Alle Jahre wieder

 

Wie in jedem Jahr nahte

unser Seminargruppentreffen im September .


Doch dieses Mal konnten wir beruhigt dem Ganzen entgegen sehen.


 

Dietmar, ein langjähriger Freund aus der Pfalz, hatte sich bereit erklärt, in dieser Zeit auf unseren Hof aufzupassen.

 

Und so war es dann auch. Dietmar kam Anfang September zu uns. Viel Einführung brauchte er nicht, denn es war bereits sein vierter Besuch bei uns. Kurz noch einmal besprochen, was aktuell wichtig war und schon machten wir uns auf und davon.

Unsere drei Aussie Mädchen reisten mit uns nach Deutschland und so konnte Dietmar alles etwas entspannter angehen.

 

Über lange Weile konnte er sich nicht beklagen. Tägliche Weidengänge, die Pferde waren zu füttern und der Stall sauber zu halten. Ein großer Haufen Holz, was gespalten werden musste, lag auch bereit. Für ausreichend Beschäftigung am Tage war gesorgt. Außerdem brauchte unsere Treppe am Hintereingang zum Schafstall eine Generalüberholung.

 

Als wir wieder nach Espetveit zurück kamen, waren alle Tiere wohl auf.

Das Holz war zu großem Teil gespalten und und die Treppe am Hintereingang war wie neu. Dietmar hatte seinen Job als Ablöser perfekt erfüllt. Sicher hatte er auch ein paar schöne und erholsame Stunden.

 

Nach 2 Wochen war  dieses Abenteuer allerdings wieder vorüber. Es ging zurück in den Alltag nach Deutschland.

Es ist ein gutes Gefühl, wenn man Freunde hat, auf die man sich immer verlassen kann.

 

Mange takk, Dietmar !

 

 

  

Die Börde lässt grüßen

 

Vier Jahre sind vorüber und nach so einer langen Zeit trudelten René, Marita und Jack Mitte Juli bei uns ein.Ein paar Tage raus aus dem Alltag, war das Urlaubsmotto der Drei.

 

Uns so war es auch. Das Wetter war herrlich. Keine Wolke am Himmel und Temperaturen um die 25 Grad, ...was kann es Schöneres geben.

 

Es ging zum Rafting an die Otra, in den "Klatreskogen" am Mineralparken, auf die Go- kart-Bahn und auch der Tier und – Vergnügungspark in Kristiansand fand Interesse bei der Familie.

 

Tja, und wie es immer so ist auf Espetveit...jeder Besuch hat mehr oder minder große Arbeitseinsätze auf dem Hof. Dem Wetter entsprechend, war es Zeit zur Heuernte. Das Heu Wenden, Verladen und hoch auf den Boden ,... ohne die drei Langenweddinger hätten wir alleine sicher eine ganze Woche gebraucht. Nun können sich unsere Schafe auf eine gute Mahlzeit Heu freuen.

Außerdem holten wir zusammen einen großen Teil Holzstämme aus dem Wald. René zersägte diese gleich auf eine ofengerechte Länge.

Marita, die überall mit anpackte, verwöhnte uns gleichzeitig mit ihrer Koch- und Backkunst.

 

Jack hat unseren Badeteich vor dem Haus geliebt. Den ganzen Tag hing er im Wasser und wenn dann die beiden erwachsenen Männern beim „Wasserbomben“ ausgelassen mitmachten, war der Spaß perfekt.

 

Aber alles Schöne hat nun mal ein Ende. Nach 12 Tagen ging es zurück nach Deutschland.

Die drei „Bördelunder“ waren wirklich tolle Erntehelfer, Holzarbeiter und Wunderköche.... ein großes Dankeschön an die Drei. Wir hoffen, dass die Drei trotz der vielen Landarbeit den Abstand zum Alltagsleben in Deutschland gefunden haben und mit einem Sack voll neuer Eindrücke und einem „freiem Kopf“ nach Hause gereist sind.

 

Hurra, …

die Hessen kommen

 

Auf unseren Aufruf bezüglich einer Urlaubsvertretung auf unserem Hof, hatten wir im Februar diesen Jahren   regen Zuspruch erhalten. Innerhalb von ein paar Stunden war der Hof vergeben. Kurzentschlossen bekamen Simone und Dietmar aus Hessen den Zuschlag.

 

Wir wollten in dieser Zeit nach Spitzbergen in den Urlaub.

