Paddock hinterm Pferdestall wird geräumt
Paddock hinterm Pferdestall wird geräumt

 


25.12. 2012

 

Der Winter plagt Mensch und Maschine



 

Die vielen Stunden auf dem Traktor machen nicht nur dem Fahrer zu schaffen.  

Es ist kaum zu glauben, dass die Maschine einer derartigen Dauerbelastung standhält. Auf dem Tacho unseres Traktors stehen jetzt schon 850 Stunden. Diese Zeit hat er innerhalb von vier Jahren abgeleistet, und das nur beim Betrieb auf dem Hof. Sicher ist die eine oder andere kleine Reparatur angefallen, aber insgesamt hat er tapfer durchgehalten.

 

Den schlimmsten Crash gab es, als im vorletzten Winter unsere Mini Aussies im Wald den Oberschenkelknochen eines Elches ausgegraben und mit nach Hause geschleppt hatten. Im tiefen Schnee sah man das riesige Teil nicht und so wurde es mit der Schneefräse aufgeladen. Das war zu viel des Guten. Die Folge war eine Explosion des Getriebes und im Anschluss eine sehr teure und aufwendige Reparatur.

 

In diesem Jahr im Spätsommer wurde das Gebläsegehäuse der Schneefräse komplett restauriert. Auch die Kufen haben wir erneuert und vergrößert. Sie waren für die Arbeit im tiefen Schnee unterdimensioniert. Jetzt zeigte sich allerdings beim Härtetest im Schneesturm, dass wir die Statik der Kufen falsch eingeschätzt hatten. Das Material gab nach. Sie haben sich unter der gewaltigen Last verbogen. Ralf hat sie heute am ersten Weihnachtsfeiertag längs in der Mitte mit der großen Flex geteilt und das abgetrennte Ende an der Seite der optimalen Hebelwirkung angeschweißt. Jetzt funktioniert die Schneefräse einwandfrei, dass Material hält stand.

 

Den absoluten Härtetest hat die Schneefräse heute oben auf dem Berg an der Hütte an einer 1,5 m hohen Schneewehe bestanden. Ralf hat einfach eine Schneise in die Wehe geschnitten und die Hüttenbewohner haben jetzt einen eindrucksvollen Weg zur Hütte. So etwas funktioniert nur mit einer frontmontierten Schneefräse. Da zeigte sich die ganze Klasse unseres kleinen "Jon Deere". Unser Pål hat echt gestaunt. Sein riesiger Traktor hatte mit der nachlaufenden Schneefräse keine Chance. Er kam ein fach nicht durch. Aber was soll´s - wir helfen einander wo wir können.

Zum Glück haben wir wirklich alles in unserer Werkstatt, was ein Hof braucht . Es macht richtig Spaß herum zu basteln. Natürlich ist am Ende auch eine Portion Stolz mit im Spiel.

 

Morgen geht es weiter mit dem Schneetreiben – zum Glück haben wir frei!

Bei jeder Arbeit ist es vor allem wichtig, dass man zuerst einmal einfach irgendwie anfängt. Dann kommt die Sache in Fluss.

                                                   

                                                                                                  Carl Hilty

 

 


"Blick" aus unserem Küchenfenster
"Blick" aus unserem Küchenfenster

  


23.12. 2012


Schneesturm


 

Der gesamte November war verregnet, grau in grau .

Man hatte das Gefühl, dass Norwegen mal wieder auf der Liste des Weltuntergangs stand. Wasser, Wasser und wieder Wasser.





 

Inzwischen ist der Winter mit viel Schnee und Temperaturen um die 20 Grad minus auf Espetveit eingekehrt. 

Seit Anfang Dezember ist alles in ein hübsches weißes Kleid geschlüpft. Es kam sehr viel Schnee innerhalb weniger Tage, so dass wir täglich zwischen 3- 5 Stunden mit dem Räumen beschäftigt waren.

Seit Freitag Abend schneit es ununterbrochen. Heute haben wir Sonntag und es hat sich zu dem vielen Schnee auch noch ein kräftiger Wind dazu gesellt. Beim Schneeräumen fühlen wir uns manchmal wie Don Quichotte beim seinem Kampf gegen die Windmühlen. Was der Traktor vorn wegschiebt, bläst der Wind binnen Kurzem hinter ihm wieder zu. Es ist unglaublich, wie viel Schnee da in kurzer Zeit vom Himmel fällt und wie verzwickt es wird, wenn ein kräftiger Schneesturm mit im Spiel ist.


