29.10. 2012


Neele hat


Geburtstag 

 

Heute wird unsere Neele 1 Jahr …

 

und wir sind stolz auf unsere Neelemaus.

 

Als wir sie im Dezember 2011 aus Deutschland holten, war sie eine kleine Maus und wog mal gerade 1800g. Inzwischen bringt sie 12100 g auf die Waage und hat stattliche 40 cm Schulterhöhe erreicht. Sie ist zu einer hübschen Mini Aussie Dame herangewachsen.  

 

Neele ist sehr sensibel und allem Neuen gegenüber misstrauisch und zurückhaltend. Sie braucht Zeit. um sich mit Fremden oder unbekannten Situationen vertraut zu machen. Mit knapp einem ½ Jahr hat sie anfänglich allen Fremden, die unseren Hof betraten, in die Hacken gezwickt. Das hat uns arg zu denken gegeben. Inzwischen wissen Neele und wir. mit der Situation umzugehen. Fremde werden akzeptiert, wenn sie Neele in ihrer Art akzeptieren und so haben wir das Neele-Problem gelöst.

 

Neele kann man nicht einfach mal streicheln, nein, ... Neele bestimmt wer streicheln darf und wen sie nicht mag. Neele kann man mit rein gar nichts „kaufen“, nicht einmal mit einem Leckerli … sie bestimmt immer über sich selbst.

 

Neele ist eine ehrliche treue Seele. Sie ist klar in ihrem Charakter, nie falsch und sie ist unbestechlich. Ihre Laune versteckt sie nie hinterm Rücken, ihre Reaktionen sind voraussehbar und damit für uns gut berechenbar. Sie ist gehorsam und sehr neugierig. Aber nichts kann so interessant sein, dass sie dafür den Hof verlassen würde. Espetveit ist ihr zu Hause, hier fühlt sie sich sicher, und nichts auf der Welt würde sie dazu bringen, allein auf Tour zu gehen.

 

Neele fährt sehr gerne Auto und sitzt auch mal einfach nur so im „Autohundeabteil“, ohne dass es auf Tour geht.

 

Neelemaus ist zäh und ausdauernd im Spiel mit Anouk und Thyra. Sie ist zwar die Kleinste im Hunderudel, verweist aber oft genug die anderen Zwei in ihre Schranken. Sie ist ein richtiger Kämpfertyp und lässt sich nicht „die Butter vom Brot nehmen“.

 

Lieblingsposition von Neele ist auf dem Rücken liegen und sich den Bauch kraulen lassen. Das könnte man stundenlang mit ihr machen. Sie würde sich nicht vom Platz weg rühren.

Abends hat sie ihren Platz auf dem Sofa und weder Anouk noch Thyra machen ihr das streitig. Sie wissen genau, dass Neele diesbezüglich richtig stressen kann und das, was sie hat, bis auf`s Letzte verteidigt.

 

Hin und wieder ist Neele auch eine richtige Zicke und besonders Thyra weiß was es heißt, wenn Neele in Stänkerlaune ist. Da hängt sie dann den bösen Hund raus und kann richtig giftig reagieren. Dann ist nicht gut „Kirschen essen“ mit ihr. Neele ist eben Chefstellvertreter, steht natürlich hinter Anouk. Thyra ist die Letzte in der Damenriege.

 

Wenn Neele etwas fordert, dann bellt sie nicht sondern teilt ihren Wunsch mit einem lang gezogenen Piepton mit. Sie kann so penetrant damit sein, dass man fast immer nachgibt. 

 

Neele ist eine rassetypische, kleine, süße, liebe, intelligente, sensible und eigensinnige Maus,... nein, ... sie ist natürlich keine Maus, ... sie  ist ein Mini Aussie.

 

Wir haben etwas über den Skorpion-Hund im Internet gefunden.

In dem Einen oder Anderen findet man Neele wieder.

 

Leidenschaft, Zähigkeit und Ehrgeiz zeichnen dieses Sternzeichen aus.


Der Skorpion-Hund ist loyal und ein guter Beschützer.

Er liebt seine Familie sehr intensiv und ist daher auch oft sehr eifersüchtig und lehnt es auch mal ab von anderen gestreichelt zu werden.


Hunde dieses Sternzeichens sind mutige Kämpfernaturen, sie sind lebhaft und möchten gerne Ihren Dickkopf durchsetzen.

Er härtet sich oft selbst ab indem er auf seine Leckerlis verzichtet.


Ein Skorpion-Hund ist meist sehr widersprüchlich, seine Stimmungen können schnell schwanken. Manchmal wirkt er melancholisch dann eher leidenschaftlich. Er liebt und hasst mit großer Intensität.


Der Skorpion-Hund ist ein tiefgründiger Hund bei dem man oft das Gefühl hat er könne Gedanken lesen.


Langweilig wird es mit einem Skorpionhund nie, denn er wird immer zeigen wie überlegen, schnell und intelligent er ist.


Diesen Vierbeiner kann man nicht täuschen !


Hat ihm jemand etwas Schlimmes angetan, so wird er es niemals vergessen. 


 

 

13.10. 2012 Rein in die warme Stube

 

Wir hatten es ja bereits angekündigt und heute wurde es vollzogen. Die Herde ist im Stall.

