute wird unsere Neelemaus

3 Jahre.

 

 

Vor einem ½ Jahr haben wir mit Bangen ihrer Erkrankung entgegen gesehen und fast wäre sie nicht mehr bei uns.

 

Inzwischen hat Neele sich sehr gut an die neue Situation im Zusammenhang mit ihrer OP im Mai diesen Jahres adaptiert. Sie kann ganz normal ihr Futter zu sich nehmen, Stöckchen halten und auch den guten getrockneten Hundefisch knabbern. Nichts mehr mit „in kleine Stückchen schneiden und ins Mäulchen schieben“.

Und wenn es darauf ankommt, kann sie Thyra auch die Zähne zeigen,... selbst wenn es nicht mehr so viele sind, die sie in ihrer kleinen Schnute hat.

 

Allerdings meinen wir, dass Neele einfach ruhiger geworden ist. Sie hängt uns mehr an der „Schürze“ und beim Spazieren, geht sie kaum mehr als 20 m von uns. Auch das Herumtoben mit Thyra ist kaum noch zu beobachten.

 

Ihren Territorialtrieb lebt sie jedoch weiter so richtig aus. Kein Auto kommt unbemerkt an unserem Tor vorbei. Jedenfalls kein Personenauto. Gestern fuhr ein großer LKW mit Sand beladen hoch zur Hütte. Mit diesem „Riesending“ wollte sie nichts zu tun haben. Dicht am Haus auf dem Fels von erhobener Position beobachtete sie das „Vehikel“, ließ ihn jedoch ohne einen Mucks einfach so vorbei fahren. Der war ihr dann wohl doch zu groß um es mit ihm aufzunehmen.

 

Nach der OP waren wir skeptisch, ob Neele sich der neuen Situation wohl anpassen kann. Anfänglich mussten wir sie füttern und jeden Bissen in die kleine Schnute schieben. Den geliebten Hundefisch konnte sie nicht selbständig halten. Wir schnitten deshalb mundgerechte Stücke und gaben diese ihr einzeln in die Schnauze. Sie kaute dann mit erhobenem Kopf, damit diese nicht wieder aus der Schnauze fallen konnten.

 

Doch diese Prozedur gehört der Vergangenheit an. Neele hat sich gut angepasst.

Sie knabbert wieder alles was ihr so in die Schnute kommt. Große und kleine Stöckchen und Pferdeäpfel, abgeschnittenes Hufmaterial, Kraftfutter von den Schafen und inzwischen zu ihrer Lieblingsspeise avanciert, getrocknete Speiseröhre. Ihr Futter frisst sie nach einer entsprechenden „Hundegebetspause“ zwar deutlich langsamer als Thyra, aber bis auf den letzten Krumen auf.

Ihr wunderschöner weißer Latz ist immer etwas “bekleckert“. Da die kleine Schnute nicht vollständig schließt, tropft immer etwas Speichel aus der Schnauze, der sich wunderbar in ihrem Latz festhält. Nun gut, jetzt hat der weiße Latz wenigstens neben dem „schön aussehen“ auch noch eine richtige Funktion, so wie bei Kindern das Lätzchen auch.

 

Wenn man Neele genau betrachtet , merkt man schon , dass da an der kleinen Schnute was nicht stimmt. Aber man muss schon von der Seite und etwas von unten schauen, um den kürzeren Unterkiefer zu entdecken. Nur wenn sie sich in ihrer Lieblingsschlafposition auf dem Rücken befindet, kann man ihr in die Schnauze schauen. Die oberen Reißzähne und die Frontzähne des Oberkiefers liegen frei. Der Unterkiefer schließt gut 2 cm dahinter.

 

Na, ja was soll`s,... wir haben unsere Neele dennoch lieb und sind stolz auf unser Mini Aussie Mädchen, dass sie alles so gut gemeistert hat.

Ein wenig Angst haben wir natürlich immer, dass der Tumor eventuell zurück kommt. Doch das ist dann wieder eine neue, andere Situation, der wir uns stellen müssen. Aber, vielleicht haben wir ja alle Glück!!!

 

Herzlichen Glückwunsch an unsere Supermaus,

auf dass wir noch ganz viele erlebnisreiche und wundervolle Jahre miteinander haben.  

 

Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk,

das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt

als die Freundschaft eines Menschen.

 

Der Bund mit einem treuen Hund ist so ewig,

wie Bindungen zwischen Lebewesen dieser Erde überhaupt sein können.


Konrad Lorenz 

 

26.10. 2014

 

Der Winter kommt bestimmt

 

... und mit ihm Massen von Schnee.

 

Im Augenblick haben wir milde Temperaturen und jeden Tag regnet es.

 

Leider hatte in den vergangenen Jahren der Winter immer wieder großen Schaden an den Zäunen angerichtet. Teilweise riss der Zaun oder hängte sich an den Befestigungen aus oder durch die Schneewehen wurden die Zaunpfähle einfach in die Richtung des geringsten Widerstands umgelegt. In jedem Frühjahr hieß es dann für uns, bevor die Schafe und Pferde auf die Weide kamen, den Zaun zu richten, auszubessern oder teilweise ganz zu erneuern.

