21.03.13 Der Winter findet kein Ende…

 

Nun ist der März fast vorüber und ein Ende des Winters ist nicht in Sicht. Wir hatten vor 3 Tagen nochmals einen ½ Meter Neuschnee bekommen und es ist knitterkalt. Dazu kommt auch noch viel Wind,… es ist so richtig ungemütlich. Wir haben die Nase voll vom Winter, … aber so richtig!

 

Am 18.03. 13 war der Schafscherer im Stall und hat allen unseren Schafen ein neues Kleid verpasst. Alle Damen und Herren sehen toll aus, nicht zu dick und nicht zu schlank. Unsere beiden Schafböcke Hänschen und Dreizehn haben erfolgreiche Liebesdienste geleistet. Alle, die trächtig sein sollten sind es auch. Nun ist die dicke Wolle runter und man kann deutlich die Schwangerschaft erkennen. Natürlich sind die Schafe unterschiedlich rund. Einige mit mehr Bauch als andere, so dass die Lämmchenanzahl nach wie vor ein Geheimnis bleibt. Es sind sicher auch Drillinge dabei, wenn man allein vom Bauchumfang ausgeht, den so manche Dame an den Tag legt.

 

Es ist wie in jedem Jahr. Wir werden langsam ungeduldig und freuen uns auf unseren Nachwuchs im Schafstall.

Es ist eine anstrengende Zeit, die aber mit viel Herzlichkeit verbunden ist. Es ist ein tolles Gefühl so ein kleines neugeborenes Lämmchen im Arm zu halten und mit zu erleben wie Mutter und Kind zusammen wachsen und zu einer kleinen Familie werden.

Noch ca. 5 Wochen und wir können das "Lebenwerden" miterleben.

 

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.

                                                                                       Albert Einstein

                                                                                                                                                                                     

Maxi und Marie bei der Mittagsruh
Maxi und Marie bei der Mittagsruh

  

03.03. 2013


 

Wie füttert man


Schafe richtig ?

 

 

 

 

Bei der statistischen Analyse unserer HP sind in jedem Monat Suchanfragen wie man wohl Schafe richtig füttert.

 

Das Internet ist voll von Empfehlungen, die auf wissenschaftliche Basis gegeben werden. In den Schafzüchterforen, die es in Massen gibt, findet man viele verschiedene Meinungen. Einige halten sich an wissenschaftliche Neuigkeiten und wieder andere füttern so, dass man den Eindruck gewinnt, Schafe sind Restefresser.

Es ist also keine einheitliche Linie zu erkennen. Nun gut, es tut wohl jeder so gut er kann und so gut er weiß. 


Wir haben inzwischen unsere eigene Fütterungsmethode und glauben, dass wir damit bei unseren Schafen richtig liegen. Sicher ist es auch von der Rasse abhängig wie viel und wie gut man füttern sollte. Die persönliche Einstellung zu den Tieren spielt wohl eine größere Rolle als die meisten Schafzüchter zugeben. Für uns steht das Wohlbefinden der Tiere an erster Stelle. Danach kommen Produktion und Kosten.

 

Unser Schafstall ist an den Wänden mit bunten Bildern geschmückt. Von der Decke hängen große Zweige mit Schafglocken, die die Tiere animieren zu spielen und über den Tag sich zu beschäftigen. 

Sie bekommen frische Zweige zum Knabbern. Die Nadeln, kleine Ästchen und die Rinde bieten zusätzliche Mineralien und unsere Schafe haben etwas zu tun um die Langeweile zu vertreiben und die Knabberlust zu stillen. Wir haben dadurch keine Freßschäden an der Ausstattung. In den meisten Schafställen sieht man angeknabberte Gatter und Wände,... das haben wir nicht.

Dreizehn liegt zufrieden in seinem Herrengemach
Dreizehn liegt zufrieden in seinem Herrengemach

Am Tage läuft ein Radio in angemessener Lautstärke mit normalem norwegischem Unterhaltungsprogramm.

Abends nach der letzten Mahlzeit wird es aus geschalten und es herrscht Ruhe im Stall. 

 

Erst am frühen Morgen zum Frühstück gibt es wieder Nachrichten via Rundfunk.

 

Eine kleine Lampe oben an der Wand befestigt, schaltet sich automatisch entsprechend den Lichtverhältnissen ein bzw. aus. Es ist also immer ein Dämmerungslicht im Stall.

 

Unsere Schafe stehen auf Metallrosten, die wenigstens 1 x pro Woche abgekratzt werden. Futterreste und Schafdung werden also regelmäßig entfernt. So sind die Roste zumindest optisch immer sauber und die Schafe stehen nie in ihrem eigenen Mist.

 

Jetzt aber zurück zum Füttern. Inzwischen haben wir uns reichlich belesen und mit anderen Bauern ausgetauscht. Daraus haben wir ein eigenes Konzept entwickelt und die Gesundheit unserer Schafherde zeigt, dass wir damit richtig liegen.

Sollten wir euer Interesse geweckt haben, seht einfach hier nach.

 

Das Kraftfutter und die Mineral- Pellets kaufen wir beim hiesigen norwegischen Landhandel. Die Rundballen mit Heu holen wir von einem Bauern in Kristiansand und die Spätmahlzeit produzieren wir auf unserer eigenen Weide. Wir mähen, wenden und holen das Heu selbst ein.

 

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben  mit einem gewissen Grad an  Verrücktheit.

                                                                                                             Erasmus Rotterdam