 

Simone und Dietmar trafen Mitte Juni bei uns ein und nach einer Anlernphase von 3 Tagen waren sie gut in den Alltag auf unseren Bauernhof eingearbeitet.

Gleich zu Beginn ging es so richtig ran an die Arbeit. Zusammen mit Dietmar baute Ralf eine neue Begrenzung für den Paddock der Pferde. Kurz überlegt, Baumaterialien geholt und innerhalb von 2 Tagen war der alte Zaun abgerissen, der Neue errichtet und das alte Holz verbrannt.

Simone erhielt in der Zeit, wo Dietmar und Ralf mit dem Neubau des Paddocks beschäftigt waren, einen Grundkurs in Zaunreparatur, Flaschenlämmer versorgen und 3 Hundedamen in Schach halten.

Ausserdem trieben wir Vier, noch bevor es für uns Richtung Spitzbergen ging, alle Schafe in den Ferch, um die geplante Wurmkur durchzuführen.

 

Simone und Dietmar sind zwar auf dem Land aufgewachsen, hatten aber eigentlich mit so vielen Tieren nie viel am Hut. Zwei norwegische Waldkatzen zu Hause im Hessenland und ein großes, offenes Herz müssen jedoch ausgereicht haben, um sich schnell an das Leben auf einem norwegischen Bauernhof zu gewöhnen.

 

Als wir uns nach 3 Tagen auf unsere Urlaubstour begaben, hatten wir keine Zweifel daran, dass alle Vierbeiner bei uns zu Hause in guten Händen sind.

Und so war es auch.

 

Nach 7 Tagen trafen wir wieder auf Espetveit ein. Es ist alles gut gegangen, zumindest mit den Tieren.

Leider hatte Simone sich auf einer Wandertour eine Rippe gebrochen. Tja, das geht schnell hier in Norwegen, ein wenig Unaufmerksamkeit und ein nasser Stein kann eine Rutschpartie in Gang setzten, deren Folgen unberechenbar sind. Es ist „Gott sei Dank“, nicht mehr passiert. So ein „Rippchen“ heilt wieder.

 

Nach 12 Tagen Hobbybauerdasein ging es für die Beiden wieder in Richtung Deutschland.

Und ? .... Die beiden haben Lust wieder zu kommen, um sich erneut auf dieses Abenteuer einzulassen.

Na, wenn das kein Lob für unsere Vierbeiner ist. Unsere Schafe, Pferde und Mini Aussie Mädchen müssen sich wirklich gut benommen haben.

 

Vielen Dank an die beiden Hessen, ohne die unsere Spitzbergen Reise nicht möglich gewesen wäre. Wir drücken für Simones Rippchen die Daumen,... wird schon wieder heilen bis zur nächsten Reise in den Norden.

 

Ina und René

 

Wie auch im letzten Jahr wollten Ina und René einen Teil der Lammzeit miterleben.

Sie trafen in der ersten Maiwoche

hier auf Espetveit ein.

 

 

Einige Lämmer waren bereits geboren doch die meisten der trächtigen Schafe, warteten noch auf ihre Kinder.

 

Außerdem lagen hinter dem Pferdestall am Hang im Wald viele, viele gefällte Bäume, die darauf warteten, entästet und auf Meterholz gesägt zu werden.
Somit war klar, dass die eine Woche geplanter Urlaub hier in Norwegen, nicht allein der Entspannung dienen würde.

 

Na, ja unsere Schafdamen hatten eine Gebärpause eingelegt und die Hoffnung, dass alle schnell in dieser Woche ihre Lämmchen bekommen, erfüllte sich leider nicht. Unsere Lehne bekam ihre Zwillinge völlig unspektakulär und bei Biggi haben wir bangen müssen, dass Mutter und zweiter Zwilling überhaupt überleben. Es war also nicht unbedingt das Erleben, was man sich wünscht ,... mit Schäfchen knuddeln und Fläschchen geben. Ina war sicher ein wenig enttäuscht.

 

Im Wald haben die zwei Männer mächtig zugepackt. René als alter „Waldarbeiter“ zerlegte einen Baum nach dem anderen.

 

Die kleingesägten Stämme wurden auf große Stapel zusammen getragen und alle Äste fanden sich auf riesigen Haufen zum Verbrennen wieder. Und.... gebrannt wurde natürlich auch, so dass für unseren geplanten Märchenwald in dieser Zeit die Basis gelegt wurde.

