Weihnachtsbesuch auf Espetveit


 

Es braucht nicht immer einen Anlass um jemanden zu besuchen, doch im Dezember hatten wir einen.

Ralf „Nullte“ kurz vor Weihnachten und rundete damit seine Jahresringe auf. Er wurde nicht älter, sondern nur reifer und wertvoller, so wie es auch bei einem Baum mit den Jahresringen ist. Umso mehr Ringe, umso höher der innere Wert und die Vollkommenheit.

 

Jedenfalls saßen vor, zu und nach Weihnachten  mit 9 Personen zu den gemeinsamen Mahlzeiten an unseren großen Eßtisch.  

 

Der Winter hatte anlässlich Ralfs seinem Geburtstags seinen Beitrag geleistet und die gemeinsamen Tage verbrachten wir bei Pulverschnee, Sonnenschein und wenigen Graden unter null. 

 

Mit von der Partie waren unsere Kinder Daniel mit Johanna, Marius mit Danielle und unserer Enkeltochter Marielle, die inzwischen bereits 3 Jahre alt ist. Auch  Kirsten und Dietmar aus der Pfalz nahmen den langen Weg aus Deutschland auf sich um mit uns an einem Tisch sitzen zu können. 

 

Weihnachtsbaum schlagen im Winterwald , Schneemann bauen, Schlitten fahren, Wanderungen durch den Schnee , Glühwein (norweg. Gløgg) trinken, Rentier- und Elchbraten, norwegischen Lachs, selbst gebrautes Bier und selbst gekelterter Wein, "Kranzekake" (norwegischer Weihnachtskuchen) und vieles mehr, ließen die gemeinsamen Tage schnell vergehen. 

 

Ja, es tat uns gut unsere Kinder mit ihren eigenen kleinen Familie und auch unsere langjährige Freunde bei uns zu haben.

 

Inzwischen sind alle wieder zu Hause und es ist Ruhe auf Espetveit eingekehrt. Doch wir freuen uns bereits auf den nächsten Besuch unserer familiären „Rasselbande“.  




 

Dietmar, ....

 

oder die Leichtigkeit des Seins auf Espetveit

 

Dietmar, unser langjähriger Freund aus der Pfalz, kommt uns fast jedes Jahr besuchen.

 

Inzwischen reisen wir mit einem ruhigem Gewissen zu unserem alljährlichem Seminargruppentreffen im September nach Deutschland. Dietmar übernimmt während dieser Zeit unseren Hof mit allem Getier.

 

 

In diesem Jahr hatte er zum ersten Mal auch die Verantwortung für unsere Hundemädchen Neele und Thyra.

Außerdem hatten wir unseren geplanten Deutschlandaufenthalt durch ein zusätzliches Familientreffen und einen kurzen Aufenthalt auf Sylt, verlängert.

 

Dietmar hat seine Gedanken, verknüpft mit dem alltäglichem Erleben hier auf dem Hof während unserer Abwesenheit, in ein paar Zeilen festgehalten.

Wir waren neugierig und so hat er eingewilligt uns einen kleinen Einblick in „sein Sein auf Espetveit“ zu geben.

Natürlich hat er uns nicht alles verraten,... ist auch gut so, man muss nicht immer alles wissen !!!

 

Hier findet ihr Dietmars "Tagebuch" . 

 

... und die folgenden Bilder zeigen Ausschnitte aus seinem "Sein" hier auf Espetveit. 

 

Drei Mädels aus der Pfalz

Bereits im letzten Jahr hatte sich Kirsten, eine langjährige Freundin aus der Pfalz gemeldet, um uns in diesem Jahr zu besuchen.

Kirsten war bereits 2011 bei uns auf Espetveit.

 

Die Monate strichen und die Besuchszeit stand fest. Es sollte der Juli werden mit ein paar zusätzlichen Tagen im August. Außerdem wollte Beate, die wir bislang nicht persönlich kannten, mit von der Partie sein. Es war uns recht, denn Platz haben wir genug hier auf Espetveit. Nur wenige Tage vor ihrem Eintreffen, gesellte sich noch Lea hinzu und so kam die „Frauentroika“ in der letzten Juliwoche bei uns an.

