30.04. 2012

Die Herren kommen auf ihr Sommerdomizil

 

Es ist wieder soweit. Der Winter ist vorüber und endlich geht es raus auf die Wiesen. Dieses gilt vorerst jedoch nur für Dreizehn und Hänschen.

Das Wetter zeigt sich seit 2 Tagen sommerlich warm und das Gras beginnt zu wachsen.

Es ist wie in jedem Jahr nach 7 Monaten einstehen im Stall wollen die Böcke ihr zu Hause nicht verlassen. Also mit schieben und ziehen bekamen wir sie auf den Hänger und ab ging es hoch auf die Sommerwiese. Wir haben beiden getrennt transportiert, erst Dreizehn und dann Hänschen, damit es keine Rangelleien im Pferdehänger gibt und vielleicht die Wände Schaden nehmen. Oben an der Wiese angekommen und die Füße ins Grüne gesetzt, fochten die Zwei wie in jedem Frühjahr die Chefposition für den Sommer aus. Wer nun Chef ist, wissen nur die Beiden, wir konnten es nicht ausmachen.


So nun hoffen wir mal, dass das Wetter so bleibt, das Gras sprießt und die beiden Herren einen schönen Sommer auf dem Herrenterrain haben.

 

Der Mensch bringt in all seinem Tun seine Seele zum Ausdruck.

 

                                              Sufi-Weisheit

                              

 

 

24.04. 2012

Mit den Kanadagänsen kommt der Frühling

Jedes Jahr, wenn wir das erste Mal zu unserem kleinen Badesee gehen, stutzen wir über eine Menge Vogelkot auf einer Uferwiese. Wir konnten bisher nicht herausfinden welche Vögel dort oben am See für kurze Zeit Rast machen.

 

In diesem Jahr jedoch lösten wir das Rätsel. Eine Gruppe Kanadagänse hatte sich niedergelassen. Der See war noch halb zugefroren und am Ufer kaum Grünes zu fressen für die großen Vögel. Sie dümpelten vor der Eiskante herum und ließen sich von uns und unseren drei Hunden nicht aus der Ruhe bringen. Wir kamen relativ dicht an sie heran und konnten ein paar Fotos schießen.

 

Die Kanadagans (Branta canadensis) gehört zur Familie der Entenvögel in die „Unterfamilie“ der Gänse. Sie ist entsprechend gut proportioniert und kann über 6 kg wiegen.

Sie bringt in Südnorwegen sinnbildlich den Frühling ins Land. Eigentlich gehört sie ja nach Nordamerika und wurde in Europa angesiedelt. Mittlerweile ist sie in ganz Skandinavien verbreitet, aber auch in Deutschland, Holland und Großbritannien zu finden. Im skandinavischen Winter ziehen sich die Gänse wohl in das südlichere Europa zurück. In Deutschland und Frankreich sind sie aber auch ganzjährig zu finden und werden sogar gejagt. 

 

Bei uns sind sie auf dem Weg in den Polarsommer nur etwa drei Wochen lang anzutreffen. Das Selbe gilt dann in Herbst auf ihrem Weg zurück in die wärmeren und helleren Gebiete.

 

Wir irren allesamt, nur jeder irrt anders.

 

                                           G. Ch. Lichtenberg

 

 

 

 

18.04. 2012 Der Winter hat nochmals sein weißes Tuch ausgeworfen

 

Gemeldet war die ganze Woche Regen nur dienstags und mittwochs sollte es ein wenig gemischen Niederschlag geben.

Doch meist kommt es anders als vorhergesagt.

Bereits gestern abend begann es leicht zu schnein. Wenige Grade unter Null in der Nacht und heute Morgen hatten wir eine geschlossenen Schneedecke auf unserem Hof.

 

Aber wie so oft, kommt es schlimmer als man denkt. Um 17:00 Uhr waren wir heute zu Hause und unsere drei Hundemädchen kamen uns freudig durch eine 15cm hohe Schneedecke entgegen. Die Drei sind richtig aus dem Häuschen,... Schnee endlich wieder Schnee. … Und es schneit und schneit und schneit....!

