17.01. 2013

Eiszeit

 

Inzwischen hält sich bei uns der Winter mit ausreichender Kälte. 

 

 

Nachts fällt das Thermometer bis auf – 25 Grad und am Tage scheint die Sonne bei 12 Grad minus. Im Dezember hatten wir Schneechaos mit anschließendem Regen, der die Schneemassen schrumpfen ließ. Leider bekamen wir die vielen Minusgrade und so hat sich unser Hof in eine perfekte Schlittschuhbahn verwandelt. Ohne unsere „Spikes“ unter den Schuhen geht gar nichts.

 

Der Paddock bei den Pferden ist ein perfektes Eisstadion. Szindi und Bandy meiden es die Eisfläche zu betreten. Erstaunlich wie viel Instinkt doch in den Tieren liegt und wie schnell sie sich anpassen, wenn Gefahr im Verzug ist. Die beiden gehen aus dem Stall direkt zur Heuraufe, eine Runde drumherum und wieder zurück. Wir haben da ein paar Sägespäne ausgestreut, so dass die Zwei etwas mehr Sicherheit beim Laufen haben, wenn sie ans Heu und Stroh gehen.

 

Ein wenig Pulverschnee fiel vor 2 Tagen, aber der hält auf dem Eis nicht. Es ist zu kalt und zu trocken. Wenn es nach dem Wetterbericht geht, soll das kalte, aber sonnige Wetter noch ein paar Tage anhalten. Also kein Schnee zum verbessern der Bodenqualität in Aussicht, … müssen wir eben aushalten.

 

Im Wald hinter dem Pferdestall haben wir mal wieder ein paar Bäume gerodet. Die liegen nun bis zum Frühjahr um weiter verarbeitet zu werden. Auf diesem Gelände  müssen wir dann aufräumen und den Zaun für die Schafe neu setzen. Das Weideland wird vergrößert und unsere Schäfchen wirken gleichzeitig als Landschaftspfleger.  

 

Wir haben keinen Grund, gegen unsere Welt Misstrauen zu haben, denn sie ist nicht gegen uns.

                                                                                        Rainer Maria Rilke