28.12. 2013 ...und ist er auch noch so alt und „weiß“, auch der Winter kann sich irren...

 

Gestern kamen Massen von Schnee vom Himmel. Es waren bestimmt 20 cm innerhalb von drei Stunden und heute haben wir 5 Grad plus und Massen von
Regen, garniert mit kräftigem Sturm. In diesem Jahr kann sich der Winter wohl nicht entscheiden. Einen so warmen Dezember, wie in 2013, gab es vor 40 Jahren das letzte Mal in Norwegen. Das erzählte uns Paul, Vorbesitzer unseres Hofes. Er ist total traurig über den ausbleibenden „richtigen Winter“ und wir auch!

Gott sei Dank haben wir alle wichtigen Arbeiten auf dem Hof erledigt und sind froh, dass all das viele Wasser seinen Weg weg weg vom Hof und runter ins kleine Tal findet. Ab und zu müssen wir kleine Spalten und Löcher im Boden zwischen den Gebäuden stopfen, da unser Hof auf einem großen Steinmassiv errichtet ist. Natürlich besteht so ein felsiges Areal aus mehreren dicht beieinanderliegenden Felsbrocken und der auf der Oberfläche beigefüllte Splitt und Schotter verschwindet manchmal dazwischen. Die großen Wassermengen nehmen ihn einfach mit und wir schauen ab und an in ein tiefes Loch, meistens an einer total unpassenden Stelle.

Der Pferdepaddock ist gut drainiert und nur rund um die Heuraufe ist es ein wenig matschig.

Nach heutiger Wettervorhersage müssen wir uns mit den Plusgraden und dem Regen noch mindestens eine Woche arrangieren. Das heißt, wir schließen 2013 mit diesem Schei...wetter ab und beginnen auch 2014 damit.

Tja, wir können es nicht ändern, … werden das Beste daraus machen.

 

Zum Schluß dieses letzten Artikels in 2013 noch eine benutzerfreundliche Information im Zuge der immer besser werdenden Kommunikation via Internet:

 

TWITTER … TWITTER... TWITTER... TWITTER

 

Zwischenzeitlich wurden wir bezüglich Gestaltung unserer HP von einem unserer Söhne, „geupgradet“.

tolles Wort, oder ?..., wurde von uns eingedeutscht!

 

Unser Sohn Daniel ist in der IT-Branche tätig und passt auf, dass seine Eltern nicht „veraltern“ betreffs neuer Kommunikationenmöglichkeiten.

 

Vielen Dank an Daniel für seine „Fürsorglichkeit“.

 

Mit anderen Worten... ihr findet Aussieverden jetzt auch bei Twitter.

In Anbetracht des anstehenden neuen Jahreshaben wir ein neues Feature für unsere Besucher unserer HP.

Ab jetzt ist es möglich, uns auch bei Twitter zu verfolgen. Einfach Follower von @aussieverden werden und ihr bekommt eine Nachricht sobald sich etwas neues auf Espetveit tut. 

 

TWITTER … TWITTER... TWITTER... TWITTER

 

 

Wir sollten viel öfter von ganzem Herzen etwas tun,

das kein Ziel verfolgt, keine Eile hat und sich nicht lohnen muss!

 

Jochen Maris

 

 

 

09.12. 2013 ”…ich glaub’, mich tritt ein Pferd…”

Das Wochenende ist vorüber und Ralf muss heute wieder zur Arbeit. Um 06:30 Uhr ging es mit dem Auto vom Hof. 

Liane, Neele und Thyra schlüpften nochmals ins Bett, nur für ein paar Minuten. Alles ist ruhig im Haus.