 

Wir glaubten ja wirklich, dass es nun Frühling wird. Doch so wie es aussieht wird es wohl noch ein wenig dauern hier auf Espetveit mit dem Frühlingserwachen.

 

Gestern haben wir die Ablammboxen (Kreißsaal) in jeder Box eingerichtet. Heute stellten wir noch die trächtigen Damen so um, dass jeweils 5 Schwangere in einer Box stehen.

 

Dabei haben wir gesehen, daß Quetschi sich an der rechten Zitze eine Rißverletzung zu gezogen hat. Nun werden wir jeden Tag die Zitze mit desinfizierender Salbe einschmieren und hoffen, dass es vollständig ausheilt. Hoffentlich macht diese Verletzung keine Probleme beim „Stillen“ ihrer Lämmer. Wenn es doch problematisch wird , haben wir die ersten Flaschenlämmer für dieses Jahr.

 

Die beiden Böcke Hänschen und Dreizehn und auch die nichtträchtigen Schafe können wir nicht wie gedacht, vorzeitig rausstellen. Es liegt Schnee und mit der erhofften grünen Wiese dauert es wohl noch ein wenig. Mutter Natur macht es eben so wie sie es für richtig hält und wir haben uns daran zu orientieren.

 

Hoffentlich kommen wir morgen früh unseren Berg runter und landen nicht wieder im Graben, wie vor einigen Wochen !?


 

Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm

gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.

 


 

  

 

14.04. 2012


Anouk

hat heute

Geburtstag

 

 

 

 

Kaum zu glauben wie die Zeit vergeht.

Anouk wird heute 3 Jahre. 


Anouks Schwester Ylva haben wir ein Licht an ihr Grab gestellt, denn die letzten 2 Jahre hatten wir immer 2 Geburtstags-Aussie-Mädchen. Leider ist Ylva nicht mehr bei uns und besonders heute macht es uns wieder traurig, wenn wir an die Vergangenheit denken.

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Anouk hat sich in ihrem Wesen im Laufe der 3 Jahre kaum verändert. Sie ist nach wie vor ein Wirbelwind und mit ihrer hohen Stimme hat sie schon so manchen aus der Ruhe gebracht. Sie erzählt eben immer viel und laut. Wir haben uns daran gewöhnt, dass sie ein kleines Plappermaul ist. Sie ist in ihrem Wesen ein ganz liebes Mini Aussie Mädchen und wir können uns immer auf sie verlassen. Sie ist sehr bestimmend den beiden Kleinen, Neele und Thyra, gegenüber, aber nie ungerecht.

Sie fordert natürlich wie alle unsere Hunde ihre Streicheleinheiten auf eine penetrante Art, dass man es ihr so gut wie nie abschlagen kann. Und sie genießt es genüßlich gekrault zu werden. Anouk versucht immer an unserer Seite zu sein. Egal wo wir sind, Anouk ist dabei. Ganz still und unbemerkt folgt sie und steht plötzlich neben einem. Das Schwänzchen geht hin und her und sie lächelt uns regelrecht an, als wenn sie sagen wollte:"Tja, nun sind wir hier und was machen wir jetzt“?

Sie ist ein lieber treuer Gefährte, so wie unsere Ylva es war.

 

Leider haben wir heute typisches Aprilwetter, so daß unsere Wandertour etwas kürzer als geplant ausgefallen ist. Es ging wieder auf den Berg. Anouk, Neele und Thyra gingen brav an der Leine und da es heute so gut bei den beiden Kleinen klappte, durften alle 3 auf dem Rückweg durch den letzten Schnee am Wegrand toben. Das war vielleicht eine Gaudi für die Drei. Wenn es möglich wäre, würde sich jeder von ihnen eine gute Ladung Schnee mit in den Sommer nehmen, um sich darin genüßlich zu wälgern. Schneeschieber spielen und auf dem Rücken im Schnee den Berg runter rutschen ist augenblicklich das größte Vergnügen unserer 3 Mini Aussie Mädchen.

Es wird wohl schon morgen kaum noch etwas von der weißen Pracht übrig sein. Es regnet mal wieder und die Temperaturen sind deutlich über Null.