 

Leider wurde René s Tatendrang jäh gebremst. Bei der Arbeit mit der Motorsäge schlug ein Ast ins Gesicht und verletzte Rene erheblich am Auge. Tja, und damit war die Idylle auf Espetveit vorüber. Sein Krankenhausaufenthalt über die letzten 2 Tage der Woche war für uns alle eine Belastung und bedeutete einen bitteren Beigeschmack. Aber so ist es eben, „...wenn gehobelt wird, fallen auch Späne... „, leider ...und so eine Verletzung wünscht man keinem.

 

Dennoch war die gemeinsame Zeit wieder sehr schön. Wir hatten auch einige entspannende Stunden. Gutes Espetbräu und Wein vom Winzer hier auf Espetveit ließen die Abende unendlich werden. Tja, und unsere drei Mini Aussie Mädchen wurden so richtig verwöhnt. Reichlich Streicheleinheiten und viele Leckerlies so neben her... was gibt es Schöneres für einen Hund.  

Doch es war wie immer,.... nach knapp einer Woche ging es für die beiden Sachsen Richtung Süden. 

 

So, nun drücken wir René die Daumen, dass das mit dem Auge wieder wird und die geplante Operation gut verläuft.

 

Vielen Dank an Ina und Rene für ihren Einsatz hier bei uns .

 

 

Johanna und Daniel

 

In diesem Jahr sind unsere ersten Besucher recht früh eingetrudelt.


Es ist Anfang Februar und Johanna und Daniel aus Rheinhessen wollten dem Faschingstrubel in ihrer Region entfliehen.

  

Sie nahmen kurz entschlossen einen Flieger über Amsterdam nach Kristiansand. Am Freitag Abend holten wir unsere Kinder vom Flughafen in Kjevik ab.


Die Aufregung beim Eintreffen auf Espetveit war groß. Wir freuten uns riesig unsere Kinder für ein paar Tage bei uns zu haben. Anouk, Neele und Thyra waren ganz aus dem Häuschen. Neele war wie immer sehr skeptisch allem Neuen gegenüber. Thyra zeigte sich völlig aufgelöst und stürmisch unseren Besuchern gegenüber. Anouk, die die beiden ja aus vorherigen Kontakten kannte, sah man ihre Freude regelrecht an. Sie war ganz aus dem Häuschen und das Schwänzchen mit dem Hund stand für lange Zeit nicht still. Wir saßen bis lang in die Nacht zusammen und es gab trotz elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten in der Vergangenheit, viel zu erzählen.

 

Das Wetter meinte es gut mit uns und ein paar Ausflüge in die schneeüberflutete Landschaft folgte an den 3 Tagen ihres Aufenthaltes. Tja, hier ist es mit der Schneehöhe doch etwas anders als in Rheinhessen und die Stiefel waren schon mal voll mit Schnee bei den täglichen Spaziergängen.

 

Unsere 3 Minis haben den Besuch ausgiebig genossen. Streicheleinheiten den lieben langen Tag, … was kann es Schöneres geben für ein Mini Aussie Mädchen. Selbst unsere Neele hat sich nicht geniert und fand recht schnell Zugang zu den neuen Zweibeinern.

Szindi und Bandy sowie auch unsere Schafe waren anfänglich doch verwundert über die „Neuen“ da im Stall. Aber alle ließen sich gerne das Futter reichen von den „Fremden“. Wichtig ist nicht unbedingt wer kommt, sondern was kommt an Menge und Substanz.

 

Unser Wissen bezüglich Internet und damit verbundene Kommunikation wurde durch die Zwei neu inspiriert und in einem Schnellkurs für „ältere User“ aufgebessert. Wir wurden regelrecht „geschliffen“ und praktisch unterwiesen damit wir den Anschluss auf diesem Gebiet nicht verpassen. Tja, inzwischen lernen die Eltern von ihren Kindern, … so ist der Lauf des Lebens.

Nun können wir Smart Phone und Tablet-PC entsprechend ihren Möglichkeiten gebrauchen und surfen durchs WWW mit vielen für uns bislang unbekannten Möglichkeiten. Ist schon toll so eine familiär geleiteter Kurs. Da kann man auch mal richtig dumme Fragen stellen,... es bleibt ja in der Familie.

 

Na, ja die Zeit ging schnell vorüber und nach 3 Tagen flogen Johanna und Daniel wieder Richtung Deutschland.

 

Es war eine schöne Zeit und die Beiden haben uns allen hier auf Espetveit gut getan.