Plötzlich vernimmt Liane Pferdegeschnaufe am Haus. Merkwürdig, sicher fortgeleitet vom Paddock. Doch warum so deutlich, als wenn ein Pferd unterhalb des Schlafzimmerfensters steht? Quatsch, kann ja nicht sein! Aber auch Neele, erhebt sich von ihrem Schlafplatz und lauscht, was da draußen wohl vor sich geht. Liane schickt sie zurück auf ihren Schlafplatz, denn es ist noch nicht mal 07:00 Uhr und wir Frauen haben heute frei.

Nun gut, richtige Ruhe können wir nicht finden und entschließen uns unsere Betten zu verlassen und mit der Tagesarbeit zu beginnen. Nach einem kleinen Frühstück geht es nach draußen. Es ist inzwischen auch schon schummrig und die Sonne erkämpft sich den Tag.

Neele und auch Thyra schnuppern interessant an der Haustür und wollen endlich raus. Und Liane hört die Schafglocken, die am Eingang hängen, läuten. Komisch, wir haben doch gar keinen Wind?

 O.k. Türe auf und…..da schauen uns doch plötzlich zwei große braune wundervolle Augen in einem riesigen Kopf ganz interessiert an.

Neele und Thyra sind außer sich und schimpfen los. Was ist denn hier los?

Tja, da steht doch wirklich unser Bandy am Hauseingang und ist gerade dabei die Winterdekoration aus frischen Tannenzweigen, die am Hauseingang zu beiden Seiten angebracht sind, zu verspeisen.  

Schnell unsere beiden Minis wieder rein, damit sie unseren Wallach Bandy nicht verschrecken. Nach dem Schneefall am Wochenende ist es wieder warm geworden und es nieselt etwas. Der Boden ist aalglatt und ein aufgescheuchtes Pferd können wir bei diesen Bedingungen wirklich nicht gebrauchen. Ein Beinbruch und Bandy Schicksal ist besiegelt.

Das mit Anouk vor 3 Wochen reicht, mehr negatives Erleben brauchen wir nun absolut nicht. 

Ja, und wie es so ist,…“ein Pferd kommt selten allein…“!  Um die Hausecke biegt unsere Szindi und gesellt sich zu Bandy. Schaut Liane an und beginnt ebenfalls als wenn es das Normalste von der Welt ist, an der Dekoration mit den Tannenzweigen zu knabbern. Sie hat noch einzelne Grashalme aus dem Maul hängen. Es zeigt sich, dass sie in der Zeit wo Bandy sich bereits an der Weihnachtsdekoration  vergnügte, den Schnee an der Seite des Hauses weggekratzt hatte und nach den letzten grünen Halme im Gras suchte.  

Liane hat nicht schlecht geschaut. Beide Pferde waren draußen auf Tour rund ums Haus.

Wie sich heraus stellte, war das Elektroband  vom Paddock in Richtung Wohnhaus gerissen und somit der Ausflug im Morgengrauen für unsere beiden Pferde möglich geworden. Szindi und Bandy folgten ohne Probleme Liane und gingen zurück auf den Paddock. Es war nämlich Zeit auch für das Pferdefrühstück und das lassen sich die beiden nicht zweimal sagen.       

Das Elektroband wurde wieder verknotet und alles war vergessen.

Wie sich an den Spuren lesen lies, waren unser Pärchen wohl schon länger unterwegs. Das gesamte Gebiet rund ums Haus wies Hufspuren auf. Auf dem Boden zu den Hauswänden war der Schnee weggekratzt um noch ein wenig Rest vom grünen Rasen zu finden. Auch rund um den Schafstall fanden sich Spuren, so dass die beiden großen Vierbeiner den gesamten Hof erkundet hatten. Nur zum Tor waren sie nicht vorgedrungen. Das war ihnen wohl doch zu unsicher, aufgrund der Glätte, die sich inzwischen auf den vom Schnee geräumten Wegen breit machte.

Resümee:

Man sollte nie an seiner Wahrnehmung zweifeln!

... Pferdeschnaufen unterhalb des Schlafzimmerfensters, kommt von einem Pferd und ist keine Wahnvorstellung!

