17.09. 2012 Der Schafhimmel öffnet seine Pforten

 

Es wieder so weit. Unsere Lämmer verlassen uns und ziehen, wie jeden Herbst, in den Schafhimmel.  

Als Erster ging unser Rudi, ein Sohn von Matha. Er hatte großes Glück und wird in Zukunft einer eigenen kleinen Schafherde ca. 60 km südöstlich von uns vorstehen. Er ist dann zusammen mit Ole, welcher im letzten Jahr von Espetveit in diese Schaffamilie umzog. Die beiden werden dort im kommenden Jahr für Nachwuchs sorgen. Wir drücken ganz fest die Daumen, dass im nächsten Frühling viele kleine „Rudis“ das Licht der Welt erblicken.

Von unseren Kindergartenlämmern bleiben Dala und Maila bei uns. Sie füllen Lücken in unserer eigenen Herde aus. Dala und Maila werden im Spätherbst aber noch nicht belegt. Sie sollen noch ein Jahr Zeit haben, zu kräftigen schönen Schafdamen heranzuwachsen.

Alle anderen Lämmer fuhren heute Morgen mit dem Transporter in den Schafhimmel über Espetveit. Es waren insgesamt 29 Lämmer.

Außerdem verließen uns 3 Schafdamen, die aufgrund einer Euterentzündung nicht weiter in der Herde bleiben können. Es ist Mausi, unser Kindergartenlamm von 2009, Emma unser Vorgartenschaf und Martha ihre beste Freundin. Es fiel uns nicht leicht, die Drei abzugeben. Über die vier Jahre, in denen sie zur Schaffamilie gehörten, waren sie uns richtig ans Herz gewachsen. Wir sind traurig, sie gehen lassen zu müssen. Wir haben aber keine andere Wahl.

Wir hatten Mausi im letzten Herbst trotz ihrer Euterentzündung in der Hoffnung wieder mit eingestellt, dass die Euterentzündung ausheilt. Es ist aber nicht eingetreten. Der Stellplatz im Schafstall ist begrenzt, so dass wir uns für die gesunden Schafe entscheiden müssen. Ein chronisch krankes Schaf können wir nicht durchbringen.

 

Die Herde ist mit 24 Schafen und zwei Böcken komplett. Wir holen die Tiere Mitte Oktober in den Stall. Je nach Wetter und Futterangebot werden wir den Zeitpunkt so spät wie möglich festlegen.  Der Winter im Stall ist lang genug.

 

Die Zeit heilt nicht alles; aber sie rückt vielleicht das Unheilbare aus dem Mittelpunkt.

                                                                                      Ludwig Marcuse