Jetzt ist es 16:00 Uhr und wir haben für heute aufgegeben. Meterhohe Schneewehen blasen zum Rückzug. Nur gut, dass wir morgen nicht zur Arbeit müssen und die Zeit nutzen können dem Chaos eventuell Herr zu werden. Ab morgen ist Wetterberuhigung angesagt. Wir haben dann wahrscheinlich mehr Erfolg im Kampf gegen die Schneemassen.

Die Fenster in unserem Haus sind völlig mit Schnee zugeweht, nicht der kleinste Schlitz, um nach draußen zu schauen. Es vermittelt ein schönes winterlich weihnachtliches Gefühl, aber lässt auch die Gedanken kreisen, wie es wohl wäre, wenn das mit dem Schneesturm nicht endet und wir völlig einschneien und von der restlichen Welt abgeschnitten sind.

 

Unseren drei Aussiemädchen gefällt der viele Schnee. Die Drei sind völlig aus dem Häuschen und die Schneewehen können nicht tief genug sein, um darin herum zu toben. Neele, die Kleinste in der Runde hat ganz schön zu kämpfen, um den anderen beiden im Tempo zu folgen. Aber unsere Kleine macht das prima und dass sie viel kürzere Beinchen als Anouk und Thyra hat, merkt man ihr beim Toben nicht an. Sie ist immer mit dabei wenn es durch den Schnee auf Entdeckungstour geht. Gestern hat sie unter dem Schnee eine kleine Maus ausgebuddelt. Sie war gerade dabei das Mäuschen durch die Hundeklappe ins Grovkjökken zu tragen. Da das Mäuschen nicht ganz einverstanden mit diesem Transport war, gab es ein lautes Gepiepse. Gerade noch rechtzeitig konnten wir verhindern, dass wir mit einer Mäusezucht beginnen. Mäuschen raus aus Neeles Schnute und wieder unter den den Brennholzstapel gesetzt. Neele fand das nicht so toll, aber es kann eben nicht immer der Hundenase nach gehen. Wir haben genügend Tiere auf Espetveit und da brauchen wir nicht noch eine Mäusefamilie im Haus.

 

Inzwischen sind auch unsere beiden Schafböcke Hänschen und Dreizehn in ihr Herrengemach zurück gekehrt. Drei Wochen waren sie bei den Damen und haben sich vergnügt. Jetzt ist wieder Ruhe im Schafstall eingekehrt. Alles geht seinen gewohnten Gang. Es wird erst wieder aufregend, wenn die Lammzeit im April beginnt.

 

Szindi und Bandy haben heute ihr Heu und Stroh im Stall serviert bekommen. Durch den Sturm weht viel Schnee in die Heuraufe, so dass Stroh und Heu völlig mit Schnee bedeckt und nass werden. Das mögen unseren beiden Großen nicht wirklich und es bleibt zu viel als Abfall liegen.

Eigentlich sind unsere Pferde recht wintersicher, aber heute waren sie kaum draußen zu sehen. Schnee macht ihnen nichts aus. Den Sturm mögen sie allerdings überhaupt nicht. Da verlieren sie die Orientierung. 

 

Tja, ... und morgen ist schon Weihnachten. Noch eine Woche und das Jahr ist vorüber. Na, mal sehen was unsere Reise durch 2013 für uns bereit hält. Wir sind gespannt und hoffen, dass es ein ruhiges Jahr wird. 

 

Es bedeutet wenig,

ob du auf dem Gipfel eines Berges oder an seinem Fuß stehst,

wenn du nur glücklich bist, wo du bist.

                                 

                                                                                      Sufi-Weisheit


 


 

04.12. 2012 Bärli wird erwachsen

Manchmal sitzt er zu deinen Füssen und schaut dich an,

mit einem Blick so schmeichelnd und zart,

das man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks.


Wer kann nur glauben,

dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt !

 

Théophile Gautier 


Heute vor einem Jahr trat Bärli in unsere Welt.

Ihr richtiger Name ist Thyra, die Donnergöttin, doch beide Namen passen prima zu ihr.


Sie ist wie ein kleiner Bär, tollpatschig, übermütig und hat ständig Unsinn im Kopf. Auch ihre Statur ähnelt mehr einem Bär als einem Mini Aussie. Thyra wiegt mit ihren 12 Monaten stolze 17 kg und ist inzwischen 47 cm hoch.