... wenn die Glocken am Eingang läuten ohne, dass Wind weht, muss Jemand daran ziehen,,… von allein bewegen die sich nicht!                                   

 … tja, und außerdem sollte man seinem Hund vertrauen , …wenn er etwas wahr nimmt, schicke ihn nicht zurück auf seinen Schlafplatz sondern schaue nach, woher es kommt und was es ist!

 Wenn dir Steine in den Weg gelegt werden:

Draufstellen, Balance halten, Aussicht genießen und weitergehen.

 

 

04.12. 2013 Zwei Jahre wird unser Bärli

 

 

Steckbrief:

 

Braunes Wuschelfell, mit goldenen Abzeichen,

weißem Lätzchen und weißen Schuhspitzen,

etwas pummelig in der Statur, immer hungrig,

überall die Nase reinsteckend, auf alles aufpassend,

aber dennoch vorsichtig und die anderen Zwei- oder Vierbeiner erst mal vor schicken,

oft rüpelhaftes Verhalten, zuckersüß schauend,

penetrant fordernd,

…. einfach zum knuddeln und liebhaben.

 

Aus aktuellem Anlass ging es heute noch mal auf die Waage und zum Vermessen an die Latte. Thyra hat mit 20,8 kg und 48 cm Schulterhöhe die ausgewiesenen Maße des Mini Aussie lange hinter sich gelassen. Sicher, jede Rasse hat ihre „Ausreißer“aber Thyra ist wohl etwas mehr als nur ein kleiner Ausreißer.

 

Im ersten Lebensjahr war Thyra etwas draufgängerisch, was sich allerdings gelegt hat. Wenn brenzliche Situationen eintreten (sie hört etwas, kann es aber nicht sehen und nicht zuordnen) , zieht sie sich lieber zurück , schiebt die anderen Zwei-oder Vierbeiner vor und wartet, was sich ergibt.

Manchmal tobt sie mit Neele völlig übermütig, so dass man sie in ihrem Vorwärtsdrang ausbremsen muss. Bislang hatte das Anouk übernommen. Anouk hielt Thyra in der Rangordnung innerhalb des Rudels immer auf dem letzten Platz, deutlich zeigend wer der Chef ist und wer bestimmt und in welcher Reihenfolge wer im Rudel steht. Durch Anouk Tod vor nun mehr als 2 Wochen, ist die Rudelformation etwas ins Schwanken geraten.

 

Thyra unser Bärli, wird gegenüber unserer Neele ruppig und grob, so dass Neele wie ein Putzlappen durch die Gegend gezogen wird, ohne dass sie sich gegenüber dem Bärli wirklich wehren kann. Thyra ist nicht böse mit Neele, kann allerdings ihre Kraft nicht dosiert einsetzten, ... sie ist ein richtiger Rüpel. 

 

Aber Thyra hat auch ihre kuschelige Seite und hat ein sehr einnehmendes Wesen. Ein Jeder schliesst unser Bärli mit ihrer liebenswerten, ehrlichen Art sofort in sein Herz und viele unserer Besucher hätten sie gern eingepackt und mitgenommen.

 

Aufschauender Blick, fixieren minutenlang und dann plötzlich ein Satz und Bärli sitzt einem im Sessel auf dem Schoß,.... nach dem Motto... “ich will jetzt mit dir kuscheln, du doch sicher auch mit mir!“

 

Streicheleinheiten verteilen wir gleichmäßig, aber Thyra ist immer die Erste auf dem Sofa , kuschelt sich so richtig an und genießt die Nähe mit uns. Wie ein kleines Plüschtier liegt sie völlig regungslos neben uns und lässt sich stundenlang kraulen.

 

Da Anouk nicht mehr unter uns ist, wird sich sicher in der nächsten Zeit entscheiden wer der Rudelführer unter unseren roten Mädels wird. Neele „läßt sich nicht die Butter vom Brot nehmen“ , und Thyra trotz “Kraft ihrer Wassersuppe“ hat es da nicht leicht sich durch zusetzen.