 

Na, ja nun kann der Frühling aber auch kommen mit seinen warmen Temperaturen und dem Grün in der Natur. Wir freuen uns auf die wärmere Zeit hier im Norden, denn den Winter hatten wir lange genug.

 

Wie armselig, unfähig sich mitzuteilen ist der Mensch,

trotz seiner hohen Intelligenz,

wenn er seines wichtigsten Mediums - der Sprache - beraubt ist.


Und ein Hund ?


Er hat die außergewöhnlichsten Einfälle

um uns zu verdeutlichen was er will.

Er kann alles ausdrücken was ihn bewegt -

nur ist der kluge Mensch meist zu beschränkt um zu kapieren!

 

                                                A. Pongra

 


11.04. 2012 Nichts Besonderes

 

Die erste Hälfte des Aprils ist fast vorüber und auf Espetveit geht alles seinen Gang. Das Wetter ist typisch für April mit Regen, Schnee und Sonnenschein. Nachts haben wir immer mal wieder Frost und am Tage schwanken die Temperaturen so um die 5 Grad plus.


Wir haben wie immer im Frühjahr viel zu richten auf dem Hof. Der Wald rund ums Haus ist nun aufgeräumt und entspricht unseren Vorstellungen. Zwei große Berge mit Strauchwerk und dünnen Bäumchen liegen noch parat und warten auf ein wärmendes Feuer.


Am kommenden Wochenende ist eine Tour über unsere Wiesen geplant um den Zustand des Weidezauns zu überprüfen und da wo es notwendig ist, entsprechend auszubessern.


Unseren drei Mini Aussie Mädchen geht es gut. Neele und Thyra nehmen fleißig zu und auch die Beinchen der beiden werden deutlich länger. Sie sehen nun mehr aus wie ein Hund und nicht mehr wie ein „Puschel“. Übrigens ist Thyra deutlich schwerer und grösser als Neele. Sie geht wohl mehr in die Richtung eines Standard Aussie, was uns ganz recht ist. Neele ist nach wie vor eine zierliche Maus, aber sehr „drahtig“, wenn es ums Toben geht. Anouk „zuppelt“ vorn an ihr und Thyra zieht am Schwanz… und Neele lässt alles mit sich geschehen. Nur wenn es ihr zu viel wird kann sie auch richtig zickig sein. Da haben Anouk und Thyra nichts zu lachen. Anouk wird einfach in die Backe gebissen und die Lefzen lang gezogen und Thyra bekommt zu spüren was es heißt sich mit dem „Chefstellvertreter“ anzulegen. Es ist putzig mit anzusehen, wie die Drei das untereinander regulieren.


Wir waren in den letzten Tagen nochmals ohne Leine unterwegs und der Weg zum See war für uns alle einfach herrlich. Gestern ging es wieder zur Hütte auf dem Berg und da haben Neele und Thyra entdeckt, dass es noch anderes Getier im Wald gibt. Also ist ab heute wieder „Leibchenpflicht“!


Bei unseren beiden großen Vierbeinern haben wir den Paddock und die entsprechenden Begrenzungen in Ordnung gebracht. Szindi und Bandy sind dabei ihr Winterfell abzuwerfen und da genießen sie es sich im frischen Sand zu suhlen. Natürlich sehen beide sehnsüchtig auf das nun langsam grün werdende Areal rund um ihren Paddock. Aber da müssen die Zwei noch etwas geduldig sein bevor es raus geht. Mitte Mai kommen erst mal die Schafe raus und werden das erste Grün fressen. Wir brauchen gutes und reichliches Futter in den ersten 4 Wochen nach der Lammzeit damit die Schafmütter genügend Milch für ihre Lämmer haben. Erst wenn die ganze Herde auf eine andere Weide gewechselt haben, können Szindi und Bandy raus in ihr Paradies.


Übrigens Schafe: Es sind jetzt rein rechnerisch noch 14 Tage bis zu den ersten Lämmern. Natürlich müssen wir mit der Laune der Natur rechnen und da könnten die ersten Geburten schon in einer Woche anstehen. Na, mal sehen, was Mutter Natur so mit uns vor hat. Wir müssen es ohne hin so nehmen wie es kommt …. und das ist gut so.

 

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,

Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.

 

                                                                                            Wilhelm Busch