 

Im Mai diesen Jahres haben wir den Zaun von unserem Wohnhaus in Richtung Ferienhütte erst neu gesetzt. Wie es sich gehört, akkurat ausgerichtet. Zusätzlich das Ganze mit Stahldraht verstärkt und den Drahtzaun daran befestigt. Allerdings bislang nur in halber Höhe.

 

Wenn der Schnee kommt und ein entsprechender Wind mehrere Meter hohe Schneewehen aufbaut, drücken die Schneemassen den Zaun abwärts Richtung Tal. Dem wollen wir in diesem Winter vorbeugen. Der Anteil des Zauns, welcher die größte Last zu tragen hat, haben wir mit zusätzlichen Stützen an den einzelnen Zaunpfählen versehen. Alles in allem haben wir nochmals 30 Stolpen geschlagen und mit den bereits stehenden Zaunpfählen verschraubt. Zusätzlich ist ein weiteres Stahlseil gespannt und der Zaun mit seiner oberen Begrenzung daran befestigt.

Das waren mal wieder mehrere Stunden Arbeit. 

 

Nun hoffen wir, dass unsere Konstruktion dem Schnee standhält und wir im Frühjahr ohne viel Zaunarbeit davon kommen. Der Winter wird es zeigen, wie Theorie und Praxis im Einklang stehen. 

 

Das Leben ist zu kurz, um sich darüber zu ärgern,
was andere über dich denken oder sagen.

Also hab`Spaß und gib ihnen etwas, worüber sie reden können.

 

Verfasser unbekannt

 

 

 

15.10. 2014 Fast alle sind wieder zu Hause

 

Es sind nur noch wenige grade über Null und Klärchen lässt sich kaum noch sehen. Den ersten Nachtfrost hatten wir auch schon. Am Tage ist es ungemütlich und ständiger Regen lässt die Stimmung nach unten sinken.

 

Heute am Mittwoch war trockenen Wetter angesagt und so beschlossen wir unsere Schafherde wieder nach Hause zu bringen. Wie in jedem Jahr sollten die Schafe über die Schräge am hinteren Eingang in den Stall folgen. Wir hatten uns schon auf ein großes Theater eingestellt, denn in diesem Jahr sind 13 Lämmer dabei, die das erste Mal in ihrem Leben die Rückführung in den Stall erleben. Aber wie es eben so ist im Leben, oft kommt es anders als gedacht. Innerhalb weniger Minuten waren alle vierbeinigen Wollknäule in ihrem zu Hause. Den Futtereimer mit Kraftfutter gerüttelt und schon liefen alle wie wild die Schräge empor. Ein kleiner Trupp hatte sich etwas abgeseilt , aber schon beim zweiten Versuch war auch der Rest der Truppe drinnen. Wir wollten unsere Schafe trocken rein bekommen und das war uns trotz der vielen Regentage gelungen.

 

Allerdings hatten wir nicht so viel Glück mit unseren beiden Schafböcken. Mit dem Holder und Pferdehänger ging es hoch zur „Herrenweide“ .

Das Gatter geöffnet, die Klappe vom Hänger runter gelassen und dann gerufen und den Futtereimer geschüttelt. Tja, aber keine Reaktion von unseren Herren. Die beiden dachten überhaupt nicht daran sich in unsere Richtug und schon gar nicht sich in den Hänger zu bewegen. Das Futter haben wir auf den Boden verteilt in der Hoffnung , dass sie folgen, aber nichts. So mussten wir unverrichteter Dinge wieder abziehen. Die beiden Jungs hatten keine Lust ihr Domizil zu verlassen.

Nun gut, ein wenig Zeit haben wir noch bevor der erste Schnee kommt. Wir werden den beiden sturen Böcke nun täglich das Kraftfutter schmackhaft machen. So an gefüttert, hoffen wir, dass sie bei der nächsten geplanten Aktion dem Futtereimer folgen und brav auf den Pferdehänger laufen. Wir sind optimistisch, dass wir unsere Herren vor dem Winter rein bekommen.

 

Spätestens zum 1. Dezember müssern wir sie drinnen haben. Ab dann dürfen die Herren wieder zu Besuch in die Damengemächer und die Grundlage für eine guten Lammzeit 2014/2015 schaffen.

 

Alles , was sich jetzt im Zusammenhang mit unseren Schafen ereingnet, findet ihr nun in der Kategorie Lammzeit 2014/2015. Schaut einfach mal ab und zu da rein, wenn ihr wissen wollt wie es unseren Wollknäulen geht. Es gibt bestimmt das Ein oder Andere was interessiert oder zum Schmunzeln oder Nachdenken anregt.  

 

Begabte Männer lernen in der Ehe sehr rasch, worauf es ankommt - unbegabte dagegen streiten sich weiter mit ihren Frauen.

 

Yves Montand