Wir sind gespannt, wie die beiden sich zusammenraufen und wer das Sagen bekommt. Wir mischen uns nicht ein, das sollen die Zwei unter sich ausmachen.

 

Jedenfalls sind wir mächtig stolz auf unsere Thyra, sie ist ein kuschliger kleiner dicker Bär, kein Mini Aussie.

 

Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen,

ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen.

Friedrich II. der Große

 

 

 

Sonnenaufgang 08:00 Uhr auf Espetveit
Sonnenaufgang 08:00 Uhr auf Espetveit

 

01.12. 2013 

Schnee

von gestern....

 

Sonnenschein,

minus 2 Grad

und fast Windstille,

... ja so kann er bleiben, der Winter. 

 

Gestern gab es den ersten richtigen Schnee hier bei uns. Es liegen nun 10 cm Pulverschnee und wir haben uns entschlossen nicht zu räumen. Es sieht so herrlich friedlich und schön aus, dass wir uns dieses Bild erhalten wollen.

 

Bandy und Szindi nahmen das erste Schneebad auf dem Paddock.

 

Auch unsere beiden Minis Neele und Thyra sind ganz aus dem Häuschen. Endlich wieder Schnee, endlich wieder nach Herzenslust toben, Hundenase in den Schnee stecken und Schneeschieber spielen, sich im Schnee wälzen und mal richtig den Rücken durch rubbeln, und dann wie der Blitz auf den anderen los und kriegen spielen.

 

Wir Zwei- und Vierbeiner sind uns einig, etwas Schöneres kann es augenblicklich nicht geben.

 

Heute war die ganze Familie zum Einkaufen in Evje. Neele und Thyra brauchten heute nicht im Auto warten, sondern machten mit Liane einen Stadtrundgang. Man gab es da viel zu sehen und vor allem zu schnuppern. Ganz dicht bei Frauchen ging der Spaziergang ohne jegliche Probleme. Kein Ziehen an der Leine, kein wildes Bellen nur weil andere Vierbeiner ebenfalls auf Tour waren. Auch laute Kinder auf dem Schlitten konnten die beiden nicht aus der Ruhe bringen. Alles war neu und fremd und da hält man wohl lieber die Klappe, denn wer weiß, was da alles passieren kann. Anouk ist nicht mehr im Hunderudel, ... Anouk, die auf alle aufpasste, Sicherheit vermittelte und die Kontrolle über alles hatte. Anouk ist auf der anderen Seite und wird die beiden Kleinen nie mehr beschützen und anleiten können. Ab jetzt sind die beiden letzten „Mohikaner“ Neele und Thyra, auf sich gestellt.

 

Stolz waren wir auf unsere beiden roten Mädchen. Es ging ganz ohne Theater in der großen weiten Welt, auf Evje.

 

Auf dem Rückweg gab es noch einen kleinen Abstecher nach Hestevåg, einem sehr idyllisch gelegenen Platz an einem kleinen Fjord nur 300m weg von der Hauptstraße. Hier ist es im Sommer wie im Winter einfach märchenhaft.

 

Nun gut, wir haben unseren Märchenort auf Espetveit, …. und dahin ging es dann auch schnell zurück.


Auf dem Rückweg gab es noch einen kleinen Abstecher nach Hestevaag, einem sehr idyllisch gelegenen Platz an einem kleinen Fjord nur 300m weg von der Hauptstraße.


Hier ist es im Sommer wie im Winter einfach märchenhaft. 

 

Nun gut, wir haben unseren Märchenort auf Espetveit, …. und dahin ging es dann auch schnell zurück.

Alles Große besteht aus Kleinem.
Wer vom Kleinen nicht Besitz nimmt, kann das Große nie erwerben.

 

Johann Jakob Wilhelm Heinse