 

Und wie es bei uns so üblich ist, wird Besuch nicht immer als Besuch betrachtet, sondern als willkommene Hilfe für die Arbeiten hier auf dem Hof. Tja, und das mussten sich auch die drei Damen gefallen lassen. Tier füttern, Stallungen sauber halten,  Schafe in den Ferch „schieben“ , Herde von einer Weidefläche auf die andere treiben, Beeren sammeln und dies und das an kleineren Gefälligkeiten, füllten die Tage neben Wandertouren  und Spaziergängen zu unserem Badesee voll aus.

 

Ralf war hier und da als guter Routenführer durch die nordischen Gefilde aktiv. Als Safari-Guide zeigte er den Dreien auch "wo hier auf Espetveit der Elch steht". Viele Touren unternahm die Damenriege  unter eigener Regie und die Bilder in der unten aufgeführten Galerie zeigen einen Ausschnitt vom Erleben der drei Pfälzer Mädels.

 

Unter anderem sahen die Pfälzer ein Hermelin, an einem See auf einer ihrer Wandertouren, der „Roten Fährte“.

 

 

Das kleine Pelztier tummelte sich völlig unbedarft am Wasser und zeigte so richtig wie wohl man sich in der freien Natur als kleiner Wiesel fühlen kann. Es war für die Drei ein beeindruckendes Schauspiel. 

Wenn man Urlaub hat, vergeht die Zeit sehr schnell. Ruck zuck waren die Tage vorüber.

Es war eine schöne und abwechslungsreiche Zeit auch für uns.

 

Ina,

unsere langjährige Freundin aus Sachsen

Wie es eben so ist im Leben, ab und zu braucht man etwas Abstand zum Alltag.

 

Und genau das dachte sich Ina auch und hatte sich kurzfristig entschieden ein paar Tage Auszeit zu nehmen und uns auf Espetveit zu besuchen. Es war bereits ihr vierter Besuch hier oben im Norden, so dass es für sie nicht schwer war den Weg zu finden. Wir lagen in den letzten Zügen mit der Lammzeit und Lilo unsere letztes trächtiges Schaf wartete brav, bis Ina aus dem entfernten Sachsen hier eintrudelte.

Es waren für Ina nur 5 Tage fern von der Heimat, die es allerdings in sich hatten. Unsere Neele wurde in dieser Zeit operiert und Lilo gebar ihre Zwillinge nicht einfach mal so. Wir hatten wie immer dieses  oder jenes zu erledigen und Ina war immer mit von der Partie. Wir kennen uns viele, viele Jahre und so wurde sie wie immer, einfach in das Geschehen hier auf dem Hof integriert. Zaunarbeiten, Lämmer versorgen, Wache im Schafstall, Hunde streicheln und Neele umsorgen füllten die wenigen Tage gut aus. Spaziergänge zum See, wenige Stunden relaxend  auf der Terrasse, ein gutes Glas selbstgemachten Wein und selbstgebrautes Bier meist verbunden mit gutem Essen , verließen neben der Arbeit die Tage wie im Flug vergehen.

Tja, so ist das,  kaum angekommen und schon wieder vorbei! Die Zeit fliegt und alles verändert sich. Gestern ist nicht heute und morgen wird nicht wie gestern sein. Es war schön unsere langjährige Freundin hier auf Espetveit gehabt zu haben. Nun sehen wir uns erst im September wieder beim Seminargruppentreffen. Darauf freuen wir uns. Und vielleicht wird die Reise für Ina nach Espetveit  auch so eine Art Tradition, wie unser Seminargruppentreffen in jedem Jahr und das schon seit 1977. Ein Mal im Jahr in den Norden ziehen um „zu entschleunigen“, Abstand finden zum Alltag, der uns alle viel zu sehr einnimmt. Stunden mit ehrlichen und guten Freunden, sind durch nichts zu ersetzten.