24.03. 2012


Spaziergang

zum See 

 

In den letzten Tagen hatten wir frühlingshafte Temperaturen.

 

Der Schnee ist fast völlig verschwunden. Hier und da in schattigen Ecken kann man noch etwas von dem winterlichen Weiß entdecken. Unsere Wiesen sind fast alle frei.

 

Nach einem arbeitsreichen Vormittag gönnten wir uns eine Pause und ab ging es zu unserem Badesee in 450 m Höhe. Unsere drei Mini Aussie Mädchen durften den Ausflug ohne Leibchen genießen. So ging es immer der „Großen“ nach , die ja den Weg zum See kennt. Ab und zu sah man nur noch die Schwanzspitze wippen wenn Neele und Thyra auf Entdeckungstour waren.

Wir hatten tollen Sonnenschein und so genossen wir alle den Aufstieg. Oben angekommen waren wir doch schon ein wenig überrascht. Der See hatte noch Eis. Am Rand saß eine dünne Eisschicht , die Anouk wie ein kleiner Eisbrecher zerkleinerte. Thyra traute sich weiter raus und sah auf ihrer Eiszunge aus wie „Bootsmann auf der Scholle“. Neele blieb hübsch auf dem Land. Ihr war das mit dem Eis nicht geheuer.

 

Auf dem Rückweg wurde richtig getobt und gebadet. Viele kleine Bäche und kleine Seen ziehen zur Zeit neben dem Weg ihre Bahn. Anouk hat kräftig gepanscht und auch Neele war pudelnass. Nur Thyra hielt sich etwas fern vom Wasser. 

 Wieder zu Haus gab es für jeden von unseren Minis ein großes Stück getrockneten Hundefisch. 


Wir gingen wieder an die Arbeit um den restlichen Teil des Waldes im kleinen Tal aufzuräumen.

 

Die nächsten Tage soll es so mit dem Wetter bleiben. Temperaturen um die 12 Grad im Tagesdurchschnitt und lichter Sonnenschein sind gemeldet.

 

Ich bin überzeugt, dass Hunde im Grunde denken, die Menschen seien verrückt.                                                                                                                                                                                             John Steinbeck

 


Dreizehn beim Frisör
Dreizehn beim Frisör

  

17.03.2012

 

Kleiderwechsel

 

Wie in jedem Frühjahr um diese Zeit, ist Kleiderwechsel angesagt.


Heute für 10.00 Uhr hatte der Schafscherer sich angemeldet und wie in jedem Jahr kam er nicht pünktlich.

Kurz vor 12:00 Uhr fuhr endlich sein rotes Auto auf den Hof.


 

Anouk und auch Thyra begrüßten ihn freundlich. Neele hingegen stand abseits und bellt ihn an. Ihr gefiel es gar nicht, das ein Fremder auf unserem Hof war. Mit reichlich Abstand begutachtete sie ihn war nicht bereit ihn zu begrüßen.

 

Wir hatten bereits alles für das Scheren vorbereitet und so konnte es sofort los gehen. In diesem Frühjahr lief es völlig unspektakulär ab. Der Boxenwechsel der Schafdamen ging reibungslos. Nachdem die Wolle runter war, ging jede Einzelne ganz ruhig in ihr „Häuschen“ zurück.

Auch Dreizehn und Hänschen verließen ihre Singelwohnung ohne, dass wir sie groß bitten mussten. Der dicke Pelz kam runter und ganz ruhig trottelte jeder der Herren wieder zurück in sein Gemach.

Nach zwei Stunden, waren wir mit allen durch und der Schafscherer fuhr weiter zum nächsten Termin.

 

So wie es aussieht, sind alle unsere Damen, die im Dezember Herrenbesuch hatten, schwanger.

Kathi sollte nach unserer Rechnung die Erste sein, die ihre Lämmer bekommt. Am 25. April beginnt rein rechnerisch bei uns die Lammzeit. Allerding müssen wir natürlich auch die Varianz von Mutter Natur mit einkalkulieren. Die Tragzeit beträgt 145 Tage +/- 1 Woche, so daß durchaus auch bereits am 18. April die ersten Lämmern kommen könnten. Wir nehmen innerhalb der Lammzeit wieder Urlaub.

Ausserdem bekommen wir in diesem Jahr Ünterstützung von einer langjährigen Freundin, die sich in diesem Jahr für den geburtshilflichen Kurs auf unserem Hof angemeldet hat. Nach kurzer Lernphase wird sie den Tagdienst im Schafstall für eine Woche übernehmen. Damit brauchen wir ein paar Urlaubstage weniger in diesem Zeitraum.

 

So, nun sind wir gespannt, wann es los geht und welche unserer Damen in diesem Jahr als erste Mama wird.

Wir hoffen, dass es so gut wie im letzten Jahr über die Runden geht. 

Der Utopist sieht das Paradies,

der Realist sieht das Paradies plus Schlange.

                                                                                                                                                                         Friedrich Hebbel