Entgegen der Wettervorhersage mit angeblichem Sonnenschein hatten wir heute den ersten Schneefall. Wir haben nicht schlecht gestaunt als wir beim Frühstück aus dem Fenster sahen und die ersten Schneeflocken wie wild durch die Luft tanzten.

 

Den mobilen Zaun hatten wir bereits gestern so verändert, dass die Schafe direkt hinter den Schafstall wandern konnten und wir dann eben nur mit dem Futtereimer klappern wollten um alle über die Schräge am Hintereingang in den Stall zu bekommen.

Die Hintertür aufgemacht und schon drängten die ersten Damen in den Stall. Kein Futtereimer war notwendig. Ein wenig in die Hände geklatscht und schon folgte ein Schaf dem anderen in den Stall.

 

Ein wenig Tumult gab es noch beim Sortieren der Damen. Wir achteten darauf, dass die wieder zusammen in eine Box kamen, welche sich bereits vom letzten Jahr kannten und ein harmonisches Team boten. Natürlich war etwas Varianz gefragt, denn die Plätze von Emma, Martha und Mausi waren frei und je nach geplantem Ehepartner wurden die Jungschafe eingesetzt.

 

Nun stehen alle friedlich in ihren Boxen und die erste Mahlzeit ist gefüttert. Maila und Dala stellen sich noch etwas dumm an beim Futter fassen. Es muss wahnsinnig schwer sein für die Kleinen den Kopf durch die Futteröffnungen in dem Stallgatter zu stecken. Jedenfalls ist wieder Handarbeit angesagt. Die beiden Kleinen bekommen von uns das Futter so gereicht, dass sie mehr und mehr vertraut werden mit der Prozedur ihren Kopf durch das Gitter zu stecken.

 

Die ersten Zweige liegen zum Abknabbern in den Boxen und werden wenn sie „gereinigt“ sind so an die Stalldecke über jede Box gehängt, dass die Schafe daran knabbern können. Gleichzeitig hängen wir wieder die Schafglocken an die Zweige. So gibt es ab uns zu ein wenig „Musik“ aus dem Stall.


Hänschen und Dreizehn durften mit dem Hänger reisen. Wir holten die beiden von ihrer Herrenweide mit dem Pferdehänger hinter dem Traktor. Ohne großen Aufwand folgten sie dem Rufen und marschierten auf den Hänger und  ebenso unkompoliziert ging es vom Hänger runter in ihr Herregemach. Die beiden Herren waren wohl auch ganz froh endlich wieder bei den Damen zu sein und vier Wände und ein Dach um sich drum herum zu haben. 


„Leben ist nicht genug“, sagte der Schmetterling.

„Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben!“


Hans Christian Andersen

 



12.10. 2012 Indian Summer, ... oder auch nicht

Wie in jedem Jahr, hoffen wir auf ein oder zwei schöne Wochenenden im Oktober. Man spricht dann in guter Gesellschaft vom „Indian Summer“. Wir haben schon oft davon gehört, erlebt haben wir diesen speziellen Sommer wohl noch nicht so richtig bewußt.

In diesem Jahr fiel die Laubfärbung sehr dürftig aus. Alles was golden und rot eingefärbt war, ist binnen Kurzem auf dem Boden gelandet. Wir hatten sehr viel Wind und bereits Mitte September gab es den ersten Frost. Der schöne Herbst fällt dieses Jahr einfach aus. Es wird nix mit dem ersehnten „Indian Summer“ der Nordamerikaner.

Es ist hier in Südnorwegen weder trocken im Herbst, noch besonders warm. So etwas Ähnliches haben wir aber kurzzeitig in den vergangenen Jahren schon erlebt. Es liegt wohl an der globalen „Klimaerkältung“. Am Thermometer ist die Tendenz ständig fallend. Heiß wird es im Wetterbericht immer nur in „Tyskland“ (norwegisch für Deutschland). Wir bekommen ein Tiefdruckgebiet nach dem Anderen. Manchmal haben wir den Eindruck, dass innerhalb eines Monates das gesamte Alphabet für diese Regenansammlungen aufgebraucht wird. Kurz und gut: „ Der Hebst ist in diesem Jahr ein nasser Hund“. Unsere Schafe finden auch nicht mehr allzu viel Grün. Sie sind andauernd unterwegs und laufen sich das bisschen Sommerspeck, was sie sich mühsam zugelegt haben, gleich wieder ab.

Am Sonntag, dass heißt, in zwei Tagen kommt der nächste Buchstabe im Tiefdruckalphabet dran. Dann würden unsere lieben Wollknäule wieder eingeweicht werden. Darum steht unser Entschluss fest. Noch bevor die nasse „Berta“ oder die feucht-kalte „Christine“ kommen, wandert die Herde in den Stall. Trockene Schafe sind besser für das Stallklima und den allerletzten Büschel Gras müssen sie auch nicht von der Weide knabbern.

Dank der vielen "ausländischen Hilfe " im Sommer, haben wir reichlich Futter eingelagert. Unsere Schafe wissen aber noch nichts davon. Sie würden sich dann bestimmt immer hinter dem Stall versammeln und auf gutes Heu warten.

Irgendwie freuen wir uns auf den Winter. Es hat etwas Besonderes, mit den Wollknäulen im Stall einen Teil des Abends zu verbringen.

Also, auf geht’s zum Almabtrieb. 

Die Natur ist ein sehr gutes Beruhigungsmittel.

Anton Pawlowitsch Tschechow