 

Thyra ist mit einem sehr gutmütigen Charakter ausgestattet und hat mit allem eine Engelsgeduld. Sie wirkt immer ausgeglichen und zufrieden und hadert mit Nichts und Niemanden in dieser Welt.

Sie ordnet sich Anouk uneingeschränkt unter. Selbst mit unserer Neele, die ja eigentlich eine kleine Stänkerzicke ist, hat Thyra nichts Böses im Sinn. Es wird ab und zu etwas miteinander gekrangelt doch zu guter Letzt ist es immer Thyra, die klein bei gibt. Sie ist sich wohl ihrem Namen Donnergöttin und ihrer kräftigen Statur nicht bewusst.

 

Thyra ist der perfekte Familienhund. Sie ist lieb und treu, ab und zu sehr stürmisch, folgt uneingeschränkt, ist immer gut gelaunt und allem freundlich gegenueber. Fremde Menschen und Tiere begrüßt sie offenherzig und stürmisch.

 

Thyra liebt Schnee, gefrorene Pferdeäpfel und getrockneten Fisch. Sie ist jeder Zeit leicht bestechlich, ... für ein Leckerli tut sie alles. Thyra frißt nach wie vor für ihr Leben gern. Sie hat immer Appetit und wenn die Freßnäpfe von Anouk und Neele nicht leer sind, sorgt sie dafür dass kein Krümel darin bleibt. Sie ist praktisch der „Tellerwäscher“ des Mini Aussie Rudels. Die Näpfe sehen immer aus wie frisch gesäubert, nachdem Thyra sie begutachtet hat.

 

Unsere „kleine Große“ ist sehr aufgeweckt, neugierig und interessiert und so stand schon so manche Extratour auf ihrem Spazierplan. Aber sie streunert nicht, sondern untersucht die weitere Umgebung. Auf rufen ist sie schnell bei Fuß und freut sich, dass endlich jemand Interesse an ihr zeigt.

 

Leider schläft sie nachts nach wie vor nicht durch. Jede Nacht so zwischen 2:00 und 4.00 Uhr geht es nach draussen und anschliessend wieder ins Bett. Um 6:00 Uhr ist dann die Nachruhe endgültig vorbei und Thyra hält dann nichts mehr auf ihrem Schlafplatz. Da ist sie ganz schön anstrengend und wir hoffen, dass sie das lange Schlafen noch für sich entdeckt.

 

Sie hat ihre Kuscheltiere zum Fressen gern und entsprechen sehen diese auch aus. Hier fehlt ein Bein, da hängt der Kopf schief und so manches Tierchen musste sein Leben lassen nur weil Thyra unbedingt das Innerste untersuchen musste. Jeden Morgen wandert ihr Lieblingsplüschhund mit in die Küche und am Abend darf er wieder mit auf ihren Schlafplatz. Komischerweise, ist bei diesem Plüschhund noch alles an seinem Platz, ... kein Ohr fehlt, ... kein Schlitz im Fell und auch alle 4 Beinchen sind noch an Ort und Stelle.

 

Thyra ähnelt in ihrem Charakter und in ihrer kräftigen Statur unserer Ylva, die wir am 25.11. letzten Jahres gehen lassen mußten.

 

Doch sie ist kein Duplikat von Ylva, sie ist einzigartig, … eben unsere Thyra wie sie leibt und lebt … und das ist gut so !!!


Wir sind so richtig glücklich und stolz Thyra in unserer Familie zu haben.

 

Beim Stöbern im Internet haben wir ein Horoskop über den Schütze-Hund gefunden. In dem Einen oder Anderen finden wir unser Bärli wieder.

 

Der Schütze-Hund ist lebenslustig, aktiv, dynamisch und abenteuerlustig.


Er ist ein äußerst freundlicher Hund, der es versteht seine Umgebung mit einem breiten Optimismus zu verzaubern.

Positives Denken bestimmt sein ganzes Leben.


Und genau so führt sich ein Hund, der in diesem Zeichen geboren ist, auf.


Er ist nicht zu bremsen bei seinen Entdeckungstouren.

Dementsprechend ist ein Schütze-Hund immer auf der Suche.

Neue Hundefreundschaften genießt er ebenso wie die Beziehung zu neuen Menschen.


Er verschenkt sofort Vertrauen, weil es einfach in sein optimistisches Lebensbild passt.  


Zum Spielen ist er jederzeit zu haben und so dauert es etwas länger,

bis er "erwachsen" und vernünftig wird.